09/26/2015 - Abgasprobleme

Und sonst gehtís Euch gut? Wir lassen uns die Vergleichs-Apps nicht vermiesen

Sensation! Anthropologen werden mir zu Füßen liegen. Was niemandem sonst aufgefallen ist: auf einem Foto von AP ist doch tatsächlich - und das in mehrfacher Ausfertigung! - das seit Jahrzehnten gesuchte Missing Link zwischen Kanalratte und Schmeißfliege zu sehen. Und die Entdeckung wurde passenderweise im 100. Geburtsjaht von FJS gemacht!

Der Terror durch die Idiotie von Teilzahlungsbanken hat doch mehr Spuren bei mir hinterlassen als gedacht. Denn auch in der letzten Woche hatte ich mich immer noch mit den Daten vertan. So habe ich das letzte Geblöke sowie den Brief an den baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten selbstredend am 18. und nicht am 19.9. verfasst - aber ich ändere die Daten jetzt nicht mehr. Und ich meine, dass in Anbetracht der Umstände meine Anfrage am den Datenschutz doch sehr nett formuliert wurde. Das ändert nichts daran, dass ganz im Sinne von Herrn Ex-Innenminister Zimmermann (Gott sei seiner Seele gnädig) der Kampf gegen den täglichen Terror durch Idiotie und Asozialentum weiter gehen muss. Da auch nach einem Vierteljahr Bearbeitungszeit (Bearbeitungszeit??!! Bei diesen faulen Säcken?) immer noch nichts von der BaFin kam, habe ich dort noch einmal multinett nachgehakt. Als ich übrigens vor einigen Tagen das Haus am Turm (Frankfurter Hochhaus, das vor einiger Zeit renoviert wurde) ablichten wollte, stellte ich fest, dass dort sogar eine Filiale von CreditPlus ihr Domizil hat. Hinein habe ich mich nicht getraut. Nur hinein gehorcht. Und seltsamerweise nicht die für Teilzahlungsbanken typischen Grunzlaute gehört. Was geht hier vor?

Ein besonderes Segment im Bereich Idiotie scheint mir die political correctness zu sein, die hierzulande auch als Gutmenschentum bekannt ist. Wir erinnern uns alle, dass der bayerische Innenminister vollkommen korrekt zwischen schlechten und guten Negern unterschied. Selbst vom lebenden Beispiel eines "Guten Negers" Roberto Blanco (wirklich sehr netter Mensch, mit dem ich vor einigen Jahrzehnten das eine oder andere Gläschen leerte, und der sich seinerzeit als Kubaner bezeichnete) wurde das mit Humor hingenommen, er wies lediglich darauf hin, dass man besser von Farbigen sprechen sollte. Falsch, entgegnete die geballte beamtete Sprachkompetenz in Form von Frau Dr. Hallik (die mir übrigens die korrekte Ansprechpartnerin für den Sprachkannibalismus durch die Fraport AG zu sein scheint): der Begriff "Farbiger" sei aus der Kolonialzeit negativ besetzt, es müsse Schwarzer heißen. Halten meine Kumpels mit afrikanischen Wurzeln nicht nur angesichts der vielen Schattierungen für problematisch. Wie also, da der häufig genutzte Begriff "Afroeuropäer" (siehe Roberto) auch nicht immer zutrifft? Einigkeit scheint wohl nur darin zu bestehen, dass der Ausdruck Nigger nur von Schwarzen (?) (in dem von mir ausschnittweise gesehenen Film Straight outa Crompton" niggern sich die Protagonisten permanent mit Nigger an) selbst oder von Satirikern zur Beschreibung von Zuständen benutzt werden darf, aber selbst da greifen Juristen, über da man kübelweise Schwachsinnsbrühe geschüttet haben muss, und Gutmenschen jetzt ein. Anstatt sich um echte Probleme zu kümmern, stehen wir also bis zum Kinn in einer selbst geschaffenen Problemsauce, wobei es mir ehrlich gesagt, vollkommen Gottlieb Schulze ist, wie einer aussieht. Hier hat die Bevölkerungsgruppe, die man lt. Herrn Rose nicht beim Namen nennen darf, sich betreffend echte Fakten geschaffen, indem man sie eben nicht beim Namen nennen darf. In diesem Zusammenhang sei auch der Oberhausener OB zu erwähnen, der ebenfalls vollkommen zu Recht zwischen nützlichen und nutzlosen Ausländern unterschied. Wir nehmen uns ja auch das Recht, zwischen Kraut und Unkraut - ein Unkraut selbst betrachtet sich ja auch nicht als Unkraut - zu unterscheiden. Und ich verweise auf die alte griechische Volksweisheit: "Lieber einen Syrer in der Hand als einen Albaner am Hals". Bekanntlich handelt es sich beim OB um keinen Bayern, der das Privileg der Narrenfreiheit genießen würde - und schon tobte das pseudointellektuelle Gutmenschentum los. Diese schwafelnden Schweinepriester, die nichts, aber auch gar nichts konkret machen, gehen mir gehörig auf den Sack. Auf dem Offenbacher Jazz-Matinee zugunsten der Fröbelschule, das wir um einen dreistelligen Eurobetrag erleichtert verließen, habe ich von diesen Irren keine(n) gesehen. Nun kann man sich natürlich fragen, ob eine Veranstaltung, auf der Grüttner als Schirmherr auftritt, wirklich positiv ist, aber das lasse ich. Man traf jedenfalls viele nette Leute, und die Musik war auch erträglich. Und die Backkünste mancher Verkäufer muss man einfach loben. Hoffen wir, dass bei diesem Event (!) ein namhafter Betrag eingenommen wurde.

Nach der Veranstaltung im Büsing-Palais, bei der das Wetter mitspielte, ging es zum Kelterfest nach Ringheim, wo es bereits zu nieseln anfing. Tolle Sache, dass man mit mittelalterlichen Geräten die Äpfel in Most verwandeln konnte. Und das dargereichte Essen war durchaus auch lecker. Derart gestärkt, konnte uns der folgende tropische Regenguss, der die Odenwälder Straßen in reißende Gebirgsbäche verwandelte, nichts anhaben, und wir erreichten das nächste Etappenziel, den Sportplatz Breitenbrunn in Faulbach, unbeschadet. Hier stellte bei aufkeimender Sonne der Schiedsrichter gerade fest, dass man kicken kann - und schon startete die das Spiel der Zweiten der neuen SG Altenbuch/Breitenbrunn gegen die Zweite der SG Kleinheubach. Vor 15 Zuschauern endete die Begegnung 2:2, wobei ein Heimsieg verdient gewesen wäre. Das Catering hätte jeden Wurstwunsch erfüllt, aber wir waren vom Kelterfest noch pappsatt. Der Platz selbst verfügt auf einer Seite ein kleines unkoordiniertes Sammelsurium von bis zu drei Stufen, von denen einige durch die Turnhalle sogar quasi überdacht sind, ansonsten aber über keinerlei Ausbau - 1150 sind eine gute Schätzung. Während die Toiletten durchaus eine erhebliche größere Masse verkraften könnten, ist die Parkplatzsituation abartig. Selbst bei diesen paar Zuschauern reichte der vorhandene Parkplatz nicht annähernd aus. Da aber in diesem Jahr hier nur die Zweite kickt, sollte man das nicht dramatisieren. Nach dem Spiel noch die Henneburg in Stadtprozelten besichtigt. So beeindruckend das Teil auch ist, muss man bemängeln, dass beide Bergfriede verschlossen sind und der Ausblick eher mau ist. Zu loben ist jedoch das Burgcafé, wo man mir eine Ansichtskarte schenkte.

Am Dienstag musste ich wieder nach Frankfurt. Von der Hafenstraße kommend dachte ich am Hauptbahnhof, ich bin im Bahnhof von Casablanca gelandet. Vor dem Eingang ein Sattelschlepper eines Gebetsteppichhökers im Halteverbot. Im Bahnhof selbst Hinweiszeichen auf arabisch, ein noch nie gesehenes Gewusel. Und etwa ein Drittel versperrt für westlich aussehende Nichtgutmenschen. Auch hier die große Flüchtlingsbetreuungsschau, wahrscheinlich Programmbestandteil der IAA (siehe unten). Mir fiel unweigerlich Sarrazin mit seinem "Deutschland schafft sich ab"-Getöse. Falsch, falsch, falsch! Ich kam mit einigen Migranten ins Gespräch. War einfach, da jeder mindestens drei Fremdprachen beherrschte - insofern waren die Hinweisschilder unnötig. Die gerne zitierten Gehirnchirurgen waren zwar nicht darunter, aber z.B. normale Ärzte, zwei Piloten, eine TV-Moderatorin (im Mini, olala), ein Kürschner und ein Anwalt (etwas Abschaum ist halt immer dabei). Bei so einem Migrantenmix können wir nur gewinnen. Mal sehen, was in Offenbach gelandet ist. Leider sind die okkupierten Turnhallen (genau die wurden letzte Woche Donnerstag noch kategorisch ausgeschlossen) noch abgeriegelt wie Fort Knox. Beim Gang durch die Freßgass kamen mir alle Passanten so griesgrämig vor. Woran es gelegen haben mag? Es gab keine Büdchen! Aber auf dem Goetheplatz war emsiges Treiben zu beobachten: für irgendeinen sicher an den Haaren herbei gezogenen Event (2.500 Jahre Entdeckung des Mistkäfers?) wurden dort die herrlichsten Büdchen hochgezogen. Da lacht das Hessenherz.

Zwei Vorgänge der letzten Stunden zeigen, dass man mit dem Kampf gegen den Terror durch Schwachsinn und Asozialentum nie aufstecken darf. Da wäre zum einen die Teilzahlungsbank Santander, die ihrerseits im wilden Kampf um das Rot nie aufsteckt. Bekanntlich sammeln sich in deren Vorstand, dessen Arbeit locker zwei bis drei Leutchen schaffen würden, bis zu neun (!!!) Typen. Von denen kümmern sich wohl sieben bis acht um die farbliche Darstellung der "Bank". Allein die Idee, sich das alleinige Recht an einer Farbe sichern zu wollen, wäre bei der begrenzten Zahl an möglichen unterscheidbaren Farben schon ein Fall für den Psychiater. Gut, sagt man sich hat, sind eben nur Teilzahlungsbanker. Aber die Spastis wollen sich gleich eine ganze Bandbreite reservieren und bekriegen sich darob mit dem leibhaftigen Symbol deutscher Primärtugenden, den Sparkassen, die bekanntlich ehrlich und ehrbar bis zum letzten Blutstropfen sind. Dem hat der BGH hier erst einmal einen Riegel vorgeschoben (was mich wundert, denn das Telekom-Magenta hat immer noch Bestandsschutz). Aber Santander kämpft ganz in Don Qijote-Manier weiter und will alles Rot für sich. Man weiß nicht, was das soll. Zufällig sind an unserem Marktplatz beide Institute vertreten. Die Rottöne der Firmenlogos lassen sich locker unterscheiden, wenn man nicht gerade farbenblind oder Teilzahlungsbanker ist. Thema durch, Vorstand kann wieder verkleinert werden - aber wo sollten Typen, die mal bei Santander gelandet waren, nur unterkommen? Also hier ein kostenfreier Tipp: die Weißtöne in den Firmenzeichen lassen sich definitiv nicht unterscheiden! Hier kann ein Rechtsstreit angezettelt werden, der Tausende von Juristen bindet, können die anderweitig keinen Unfug anzetteln.

Und ebenfalls passend zur IAA platzte die Bombe, dass VW die Abgasmonitoringsysteme seiner Dieselmodelle manipuliert hat. Es geht hier nicht, wie der Wirtschaftsmini meinte, um leichte Messprobleme - dieser unappetitliche Typ hat wirklich das Talent, immer dann, wenn man meint, idiotischer geht es nimmer, noch einen drauf zu setzen. Ferner geht es nicht um einen Dumme-Jungen-Streich (obwohl die Protagonisten soche zu sein scheinen). Es geht hier auch nicht um den reinen Widersinn zwischen angeblichem und tatsächlichem Verbrauch, über den wir Kraftfahrer uns seit Jahren wundern. Es geht einerseits um Betrug. Und das muss man sich einmal vorstellen: da wird der Umwelt und der Bevölkerung vorgegaukelt, wie sauber doch Dieselfahrzeuge sein können. Dabei kann sich jeder, der länger als fünf Sekunden neben einem verweilt, vom Gegenteil überzeugen. Wie pervers muss man sein, um auf solche Ideen zu kommen bzw. die zu realisieren? Da lässt es ein angeblicher Weltkonzern zu, dass die Umwelt systematisch vergiftet wird, um ein paar Aktionäre zu bereichern, und konstruiert eine Software, um die Prüfer zu linken. Wie krank ist das denn? Allein die Idee, am könne alle für alle Zeit verarschen (siehe Bob Marley), zeugt von einer Selbstüberschätzung als Symptom unglaublicher Minderwertigkeitskomplexe, die nur in der Gummizelle kuriert werden können. die Ich hatte ja im Zusammenhang mit meiner Sponsoring-Anfrage wie berichtet schon das Gefühl, dass man es bei VW teilweise mit Asozialen, Kriminellen und Schwachsinnigen zu tun hat, hatte aber nach dem Weggang von Piech die Hoffnung es würde sich bessern. Denn das ist genau der Name, der einem (neben Sanio, Middelhoff und einigen Politikern) spontan in den Sinn kommt, wenn man von derartigen Manipulationsversuchen die Rede ist. Andererseits: warum spinnt niemand den Faden weiter? Die WHO kann sicher eine nachvollziehbare Hochrechung erstellen, wie viele Personen aufgrund des signifikant höheren Schadstoffausstoßes gestorben sind - und kommt wahrscheinlich auf eine sechs- bis siebenstellige Opferahl. Hat man es hier mit einem Sachverhalt, der alle Merkmale organisierten Massenmordes aufweist, zu tun? Um 1946 sind im Zusammenhang mit ähnlichen Opferzahlen Dutzende gehenkt worden. Und damals wie heute war Gas zumindest mittelbar im Spiel und - wie die entsprechenden Ausarbeitung von Mommsen zeigt - VW nicht weit. Derzeit denken einige Verantwortliche, mit einem Rücktritt ist die Sache ausgestanden, und genießen ihren Ruhestand. Aber nachdem jetzt gegen Blatter sogar in der Schweiz ermittelt wird, besteht Hoffnung, dass das Rechtssystem nicht total verkommen ist. Das hätte sich dieser eingebildete Fatzke nicht träumen lassen, dass die Polizei einmal in seinen Wichsvorlagen stöbert.

Nachfrage beim baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten