06/10/2015 - LGS Landau

Abartig: “Eh da”-Flächen in groß und klein aller Orten

Der FV 06 Sprendlingen hat Wort gehalten! Am Mittwoch Abend Nachholspiel vor 15 Zuschauern am Sportplatz An der Neuen Lach. Wir hatten einer Spielverlegung zugestimmt, weil man uns Käse aus Holland avisiert hatte. Und der wurde prompt geliefert und wurde beim letzten Saison-Heimspiel in Form von Würfeln aufgetischt. Megalecker, die SG WIking bedankt sich. Das Spiel lief nach dem üblichen Muster ab: stark angefangen, dann nachgelassen. Die erste Halbzeit endete leistungsgerecht 1:1. Aber dann konnten wir nicht mehr dagegen halten und verloren noch 1:4. wobei der letzte Treffer zeitgleich mit dem Schlusspfiff fiel. Während dieses Spiel aus unserer Sicht zumindest in der ersten Hälfte relativ ansehnlich war, bekam das Publikum (uns wollten ca. zwanzig Leute sehen, die knapp 60 am Ende kamen wegen der E2, die nach uns 0:16 unterging) am Samstag beim letzten Heimspiel gegen die SG Nieder-Roden Katastrophen-Fußball zu sehen. Obwohl kurz vor dem Halbzeitpfiff Glücksbringer Salvatore sich endlich einmal wider blicken ließ, verloren wir 2:10 und gerieten damit auf den drittletzten Tabellenplatz. Bei einer Niederlage gegen Lämmerspiel am kommenden Samstag hätten wir sogar einen Durchmarsch von der Tabellenspitze auf den vorletzten Platz gemacht.

Mein zweiter Relegationstag heuer verlief ähnlich unbefriedigend - das war aber meine eigene Schuld. Erste Station war das SpVgg-Sportgelände in Niedernberg. Ca 650 Zuschauer säumten den mit zwei Stufen auf der Gegengerade versehenen Ground, sie sahen ein rassiges Match, dem Olympia Eisenbach 75 Minuten lang den Stempel aufdrückte, aber die Überlegenheit nur in ein Tor ummünzen konnte. Dann kippte das Spiel von einer Sekunde auf die nächste, und der FV Sulzbach gewann 3:1. Und genau 75 Minuten hörte man nur die Eisenbacher Fans. Man dachte, aus Sulzbach am gegenüber liegenden Mainufer sei niemand mitgekommen, aber in der letzten Viertelstunde sorgten genau diese Fans (es waren mehr als aus Eisenbach) für einen orkanartigen Lärmpegel. Man hatte übrigens nicht mit so einem Andrang gerechnet, denn es gab nur 500 Eintrittskarten, sodass ich eine vom Boden auflesen musste. Und die Wurst: nun ich habe im Frankenland schon erheblich bessere gegessen. Dann nahm das Drama seinen Lauf. Ich wollte zu meinem zweiten Relegationsspiel und musste feststellen, dass ich mir nur noch zwei Buchstaben merken kann. Denn statt in Mönchberg, wo 900 Zuschauer eine packende Begegnung sahen, landete ich in Mömlingen (zum dritten Mal erfolglos!), wo ein Zuschauer keine Begegnung sah. Dumm gelaufen. Habe noch Groundspotting in Eisenbach betrieben, konnte den Tag aber auch nicht mehr retten.

Für Fronleichnam hatten wir uns mit einigen Bekannten verabredet, um der LGS Landau einen Besuch abzustatten. Eine Familie sollten wir auf der Hinfahrt in Pfungstadt abholen, damit sie sich unserem Konvoi anschließt. Leider ging in der Vorbereitungs-Kommunikation etwas schief, sodass es über eine halbe Stunde dauerte, bis wir sie am Ortsrand von Eschollbrücken ausfindig machen konnten. Der Straßenverkehr hat sich währenddessen nicht reduziert - im Gegenteil. Es folgte eine Odyssee, im Vergleich mit der das Vorspiel harmlos war und die sich nur eine Horde abartiger Grenzdebiler mit Hang zu Adipositas, Glatzenbildung und Mikrophallie, die ihre Minderwertigkeitskomplexe an uns austoben lassen wollen, ausdenken kann. Nur ein Vollidiot (nein, das müssen schon mehrere sein) kann auf die Idee kommen, eine Autobahn wie die A67 an einem langen Wochenende zu sperren. Im Zuge meiner Tourvorbereitungen wurden am Morgen wie üblich alle einschlägigen Stauwarnseiten durchgeforstet - die Baustelle war überall eingezeichnet, eine Sperrung hingegen nirgends. Eine zu erwartende Phase mit zäh fließendem Verkehr haben wir also einkalkuliert, genau wie die von der Bad Dürkheim-Tour bekannten Baustellen auf den weiteren Autobahnen. Am Kreuz Darmstadt: kein Hinweis auf die Sperrung auf den programmierbaren Schilderbrücken. Umso größer das Erstaunen, als es 3 km vor der Abfahrt Pfungstadt hieß: SPERRUNG. Keine Ausweichempfehlung zur A5 in Pfungstadt (angeblich soll im Nichts ein weißes Schild "Mannheim gestanden haben). Also quälten wir uns über die U40 zur Auffahrt Gernsheim. Es begann ein Inferno: alles dicht. Die Karawane zog weiter - und wurde über die U42 auf die Auffahrt Zwingenberg der A5 (!!!) gelenkt! Dem verfluchten Hurensohn, der dafür zuständig ist, würde ich gern drei Tage lang ununterbrochen bei brütender Hitze in einem unklimatisierten Tata in einen Stau stecken und dabei die mickrigen Eier polieren. Vollkommen logisch, dass auf der relativ freien A5 keine weiteren Hinweise mehr Richtung Mannheim/Saarbrücken erfolgten. Dieser ganze perverse Stau, der uns über eine Stunde kostete, fand weder im Verkehrsfunk noch in googlemaps noch im Navi statt. Wofür gibt es überhaupt diese IT-Systeme, wenn irgendwelche Schwachköpfe weiter in der Steinzeit leben? Abends auf der Rückfahrt, da wurde die A67-Vollsperrung beiläufig erwähnt - nach der langen Erörterung der Sperrung einer B42. Schlimm, wenn sich derartige Grenzdebile gegen die Zivilisation verbrüdern. Das Darmstädter Echo und die Online-Kommentatoren bewerteten sie Situation ähnlich.

Zu allem Überfluss hat sich die LGS Landau trotz der horrenden Eintrittspreise dann nicht gelohnt - ich bin geneigt zu sagen, neben denen in Hanau, Oberhausen und Mosbach die schlechteste bislang. Was erwartet man von einer Gartenschau? Wogende Blütenmeere in erster Linie natürlich. Hier: Fehlanzeige. Als ob man von der unsäglichen IGS in Hamburg abgeschaut hätte: kahle Flächen überall und Denksportaufgaben aller Arten. Mehrere Höhepunkte des laufenden Stumpfsinns greife ich einmal heraus. Erstens: obwohl man ein Jahr mehr Vorlaufzeit hatte als erwartet, hat man es nicht fertig gebracht, Ansichtskarten zu produzieren - die seien noch im Druck. Sechs Wochen nach Eröffnung! Geht's noch, ihr Luschen? Mitten im Gelände hat man einen Kunstrasenplatz platziert. Aber nicht für die Kinder, sondern der wird von einem türkischen Verein schon für Punktspiele genutzt. Das KR-Kleinfeld: abgesperrt. Einen Bolzplatz gab es zwar, aber man war unfähig (im Gegensatz zu Bamberg beispielsweise), Bälle auszuleihen. Höhepunkt waren die Eh da-Flächen mit Aussaat von Pflanzen, die "eh schon da" sind, und eine ca 2 qm große naturbelassene Fläche, die nicht fotografiert werden durfte. War das jetzt witzig gemeint? Egal, für so eine Scheiße fahre ich keine 300 km weit. Hände weg von dieser LGS! Auf den Keks gingen mir auch die sündhaft teuren Bimmelbahnen, deren Sprecher die erwähnten Sportplätze und die Wohnbebauung nebenan ausgiebig priesen. Vielleicht hat Landau ja eine LGS mit dem Architektur-Sommer verwechselt? Durch die Verzögerungen bei der Hinfahrt blieb kaum noch Zeit für einen Stadtbummel. Immerhin: die sonst wie Fort Knox versiegelte evangelische Kirche wäre für drei Stunden offen gewesen. Hoffen wir, dass die anderen Gartenschauen besser sind. Die Buga werde ich mir nach Lage der Dinge auch dieses Jahr schenken, diese zerfaserten Veranstaltungen sind für den sprichwörtlichen Arsch. Fährt man erst einige hundert km und muss dann noch von Ort zu Ort jumpen. Zum Abschluss noch ein paar Takte zum Parken an der LGS. Die Stadtoberen hatten sich das toll ausgedacht, indem sie große Teile der Innenstadt zu Parkverbotszonen umfunktionierten und auf einem Großparkplatz kräftig abkassierten. Haben sich auch alle dran gehalten, habe keinen Wagen ohne Plakette gesehen. Keine zweihundert Meter weiter war herrlichstes freies Parken möglich. - Eigentlich wollte ich noch die Grounds in Queichheim bzw. an der Barbarossastr. ablichten, aber auch huerfür war keine Zeit mehr.

Während ich es sonst immer zu den meisten Landesgartenschauen schaffe (und dabei solche Highlights wie z.B. Nagold, Großenhain, Lünen und Schleswig bewundern konnte), kam im vergangenen Jahr ständig etwas dazwischen. Wenigstens hatten wir es am letzten Öffnungs-Wochenende noch nach Gießen geschafft, wieder mit einigen Bekannten, diesmal per Bahn. Obwohl im Herbst bekanntlich nicht mehr allzu viel blüht, war es immer noch ein buntes Spektakel, bei dem mein Kumpel seine neue Kamera exzessiv nutzen konnte. Nur für etwas größere Kinder war eigentlich gar nichts da. Bis auf den Wasserspielplatz. Der war über ein Drehtor mit dem LGS-Gelände verbunden - sodass man hierüber nicht mehr zurück konnte. Auch nach einem halben Jahr wusste die Security nicht, wie die Kinder wieder auf das LGS-Gelände zurück kommen konnten. Die Beschäftigung solcher Halbaffen dient doch nur der Beruhigung des Arbeitsmarktes (s.u.). Ich verabschiedete mich kurz zu einem Spiel ins nahe gelegene ACE-Stadion. Was für ein uriger Bolzplatz mit teilweise grenzwertigem Publikum. Den Tag ließen wir mit einem Fußbad in der Lahn ausklingen.

Wieder ums Parken geht es auch in diesem Absatz. An der Einmündung vom Marktplatz zur Bieberer Str. biegen im Minutentakt Busse um die Ecke. Daher ist ein Bereich als - ausnahmsweise nachvollziehbare - Halteverbotszone gekennzeichnet. Und selbst, wenn er nicht gekennzeichnet wäre, würden hier nur Schwachsinnige parken. Am Samstag jedenfalls wurde ich Zeuge, wie gleich zwei Angehörigen der Volksgruppe, die man lt. Herrn Rose nicht beim Namen nennen darf, Eigennutz vor Gemeinwohl ging, indem sie die Autos (merkwürdigerweise keine SUVs) mit den Kennzeichen OF M 1137 und HU AS 1221 so abstellten, dass die Busse zu waghalsigen Aktionen genötigt wurden. Während der erste Wagen unbesetzt war, glotzte aus dem zweiten eine Angehörige jener Volksgruppe ungerührt aus dem Fahrerfenster. Nach Erledigung meiner Einkäufe musste ich nach einer knappen halben Stunde feststellen, dass sich an der Situation nichts geändert hatte. Es ist wahrlich nicht nachzuvollziehen, warum man solche Autos nicht einfach beiseite rammen darf. Polizei war natürlich keine vor Ort, da sie wohl alle die Quote von 5:1 in Garmisch erfüllen mussten.

Das Thema Abschaffung von Bargeld schlägt echte Wellen. Am interessantesten fand ich den Artikel im Handelsblatt, dessen Autor es genau wissen wollte, indem er Kontakt mit den Institutionen aufnahmen, die schon seit langen gegen geltendes EU- und Bundesrecht verstoßen, weil sie kein Bargeld entgegen nehmen. Auf die Rundfunkgebühr will ich nicht eingehen, und die Einlassung zum Thema Kfz-Steuer war einfach nur albern - Kindergartenniveau. Aber das, was die Finanzbehörden sagten, ist hochinteressant. Da geht es doch angeblich an der Lebenswirklichkeit vorbei, wenn man erwarte, die Steuerpflichtigen brächten säckeweise Bargeld vorbei. Nun muss man wissen, dass der oberste Dienstherr der Skywheeler ist, der erstens nur deshalb Jurist wurde, um die Leute (uns!) nach Strick und Faden zu verarschen und um hemmungslos ohne jegliche Sachkenntnis mit seinesgleichen herum zu palavern , und zweitens an maßgeblicher Stelle in der Gesetzesmaschinerie steht. Dass so jemand, der die Finanzämter ausdrücklich anweist, höchstrichterliche Urteile zu ignorieren, wie seine Kabinettskollegen auf Recht und Gesetz scheißt, kommt nicht unerwartet. Dass er darüber hinaus seinen Laden nicht im Griff hat, kommt erschwerend hinzu. Ich würde mir von Untergebenen nicht öffentlich sagen lassen müssen, meine Gesetze sind Humbug. Die heutigen Gesetze und die Lebenswirklichkeit - Welten prallen aufeinander.

Man kann der Deutschen Bank vieles vorwerfen. Aber eines bislang (die Ausnahmen Breuer und Kopper mögen diese Regel bestätigen) nicht: dass minderwertige Bestager mit Hang zur Adipositas, Glatzenbildung und Mikrophallie in der obersten Chefetage den Ton angaben. Das hat sich ja gerade mit Ernennung des Briten geändert. Und so dürfen Wetten platziert werden, wie lange es dauert, bis die Deutsche Bank nicht mehr unter den 20.000 wichtigsten Finanzinstituten der Welt gezählt werden kann. Denn schaut man sich die Vita dieses Herrn an, werden die bisher verhängten Geldstrafen gegen dieses Institut Peanuts gegen die sein, die demnächst zu erwarten sind. Dass die Aktionäre aber auch gar nichts lernen. Interessanter Artikel in diesem Zusammenhang in vox.com: Island hat kriminelle Banker kurzerhand inhaftiert und steht wieder recht solide da, wozu natürlich auch andere professionelle Maßnahmen beigetragen haben. Das war u.a. die Priorisierung des Arbeitsmarktes, was ja auch in Deutschland recht gut geklappt hat. Warum? Weil diesen Ländern niemand rein geredet hat. Was passiert, wo mehr oder minder kriminelle Banker in Kooperation mit Sesselfurzern (überwiegend auch hier von Minderwertigkeitskomplexen zerfressene dickleibige Glatzköpfe mit Hang zur Microphallie und Turbobräunern) sich einmischen, sieht man z.B. in Spanien.

Da hatte ich mich vor kurzem in vollkommen in vollkommen anderen Zusammenhang über Herrn Marseille geäußert und beiläufig erwähnt, dass ich keineswegs in einem seiner Häuser verrotten will. Und da kam doch am Montag eine Sendung in RTL, die meine bis dato rein gefühlsmäßige Einstellung aber so was von bestätigte. Grundsätzlich kann ich Herrn Wallraff nach seiner Ankett-Aktion vor 41 Jahren nicht ausstehen. Aber das Aufdecken des Drecks in seinen Küchen: nein, so etwas Perverses habe ich selten gesehen, ich bekam Brechreiz. Niemand erwartet von Großküchen und deren Zulieferern 1a-Ware, so naiv kann niemand sein. Aber der Dreck, in dem da hantiert wird…. Es ist unbeschreiblich, mich wundert, wie wenige Insassen daran sterben. Wenn man diese Zustände auf den Namensgeber transferiert, würde man sich nicht wundern, wenn sich der saubere Herr Marseille permanent in seinen eigenen Exkrementen suhlt und dabei "Mein Kampf" lautstark zitiert. Mit dem noch saubereren Middelhoff. Diese beiden Ärsche zusammen in der Brühe, eine wahrlich abartige Vorstellung. Müssen ja stinken wie eine große Wiedehopf-Familie.

Die NRW-Landesregierung hat auf meine Anfrage prompt reagiert, indem sie mir mitteilte, dass sie diese an das dortige Innenministerium weiter gegeben hat.

Die hyterische Tucke aus dem Sozialministerium hat wieder zugeschlagen. Da gibt es gerade noch ca. 240 dieser turbogeilen Paternoster in Deutschland. Und nun hat 129 Jahre nach Indienststellung der ersten Anlage in Deutschland eine mehrtausendköpfige Kommission eine Regelung zur Nutzung derselben ausgearbeitet. Wenn das so weiter geht, bekommen wir ja bald ein Regelwerk zur Anwendung der Buchdruckerei! Es ist unglaublich, was für Irrsinn wir in Deutschland finanzieren. Aber besser, diese hysterische Tucke beschäftigt sich damit als mit aktuellen Themen.

Als "Edge of tomorrow" wollte den Film niemand sehen, also hat man ihn umbenannt und vertreibt ihn nun als "Live Die Repeat". Wollte trotz Tom Cruise offensichtlich auch niemand kaufen, sodass er derzeit bei Müller verramscht wird. Vollkommen zu Unrecht! Trotz einiger Logik-Mängel (aber was ist bei Zeitreisen schon logisch) und Annäherungen an das täglich grüßende Murmeltier ein bis zur vorletzten Minute spannender Film, den ich wie "Jack Reacher", dem ich vorher auch skeptisch gegenüber stand, vorbehaltlos empfehlen kann. Eine gute Folge hatte der oben erwähnte Stau doch: lief da doch ein ausgezeichneter Song, den ich vorher noch nie gehört hatte: "Lovers in a dangerous time". Zuhause stellte ich fest, dass ich die Platte sogar habe. Hatte ich vor über 30 Jahren nach einmaligem Hören nach dem Kauf angewidert ins Regal gestellt. Ich kann mich jetzt wieder erinnern: damals wollte ich von jedem Label mindestens eine Platte haben - ein bereits damals hoffnungsloses Unterfangen. Und beim Pläne-Label war Bruce Cockburn der einzige Künstler, der nicht hemmungslos politisierte. Jedenfalls handelt es sich um entspanntes Musizieren.