07/09/2015 - LGS Alzenau

Es wurde zwar noch nicht der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, aber das Thermometer kitzelte am Samstag die 40-Grad-Marke. Bei diesen Temperaturen hatte ich einfach null Bock auf ein Freundschaftsspiel in Desloch. Und bei der Hitze war in unserer Stadt wenig los. Das groß angekündigte Biergrund-Straßenfest entpuppte sich als Ansammlung dreier Flohmarktstände und einer Bühne, auf der Alleinunterhalter Trübsal bliesen. Es war an Trostlosigkeit nicht zu überbieten. Richtig auf die Kacke hauten dann die Veranstalter von "Rad Wein Gesang" bei mir um die Ecke. Ganze Straßenzüge wurden abgeriegelt, was mich fluchenderweise zu echten Umwegen zwang. Die ca. 50 Anwesenden am Samstag Nachmittag konnten dann zwischen zwei (denn der Alleinunterhalter war zum Davonlaufen) Attraktionen wählen: dem riesigen Toilettenwagen und dem Radball-Turnier. Ich entschied mich für letzteres. Diese Sportart hatte ich nie zuvor gesehen. Und ich muss zugeben: irre, wirklich irre. Ich denke, ich werde mir mal in der Geschwister-Scholl-Schule eine Landesliga-Partie anschauen. Habe mich mit einem Spieler unterhalten, der mir erzählte, dass die Spieler der Alte Herren-Mannschaft zwischen 60 und 70 seien. Abends sollen dann angeblich ca. 500 Leute dort gewesen sein. Aus irgendeinem Grund bin ich am Sonntag Morgen nochmals hin. René Moreno mit seiner Band konnte dann, wenn er Reggae spielte, wirklich überzeugen. Die südamerikanischen Klangversuche drifteten ungewollt immer in den Marschmusikbereich, wofür der Drummer sorgte. Ein Radrennen (Ausscheidungsrennen) gab es auch. Auch interessant. Ein Schneidemanöver in einer Kurve führte vor meinen Augen zu einer Kettenreaktion, die darin gipfelte, dass der äußerste Fahrer über die Metallgatter in den Zaun des Altersheimes geschleudert wurde. Waren aber ausreichend Sanitäter vor Ort. Genau dieser Vorfall wurde in der OP totgeschwiegen.

Aber am Sonntag wurde der Hitzerekord geknackt - und ich war dicht dabei. Während mein Sohn auf einer Geburtstagsfeier war, fuhr ich zur LGS Alzenau. Auf dem riesigen LGS-Parkplatz vielleicht 60 Autos, aber die Shuttle-Busse fuhren unverdrossen alle fünf Minuten, meistens leer. Auch auf dem zweigeteilten LGS-Gelände gähnende Leere. Eigentlich taten mir die Schauspieler leid, die auf der Bühne in voller Kostümierung den Vogelhändler aufführten. Ich blieb einige Zeit und musste feststellen, dass dieses Werk ja ein sprudelnder Zitateschatz fast wie Goethe oder die Fehlfarben ist. Applaus, Applaus. Was soll man sonst über diese LGS sagen? Recht klein, aber mehr Blumen als in Landau. Nicht der Überhammer, aber kein Ärgernis wie jene. Postkarten oder überhaupt ein Souvenirstand: Fehlanzeige. Wollte zum Abschluss noch ein paar Fotos vom Prischoßstadion machen, aber das war erstmals abgeriegelt.

Am Dienstag musste ich wieder in die Nachbarstadt. Vor dem leer geräumten Eurotower traf mich doch der Schlag: da wurde doch glatt das Euro-Denkmal abgebaut! Hat die Zonentucke den Euro jetzt endgültig zu Grabe getragen? Nein, ein Blick auf die bereit liegenden Flyer verriet, dass es nur um eine Renovierungsaktion handelte. Ja, ein renovierter Euro, das würde unserem Erdteil jetzt gut tun. Hatte noch die Zeit gefunden, die DGZ-Kunstausstellung zu besuchen. Ein Foto von einem mir bisher dato unbekannten Riebesehl hat mich stark beeindruckt, weil man auf dem ersten Blick etwas vollkommen anderes zu sehen meint. Man muss diese Bank einfach einmal loben: eine tolle Idee, die angehäufte Kunst ohne Brimborium der Öffentlichkeit zu präsentieren! Man sollte da nach jedem Ausstellungswechsel immer hingehen. Ist auch klimatisiert und kostet nichts. Wenn ich schon mal da war, bin ich dann in den Kunstraum im Frankfurter Hbf gegangen. Bei dem Getöse, mit dem die Ausstellung beworben wurde, hätte ich mehr erwartet. Und irgendwie macht es keinen Spaß, sich abstrakte Bilder inmitten von Horden Essern anzuschauen. Also: nicht empfehlenswert. Auf dem Rückweg vor dem Offenbacher Sozialamt eine typische Szene. Ein übergroßer SUV fegte die Radfahrer vom Radweg, stoppte dortselbst und donnerte mir die Beifahrertür knapp vor das Vorderrad. Und wer stieg aus? Eine Horde von Angehörigen eines Volkes, das man lt. Hrn. Rose nicht beim Namen nennen darf. Der SUV ist wohl das Produkt einer Woche organisierten Bettelns (Zitat der Sicherheitszentrale vom Frankfurter Hbf) - und wir alle packen übers Sozialamt noch etwas drauf... Ein paar Tage später erschien in der Offenbach Post ein Artikel über bestimmte Sippen, der zum Thema passt. Bei der Anzahl bestimmter Sippen in dieser Gegend wäre es allerdings Zufall, wenn es sich um die von mir beobachtete Sippe handelt.

Die neue Pflichtspielsaison wurde am Mittwoch in Nieder Moos mit dem Pokalspiel gegen SG Alemannia Weiperz eröffnet. Der Gast vor ca 35 Zuschauern (davon ca. 10 auswärtige) drückend überlegen, das Ergebnis von 0:4 geht voll in Ordnung. Die Bratwurst ist ok, alle anderen aber bestellten sie als Currywurst. Der Platz selbst hat Flair, insbesondere durch die über zwei dutzend Bänke, die wild um ihn herum gruppiert sind - ich denke mal, 1.500. Vor dem Spiel einmal mehr einen vergeblichen Versuch gestartet, in die dortige Kirche zu gelangen. Wie üblich verbarrikadiert wie Fort Knox. Das Pfarramt antwortet nicht auf Besuchsbitten - es ist die typische Evangelen-Perversion, sehenswerte Kirchen der Öffentlichkeit vorzuenthalten.

Ich habe einen neuen Freund gefunden: CreditPlus. Bedingt durch den Poststreik erhielt ich erst am Samstag eine Ablehnung einer Kreditanfrage, die ich aber so nie gestellt hatte. Selten ein derartig schwachsinniges Geschreibsel gelesen. Nun, wie es in Wald hinein schallt, so schallt es heraus. Habe dementsprechend reagiert und auch gleich wieder das BaFin ins Boot geholt. Immerhin teilten sie mir auf Anfrage umgehend mit, dass die fingierte Kreditanfrage nicht zu einem neuerlichen Schufa-Antrag geführt habe. Auch das BaFin hat sich gemeldet: ob man der CreditPlus meine Beschwerde zugänglich machen dürfe. Klar darf man. Es ist wohl auch dem letzten klar, dass mir die CreditPlus und Herr Emig zu 100 % am Arsch vorbei gehen. Es geht nur um die Teilzahlungspest aus Mönchengladbach und am Rande um die Schufa. Und der arme Rechtsnachfolger der Pacific Bank hat halt das Pech, dass er sich als Katalysator nachgeradezu anbiedert.

Bevor ich mich in Sachen NRW-Datenschützer wirklich mit dem Petitionsweg beschäftige (die einschlägige Broschüre des Deutschen Bundestages liegt vor mir), habe ich mich noch einmal an der NRW-Innenmnisterium gewandt. Vielleicht löst sich das ja alles in Wohlgefallen auf, wenn man den Lepper in den unverdienten Ruhestand schickt, und in drei Monaten ist dort jemand, der zumindest ansatzweise Ahnung hat. Wenn es nach mir ginge, sollte man den Lepper den Rest seines Lebens im Steinbruch arbeiten lassen, damit er wenigstens einmal in seinem Leben etwas Sinnvolles tut. Aber stattdessen habe ich mir einmal die Pension ausgerechnet - da kann man nur noch das Kotzen kriegen.

BInzwischen habe ich mir die neu aufgelegte Platte von Spring als remasterte Version mit dickem Bonus-Programm gegönnt. Im Gegensatz zum Original klingt die CD nicht so breiig, aber ob das wirklich gewollt war, darüber lässt sich streiten. Die Bonus-Stücke (eigentlich sollte es ja Anfang der Siebziger noch eine zweite Scheibe geben) erinnern teilweise an If und Jody Grind. Wirklich schade, dass diese Band im Nichts verschwunden ist, lediglich ein Musiker tauchte später bei den Dire Straits auf. Auch die neue Arena-CD "Unquiet sky" ist bei mir angelandet. Beim ersten Hören enttäuschend! War "7th degree of separation" schon total uninspiriert, so erinnerte auf der neuen Scheibe nichts mehr an Meisterleistungen wie "Contagion" oder "The visitor). Beim zweiten Hören jedoch musste ich meinen ersten Eindruck revidieren und stecke die Scheibe in die Heavy Rotation.

Brief an das NRW-Innenministerium

Post aus der Gummizelle

Post an die Gummizelle

Zweiter Brief ans Bafin

Zwischenbescheid BaFin

Offenbach Post über gewisse Sippen vom 17.07.2015