04/03/2015 - Gartenschau Kaiserslautern

Am ersten Wochenende der Osterferien waren wir spielfrei - und so konnte uns die SG Nieder-Roden vom sechsten Platz verdrängen. Am Sonntag dann widmete ich mich der Wiederkomplettierung der Verbandsliga Südwest. Das Vorspiel fand in Otterbach im Stadion am Schlossberg statt. Dort stellte ich fest, dass ich meine Kameras zuhause vergessen hatte. Das passiert mir derartig selten, dass ich ziemlich genau weiß, dass mir das zuletzt 2002 in Gwangju (dort konnte ich mir aber mit einer Einwegkamera behelfen), 1989 in Bad Essen (den Ground hatte ich dann noch einmal zu einem Jugendspiel aufsuchen müssen) sowie zweimal 1983 passiert war. Wenigstens hatte mein Sohn sein allerdings nur mangelhaft geladenes Handy dabei, sodass ich wenigstens einige wenige Fotos machen konnte. Der Ground in Otterbach ist landschaftlich schön gelegen, aber extrem ungepflegt. Die Wurst ist ok. Das Spiel war für die Spielklasse überraschend gut, in keiner Phase langweilig und endete 2:1 für die Gäste. Anschließend Groundspotting in Otterberg, wo das Stadion derzeit komplett umgebaut wird. Ich frequentierte noch die dortige beeindruckende Klosterkirche, wo es nach wie vor keine Postkarten gibt, sowie etliche Tanken, die aber alle keine Einwegkameras führten.

Das ging zu Lasten des nächsten Programmpunktes. Fünfzehn Jahre nach der dortigen LGS besuchte ich wieder das Gartenschau-Gelände. Eine gute Seele aus Mannheim vermachte mir ihren Parkschein - danke dafür! Der Außenbereich war angesichts des Schiet-Wetters nur spärlich besucht. Die Dino-Ausstellung war hochinteressant, weil endlich auch einmal die Vorfahren und Nachkommen berücksichtigt wurden. Spaß gemacht hat uns auch die Wasserspielanlage. Höhepunkt war aber eindeutig die gigantische Lego-Ausstellung. Es ist unglaublich, was man mit dem Zeugs machen kann. Dort tummelte sich das ganze Volk, was sich nicht hinaus traute. Ärgerlich, dass nur wenige Fotos bei tiefrotem Akku-Status machbar waren. Immerhin: wie in Bingen hat man hier aus dem LGS-Gelände etwas wirklich Sinnvolles gemacht - welch ein Unterschied zu beispielsweise Hanau. Weiter ging es ins nahe gelegene Morlautern. Der dortige Schlachtenturm erwies sich als sehr winzig, scheint demnach nur an eine Liliputanerschlacht erinnern zu wollen. Der Zuschauerzuspruch in der Anlage in der Freiherr-vom-Stein-Straße war unbefriedigend. Handgezählten 130 Zuschauern stand die offizielle Zuschauerzahl von 105 entgegen. Mangels Hunger testete ich die Imbiss-Möglichkeiten nicht selbst, mein Sohn berichtete aber, dass der Kakao ok sei. Das Spiel gegen den TDSV Mutterstadt war ein 0:0 der besseren Sorte. Es war haarsträubend, was da an Chancen auf beiden Seiten versiebt wurde. Der Ground selbst ist nicht beeindruckend, hat aber Charakter. Schlusspunkt war ein Besuch bei Meckes. Her musste ich erfahren, dass man dort in Kürze Tischbedienung einführen will. Was soll denn dieser Schwachsinn? Auch wenn das kulinarische Angebot nicht immer überzeugen kann, ist es doch das riesige Plus dieser Art von Systemgastronomie, dass man sich nicht mit schwachsinnigem, lahmarschigem bzw. unhöflichem Bedienungspersonal herum schlagen muss. Wenn das kein Rohrkrepierer wird

Zum Thema Germanwings passt eine Aussage eines Schweizer Tophoteliers. Der urteilte in anderem Zusammenhang, dass eine beschissene Unterfirma einen ganzen Konzern nach unten ziehen kann. Demnach ist es nur eine Frage der Zeit, bis die gute alte Lufthansa pleite ist. Pleite ist wohl auch Middelhoff. Es handelt sich um eine Figur, der ich zu keiner Zeit auch nur einen Cent gepumpt hätte. Vielleicht kann er noch nicht einmal was dafür, weil es einfach nur eine arme Sau ist, aber stets umwehte ihn eine Aura von Größenwahn und Minderwertigkeit, durchsetzt von Inkompetenz und extremer Asozialität. Und dem sollen ca. 50 Leute Kohle geliehen haben? Wie kann man nur so naiv sein, da auch Rückzahlung zu spekulieren? Zumal man jetzt ja auch munkelt, der saubere Herr, vor dem unsere Gesellschaft fürderhin geschützt werden sollte, hat auch etliche Milliönchen vorher versteckt.

Eine richtig gute Figur nach dem Absturz machte ausnahmsweise unser Verkehrsminister. Vielleicht blüht er jetzt richtig auf, nachdem die Pkw-Maut hier durch ist. Mal sehen, wie schnell sich das ändert, wenn sie wieder gekippt wird.

Verkehrte Welt? In den USA haben es die Juden durchgesetzt, dass ca. 70 Busse mit Werbung für Adolf fahren dürfen. Wer so krank ist, plant sicher auch Maßnahmen, um auf das Agreement mit Iran im Atomkonflikt angemessen zu reagieren.