06/26/2015 - Kleines Erfolgserlebnis

Am Wochenende machte es endlich wieder einmal Spaß, unserer Mannschaft zuzugucken. Zum Turnier in Seligenstadt kann ich zwar wenig sagen, da ich nicht dabei war. Im ersten Spiel ging man noch mit 0:3 gegen den FV Stierstadt unter, aber dann wurden Froschhausen mit 1:0 und der Kreisligist SF Seligenstadt mit 2:1 besiegt. Unter normalen Umständen bedeutet das eine Teilnahme an den Platzierungsspielen, aber unserer Mannschaft wurde lapidar gesagt, das letzte Spiel wurde storniert, sie könne nach Hause fahren. Unter diesen Umständen halte ich weitere Auftritte in Seligenstadt für ausgeschlossen. Fast schon familiär wurde es dann am Sonntag in Dieburg auf meinem drittletzten Turnier, wo wir bei unseren Sportfreunden der Hassia, erstmals unter freiem Himmel antraten. D.h. so frei war er nicht - und für einen Sommeranfang war es verdammt kalt. Spiel eins brachte das fast schon übliche: es wurde trotz Feldüberlegenheit verloren. Und zwar 0:1 gegen die SpVgg Groß Umstadt, die das Geschenk eines unberechtigten Strafstoßes dankend annahm. Im Zweiten Spiel gab es eine verdiente 0:2-Niederlage gegen den späteren Turniersieger Bayern Alzenau, der von ca. vierzig Fans lautstark begleitet wurde. Spiel drei bescherte uns die Zweite der Hassia. In einem sehr einseitigen Spiel gewannen wir nur mit 2:1 - die Chancenauswertung war grob fahrlässig. Spiel 4 war ähnlich wie das erste Match - nur mit anderem Vorzeichen. FV Mümling-Grumbach, die wir vor zweieinhalb Jahren einmal 3:0 schlugen, war Spiel bestimmend, konnte aber auch klarste Chancen nicht nutzen. Lawi nutzte hingegen eine der wenigen Wiking-Chancen, sodass wir als glücklicher 1:0-Sieger den Platz verließen. Im letzten Spiel ging es gegen die Erste der Hassia. Warum der Schiedsrichter hier in der Anfangsphase nur Fehlentscheidungen traf, die aller Mannschaften benachteiligten, bleibt sein Geheimnis. Hammad musste sogar für zwei Minuten runter. Dennoch ließen unsere Spieler nichts anbrennen und gewannen 3:0. Zwei Törchen zu wenig für den zweiten Platz. Aber angesichts der Resultate der vergangenen Wochen ein echtes Erfolgserlebnis. Das Angebot an Speisen und Getränken war zwar gut und reichhaltig, aber eigentlich zu teuer.

Die Relegation ist schon wieder vorbei. Mir kam sie so kurz wie noch nie vor. Selbst die Spiele unserer eigenen Zweiten konnte ich nicht verfolgen, da die Terminplanung immer Kollisionen mit noch wichtigeren Terminen mit sich brachte. So nutzte ich am Samstag das Testspiel der Zweiten von Mainz 05 beim VfB Ginsheim, um der dort stets vorhandenen Nebenplatz-Gefahr aus dem Wege zu gehen. Ca. 300 Zuschauer verfolgten das einseitige Geschehen (0:5) auf dem hervorragend gepflegten Rasen. Ein echtes Programm gab es auch, die Feuerwurst war hervorragend - also ein rundum zufrieden stellendes Fußball-Vergnügen. Heiterkeit brannte allgemein auf, als der Name des Torschützen zum 0:2 genannt wurde: Malte Moos. Das wäre doch ein toller Künstlername für mich. Vor dem Spiel ging ich mit meinem Sohn noch zur Rüsselsheimer Festung, die Schauplatz einer Hochzeit war. Ebenfalls eine Hochzeit an den Opelvillen. Interessanter war aber das Feuerwehrfest am Mainufer. Meine letzten Schau-Löschveranstaltungen hatte ich Anfang der Sechziger gesehen. Soweit ich mich erinnern kann, wurde damals vor dem Löschen sorgloser gezündelt. Und erstmals fiel mir anhand einer Gedenktafel auf, dass Mozart auch schon in Rüsselsheim gewesen war, sonst werden ja nur Aufenthalte von Goethe dokumentiert. Auf dem Weg nach Ginsheim stockte mir doch kurz der Atem: kurz nach dem Rüsselsheimer Dreieck stellte jemand fest, dass er doch besser auf der A67 hätte bleiben solen, und wendete kurz entschlosen unmittelbar vor mir. Da war selbst ich zu perplex, mir das Kennzeichen zu merken. Mein Sohn meinte, er hätte einen alten Sack am Steuer gesehen.

Und wieder bewahrheitet es sich: Teilzahlungsbanken sind die Pest. Endlich habe ich mal die Zeit gefunden, mich mit einer Anfang des Jahres erhaltenen Schufa-Auskunft nach §34 BDSG zu beschäftigen. Demnach hat im Juni 2014 die CreditPlusBank - eine Stuttgarter Teilzahlungsbank, in der man nicht einmal als Leiche über dem Server hängen möchte - eine Konditionsanfrage getätigt. Habe mir gedacht, dass ein Herr Emig, Kreditvermittler aus dem Landkreis Bad Kreuznach damit zu tun hat und habe einmal höflich nachgefragt, was es damit auf sich hat. Anstatt den erwarteten Zweizeiler zu fabrizieren, nerven diese Heinis mit schwachsinnigen emails und Anrufen mit Rufnummernunterdrückung (weiß ich, weil man sich in emails darauf bezieht). Da es sich um eine Teilzahlungsbank handelt, kann da wohl niemand schreiben. Und dieser Emig: wie ich bereits in einer Kundenumfrage der Sparda Bank schrieb, handelt es sich dabei um einen der größten Vollidioten in der deutschen Finanzlandschaft - und da treiben sich ja so etliche interessante Subjekte herum. Jetzt war ich gezwungen, die Heinis mal anzuschreiben.

Ebenfalls angeschrieben habe ich das NRW-Ministerium für Inneres und Kommunales. Jeder Zweijährige könnte meine Frage innerhalb von drei Wochen beantworten, de nicht. Kein Wunder, denn von dort aus wurde ja Datenschützer Leppert auf seinen Posten berufen. Habe jetzt noch einmal erinnert und denen die goldene Brücke Poststreik präsentiert.

Wenn mich etwas anödet in den letzten Jahren, ist es diese ganze Griechenland-Scheiße. Es war der politische Wunsch unserer damaligen CDU-/FDP-Regierung - überflüssig zu sagen, dass auch hier wieder der Skywheeler beteiligt war -, die Griechen im Euro zu haben, obwohl allen Beteiligten war, dass das nur mit Manipulationen machbar ist. Dann sollen genau diese Protagonisten sich darum kümmern. Und wenn ich dann noch sehe, dass seit einigen Tagen brandneue griechische 10 €-Scheine unters Volk gebracht werden, frage ich mich, welche Vollpfosten sich da abstimmen.

Dumbo Dobrindt hat kalte Füße bekommen und die Mautpläne in der Schublade verschwinden lassen. Zwei Sachen muss man sich jetzt fragen: welcher Fourth Hand-Shop verschenkt so gräusliche Anzüge? Und was sollte die ganze Chose jetzt? War es ein reines bajuwarisches Pimmelzeigen? Pimmel gezeigt und für zu klein befunden. Setzen, sechs.

Zum Bild oben: das kursierte zwar schon im Netz und im Spiegel (ohne Quellenangabe im Hohlspiegel), aber ich finde das so geil, dass es auch hier gezeigt werden muss. Ich habe mich die letzten Monate sowieso gefragt: ist Deutschland jetzt ein Hort der Promiskuität und des sexuellen Perversentums? Die Gummi-Werbung ließ das jedenfalls vermuten. Endlich werden jetzt mal Zeitgenossen gezeigt, die im "normalen" (was ist schon normal?) Bereich zu verorten sind. Und schon ist der Toom Baumarkt dabei. Bei dieser Gelegenheit: ich verstehe immer noch nicht, wieso die Bau- und Getränkemärkte nicht umbenannt werden.

weiterer Brief an das Handelsblatt wg Schufa

Brief an CreditPlus