03/24/2014 - Raps ernten in Lützelbach

Am 22.3.14 war es soweit: erstes Heimspiel nach Trainerwechsel. Knapp 40 Zuschauer säumten Platz 3 im Sportzentrum Wiener Ring. Es ging gegen die SpVgg Neu-Isenburg, die gegen uns im Hinspiel bei unserem 5:3 harte Gegenwehr leistete. Heute bekamen wir eine extrem faire Begegnung zu sehen, die bei leichtem Nieselregen 6:2 für uns endete. Der Schiri glänze durch höchst professionelle Auslegung der Vorteilsregel. Wenn wir den nicht in Kürze in der Gruppenliga sehen können, würde ich mich doch wundern. Offizieller Spielbericht wie gewohnt auf der Vereins-homepage.

Am Sonntag sollte es eigentlich nach Ginsheim gehen, wo lt. fussball.de aufdem IGS-Platz gespielt werden sollte. Ein Anruf beim Obmann ergab allerdings: Ente. So musste umdisponiert werden. Als Dopplermöglichkeit boten sich Heubach/PSV Groß Umstadt, Raibach/Mömlingen oder Rimhorn/Lützel-Wiebelsbach an. Ich entschied mich in Begleitung meines Sohnes für letzteres. Auf dem Weg kamen wir an der Obrunnschlucht vorbei. Während wir die vor einem Vierteljahr für uns allein hatten, ballten sich heute die Besuchergruppen an einigen Häuschen. In Rimhorn sahen wir eine grottenschlechte Partie der Zweitvertretungen des Gastgebers und FV Fränkisch Crumbach vor knapp 25 Zuschauern. Die Paprikawurst hingegen konnte gefallen. Die eine Hälfte des grounds vom Rasen her eigentlich optimal, die andere eher sumpfig. Zehn Minuten vor Abpfiff Richtung Bergfeld gedüst - und trotzdem erst wegen eines unüberholbaren Kriechers Sekunden nach Anpfiff am Bergfeld zu Lützel-Wiebelsbach aufgekreuzt. Ein netter ground mit Überdachung und etlichen Stufen, an die ich mich gar nicht mehr erinnerte. Vor ca. 100 Zuschauern ein nie langweiliges kampfbetontes Spiel. Der Kapitän der Gäste spielte mit einer Art Jason-Maske. Nach einem üblen foul sah er später die gelb-rote Karte. Angesichts des extrem unsportlichen Verhaltens wäre eine rote Karte mit anschließender Dreimonatssperre angebracht gewesen. Die Gäste gewannen (unverdient) mit 2:1. Neben den Zuschauern bevölkerten knapp 20 Köter den ground. Als es Mitte der zweiten Halbzeit kurz hagelte, verließen die als erstes das Geschehen in Richtung Überdachung.

Überhaupt muss Lützel-Wiebelsbach ein sehr Köter affines Dorf sein. Auf dem Weg zu den Überresten des Limes frequentierten wir den größten je gesehenen Köterübungsplatz. Nebenbei: für ein Referat meines Sohnes googelten wir in der vergangenen Woche nach Bildern von "Kleiner Köter". Dritter Treffer: ein Foto von Angela Merkel. Die Überreste selbst erforderten eine Menge Phantasie. Zwar war alles perfekt beschildert, wo was gestanden hatte. Auch eine Replik im Sour N-Maßstab zum Anfassen war vorhanden. Allein: es war nichts Römisches mehr übrig. Und abgesehen von einer Palisade nichts wieder aufgebaut. Schade. Wie üblich in dieser Jahreszeit bekamen wir von der Regierung den Auftrag: Raps pflücken, da der nur in der derzeitigen Phase als durchaus leckeres Gemüse zubereitet werden kann. In der Nähe des Limes entdeckten wir tatsächlich ein Feld, dem wir mit der Schere zuleibe rückten. Verwunderte Blicke von den (überwiegend in Köterbegleitung) Spaziergängern, aber der Bauer ließ sich nicht blicken. Am Abend gab es dann bereits Raps gedünstet nach Namtu-Art.

In meinem letzten Geblöke kam ich nicht umhin, mich mit dem Thema Uli H. zu beschäftigen. Wie im Fall Edathy haben zumindest wie ich der Stern und die Heute-Show die unfähigsten Protagonisten des Spektakels ausgemacht: wie nicht zuletzt in den Fällen Edathy (ich kann dieses irre Gefasel dieses Bilderfreunds nicht mehr hören. Vor 150 Jahren wäre der Sack längst schon ab. Aber da die Errungenschaften der Zivilisation wohl nicht immer in die richtige Richtung gehen, nutzt diese Gestalt die Schwächen des jetzigen Systems gnadenlos aus und lamentiert immer weiter) und Wulf die Staatsanwaltschaft. Genial die Idee der Heute-Show, die Rolle des Staatsanwaltes mit einem Wischmob zu besetzen. Wobei ich sicher bin, der Mob ist fähiger als der deutsche Durchschnittsstaatsanwalt. Und als ob der Stern von mir abgeschrieben hätte, will er wissen: woher kommt die Kohle? Ich deute einmal zart an - das will ich gern nächste Woche erläutern -, dass im Bayern-Aufsichtsrat auch ein Doppel- oder Winterkorn sitzt. Ferner will er wissen: wo ist die Kohle jetzt. Dazu frage ich wiederum: wer will das wirklich wissen? Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: sie ist weg.

Nicht, dass der eben erwähnte Herr Wulf mein Freund wäre. Aber das Gebaren der Staatsanwaltschaft ist ein Frevel und Anschlag auf die Demokratie und eine Beleidigung der Bundesrepublik. Dass man zu blöde oder nicht willens ist, richtige Bestechung nachzuweisen (oder es schlicht eine derartige nicht gibt), ist eine Sache. Aber zu behaupten, ein deutscher Präsident wäre für knapp 1000 EUR käuflich, dass kann wohl nur auch anderweitig kranken Profilneurotikern einfallen - oder Leuten, die für eine Packung Kippen zu haben sind.

Überhaupt senden einige politische Beamte - und um nichts anderes handelt es sich auch bei Staatsanwälten - nur ein Signal aus: man wird nur ein solcher, wenn einen die freie Marktwirtschaft wieder auskotzt oder - scheißt. Schauen wir uns die Bafin an. Lt. Handelsblatt wusste man dort schon vor knapp drei Jahren von - sehr vorsichtig ausgedrückt - nicht ganz koscheren Machenschaften der KS-Gruppe. Anstatt Warnungen auszusprechen, drehte man Däumchen und ließ arglose Anleger weiterhin in die Falle laufen. Sicher kann man auf dem Standpunkt stehen, Leute, die so behämmert sind, ihre Finanzen den Händen einer derartigen Organisation anzuvertrauen, haben es nicht anders verdient. Aber es ist die pure Arbeitsunlust bei solchen Leuten. Unter dem Az Q 23-QB 4301-2013/0513 wurde die Bafin darauf hingewiesen, dass eine Teilzahlungsbank namens Santander zu dämlich ist, Kontolöschungen durchzuführen. In ihrer Stellungnahme erklärte Santander frank und frei: jawoll, wir sind zu dämlich, Kontolöschungen durchzuführen. Maßnahme der Bafin: ein Schreiben an die Beschwerdeführerin: Santander ist tatsächlich zu dämlich, Kontolöschungen durchzuführen. Sonst nichts. Tolle Arbeit, Bafin! Es erfolgte eine Rückfrage: war das alles? Stellungnahme von Santander: darüber hinaus sind wir auch zu dämlich, Übersichten nach §34 BDSG auszustellen - das kann sogar die Schufa. Die Bafin gab diese Feststellung ungerührt und - soweit wir wissen - ansonsten untätig weiter. Und Santander darf weiterhin ihren Machenschaften nachgehen. Too sick to fail?

In Versicherungsfragen hatte man meist mit im holprigsten Migrantendeutsh verfassten, vor Stilblüten und Platitüden strotzenden und unfreiwillger Komik triefendes realitätsfernen Pamphleten bar jeglichen Sachverstandes eines Dr. L. zu rechnen. Einmal, als mir diese Verarschungsorgien zu bunt wurden, machte ich mir den Spaß, eine Dienstaufsichtsbeschwerde loszulassen (AktenzeichenQ21-O 1021-2010/0029 2010/0573263). Es antwortete ein leibhaftiger Exekutivdirektor, der inzwischen wohl ins Nirvana delegiert wurde. Ein derartiges Titelmonster in diesem Kontext hat sicher ein des englischen nur rudimentär kundiger Aushilfs-Lübke erfunden haben. Wer freiwillig so einen Titel führt, kann nicht alle Tassen im Schrank haben. Die Antwort bestätigte meine bösen Ahnungen. Da erklärt mir dieser Exekutivdirektor, dass er Analphabet sei und diesen Job nur erhalten habe, weil er im Aschkriechen eine 2+ habe. Ansonsten wäre es reine Zeitverschwendung, sich mit ihm abzugeben. Aber eine turbogeile Unterschrift. Also fragte ich allerhöflichst bei Herrn Sanio, der damals die Bafin mit seinen letzten beruflichen Zuckungen beglückte. Nonverbale Antwort: man solle ihn in Ruhe damit lassen, denn er sei exakt die asoziale, unzivilisierte Sau, als die er landauf, landab betrachtet würde. Das ließ mir dann keine Ruhe. Ich fragte einmal beim BMF nach, wer denn solche Gestalten auf derartige Positionen setze. Trotz - wie üblich - allerhöflichster Nachfragen bis heute keine Antwort. Obwohl deren oberster Dienstherr einen diametral abweichenden Eindruck vermittelt, halte ich die politischen Beamten im BMF nicht für Elemente, denen die Errungenschaften zivilisierten Benehmens fremd sind. Eher für derartig unfähig, dass die immer noch grunzend und sabbernd darüber rätseln, wer denn nun den Hut auf hat.

Um zum Schluss zu kommen, noch ein Takt zu deren obersten Dienstherren Old Skywheeler. Erinnert sich noch jemand an Aichel und Old Hormonbert Weigel? Genau, das waren Vorgänger. Beide tönten und röhrten jeweils, demnächst einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Was passierte? Die Verschuldung stieg jeweils auf damalige Rekordhöhen. Unabhängig davon, dass es im jetzigen Fall wohl eines exorbitanten Ausmaßes an krimineller Energie bedarf, um an derartige Buchungstricks bzw. Staatsbürgerverarschungsorgien überhaupt nur zu denken (jeden einzelnen von uns würde so etwas in den Knast bringen), sollte ein Blick in die Vergangenheit dazu anhalten, den Ball etwas flacher zu halten.Aber jetzt fängt dieser Dienstherr wieder mit demselben Gejaule, Gewinsel und Gestammel an: Schwarze Null. Ich wette, wir werden demnächst in eine derartige Krise geraten, gegen die die letzte ein Dreck war. Wer überhaupt ist die schwarze Null?