07/02/2015 - Teilzahlungsbanken

Die SpVgg Igstadt lud am letzten Samstag zum Turnier auf dem neuen Kunstrasen ein. Kurz vor Beginn tobte ein Unwetter, was sich aber genauso schnell verzog wie es gekommen war. Also Wikinger-Wetter beim ersten Spiel gegen Germania Babenhausen. Bis 5 Sekunden vor Schlusspfiff führten wir 1:0 und mussten den vielen vergebenen Chancen nachtrauern, denn mit der letzten Aktion - einer Ecke - erzielte der Gegner noch den unverdienten Ausgleich. Das 1:1 im zweiten Spiel gegen SV Fischbach (jüngerer Jahrgang) entspricht dem Spielverlauf, ebenso das 0:2 im Spiel 3 gegen SV Erbenheim, die waren halt besser. Dennoch wäre mit einem Sieg gegen die bislang torlose Gastgeber-Mannschaft eine brauchbare Platzierung problemlos möglich gewesen. Stattdessen gab es ein 0:7! Eine derartige Abfuhr innerhalb von 12 Minuten hat es noch nie gegeben. So wurden wir Gruppenletzter. Zu allem Überfluss konnten wir noch nicht einmal um den vorletzten Platz spielen, da in der anderen Gruppe eine Mannschaft kurzfristig absagte. Und zum noch grßeren Überfluss ar es auch wenn letztes Spiel, da das am Wochenende darauf hitzebedingt abgesagt wurde - und das endete mi so einem Desaster. Da habe ich eigentlich nicht verdient, aber man kann es nicht ändern. Zwei Neuerungen gibt es auch hinsichtlich unseres eigenen Sportzentrums am Wiener Ring. Die Stadt Offenbach ist auf jeden Cent angewiesen. Und hat zum 1.7. tatsächlich die Namensrechte verkauft, sodass wir nun im SANA-Sportpark spielen. Wenn die uns noch eine überdachte Tribüne spendieren, soll mir das recht sein. Und bekanntlich wohnen neben einigen "normalen" Leuten neben unserem Ground auch ein ranghoher Polizist, ein Rechtsanwalt und ein Zigeunerprinz (Rolls Royce mit Linkssteuerung! Schlimmer geht es nimmer). Und genau dieser Abschaum vom Abschaum (hier scheinen wirklich die Richtigen zusammen gekomen zu sein), der seit Jahren einen erbärmlichen Kleinkrieg gegen uns führt, hat sich wieder durchgesetzt und eine permanente Schließung des Haupteingangs erreicht.

Auf dem Weg nach Igstadt haben wir noch an den Weilbacher Kiesgruben Station gemacht. Das Gelände erwies sich doch als größer als gedacht, dass wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit weder die Wildesel noch die Rallen zu Gesicht bekamen, die dort in großer Zahl vorhanden sein sollen. Zeit war noch für eine Fotorunde beim Weilbacher Sportplatz am Frankenpfad, wo ein C-Jugend-Turnier stattfand und ein erneuter KR-Belag vorhanden war, nicht mehr jedoch nicht für Bad Weilbach. Nach dem Turnier noch ein Blick auf den Nordenstädter Sportplatz, dem man ebenfalls gerade einen neuen KR spendiert hatte, wohingegen der Wallauer Ground immer noch als Hartplatz daher kommt.

Am Sonntag kam ich dann spontan auf die Idee, zum Freundschaftsspiel gegen Borussia Neunkirchen nach Bliesen zu fahren, nachdem ich gesehen hatte, dass der Ground über eine Tribüne verfügt. Bei der Fahrerei hatten wir mehrfach Glück. Am Autobahnkreuz Mainz-Süd war ohne jegliche Vorwarnung die Weiterfahrt auf der A60 gesperrt, was der Verkehrsfunk total ignorierte - aber wir wollten eh auf die A63 (das Thema Idiotie bei der Verkehrslenkung hatten wir ja kürzlich schon). Und auf den nachfolgend benutzten A6, A8 und A1 wurden dreimal Staus gemeldet an Stellen, die wir eben passiert hatten. Erster Stopp war Eppelborn, wo im Ortsteil Wiesbach die diesjährigen Kulturtage stattfanden. Im Saarland findet die Kultur beim Essen statt - zwei kleinere Bühnen, die bei unserem Besuch aber ungenutzt herum standen, fristeten auch ein kärgliches Dasein. Groundspotting Teil 1: das Stadion Wiesbach. Nettes Teil, aber für die Regionalliga wäre es viel zu klein. Teil 2: das Illtalstadion in Eppelborn selbst. Ich kriegte einen Schock! Bei meinem besuch 2006 waren zwar bereits Teile der Stehtribünen abgerissen, aber es handelte sich immer noch um ein beeindruckendes Teil mit Naturrasen. Und jetzt? Ein Dorfanger. Der ganze Ausbau weg. Was für ein Wahnsinn! Weiter ging es nach Tholey. Stopp 1: die Abtei. Imposanter Bau, auch der Klostergarten kann gefallen. Stopp 2: der Schaumbergturm. Sogar mit Aufzug. Schöner Ausblick! Auch dieses Mal gab es bei der geöffneten Tourist-Information keinen Stadtplan. Wie soll man sich in so einer Riesengemeinde dann zu Recht finden? Mein Sohn wollte nicht hoch und blieb im Auto auf dem Parkplatz. Und musste mir bei meiner Rückkehr Schreckliches berichten: ein Vogel war zwischenzeitlich in die Windschutzscheibe gedonnert und hatte ein mittelgroßes Loch hinterlassen, zum Glück nicht im definierten Sichtfeld. Da fahre ich seit vierzig Jahren Auto und wundere mich immer über die Carglass-Reklame, was die soll. Und dann trifft mich so ein Schaden im ruhenden Verkehr. Mal sehen, was die Versicherung dazu sagt. Weiter ging es nach Bliesen, was optisch nichts hergibt. Bis auf den Bliestaldom. Was für eine gigantische Kirche in so einem kleinen Ort. Kunsthistorisch zwar bedeutungslos, aber auch innen sehr nett anzuschauen. Weiter ging es in den Schänzchen-Park. Ich hatte angesichts der überegionalen Werbung und des Hintergrundes des Spieles, den zu schildern jetzt zu weit führen würde, mit knapp tausend Besuchen gerechnet (wie man anhand der Menge an wirklich guten Programmen ersehen konnte, der Veranstalter auch), tatsächlich waren es keineswegs mehr als 300. Trotz Kunstrasen eine sehr schöne Anlage mit sehenswerter Tribüne. Und absolut empfehlenswertem Angebot an Speisen und Getränken (aber abgesehen von Dillingen kann das im Saarland immer überzeugen). Das Spiel so lala, die Hälfte der Borussenspieler waren Testspieler. Es gab eine Verlosung. Wir hatten die Nummer 379 - und zufällig wurden fast nur Lose aus dem Nummernkreis von 365 bis 389 gezogen. Die Einschläge kamen immer näher, aber nur 379 blieb eine Niete. Nach dem Spiel, was 1:3 endete (zwei der Borussentore "erlebte" ich am Pinkelbecken), hatten wir nach einem Abstecher zum Bahnhof St. Wendel (total verändert seit 2009) noch Zeit, dem Bosenbachstadion einen besuch abzustatten. Imposanter Bau! Und gegenüber den Fotos in den Hopping-Seiten gibt es nun auch eine überdachte Tribüne auf der Hauptgeraden. Die Gegengerade: ein herrliches Stufenmeer. Zum Landkreis St.Wendel muss ich noch eine Anmerkung machen. Die Leute sind extrem freundlich. Ich kenne dort niemanden, aber bestimmt jeder Dritte grüßte uns freundlich auf der Straße, das war auch schon bei meinen früheren besuchen so. Ich stelle mir nur vor, hier würde mir jeder Dritte sein Selam oder was weiß ich auch immer, entgegen rufen.

Das Innenministerium von NRW hat sich gemeldet. Und meine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Dank der EU-Gerichtsbarkeit operieren die Datenschutzbeauftragten jetzt im rechtsfreien Raum. Bei der Bundesdatenschutzbeauftragten, die sich selbst ungestraft als faule, inkompetente Schnepfe in der Öffentlichkeit gerieren kann, stört mich das kaum, außer das die ihre Faulheit auf meine Steuergelder ausleben darf. Aber dass dieser Leppert, in dessen Zuständigkeitsbereich viele meiner Sorgenkinder fallen, seine Jämmerlichkeit, Inkompetenz und Dummdreistigkeit mit seiner Bande zu meinem und des Datenschutzes Nachteil auf meine Kosten ausleben darf, sprengt jede Vorstellungskraft. Irre, was heraus kommt, wenn sich irgendwelche Europa-Juristen mit der Realität befassen. In der Tat überlege ich mir nun, auf dem Petitionsweg tätig zu werden.

Der Umgang mit Teilzahlungsbanken ist die Pest. Denn auch CreditPlus macht mir Probleme im Bereich Datenschutz. Als ich die Auskunft nach §34 BDSG anforderte, dachte ich natürlich nur an Absatz 1. Und innerlich ging ich davon aus, dass diese Nulpen analog den Santander-Heinis nichts auf die Reihe kriegen. Aber nunmehr erhielt ich tatsächlich eine Auskunft, aber gem. Absatz 2. An die hätte ich im Leben nicht gedacht, anderenteils muss man den guten Willen respektieren. Also schrieb ich CreditPlus nochmals an. Wegen der anderen Sachverhalte, d.h. Auswirkungen von Tätigkeiten der CreditPlus auf meine Bonität, musste ich die BaFin einschalten. Mal abwarten mit welcher kruden und krausen Kacke die reagieren. Bei meinen Recherchen über CreditPlus stieß ich unerwartet auf die Pacific Bank, deren Geschäftsbegehren auch nach 25 Jahren noch nachhallt. Deren Büroräume lagen ja unweit der KWU-Bauten. Jahrelang hörte man absolut nichts davon, bis ich vor einigen Wochen darüber schrieb. Nun lässt die Stadt Offenbach die Katze aus dem Sack, der Y-Turm soll abgerissen werden, das lange Gebäude in eine Art Hotel umgebaut werden. Hoffentlich verbessert sich dadurch die Optik am Kaiserlei. In anderer Angelegenheit hieß es "Knüppel aus dem Sack". Das Parken am Mainparkplatz wird zukünftig kosten. Nicht, dass ich da jemals geparkt hätte, aber das bedeutet Parkplatz-Tourismus in die Gegenden, wo ich bislang noch etwas finde. Über die Innenstadt kann man nichts Positives berichten. Im Gegenteil: wieder schließt ein alteingesessenes Fachgeschäft: Elektronik Rösler. Schade, schade. Aber da der Inhaber noch älter ist als ich, auch irgendwie vorhersehbar. Bei der derzeitigen Tediisierung der Offenbacher Innenstadt kommen wir sicher zu einem weiteren 1€-Shop. - Irgendwie bin ch vom Thema abgewichen. Santander ist ja auch im Fußball-Sponsoring aktiv. Sicher sponsern die auch den oben abgebildeten Sitzplatzbereich (Foto irgendwo aus Xing).

Brief des NRW-Innenministeriums

BaFin-Beschwerde über CreditPlus

Brief an CreditPlus wg §34 BDSG