03/27/2015 - Germanwings

Das letzte Pflichtspiel vor Ostern führte uns erstmals in Stadion an der Anton-Dey-Str. zu Mühlheim. Leider war auch hier der Rasen im Stadion selbst gesperrt, sodass wir auf einen Rasen-Nebenplatz ausweichen mussten, der extrem holprig war. Trotz unseres extra eingelegten Rasentrainings kriegte unser Team keinen Stich und ging auch in dieser Höhe verdient mit 1:5 unter. Bester Spieler war unser neuer Torwart. Die Mutter eines ehemaligen Spielers weilte unter den Zuschauern und musste zugeben, dass auch im neuen Verein nicht alles rund läuft. Nächstes Spiel erst in vier Wochen, bis dahin sollten zwei weitere neue Spieler einsatzbereit sein. Und weil Klein-Krotzenburg noch schlechter abschnitt, blieben wir auf dem sechsten Platz.

Einen Tag später hatte ich einen siebten Sinn. Eigentlich wollte ich den längst überfälligen neuen Ground des VfB Ginsheim bonzen, hängte aber den Autoschlüssel kurz vor Abfahrt wieder hin, weil ich ein ungutes Gefühl hatte. Einen Tag später musste ich zum Flughafen und fuhr die paar Kilometer gleich weiter. Ich wäre am Sonntag auf einem widerlichen Nebenplatz gelandet. Aber auch der Hauptplatz lädt nicht zum Jubeln ein. Es war alles abgesperrt, aber ein mit voller Tüte vom Sportplatz kommender - also erfolgreicher - Saller zeigte mir einen "Nebeneingang". Kaum war ich fertig mit den Fotos kam eine weitere Sallerin. Beide übrigens tipptopp gekleidet, scheint in Ginsheim-Gustavsburg wohl eine einträgliche Beschäftigung zu sein. Gestern schickte mir der OFC-Tommy eine SMS, dass zwar das gestrige Freundschaftsspiel von Darmstadt 98 auf dem Rasen stattfand, Ginsheims Erste aber angeblich immer auf dem Nebenplatz kicken soll. Manche Vereine betreiben eine Publikumsverarschung, irre. - Auf dem FLughafen bin ich erstmals bewusst auf die oben abgebildeten Leergutannahmeautomaten gestoßen. Der menschliche Erfindungsgeist ist zu Perversionen fähig, da sträben sich einem die Sackhaare. Alles Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Bevölkerung diskrimierungsfreien Zugang zum Leergut hat.

Trauriger Höhepunkt des Jahres war wohl der absichtlich herbei geführte Absturz des Germanwings-Airbusses. Ich persönlich hatte und habe kein Problem, mich sog. Billigfliegern anzuvertrauen - selbst den Lion Air-Jet, der angeblich unsichersten Linie der Welt, vertraute ich mich im vergangenen Sommer bedenkenlos an. Und die Anzahl meiner Ryanair-Flüge Anfang des Jahrtausends ist legendär. Auch hatte und habe ich kein Problem, mit Old School-Gesellschaften oder zumindest Gesellschaften mit eindeutiger Philosophie wie Thai Air, Air Qatar, Gulf Air, Bangkok Air, Emirates, THY, MIA (in den letzten zehn Jahren genutzt) zu fliegen. Aber in Gefährte dieser Zwittergesellschaften, die nicht wissen, was sie eigentlich sind, wie Air Berlin oder eben Germanwings kriegt mich niemand. Exakt diesen Unfall konnte zwar niemand vorher sehen, aber dass bei derartigen Bastard-Firmen (im eigentlichen Sinne) über kurz oder lang (eher kurz) einmal der große Knall kommen würde, lag auf der Hand. Um es mit Herrn Spohr zu erklären: diese DNAs vertragen sich nicht. Der nächste Knall wird aus den USA kommen. Da drei US-Bürger auf der Passagierliste standen, wetzt man da sicher in Abschaumkreisen die Messer. Und ob der Aktionismus, jetzt bei Klogängen Stewardessen ins Cockpit zu setzen, das Ei des Kolumbus ist, darf bezweifelt werden.

Wie erwartet hat der NRW-Datenschutzbeaufragte gekniffen. Keine Cojones, aber so eine Schnauze wie Graf Koks. Sind wohl sauer, weil ich ihnen die Gelegenheit vermasselt habe, wieder eine unqualifizierte Scheiße abzusondern (s. Anl.).

Brief an den NRW-Datenschützer