06/19/2015 - Mal wieder Schufa

Schon sehr lange defekt...

Liebesbeweise am Eisernen Steg

EZB an der Ruhrorter Werft

Lämmerspiel war keine Reise wert. Mit Ach und Krach kriegten wir sieben Kinder zusammen, Verletzungen, Sommergrippe und allgemeine Lustlosigkeit. Die E2 und die Mädchen sahen sich außerstande, uns personell zu unterstützen. Und die Pflichtspiel-Saison endete so, wie sie begann: es war die Seuche. Von wenigen Unterbrechungen abgesehen war unsere Mannschaft diesmal Spiel bestimmend, vermochte es aber nicht, dies auch in Zählbares umzuwandeln. Bis in der 35. Minute beim Stand von 2:2 ausgerechnet Arecar ein Malheur in Form eines bildschönen Eigentores passierte. Dann folgte der gewohnte Einbruch, und das Spiel ging 2:5 aus. Damit haben wir das Kunststück fertig gebracht, uns vom ersten Platz bis zum vorletzten runter zu arbeiten. Nur Paderborn war ja noch extremer.

In der vergangenen Woche musste ich wieder nach Frankfurt. An der Hauptwache die Italienische Woche. Und auf der Fressgass das Fressgassfest. Überall dieselben Büdchen mit demselben überteuerten Fraß, die bald wieder auf der Orientalischen Woche, dem JP Morgan-Lauf etc. verwendet werden. Schön, mit welchen simplen Sachen man den gemeinen Hessen glücklich machen kann. Dazwischen die Pest: Zigeunerhorden, die einem mit ihrem Gedudel den letzten Rest rauben (allein auf der Frankfurter Str. incl. Aliceplatz in Offenbach zählte ich vor kurzem sechs Dudelgruppen). Selbstredend waren die Toiletten in MyZeil immer noch außer Betrieb, und man konnte entspannt dem Toilettennutzertourismus ins dritte Stockwerk zusehen. Da steht doch die Frage im Raum: wann werden die stillen Orte da oben auch verriegelt? In Offenbach verschandelt die City-Passage unsere Fußgängerzone. Auch als sie noch offen war, ein übler Bau, eine wahre Architektursünde. Seit längerem gibt es keine Mieter mehr, aber wenn ich das richtig verstanden habe, weigert sich der Eigentümer aus Aschaffenburg standhaft, das Grundstück zu verkaufen bzw. etwas Vernünftiges dorthin zu setzen. Ich verstehe das nicht: um jede bauliche Scheiße kümmert sich die Stadt, solche Kostbarkeiten wie die zweite Ebene oder der Rathausbrunnen werden entfernt, aber an diesen Schandfleck traut sich niemand ran. Dessen Verbindungen reichen anscheinend in höchste Ebenen. Und im KOMM schließt ein Laden nach dem anderen. Der neue Investor - ich ahnte es bereits - will aus unserem schönen KOMM mit aller Macht einen weiteren Schandfleck schaffen. Und mit dem Parkdeck Ecke Berliner/Bahnhofstr. hat man eine weitere Parkmöglichkeit in der Innenstadt platt gemacht, ohne für Ausgleich zu sorgen. Es würde mich schon einmal interessieren, wie hoch der Anteil an Behindertenparkplätzen jetzt ist. Bis ca. 14 Uhr überwiegt in der City übrigens noch der Anteil europäisch anmutender Passanten noch, wenn andere Bevölkerungsschichten noch herum liegen. Aber dann wendet sich das Blatt, und spätestens um 16 Uhr sind z.B. die Architektursommer-Sessel am Aliceplatz und das KOMM fest in der Hand der Bevölkerungsgruppe, die man nicht beim Namen nennen darf.

Jubel an der Wilhelmstraße! Nach über zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Unterführung unter den Bahngleisen wieder befahrbar. Aber angesichts der seinerzeitigen Ankündigung, nach 15 Monaten sei alles fertig, hält sich der Jubel doch in Grenzen. Aber ich muss Offenbach auch einmal ausdrücklich loben. Grundsätzlich halte ich es für widersinnig, dass man in Bürgerbüros nur noch mit vorheriger Anmeldung kommt, wie es die Stadtverwaltung am 1.6. eingeführt hatte. Aber für den neuen Pass meines Sohnes hatten wir für gestern Abend einen Termin bekommen - und der wurde auf die Minute genau eingehalten! Das hätte ich nie für möglich gehalten!

Aufregung um Google, im Stern und bei der EU und wer weiß, wo noch überall. Hier werden sinnlos Gespenster geschaffen. Marktmacht und so. Es wird an der Zeit, dass einmal jemand aufsteht und auf die Idiotie der Suchergebnisse, zumindest im deutschen Sprachraum, hinweist. Ich hatte vor einem Jahr schon einmal auf den Schwachsinn hingewiesen. Solange da überwiegend Scheiße geliefert wird, setze ich mich in kein fahrerloses Google-Auto. Es ist nur verstörend, dass die Ergebnisse anderer Suchmaschinen um keinen Deut besser sind.

Im Handelsblatt stand kürzlich ein Artikel zur Schufa. Sehr harmlos, die Schüflinge werden quasi noch als Gutmenschen dargestellt, die den Mist, den die Banken einmelden (was für ein perverser Schüfelscheißbegriff), gerne korrigieren. Ich musste das Handelsblatt einmal korrigieren (siehe Anlage). Die Kommunikation mit dem Handelsblatt gestaltet sich als eher schwierig. Zwar wird tatsächlich eine email-Adresse genannt, aber derartig versteckt im Wust anderer Angaben, die im Impressum gar nichts zu suchen haben, dass selbst ich zwei Tage brauchte, um sie zu finden. Und die Kommunikation über das Kontaktformular wird gar nicht gewünscht, weil die Säcke das captcha nicht im Griff haben. Wie man so professionell eine Online-Zeitung verbreiten kann, ist mir rätselhaft. Noch extremer ist die FNP, deren größter Online-Teil seit längerem kostenpflichtig ist. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, zumal auf die Kosten rechtzeitig hingewiesen wird. Wenn aber selbst für die Terminpläne zu den Amateurligen Kohle abgegriffen werden soll, ist das mehr als peinlich. Wundert sich, dass sich noch kein Amateurverein wg. Geschäftsschädigung beschwert hat. Aber wenn es um die Abstimmung am 21.6. zugunsten des DFB-Zentrums geht, dann überschlagen die sich vor Eifer. Ist da ebenfalls Kohle im Spiel?

Ich hatte mir ja einmal Gedanken darüber gemacht, was der Auslöser für die sinnlose Datensammelwut der Schufa sein könnte, und mich an das HPI gewandt. Die prüfen das immer noch. Derweil habe ich die Berechnungsmethoden verfeinert - streng wissenschaftlich! Werde ich deshalb analog der Schufa-Eigenregeln nicht veröffentlichen.

Brief an das Handelsblatt wg Schufa

Brief an HPI aus 2012