10/06/2015 - Der EuGH lebe hoch!

Ein Hoch auch auf die Einheit!

Neulich im Frankfurter Hbf

So muss es sein!

Und was ist mit dem Urgroßvater?

Das Wetter am Samstag versprach, toll zu werden - und so nutzte ich das letzte Öffnungswochenende zum Besuch der LGS Schmalkalden. Hier war ich schon seit Äonen nicht mehr, zuletzt bei einer Sonderfahrt nach Kleinschmalkalden. Auf dem Weg lud ich zuerst meinen Sohn bei einem internationalen Rugbyturnier in Heusenstamm ab (ich kann mich mit dieser Sportart noch nicht anfreunden), machte Halt an einem Rastplatz, wo sich einige Borgwards ein Stelldichein gaben, frequentierte dann erstmals den A66-Tunnel bei Neuhof und machte eine erste Station in Hofbieber. Die Kirche war schon voll auf Erntedank eingestimmt und ist recht nett, der Sportplatz auch, sonst gab es eigentlich nichts zu sehen. Nächster Halt: Wasungen, wo ich mich - diesmal zu Unrecht - tierisch über das Zonentum ärgerte. Trotz eines dicken Schildes, dass das ehemalige Damenstift bis 12 Uhr an Samstagen geöffnet sein sollte, war bereits um 11:15 niemand anzutreffen. Später kriegte ich dann mit, dass man bundesweit den Einheitstag feierte, was ich sofort mit dem erwähnten Büdchenbau in Frankfurt in Verbindung bringe. Sieht aber auch von außen recht schnuckelig aus, wie ein Großteil der Altstadt. Ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Fachwerkhäuser befindet sich jedoch in bemitleidenswertem Zustand. Noch erbärmlicher sieht das Bahnhofsgebäude aus, das wohl jederzeit zusammenstürzen kann. Der Fußballplatz kann mit seiner kleinen Tribüne durchaus gefallen. Auch der in Mehlerts ist recht nett. Angekommen in Schmalkalden selbst, bekam ich erst einmal das kalte Kotzen. Fürs Parken wollte man 2 EUR! Fand dann aber einen schönen Platz direkt in Bahnhofsnähe. Den Bahnhof hat man richtig aufgepeppt, dass er jetzt echt was her macht. Der Haupteingang zur LGS liegt direkt gegenüber dem Bahnhof. Mich stört an Gartenschauen erst einmal, wenn sie schlecht organisiert sind (die Schlangen am Eingang waren verdammt lang) und wenn sie zerfasert sind (hier verteilte sich das Geschehen auf vier getrennte Standorte). Dennoch hat man das Beste aus der Situation gemacht, sodass man unter dem Strich sagen kann, der Besuch hat sich gelohnt, auch wenn es keinen echten Höhepunkt gab. So habe ich heuer vier von fünf LGS besucht, eine beschissene (Landau) und drei durchschnittliche. Auf den Besuch der Buga habe ich verzichtet (die Zersplitterung!). Es wartete nach drei LGS-Abschnitten die Altstadt mit ihrer sehenswerten Georgskirche. Hier konnte man auch den gotischen Altar bewundern, den man in einem Turmzimmer versteckt hat. Gut, dass sich viele Gemeindemitglieder zur Verfügung gestellt haben, um als sachkundige Führer zu dienen. Die Altstadt ist schon toll, wurde aber durch einen professionellen Flohmarkt mit seinen Büdchen verschandelt. Auf ins Schloss Wilhelmsburg das Museum und - Hauptzweck - die Schlosskirche mit ihrer uralten Orgel besichtigt wurden. Die Schlosskirche - ein Gedicht; das Museum - didaktisch hervorragend gestaltet. Schade, dass die Zeit knapp wurde. Eine Viertelstunde für den neu angelegten Schlossgarten (Teil 4 der LGS, auf die Imker habe ich verzichtet), dann wartete das Stadion Im Walperloh auf mich, wo die SG Schmalkalden/Asbach auf die SG Kaltensundheim/Oberkatz traf. Überhaupt irre: vor zehn Jahren waren Spielgemeinschaften (außer im Rheinland) total exotisch, inzwischen schlägt der demographische Wandel überall zu. Eckdaten: gut 100 Zuschauer, eine tolle Eintrittskarte mit Eindruck der aktuellen Begegnung, ein brauchbares Programm und leckere Bratwurst (von allerdings demotivierten Jugendkickern zubereitet, vielleicht wäre sie sonst noch besser gewesen). Das Stadion mit gut 4500 Fassungsvermögen konnte auch gefallen, ebenso das Spiel, in dem die Gäste erst in der Schlussminute den verdienten 1:1-Ausgleichstreffer erzielen konnten. Sehenswert im Stadionrund war die Delle in der Laufbahn - ich vermute einen Bergschaden. Hörenswert waren die Unterhaltungen der einheimischen Fans. Irgendwann landete man immer wieder bei Auschwitz und Saufen. So liebt man das Zonentum! Zurück ging es mit kurzem Stopp in Wernshausen, wo das Bahnhofsgebäude auch vor sich hinrottet, zur A66 über Landstraßen dritter Ordnung, wo die Autofahrerschaft nur aus Rasern und Kriechern bestand. Normal ist in dieser Gegend niemand gefahren. Ach ja, passend zu diesem Einheitstag kam ich auch an einem Schild vorbei, dass an die Zonengrenze erinnerte.

Das Wochenende davor bot wenig Zeit für Unternehmungen. Am Sonntag Morgen habe ich meinen Ex-Jungs bei ihrem ersten Auftritt als D2 im Heimspiel gegen die Sportfreunde Seligenstadt unterstützt. Komisches Gefühl, mal ohne Funktion (stimmt nicht ganz, einen Spielbericht habe ich doch verfasst) an de Seite zu stehen. Man bot ein gutes Spiel und gewann vor 33 Zuschauern problemlos 2:0. Fünf Jahre lang gab es bei Spielen nur maximal mittlere Probleme (Zweimal traten Gegner nicht an, fällt mir ein). Und kaum bin ich nicht da, kommt die Situation, dass die Platzwarte die Tore nicht aufgeschlossen hatten. Gottseidank war ein Bosnier in der Nähe, der sich mit Bruchwerkzeug auskannte, sodass das Spiel mit 15 Minuten Verzug beginnen konnte. Am Abend gingen wir in eine Theatervorstellung, der Theaterclub Elmar zeigte "Die Welle" im Kolpinghaus. Klar, dass man auf der Bühne gegenüber der Filmversion Änderungen vornehmen musste. So wurde die letzte halbe Filmstunde auf fünf Minuten gestaucht. Hat uns aber unterm Strich durchaus gefallen.

Wie es das nordrhein-westfälische Innenministerium orakelte, trat Old Leppdeppi aber happy altersbedingt als Datenschützer zurück. Ihm folgte eine Frau Block, die ich natürlich wegen der seit fast vier Jahren offenen Santander-Problematik anmorste. Mal abwarten, ob die genauso krank ist, oder ob mal jemand mit Sachverstand auf diese Position berufen wurde. An Sachverstand scheint es nun auch in meinem eigenen Sportverein zu fehlen. Da erdreistete sich doch ein Vereinskamerad (Steigerung von Parteifreund), wüste Manipulationen an der unter einer Verantwortung betriebenen Homepage vorzunehmen. Bis zur Cyberkriminalität ist es nicht mehr weit. Den meisten Leuten fehlen heutzutage jegliches Verantwortungsgefühl und jeglicher Sachverstand. Naja, spätestens am 12.11. ist Schluss. Und dass Sportfotografen meist einen Hammer haben, ist bekannt. Passend dazu lallte mich, der ich nachmittags über den Wilhelmsplatz radelte, vor kurzem eine Schnepfe, die eigentlich nicht nach Bodensatz aussah, sondern eher nach Gutmensch, an, dass das hier verboten sei. Hier konnte ich mich nicht beherrschen und machte sie in ausgewählter Form darauf aufmerksam, dass das nur bei Marktgeschehen gilt.

Nachdem mit großem Brimborium in Hanau das Forum eröffnet wurde und auch sonst das Ende der Umbaumaßnahmen in der City verkündet wurde, statteten wir Hanau auch mal wieder einen Besuch ab. Die Parkplatzsituation ist für den sprichwörtlichen Arsch. Überall wird abkassiert, und am Postcarré, wo wir letztendlich aufschlugen, darf man auch nur kurzzeitig parken. Laut OP von heute wundert man sich derzeit über die mangelnde Auslastung der Tiefgaragen. Wir rundeten auf der Parkscheibe großzügig auf und trabten zum Freiheitsplatz. Auf dem Weg frequentierten wir den Marktplatz, wo sich mir der tiefere Sinn der Umbaumaßnahmen nicht erschloss. Kurz gesagt: durch diesen Umbau hat der Platz verloren, es wirkt alles so eingeengt. Gewonnen hat jedoch der Freiheitsplatz, wobei man ehrlich sagen muss: schlimmer als der alte Zustand ging es kaum. Das Oppenheim-Denkmal (der Künstler hatte ja auch auf den Blickachsen ausgestellt) kann gefallen. Der Busbahnhof auch. Und äußerlich gilt das auch für das Forum unter Einbezug des ehemaligen Karstadt-Geländes. Alles sehr fotogen. Innen jedoch die Ernüchterung. Es wirkt alles wie gewollt, aber nicht gekonnt. Und das Publikum erinnert an das vom KOMM, wenn die Deutschen nach 16 Uhr dort in die Minderzahl geraten. Gezielt werde ich dieses Einkaufszentrum sicher nie ansteuern. Auch unser KOMM wurde am 1.10. unter großem Getöse nach Abschluss der Umbaumaßnahmen wiedereröffnet. Natürlich weiß man nicht, was alles hinter den Mauern geändert wurde. Aber erkennbar neu waren nur zwei Rolltreppen in einem fingierten Lichthof. Stargast war ein singender F-Promi, den ich mir nicht antat. Mir reichte die Phalanx dutzender wichtig und bärbeißig dreinschauender Security-Ärsche im Bühnenbereich. Das Beste, was man über den erfolgten Umbau sagen kann, ist, dass sich nichts verschlechtert hat. - Auch in Frankfurt musste ich noch einmal vorbeischauen. Am Bahnhof immer noch das große Flüchtlingsdefilee. Aber welch ein Unterschied zu meinem letzten Besuch. Damals traf man nur auf gesittete und gebildete Zeitgenossen. Heute suhlte sich hinter und vor der Barriere genau das Volk, bei dem deutsche Großmütter die Straßenseite wechseln, wenn es ihnen entgegen kommt. Sahen alle soaus, als ob ihnen "Isch fique Doin Moddoääh, Allldooääh" bereits flüssig von den Lippen kommt, aber kein Wille besteht, wesentlich mehr zu lernen. Ich behaupte sogar, es fehlte sogar der Wille, die eigene Schrift zu lernen, sodass sich auch diesmal die fremdsprachigen Hinweisschilder als überflüssig erwiesen. Ich denke, man hat behördlicherseits einen Pulk netter, orientalisch anmutender Zeitgenossen abgeordnet, auf jedem Sammelplätzen so ein, zwei Tage lang für einen netten Eindruck zu sorgen. Und die schickt man jetzt von einem zum anderen, während auf den übrigen das echte Leben stattfindet.

Inzwischen haben für Deutschland tatsächlich Fachleute hochgerechnet, wie viele Leute weniger gestorben wären, wenn die VW-"Messergebnisse" der Wahrheit entsprochen hätten. Es kam "nur" eine kleinere dreistellige Zahl heraus. Klar, immer noch schlimm genug, aber Lichtjahre zu Auschwitz-Dimensionen. Dafür hat die hiesige Staatsanwaltschaft klargestellt, dass sie nicht gegen den Ex-Obermuft ermittelt. Hat wahrscheinlich die geballte Power der Zonentucke und des Wirtschaftsminis dafür gesorgt. Interessant ist jetzt die Mitteilung von VW, dass man bis 2016 die Fehler (?) behoben haben will. Das geht vom Prinzip her schon in die richtige Richtung. Doch eines wurde aus diesem Salbader nicht ganz klar. Will man nun die Messergebnisse richtig darstellen - also zeigen, was für Stinketeufel diese Diesel doch sind? Oder will man den Giftausstoß des Motors so drosseln, dass er den gefaketen Messergebnissen entspricht? Wenn das so schnell geht (immerhin reden wir von einer achtstelligen Zahl an Fahrzeugen), warum hat man dann den ganzen Aufwand betrieben? Welche Auswirkungen hat das auf Leistung und Verbrauch? Oder ist es nur ein frommer Wunsch, um staatliche Aufsichtsorganisationen zu beruhigen? Die Antwort steht jetzt schon fest: auch das ist eine reine Verarschung. Einem Scheißunternehmen, das - wie in Offenbach passiert - mit vollem Vorsatz selbst Kinder verarscht, steckt diese Verarschrei in den Genen. Man hat jetzt ein Jahr Zeit gewonnen - mehr nicht. Und dann kommen Kleinaktionäre aus ihren Löchern und fordern Schadenersatz für den Kursrutsch. Wieso wart Ihr denn nicht aktiv, als Ihr den Aufsichtsrat gewählt habt? Von Rechts wegen sollte man Teile der Aufwände, die jetzt anstehen, durchaus den Aktionären aufbürden - u.a. dem Land Niedersachsen. Ich habe keinerlei Ahnung gehabt, welche Pflaumen im VW-Aufsichtsrat saßen oder sitzen (herum lungern und abkassieren?), und habe mal mein Gefühl gefragt, welche Gestalten man sich da vorstellen kann. Neben den üblichen Verdächtigen wurde unser Wirtschaftsmini genannt. Also googelte ich mal. Treffer! Er hatte dieses Gremium kurz vor Ersteinsatz dieser Schadsoftware verlassen. Während seiner Tätigkeit hatte er aber lt. Handelsblatt seine damalige Funktion missbraucht, um seiner eigenen (damaligen?) Beraterfirma Aufträge zuzuschanzen. Man denkt einerseits, VW könnte die Abkürzung für "verarschng weltweit" sein. Übrigens war auch Schröder vor langer Zeit im VW-Aufsichtsrat und sorgte in dieser Funktion für (keine positiven) Schlagzeilen. Andererseits: ist es total unwahrscheinlich, dass ausgerechnet während dieses Beratungsmandates der Vorschlag gemacht wurde, die Motoren zu manipulieren? Dann wäre klar, warum er sich so handzahm über den Vorfall (Messfehler) äußerte.

Jetzt kann man natürlich nach Japan schauen und sagen: da gibt es ja einen noch perverseren Autobauer. Selbst in meiner Kindheit war es schon so, dass sich Terroristengruppen weltweit immer im Kreise ihrer Toyotas ablichten ließen. Und bei den Taliban und IS-Kanakern der heutigen Zeit ist es nicht anders. Man sieht nur das Toyota-Zeichen, das nicht von ungefähr an einen Totenkopf erinnert. Ich stelle mir das so vor, dass sich seit eh und je Sperrminoritäten in den Händen terroristischer Gruppen befinden, die Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen. Vielleicht sind solche Leute wie le Chiffre gar keine Ausgeburten filmischer Phantasie? Der Hilux z.B. bietet nichts, was für einen normalen Nutzer irgendwie interessant sein könnte, und ist außer einem Mitsubishi-Plagiat ziemlich einzigartig. Die Entwicklung erfolgte nur auf Druck dieser Gruppen. Und der Verkaufserfolg dort: riesig. Ich bin überzeugt, dass dann, wenn diese Klientel ausfallen sollte (jetzt lachen wir alle gemeinsam), Toyota weit hinter BMW zurück fallen würde. Hat man sich nicht immer gefragt, warum VW ein derartig schwachsinniges Vehikel wie der Amorok, der abgesehen von Kommunen und extrem Kleinschwänzen nur für Terroristen interessant ist, baut? Sind das bereits erste Anzeichen, dass die Aktionärgemeinschaft gerade vom internationalen Terrorismus unterwandert wird, der so seinen Bedarf anmeldet?

Dafür beweisen andere Juristen Cojones, bei denen man nicht unbedingt damit rechnen konnte. Zwar hatte ich im letzten Jahr durchaus mit Interesse das Facebook-Buch vom Schrems und seinen Plänen gelesen, hätte aber ums Verrecken nicht damit gerechnet, dass sich jemand konstruktiv der dort angesprochenen Probleme annehmen würde. Ich selbst hatte bei meinen Auseinandersetzungen mit Facebook und Google immer den Eindruck, man kämpft gegen eine Wand aus Scheiße, weil man es dort mit weitaus schlimmeren Assis zu tun hat als bei deutschen Teilzahlungsbanken. Nun - und jetzt schiebt ausgerechnet der EuGH dem laxen Umgang mit Daten, deren Manipulationen und Persönlichkeitsrechten einen Riegel vor. Es ist spannend (platter geht es nimmer, geschenkt), wie sich das in der Realität auswirkt. Denn eines ich sicher: der vom Wahn zerfressene NSA wird sich wehren. Vielleicht kommen ja bald ein paar EuGH-Richter unter ungeklärten Umständen ums Leben oder finden sich als Terroristen in Guantanamo wieder. Interessant waren auch die Reaktionen der deutschen Datenschützer. Diese an Inkompetenz und Faulheit wohl nicht mehr zu überbietende rotzfreche Bande hat sich über Jahre hinweg einen Scheißdreck um diese Problematik gekümmert. Und jetzt überschlagen sie sich mit lobenden Reaktionen, an vorderster Front diese Vossloch oder so, die nicht den Eindruck ereckt, irgendeinen Schimmer davon zu haben, wovon sie eigentlich lallt.

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