05/15/2014 - Geile grounds in Duisburg

Unsere Saison neigt sich dem Ende entgegen. Da irgendwie die Nachholspiele eingetütet werden müssen, ballen sich die Punktspiele. Am 7.5. ein locker heraus gespielter 7:1-Sieg bei der SpVgg Seligenstadt (12 Zuschauer - Minuskulisse - keine Heimfans), dem ein ebenso lockeres 7:1 zuhause gegen Obertshausen am 10.5. folgte (20 Zuschauer). Theoretisch bedeutete das schon die Meisterschaft, aber um allen Eventualitäten vorzubeugen, fehlte noch ein Pünktchen. Das sollte am 14.5. daheim gegen den SC Steinberg eingefahren werden. Zwar kamen die mit einer 3:1-Sieg-Empfehlung gegen die Gemaa zu uns, aber das Hinspiel hatten wir ja locker 14:1 gewonnen. Verstärkt mit dem E1-Torwart kam es in der ersten Hälfte, wie es eigentlich nicht kommen sollte: wir lagen trotz 80% Ballbesitz 0:2 zurück. Aber dank einer tollen zweiten Hälfte wurde das Spiel noch gedreht, sodass es am Ende standesgemäß vor ca. 30 Zuschauern 6:2 hieß. Wie üblich kam auch Ex-Trainer Jens wieder vorbei. Kann sich einfach nicht lösen von uns. Langsam trudeln auch die Spielpläne für unsere Sommerturniere ein. Eddersheim am Pfingstmontag (reines 2004er-Turnier) verspricht ein echtes highlight zu werden,

Samstag abend Eurovision Song Contest. Immerhin keine musikalische Katatstrophe wie in den beiden Vorjahren, aber nicht so gut wie 2011 in Düsseldorf. Immerhin konnten diesmal zwei Teilnehmer singen. Geklaut wurde auch. Ein Beitrag erinnerte doch frappant an Like an eagle von Miguel Rios, die Rumänen coverten gleich den gesamten letztjährigen deutschen Beitrag, die Russen boten eine jämmerliche, erbärmliche Abkupferung des slowakischen Beitrags von 2011 (in der Quali gescheitert) und das Österreicher klammerte sich von der performance her an den französischen Beitrag von 2011. Mein persönlicher Favorit aus den Niederlanden kam immerhin auf den zweiten Platz, wohingegen die Songs aus der Schweiz und aus Italien im Niemandsland landeten. Blickfänger waren natürlich die schönen polnischen Trachten. Aber das spannendste ist eh die Schlussphase. - Und wenn ich jetzt die Kommentare von den homophilen Russen und Polen sehe - ich raste aus. Warum stellt sich z.B. Genosse Putin bei einer seiner vielen Selbstdarstellungen mit nacktem Oberkörper einfach hin und outet sich als Schwuchtel?

DAm Sonntag löste Oliver seine "Schuld" ein, nachdem ich ihn im letzten Jahr gratis zum Iron Maiden-Konzert schleusen konnte. Es hatte sich ein megageiles Duisburg-Programm ausgedacht. Leider ohne andere Programmpunkte außer Fußball, was schade ist, denn so fuhren wir an den turbogeilen fotogenen Industriebrachen einfach vorbei. Zuerst besuchten wir die A-Jugend des MTV Union Hamborn, die vor ca. 70 Zuschauern ein 0:16 oder so einfuhr. Ein hammergeiles Stadion! Ich betrieb noch groundspotting bei der Hennes-Jeschke-Sportanlage, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Danach ging's zum FSV Duisburg II, die trotz 2:2-Pausenstand vor knapp 25 Zuschauern und jetzt strömenden Regen noch 3:8 unterging. Das erlebten wir leider nicht mehr mit, denn der Höhepunkt bahnte sich an: eines der letzten Pflichtspiele in der BZA Werthauser Str. des TB Rheinhausen. Sieben hopper, von denen auch wichtige Infos das Landkreisstadion Hösbach betreffend kamen, hatten sich eingefunden, um diesem herrlichen ground vor Abriss noch die Ehre zu erweisen. Dass man so was platt machen kann. Scheiß Raab Karcher. Der Kick allerdings war einher gehend mit der Spielklasse ätzend. So trabte ich noch zum Volksparkstadion, wo zum Entsetzen der Kicker und für mich der Platzwart kurzerhand widersinnig den Hauptplatz gesperrt hatte, sodass das Geschehen vor höchstens 20 Zuchauern auf dem Ascheplatz statt fand. Immerhin gab es auch hier viele Tore. Anscheinend hat sich hierher noch nie ein hopper verirrt, denn ich wurde intensivst befragt. Immerhin erhielt ich für spätere Besuche wertvolle Infos über den Fußball im Fußballkreis Moers. Auch den künftigen Platz des TB Rheinhausen konnte man mir zeigen. Letztendlich noch ein kurzer Blick in Stadion Bergheim des VfL Rheinhausen - ebenfalls ein sehr schöner ground mit etlichen gepflegten Stufen. Neben dem fehlenden kulturellen Begleitprogramm war das fehlenden kulinarische Programm von Übel. Ich hatte mich wirklich auf eine Ruhrpot-typische Currywurst gefreut. Aber alle Imbissstände waren dicht. Lediglich der FSV hatte Köfte im Angebot, aber heute musste das nicht sein. Oliver ließ mich in Bischofsheim aussteigen - und ich kam in den Genuss einer ausgefallenen S-Bahn. Dafür lieben wir den RMV! Aber ich hatte mich auf meine Art gerächt. Nur bis Kaiserlei gelöst, aber bis zum Marktplatz gefahren . Jedenfalls ein schöner Tag. Sechs neue grounds gesehen - und keine Niete dabei.

Inzwischen sind die Städte wieder voll gekleistert mit irgendwelchen Kackfressen. Die Europawahl steht vor der Tür. Da ich bislang noch keine einzige Sachaussage hierzu gesehen habe, muss man sich also an den Personen orientieren. Die Wahl zwischen Pest und Cholera ist verglichen mit der Europawahl angenehm. Wer soll uns die sauer verdienten Kröten aus der Tasche saugen? Der luxemburgische Biedermann als Brandstifter? Oder gar Schulz? Am Freitag dachte ich nach seiner peinlichen Darbietung bei der Ünterschriftenübergabe, Gabriel ist der größte Assi im deutschen Politikwesen. Nach dem hysterischen,von keinerlei Sachkenntnis getrübten Gejohle und Gegeifer der Nalles, die in ihrem Leben noch nie einen Handschlag gearbeitet hat, zum Thema Frühverrentung änderte ich meine Meinung. Aber sobald ich das Konterfei von Schulz sehe, ist die Hitparade klar. Steht "De Partei" auf dem Wahlzettel, gehe ich zur Wahl. Wenn nein, eben nicht.

Die neue IQ "Road of bones" ist eingetrudelt. Normalerweise gehen IQ-Scheiben sofort ins Ohr. Dieses Werk erschließt sich jedoch nicht beim ersten Hören. Aber je öfter man die CDs hört, desto besser sind sie. An "Subterrania" reicht dieses Werk jedoch nicht heran.