05/05/2014 - Windpocken

Der April endete damit, dass tatsächlich ein Wisch der Schufa hier eintrudelte. Ein Referent recht sonderte eine derartig abartige Scheiße ab, dass man sich wiederholt fragen musste, von welcher Palme hat man diesen Schüfling denn nun wieder geschüttelt. Ich habe dem hessischen Datenschutzbeauftragten meine Einschätzung mitgeteilt (s.u.). Und weil ich gerade dabei war, auch der Schufa. Aber in diesem perversen desorganisierten Drecksladen begreift das sowieso niemand. Mir unbegreiflich, dass sich niemand traut, dieses Mafia-ähnliche Geflecht wie Alexander der Große seinerzeit zu zerschlagen. Und wie man weiß, sind die ersten, die ihre kümmerlichen Schwänze (alles wohl SUV-Säcke) einziehen, unsere Staatsanwälte und Richter.

Der Mai hingegen begann mit dem ersten Freiluft-Turnier des Jahres bei SKV Mörfelden, die dank guter Kontakte ihr Waldstadion mit Sitzen aus dem altern Ulrich-Haberland-Stadion aufpimpen konnten. Leider wurde unserem Turnier genau der Nebenplatz zugewiesen, den ich bereits gebonzt hatte. Da gleichzeitig drei Jahrgänge spielten, verteilten sich über 300 Zuschauer in der großzügigen Anlage. Das Wetter war zu Beginn widerlich, unser Platz extrem uneben. Dennoch bekamen wir ein klasse Turnier zu sehen, welches unser team als einziges des Jahrgangs 2004 in einem 2003er-Umfeld als Dritter von zwölf Mannschaften beendet. Der Turnierbericht ist auf der Vereins-homepage online. Darüber hinaus wäre anzumerken, dass unsere Spieler schon sehr Sieg orientiert sind. Dritter bei so einem Turnier ist wirklich gut, dennoch waren einige unzufrieden. Noch unzufrieden waren die Bomber aus Bad Homburg, die sich benachteiligt fühlten und frühzeitig abreisten. Diese Wehleidigkeit im Fußball kotzt mich an.

Am Freitag ruft die Schule an: meinem Sohn geht es schlecht, muss abgeholt werden. Warum, sah man am nächsten Morgen: Windpocken. Das heißt: eine Woche lang mindestens Kind hüten. Das geplante Fußball-Programm fiel aus. Unser team wurde auch ohne uns Sechster in Lämmerspiel. Bitter war die Niederlage im Neunmeterschießen gegen den TSV Heusenstamm mit unserem ex-Trainer Jens. Natürlich hatte er wochenlang Strafstöße gegen einen Vincent-look-alike geübt. Am Nachmittag hat die Zeit immerhin dazu gereicht, die Alten Herren der SpVgg Oberrad zu sehen. Allerdings waren weniger diese das Ziel. Vielmehr hatte man mir gesteckt, dass der Umbau des Nebenplatzes auf Kunstrasen fertig sei. Ente, es erwartete mich eine Riesen-Baustelle. Spiele der Sondermannschaften sind aus zwei Gründen miest interessant. Erstens spielt Tempo allerhöchstens eine untergeordnete Nebenrolle. Und zweitens hat man 23 Schiris auf dem Feld. Den hauptamtlichen bewundere ich meist - ich würde permanent ausflippen.

Endlich: am Montag wurde die neue Caravan-CD geliefert. Ein Wahnsinn, was diese alten Säcke noch abzuliefern imstande sind. Wenn man die Zeit als Wilde Flowers mitzählt, sind die jetzt 51 Jahre lang aktiv. Die neue Scheibe reicht zwar nicht an den Stoff von Anfang der 70er heran, ist aber seit "Cunning stunts" die beste. 1983 erschien "The revölution bei night" vom Blue Öyster Cult. Da die Scheibe gar nicht dem entsprach, was die Truppe sonst ablieferte, feuerte ich das Teil erst einmal angewidert in die Ecke. Nunmehr stelle ich fest, dass dieses Werk auf seine Weise doch großartig ist.

Santander hat es erwartungsgemäß nicht hingekriegt, ihre Schnüffelei zu begründen. Ich überlege noch, ob ich noch einmal eine Frist setze oder gleich an den NRW-Datenschutz heran trete.

Schreiben an den Hessischen Datenschutzbeauftragten vom 2.5.14

Schreiben an die Schufa vom 6.5.14

Mail an den hessischen Datenschutzbeauftragten vom 6.5.14