04/29/2014 - Trip ins Oberbergische

Am Mittwoch nach Ostern meinte die allerbeste Ehefrau von allen, wir könnten doch nach acht Jahren einmal wieder Bekannte bei Gummersbach besuchen. Gesagt, getan. Die Autobahnen waren überraschend frei, sodass wir früher als geplant aufschlugen. Bevor ich mich auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit machte, wurden noch die beiden Stadien in Wiehl in Augenschein genommen - jedes auf seine Art sehenswert. Denn Mitte Sechziger Jahre verbrachte ich einmal die Ferien im Landschulheim Waldbröhl. Und tatsächlich wurde ich fündig. Die Heimleiterin erzählte mir, dass öfter Leute vorbei kommen, die Kindheitserinnerungen auffrischen wollten. Und ich dachte, ich wäre der einzige Sentimentale. Neben dem Heim, das sich eigentlich kaum verändert hatte, befindet sich die im Volksmund so genannte Hitlermauer. Angesichts des Namens hätte ich sie mir gewaltiger vorgestellt. Auch ein bisschen groundspotting wurde betrieben. Während das Stadion im Sportpark nicht begeistern konnte, erwies sich der Sportplatz Maibuche als überraschend nett. Hübsches Tribünchen. Das Training der dortigen E-Jugend erwies sich als übles Geschleife, das unsere Mannschaft sicher nicht mitmachen würde. Weiter ging es nach Lohmar zu einem B-Klassen-Duell zwischen SV Lohmar II und Mondorf II. Bei sehr durchwachsenem Wetter ging es vor ca. 15 Zuschauern durchaus zur Sache. Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz, aber ein gutes Drittel der Spiele soll im Stadion, das auch über Flutlicht verfügt, stattfinden. Währender der Kunstrasenplatz über keinen Ausbau verfügt (sieht man davon ab, dass man das Spielgeschehen auch von der Anhöhe neben dem Vereinsheim verfolgen kann), kann das Stadion mit drei Stufen hüben und derer zwei drüben durchaus gefallen. Die Currywurst ist empfehlenswert.

Der Freitag Vormittag wurde allein in Drolshagen und Bergneustadt verbracht. Der ground in Drolshagen ist durchaus sehenswert. Ziel am Nachmittag war mit Familie und den Kindern der Gastgeber der überregional bekannte Affen- und Vogelpark Eckenhagen. Was mir schon bei etlichen ähnlichen Parks aufgefallen war, findet man hier auch vor: etwa die Hälfte der Gehege ist nicht belegt, der überwiegende Teil der restlichen sowie die (kostenpflichtigen!) Fahrgeschäfte machen einen verwahrlosten Eindruck. Die Totenkopfäffchen sowie die Berberaffen haben einen sehr hohen Unterhaltungswert. - Der hiesige ground ist generalüberholt, bietet einen Sponsorennamen (MediClin Sportpark) und ist für die Kreisklasse B sehr überdimensioniert. Abschluss bildete der Besuch der Aggertalsperre. Mein Sohn wusste gar nicht, dass er eine eigene Talsperre hat. Das Teil ist schon gewaltig. Leider erwies sich der heutige Tag als kontraproduktiv den Heuschnupfen meiner Frau betreffend, sodass wir den Kurzurlaub ohne die beiden letzten Menuepunkte (LGA Zülpich, Fußball in Alfter) vorzeitig abbrechen mussten. Beim Tankstopp in Siegen noch kurz zum Eiserfelder Stadion am Freibad hoch gefahren. Diesen ground möchte man nicht per pedes ansteuern.

Der Sonntag konnte dazu genutzt werden, endlich den Sportplatz Rangenberstr. in Enkheim bei einem Senioren-Pflichtspiel zu machen. Solange das Riedstadion (wieder einmal) renoviert wird, trägt die hiesige Germania hier einige Spiele aus. Das Spiel war kurzweilig und fand mit den Gästen (Tor in der vorletzten Minute) vor 107 Zuschauern einen unverdienten Sieger. Und dass der ground für Frankfurter Verhältnisse mehr als in Ordnung ist, war bekannt. Lediglich die hier feilgebotene Bratwurst konnte keineswegs an die im Riedstadion gewohnte Qualität heran reichen. Auch hier trafen wir weder auf den macher von amaschu.de, mit dem man endlich mal wieder professionell anderthalb Stunden über Pfandgut reden konnte. Dass es dazu auch in youtube tolle Filmchen gibt, wusste ich noch gar nicht. Ansonsten merkwürdigerweise keine bekannten Hopper-Gesichter zu sehen. Der durch Brückensperrung erforderliche Umweg war widerlich.

Der Montag konnte dadurch nämlich mit einem echten highlight aufwarten: Brückeneinschwimmung in Offenbach. Ein beeindruckendes Schauspiel, das wie seinerzeit bei der Osthafenbrücke eine Menge Volk anlockte. Mal sehen, ob der zu erwartende Abriss der Carl-Ulrich-Brücke ebenfalls so viele Leute anlockt.

Inzwischen machte sich die Santander Bank auch wieder bemerkbar. Heute bewies sie wieder einmal, dass ihr das Wesen von Geldauomaten nach wie vor vollkommen fremd ist. Man hatte nur die 50er-Kassette gefüllt, sodass es unmöglich war, sich mit kleineren Beträgen zu versorgen. Wenn das einem Sonntag Nachmittag vorkommt, das wäre normal. Aber zu gewöhnlichen Geschäftszeiten? Egal, gibt ja genug andere ATMs. Aber auch sonst sind die Typen, die dort tätig sind, echte freaks. Wohl aufgeschreckt durch meine Anfragen, haben sich Horden von Santander-Säcken mit meinem Xing-Profil und von mir eingestellten Fotos beschäftigt. Da die Typen ja IT-technisch echte Tollpatsche sind, haben sie riesige Schneisen im Netz hinterlassen, sodass man ziemlich genau verfolgen konnte, welcher Arsch (oder meinetwegen Sackgesicht) sich wie lange mit welchen pageviews beschäftigt hat. Ich habe einmal allerhöflichst nachgefragt, mit welchem Hintergrund der Revisionsleiter sich mit mir beschäftigt hat. Da ich überzeugt bin, dass diese Teilzahlungsbanker zu behämmert sind, diese Anfrage zu klären, werde ich das wohl (wie bei der Schufa) wieder über den Datenschutzbeauftragten und die Berufsgenossenschaft erzwingen müssen.

Hat sich da doch ein mir bis dahin vollkommen unbekannter CDU-Politiker aus dem hohen Norden lautstark gemeldet und eine Zwangsabgabe für Autofahrer gefordert. Ich falle vom Hocker. Da bedient sich dieses Gesindel seit Jahrzehnten schamlos von unseren Steuern und "vergisst" dabei das wesentliche. Als nächstes kommt eine Zwangsabgabe für Grundschüler Das Pack ist sehr erfinderisch. Wenn es nach mir ginge, könnten Albisch und Konsorten im Steinbruch arbeiten und dabei wenigstens für den Straßenuntergrund sorgen.

Idiotie ist keine Domäne deutscher Firmen (Volkswagen). Auch amerikanische Konzerne lieben sie. Das neueste Coke-Preisausschreiben bietet fraglos attraktive Preise. Wollten wir doch daran teilnehmen. Ging nicht, da wir keine facecrook-Anwender sind (unmittelbar nach dem verkauf haben wir auch whatsapp gelöscht. Kein millibit dem Zuckerberg. Coke schrieb auf Anfrage ziemlich wortwörtlich: man halte Coke-Säufer für behämmert und asozial und erwarte daher, dass die facecrook mit Daten füttern. Sollen die ihr Gesöff fürderhin selbst saufen.

Schreiben an Santanderbank vom 22.4.2014