11/12/2015 - Telefonbuchterror

So stellt sich der Innenminister die Flüchtlingsverköstigung vor

Während das letzte Wochenende ganz im Zeichen des Möbelaufbaus stand, war am vorletzten wieder Verpennen angesagt. Will sagen: nix Willingen, sondern mit Ach und Krach Wehrda - Spielstätte der Herren der SG Haunetal. Auf Höhe Fulda Meldung "Unfall auf A7, alles dicht", aber das Navi lotste mich über die B27 ins herrliche Haunetal. Kurz vor Wehrda Flutlichtmasten, aber die gehörten zu einem Internat (ca. 2.750 EUR pro Monat). In Wehrda Enttäuschung, weil die sehenswerte Kirche eingerüstet war. Da der Ort ansonsten megalangweilig ist, kam ich viel zu früh am Sportplatz an und konnte noch einen signifikanten Teil des 5:1 der Zweiten vs die SG Niederaula/Hattenbach sehen. Bei Anpfiff des Hauptspiels säumten ca. 170 den Spielfeldrand. Wie viele Grounds im Landkreis Hersfeld-Rotenburg verfügt auch dieser Platz über eine kleine Sitztribüne, ansonsten stehen willkürlich platzierte Bänke zur Verfügung, sodass die Kapazität wohl 1.500 betragen dürfte. Als Ticket gab es eine neutrale Abrisskarte. Die Bratwurst wäre durchaus empfehlenswert, aber die Catering-Mannschaft ist derartig phlegmatisch, dass man während des Wartens durchaus verhungern könnte. Das Spiel selbst war bei weitem nicht so einseitig, wie es das Resultat (0:7 vs SV Großenlüder) vermuten lassen könnte, aber vor dem gegnerischen Tor entdeckten die Gastgeber die Harmlosigkeit. Mehr als einen Freistoß, der gerade noch zur Ecke gelenkt wurde, brachten die Hausherren nicht zustande. Ein Offizieller verriet mir auf Anfrage, dass der andere Ground der SG in Neukirchen nur von der Jugend für Pflichtspiele genutzt wird. Nach dem Spiel den Stoppel hochgefahren, wo die Burg Hauneck bzw. ihre Überreste stehen. Vom Parkplatz aus müssen noch knappe anderthalb Kilometer durch einen mit sagenhafter Blätterfärbung (überwiegend rot) ausgestatteten Wald zu absolviert wirden. Die Burg selbst ist recht nett, auch wenn der Kiosk nicht geöffnet war, obwohl die Besuchermassen sicher für guten Umsatz gesorgt hätten. Aber das eigentliche Highlight ist der unglaubliche Ausblick vom Bergfried. Erst einmal sieht das Hessische Basaltland eh schon beeindruckend aus, aber der Wald in seiner herbstlichen Farbenpacht, garniert vom Sonnenuntergang, macht das Bild perfekt. Letzter Programmpunkt war der Besuch der Kirche Oberstoppel, wo ich eine Konzertprobe nutzte, aber innen ist die Kirche doch sehr kahl, wie es überhaupt nicht dem einladenden Äußeren entspricht.

Nach Offenbach und Frankfurt beschäftige ich mich gerade mit den Hochhäusern in Bangkok. Beim Sichten meiner Fotos der letzten vier Jahre kommen doch manche Erinnerungslücken zum Vorschein, weil ich bei vielen die Namen nicht mehr weiß. Nun, hier können das bereits erwähnte Emporis-Portal, Wikipedia und sogar Googlemaps weiter helfen, auch wenn es eine Sysiphusarbeit ist, denn die Zuordnung zu den Khets wird dort vielfach nach Gutdünken vorgenommen. Viel frustrierender ist aber, wie viele Wolkenkratzer ich bislang noch gar nicht abgelichtet habe. Da kommt noch eine Menge Arbeit auf mich zu, aber ca. 110 konnte ich erst einmal einstellen.

Was sich dieser Teilzahlungsvorstandsarsch von Creditplus abkniff und sich die BaFin erdreistete, weiter zu geben, regt mich immer noch auf - purer Terror durch Schwachsinn. Habe die beiden noch einmal angeschrieben. Die werden sich wohl eher künstlich über meinen Tonfall aufregen anstatt ihre fetten Ärsche zu bewegen und endlich tätig zu werden. Auch der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte hat sich ausführlich zu Wort gemeldet. Vieles hatte Hand und Fuß, auch wenn die Ausführungen nicht in meinem Sinne waren. Es stört allerdings massiv, dass viele Punkte einfach unterstellt werden und dass er die bewusste Fristverletzung nicht als tragisch angesehen wird. Bevor ich mich ggfs. dazu noch einmal melde, warte ich aber ab, was bei meiner erneuten BaFin-Eingabe herauskommt. Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesdatenschutzbeauftragte und die der Bundesländer Hessen und Nordrhein-Westfalen ähnlich kompetent wären.

Während der leidigen Diskussion um die WM 2006, würde man ja erwarten, dass der DFB kleine Brötchen bäckt. Unabhängig davon, dass ich trotz der jämmerlichen Vorstellung von Niersbach und des merkwürdigen Verhaltens von Zwanziger und Beckenbauer nicht an Bestechung glaube, steht es dem DFB einfach nicht an, die EM-Tickets nur an seine Entourage zu vergeben, die sich im Freundeskreis versammelt hat. Und die dann auch noch finanziell auszuwringen. So geht es nicht - und in diesen Zeiten erst recht nicht! Der normale Fan hat keine Chance auf Tickets. Unter diesen Umständen kann die Nationalelf verrecken. Habe soeben mein Fan-T-Shirt in den Altkleidercontainer geworfen - und nicht in den normalen Müll, vielleicht freut sich ja in Bälde ein Flüchtling darüber. Gedanken um den Umweltschutz sollte sich auch die Telekom machen. Früher war e einfach: da trabte man mit dem Abholschein und den alten Telefonbüchern zum Schalter - und jeder Telefonanschluss-Inhaber erhielt einen neuen Satz. Heute verteilen wochenlang tausende Hartzer die Bücher in den Fußgängerzonen. Und da die doppelt eingeschweißten Tüten durchaus sinnvolle Werbegeschenke enthalten, gibt es Zeitgenossen, die nehmen sich Tüten, erleichtern die um die Kulis etc. und entsorgen den Rest in der Gegend. Ich selbst habe vor einer Woche einen Satz nach Hause geschleppt. Und heute wird unser Viertel von einem Rollkommando heimgesucht, welches die Telefonbücher stapelweise in den Hauszufahrten und vor den Briefkästen ablegte. Daneben gibt es die Bücher auch bei Rewe, Netto, in den Postagenturen und weiteren ausgesuchten Geschäften. Was soll das? Ich finde es ja schön, dass es noch solche tollen analogen Sachen gibt, aber wozu braucht jeder Einwohner fünf Sätze? Es ist nur eine gigantische Müllerzeugungsmaschinerie. Vor einigen Wochen kam in diesem Zusammenhang ein Beitrag im NDR 3. Ein syrischer Flüchtling wurde interviewt, was er in Deutschland am besten findet. Die Sauberkeit, meinte er, während er gedankenverloren Abfallstück um Abfallstück auf den (sauberen) Boden fallen ließ. Wenn in dreißig Jahren die Telekom in Zusammenarbeit mit den Neuankömmlingen es geschafft haben wird, dass hierzulande gerade noch die Spitzen des Ulmer Münster (das dann Abu al Hussein-Moschee heißt) und des Commerzbank-Towers (dann Banco Aleppo Tower) aus den Müllbergen hervor schaut, wird sich dieses kleine Interview längst in das kollektive Gedächtnis der Restdeutschen eingebrannt haben. Und die letzten ihrer Art werden wehmütig an das schöne Deutschland vor den Quartalsberichten denken. Man kann übrigens den Moment, in dem unser schönes Land total versaut wurde, auf die Minute festmachen. Als ob es gestern war, kann ich mich an den gierigen Ausdruck in den Augen von Schrempp erinnern, als er nach dem Daimler-Chrysler-Merger sagte, es kann nicht angehen, dass sein Stellvertreter Eaton etliche Millionen mehr als er kassiere (und prompt Nägel mit Köpfen machte und sein auch vorher viel zu hohes Vorstandssalär vervielfachte). In dieser Sekunde erhielt die von Qualle Qol Pot angestoßene Verabschaumisierung unseres Landes eine Eigendynamik, die nicht mehr zu stoppen war. Und wie der Zufall so spielt, ist mit Helmut Schmidt soeben der letzte Deutsche gestorben, dem man es irgendwie zugetraut hätte, dieses Kasperltheater zulasten der (noch) integren Mehrheit doch noch zu stoppen. Ich bin gespannt, wie man den Schwachsinn, den z.B. Drohne Thomas, das Politkasperl, derzeit in Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom fabriziert (und wer hängt sich prompt an das Gequake dran? Klar, der Skywheeler aus dem Finanzmysterium. Wenn irgendwo Scheiße fabriziert wird, ist der garantiert dabei), noch toppen kann. Heute kommt heraus, dass dieser Schwachmat noch nicht einmal ansatzweise weiß, wovon er lallt, indem er noch nicht einmal Näherungszahlen hinsichtlich der aufgenommenen Flüchtlinge nennen kann. Was für ein unbedarfter Tollpatsch. Und ein anderer Tollpatsch diskreditierte auch nach dessen Tod unseren Lieblingskanzler. In der Sondersendung durfte ausgerechnet Steinbrück seinen unsäglichen Stuss ausgrunzen.

Man muss einmal die Fahrkünste der Angehörigen des Volkes, das man lt. Herrn Rose nicht namentlich nennen darf, bewundern. Da raste vor ein paar Tagen ein Benz (also die typische Marke dieser Volksgruppe) mit F JD 507 durch die Waldstraße. Fahrer vielleicht 20 Jahre, rechte Hand am Handy, linken Ellbogen aus dem Fenster aus dem Fenster gelehnt, zwei Finger am Lenker. Und das alles mit 80 - 100 auf der Spur für die Gegenrichtung. Unglaublich.

Im Zusammenhang mit dem Auszug von Toys R Us aus Offenbach wollte ich mich über die Zukunft (wird angemalt) und Geschichte des potthässlichen Gebäudes, das ich bereits Anfang der Neunziger als Bieberhaus abgelichtet hatte, informieren. Auch dieses eine Betonsünden-Hinterlassenschaft von Karl Heinz Reese, dem Offenbach einige dieser Auswüchse zu verdanken hat. Insbesondere interessierte mich, wie dessen Konkurs als Baulöwe in den Siebzigern zustande kam. Und dann kam ich wohl erstmals mit den Auswüchsen des "Rechtes auf Vergessen" in Kontakt. Während man zu noch älteren Sachverhalten wie seiner geplanten Neckermann-Übernahme ausreichend Quellen fand, gibt es zum Konkurs: nichts. Absolut nichts. Das kann doch nur passieren, wenn da systematisch bei Google eingegriffen wurde.

Für einen neuen Formularorgasmus sorgt das seit kurzem geltende Bundesmeldegesetz. Für jede, aber auch jede Wohnungsanmietung ist bei Androhung einer 1.000-EUR-Strafe eine Wohnungsgeberbescheinigung erforderlich, die der u.a. Vermieter oder die Liegenschaftsverwaltung auszufüllen hat. Nun wissen wir alle, dass die größten Geisteskrücken nicht nur Teilzahlungsbanken, Datenschutz- und Aufsichtsbehörden, Personalabteilungen in allen Branchen sowie Auskunfteien zu finden sind, sondern in riesigen Scharen auch in Hausverwaltungen und dergleichen herum lungern. Was ich im Umgang mit Hausverwaltungen andauernd erlebe und aus gutem Grunde hier nicht thematisiere, kann Normalsterbliche in den Wahnsinn treiben. Und ausgerechnet diese Heinis sollen jetzt für solche Bescheinigungen sorgen? Gute Nacht, liebe Mieter.

Auch heute erwies sich Nordrhein-Westfalen wieder einmal als Bundesland, in dem Recht und Gesetz nichts gelten. War nicht der o.g. Steinbrück da mal Ministerpräsident? Wie vor Jahren beim Mannesmann-Prozess hat man das unfähigste, wessen man bei der Staatsanwaltschaft habhaft wurde, in den Teldafax-Prozess geschickt. Und die behämmertesten Richter damit betraut. Das zuerst involvierte Gremium stellte schon nach einem Jahr fest, dass es gar nicht zuständig ist. Wahrscheinlich geht es da bei der Zuordnung nach Buchstaben. Und mit Teldafax wurde der Senat C-E betraut. Wenn ein nordrhein-westfälischer Richter "spricht", hört sich das ja auch wie Delldawachs an. Und nun kristalliert sich heraus, dass ein Schaden im neunstelligen Euro-Bereich nichts ist, was massiv zu ahnden wäre. Kein Wunder, dass bei diesen orientalischen Zuständen Deutschland wie ein Magnet auf Flüchtlinge wirkt.

Stellungnahme zum Tschernisch-Gelalle an Creditplus

Stellungnahme zum Tschernisch-Gegrunze an die BaFin

Ausführliche Stellungnahme des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten