09/10/2015 - Blickachsen Bad Homburg

Bieberer Str.

LU-Westend

MATO-Fabrik im Abriss

Bieber an der Geschwister-Scholl-Schule

Holzmassivhaus in Taunusstr.

ausgewiesenes Bauland am Tierheim: liegt seit Jahren brach

Blickachsen Kurpark Bad Homburg

In Offenbach wird noch mehr gebaut als ich vor kurzem zeigte. Oben noch Bilder von sechs größeren Bauvorhaben. Sehr schade ist der Abriss der MATO-Fabrik, ich ging immer davon aus, dass der Komplex unter Denkmalschutz stehen würde. Zufällig sah ich, dass es sogar ein Architekturforum gibt, in dem echte Fachleute mit echtem Fachwissen die Sache streng wissenschaftlich angehen. Quintessenz bleibt, dass die hiesigen Bautätigkeiten einen arg unkoordinierten Eindruck machen. - Kaum habe ich übrigens Hochhaus-Fotos aus Frankfurt veröffentlicht, kommt die Ofenbach Post an und veröffentlicht Hochhausfotos aus Offenbach. Habe dabei zufällig gesehen, dass es unter www.emporis.de geile Hochhaus-Statistiken gibt. Wenn ich die Fankreich-Fotos fertig habe, schieße ich nach. Vorher oben noch einige herrliche Souvenir-Impressionen.

Zurück in Offenbach ging es darum, die gestohlenen Sachen wieder zu beschaffen. Bei meiner Bank gab es ein großes Aufsummen: es war heuer bekanntlich das dritte Mal, dass ich um eine neue EC-Karte nachsuchen musste (in den vorherigen 43 Jahren war mir das gerade einmal passiert). Es war reines Glück, dass ich überhaupt die Bank unversehrt erreichte. Beim Passieren der Kaiserstr. bei Grün für Fußgänger donnerte eine nichtsnutzige blonde SUV-Schnepfe (HU MN 1111 - sieht aus, als hätte da jemand seine letzte Hirnflüssigkeit beim Beantragen eines Wunschkennzeichens rausgeschwitzt) heran - und ich konnte mein Leben nur durch einen beherzten Sprung auf die Verkehrsinsel retten. Seien wir ehrlich: da simple Überfahren einer roten Ampel ist einfach Scheiße - eben typisch für SUV-Ärsche. Erheblich mehr Phantasie bewies kurze Zeit später der Fahrer eines roten BMW (OF V 3), dem die rote Ampel an der Kreuzung B43/B448 im Zuge eines mutmaßlichen Wettrennens mit einem anderen roten Flitzer, dem die Funktion einer roten Ampel ebenfalls total unbekannt war. Kurzerhand wurde die Aral-Tanke als Bypass genutzt. Das macht Laune und beweist Kreativität!

Das Wetter am Wochenende war eher durchwachsen, da kam gar kein richtiger Bock auf, raus zu gehen. Aber der renovierte Platz in Kraftsolms rief, wohin die SG Waldsolms kurzfristig ihr Heimspiel verlegt hatte. Ca. 160 weitere Unentwegte folgten dem Ruf. Den Grad der Kurzfristigkeit mag man daran ersehen, dass am ursprünglich angesetzten Austragungsort Kröffelbach (wohin es mich um Aktualisieren meiner Foto-Datenbank zog) einige Fans eintrudelten und fluchend weiter zogen. Buddhaseidank sind die beiden Plätze nicht weit voneinander entfernt. Das Spiel war gut, die Bratwurst auch, das Programm dito. Das verdiente Siegtor zum 3:2 für den Gastgeber fiel erst Sekunden vor dem Abpfiff, nachdem der Gast SG Treis - Allendorf/Lda einen 0:2-Rückstand egalisieren konnte. Der zahlreich erschienene Anhang der Gäste zeigte sich wie deren Trainer auch - sagen wir - sehr impulsiv. Das Gesamtalter des Schiri-Gespanns dürfte nicht höher als 45 gewesen sein, aber die Jungs zeigten eine zufrieden stellende Leistung. Auf dem Hinweg kam ich ungeplant an Espa vorbei, wo ich es mir nicht nehmen ließ, den Werner-Happel-Sportplatz abzulichten. Irgendwie dachte ich immer, das wäre ein KR-Platz, aber es leuchtete mich ein gepflegter Rasenplatz an. Auf dem Rückweg schaute ich einmal wieder beim koptischen Kloster in Kröffelbach vorbei, bevor ich mich den Blickachsen im Kurpark Bad Homburg widmete. Die Wurstinstallation "Dabei sein ist alles" von Kati Heck ist echter Kult, lässt sich aber leider nur ungenügend ablichten. Wesentlich besser abfotografieren ließen sich der Container von Luc Deleu und "Hoop-La" von Alice Aycock - beide Objekte machten aber eher einen l'art pour l'art-Eindruck. Damit soll es heuer mit den Blickachsen genug sein.

Derzeit läuft eine Diskussion über die etwas ungewöhnliche Aufnahme der in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge. Da zu diesem Thema eben noch nicht alles gesagt wurde, möchte ich an dieser Stelle einen neuen Aspekt einbringen. Es erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, dass eine Regierung, die feste Regeln als unabdingbar darstellt, urplötzlich eine sagenhafte Flexibilität zeigt (das gilt auch für das Thema Kontoeröffnungen). So konnten sogar mutmaßliche Asylbewerber ohne Erstregistrierung (!) den Münchener Hbf verlassen ("Wir sind kein Gefängnis"). Nun, ich möchte auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Syrien oder dem Irak leben und habe vollstes Verständnis für die Leute, die das Land verlassen. Aber deren Arroganz geht mir auf den Sack! Da reicht es nicht, die Unversehrtheit zu retten und in Ungarn um Asyl nachzusuchen, nein ausgerechnet Deutschland muss es sein. Fühle ich mich natürlich geehrt, und die nächsten 250.000 stehen auch schon parat, aber zurück zu Sache. Keineswegs war diese Aktion flexibel oder gar undurchdacht, sondern Teil des Masterplans. Rein statistisch wird man sicher früher oder später fünf oder mehr gewaltbereite Salafisten unter den Neuankömmlingen, die auch ich an dieser Stelle herzlich willkommen heiße, wo sie schon einmal hier sind, entdecken und auch 20 Verstöße gegen die Geldwäschegesetze. Und gegen das, was die Regierung dann gegen uns Bürger abziehen wird (die entsprechenden Notstandsverordnungen legen sicher bereits bis ins letzte Detail ausgearbeitet in der Schublade der Zonentucke ebenso wie die Ernennungsurkunden zum Blockwart oder Politkommissar), werden Orwell oder die bislang bekannte NSA-Überwachung ein laues Überwachungslüftchen sein. Möchte irgendwer, dass ein Maaßen weiß, wie viele Blatt Klopapier man benutzt oder was man in Dating-Plattformen so treibt? Und als flankierende Maßnahme treibt man die Heiligsprechung der Zonentucke nochzu Lebzeiten voran. Damit es nicht so auffällt, im Paket mit Angelina Jolie.

Am Tag ihres Erscheinens wanderte die neue Iron Maiden in meinen Besitz. Nachdem Judas Priest bereits mit einer Doppel-CD reüssierten, war es nur eine Frage der Zeit, bis andere NWOBHM-Protagonisten nachziehen - demnächst müsste Saxon an der Reihe sein. Kurz gesagt gilt dasselbe wie für Nostradamus: weniger wäre mehr gewesen. Statt der gewohnten knochentrockenen Produktionen seit der Bailey-Zeit eine überproduzierte Scheibe. Ich wüsste keinen Grund, warum man nicht auf Piano und Streicher hätte verzichten können. Natürlich ist "The red and the black" ein sagenhafter Hammer. Unabhängig vom Namender Interpreten keine schlechte Sache, aber sind das noch Iron Maiden? Darüber hinaus gefällt mir persönlich das Cover nicht, hier wäre mehr echt mehr gewesen.