01/29/2016 - Offenbach Hills

Offenbach Hills

Neue Sehenswürdigkeit in Offenbach: wir haben jetzt auch Hills. Aber keine Hollywood Hills, sondern Offenbach Hills. Viel besser. Gerade zwei Wochen seit Installation kommen die Touristen bereits jetzt busladungsweise. Dabei hat es im Vorfeld Irritationen gegeben. Am 14.1. berichtete die Offenbach Post darüber. Ich sofort hin - nichts. Auf zur Tourist-Info, die 50 Meter daneben residiert. Nein, davon haben wir NOCH NIE gehört. Toller Service, danke! Es stellte sich heraus, dass am 13.1. eine Testinstallation gemacht wurde. Die richtigen Buchstaben wurden am 15.1. installiert. Damit wird Offenbach endlich bekannter als Los Angeles. Und das Toy's'Us-Geschäft daneben macht nun auch nicht zu angesichts der zu erwartenden Kundenmassen. Ich sollte nächste Woche einmal checken, ob die Tourist-Info inzwischen etwas weiß ...

Jetzt muss ich einmal aufrichtig eine Institution loben, von der ich im Leben nie erwartet hätte, dass man darüber etwas Positives berichten könnte. Seit langen überbieten sich Bundes-, Landes- und insbesondere Lokalpolitiker in Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen wie z.B. Sportverbänden und Museen darin, uns arme Rentner auszuplündern. Dass die Frührentner darunter ein besonders begehrenswertes Objekt der Ausplünderung sind, sei nur am Rande vermerkt. Merke: wir haben die Bundesrepublik mit aufgebaut, damit Ihr Ratten nun auf unsere Kosten Euch den Wanst vollschlagen könnt. Da hätten wir ein bisschen Dankbarkeit oder Respekt verdient. Alle anderen Gruppen - und seien sie noch so klein - scheinen irgendeine zahlungskräftige Lobby zu haben. Während (um nur ein Beispiel zu nennen, was zeitlich wunderbar passt) der Stadtstaat Hamburg fuderweise Flüchtlinge kostenlos in die Oper karrt, damit sie dort das kunstsinnige Publikum massiv stören können, müssen die armen kunstsinnigen Rentner die vollen Preise bezahlen. Danke, Gutmensch Böhm! Nun aber wollten wir kürzlich bei bestem Wetter die Aussichtplattform vom Main Tower aufsuchen - und mussten feststellen, dass die Helaba uns Rentnern echte Sonderpreise gibt! Das hätte ich von einer Bank in Frankfurt nie erwartet. Also: danke, Helaba! Wahrscheinlich sitzt dort jetzt in irgendeiner Controlling-Position ein sesselfurzendes Sackgesicht, liest das und erhöht sofort die Preise. Wäre schade. Und bevor jemand losmosert: ja, das hiesige Klingspor-Museum hat ebenfalls ermäßigte Rentner-Tickets - aber hier nutze ich den eintrittsfreien Mittwoch. Jedenfalls hatten wir einen phantastischen Ausblick über die Skyline bis in den Taunus und nach Bayern. Lediglich der Henninger Turm wird durch den Commerzbank Tower verdeckt. Aber hat sich total gelohnt. Da komischerweise unser Frankfurter Lieblingsitaliener zu war, mussten wir uns durchgefroren um eine Alternative kümmern. Dabei stießen wir auf Bull & Bear neben der Börse. Normalerweise mache ich um solche Etablissements einen riesigen Bogen, weil ich Scheiß-Fraß zu horrenden Preisen mit grenzdebilen Bedienungen erwarte, aber ich musste halt mit. Und siehe da: der Service war nett und schnell, die Preise gerade noch akzeptabel - und das Essen sogar gut. Während die Tomatensuppe zwar exorbitant nach Tüte schmeckte, waren die diversen Flammkuchen- und Pasta-Variationen, die wir uns gönnten, ohne jede Beanstandung.

Gutmensch ist auch gleich das Stichwort. Das wurde bekanntlich zum Unwort des Jahres gekürt - allerdings mit fadenscheinigen Begründungen. Als ob es dieses Wort erst seit vorgestern geben würde. Der Kampf gegen das konzertierte Asozialen- und Schwachsinnigentum, das uns normale Bürger terrorisieren will, ist auch ein Kampf gegen bestimmte Teile der Finanzwirtschaft und - wie ich seit langen propagiere - gegen das Gutmenschentum. Der Terror, dem wir durch das Gutmenschentum ausgesetzt sind, unterscheidet sich nur graduell von dem durch beispielsweise IS-Kanaker. Wir haben es hier mit zwei Seiten einer Medaille zu tun. Gutmenschen zeichnen sich ebenfalls dadurch aus, dass sie das Gehirn ausschalten und keine zweite Meinung dulden. Es gibt noch nicht einmal einen graduellen Unterschied zu Donald Trump, über den sich hiesige Gutmenschen echauffieren. Und jetzt erfahre ich, dass sogar jemand das Recht an diesem Wort erworben hat! Unser Rechtssystem ist ein wahres Schlaraffenland für asoziales Gesocks. Ich kann mich noch erinnern, dass vor ca. 15 Jahren ein Anwalt (was für ein Arsch auch sonst) sich die Rechte an irgendeinem häufigen Gaststättennamen sichern wollte (Zur Post?), um hemmungslos Abzocke mittels Abmahnungen zu betreiben. Wie pervers muss man sein, um auf einen derartigen Schwachsinn zu kommen? Dass man sich auch die Rechte an Farben sichern kann, wurde im Zusammenhang mit Santander und den Sparkassen bereits thematisiert. Hier dürfen jetzt tausende von Schwachmaten Anlegergelder verpulvern, um sich durch Beschäftigung mit so einem Irrsinn lächerlich zu machen. Erkennbare Gutmenschen sind allerdings darin zugegebenermaßen nicht involviert. Obwohl ich zufällig auf deren ersten Video als Statist erkennbar bin, fand ich die Toten Hosen immer abartig. Das war nie Punk und ist kein Punk, ist nicht lustig, sondern einfach nur Scheiße. Diejenige, die mir mal eine Hosen-LP geschenkt hatte, muss mich gehasst haben. Eine Band, die mit "Tage wie diesen" etwas veröffentlicht, wofür man schon vor fünfzig Jahren Peter Alexander (Gott sei seiner armen Seele gnädig) ausgebuht hätte, disqualifiziert sich selbst. Und genau die hat sich besagte Rechte angeeignet, um die Deutungshoheit über diesen Begriff zu haben. Toll auch! Ich will Euch Säcken mal die Bedeutung erklären. Ein Gutmensch zeichnet sich exakt wie ein Pegida-Grunzer durch seinen Tunnelblick aus, der ihn für jegliche Argumente unempfänglich macht. Das Verhalten eines Gutmenschen entspricht dem eines IS-Kanakers, da er fremdgesteuert ist. In seinem Fall durch manisch-depressive Dauerphasen. Gutmenschen richten durch ihr Handeln mehr Schaden als Nutzen an, da sie das Gehirn - sofern vorhanden - ausschalten. Eigentlich gehören diese eingesperrt. Es ist mir ein Rätsel, warum das Gutmenschentum immer noch verherrlicht wird. Gutmenschentum dient einzig und allein der Befriedigung von Eigeninteressen. Gutmenschen mischen sich überall mit ihrem Gegrunze ein und verkomplizieren alles, weil sie nur schwarz und weiß kennen. Und das richtig schlimme an diesem Pack ist: allein das Wissen um deren bloße Existenz verführt echte Verbrecher zu den größten Schurkereien - denn da ist ja jemand, der unentgeltlich aufräumt.Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: obwohl die Grenze ja durchlässig ist, meine ich keineswegs die engagierten Ehrenamtlichen z.B. im Vereinswesen.

Ich komme noch einmal zurück zu den Rentnertickets. Am vorletzten Öffnungstag schaute ich doch einmal bei "Stars treffen Stars" im Städel vorbei. Auch hier die übliche Rentnerabzocke. Der Andrang war seltsamerweise überschaubar. Die Ausstellung allerdings war sensationell. Leider machte ich den Fehler, bei der parallel laufenden Baldessari-Ausstellung anzufangen. Pure Zeitverschwendung, aber die Zeit fehlte, sodass ich nicht mehr in den Gegenwartskunstbereich kam. Aber die Gegenüberstellungen einzelner Werke ("Dialog" genannt, aber das erinnert mich immer an die Zweisterneküche à la "Dialog von Ente und Kresse") in den anderen Abteilungen waren schon klasse. Mein persönlicher Favorit war die nach ca. 500 Jahren erstmalige Zusammenführung des Altenberger Altars. Und eher zufällig habe ich mit der Flora von Veneto einen echten Hammer aus der Frührenaissance entdeckt. Jedenfalls war es eine hervorragende Idee, die "Dialoge" in die Dauerausstellung zu integrieren. Wie üblich schien es kein Fotografierverbot zu geben. Danke, Herr Hollein! Vorher schaute ich noch nebenan im Museum Giersch vorbei, um mir das Werk des mir bis dato vollkommen unbekannten Reinhold Ewald aus Hanau reinzuziehen. Dessen Werk erwies sich als sehr ambivalent. Anfang des Jahrhunderts seiner Zeit künstlerisch voraus kam es zu einer echten Rückentwicklung. Dass man die beiden Ewald-Bilder aus dem Städel nicht herüber transportiert hatte, verstehe ich nicht. So kamen die meisten Leihgaben aus Privatbesitz. Ein Wunder, dass man die noch ausfindig machen konnte, sind doch viele Werke auch im siebenstelligen Pfundbereich, die in den letzten Jahren unter den Hammer kamen, aus dem Blickfeld verschwunden. Ich monierte beim Ticketerwerb ausdrücklich die Rentnerverarschung - und bekam die patzige Antwort, dass die Kunst mir ja etwas wert sein muss. Irre. Wieso sollte sie mir wert sein als einem asozialen Sesselfurzer, den man beispielsweise bei der EZB mit Kohle vollscheißt? Den zweiten Teil der Ausstellung im Hanauer Schloss musste ich mir schenken, da am Sonntag andere Prioritäten zu setzen waren. Endlich ging es mit Fubbes los, wenn auch nur Freundschaftsspiele in Flörsheim. Die DJK unterlag auf für mich neuen Kunstrasenbelag RW Walldorf vor ca. zehn Zuschauern 1:4, ein recht unterhaltsamer Testkick. Aufgefallen ist mir, dass die DJK recht sorglos mit ihrem Kunstrasen umzugehen scheint, denn es wurde - wie der Kunstrasenfreak sofort erkennt - bereits mehrfach unfachmännisch Schnee geschippt. Vor ca. dreißig Zuschauern schlug der SV09 die Zweite der DJK mit 5:4 - dieses Spiel, was eine Stunde später anfing, verfolgte ich aber nur mit einem halben Auge, da ich diesen Ground bereits gebonzt hatte. Weiter ging es nach Glattbach, wo ich endlich mal das Krippenmuseum besuchen wollte. Ca. 600 Weihnachtskrippen aus aller Welt auf drei Stockwerken - irre. Geil war auch die über vier Meter lange Iglauer Krippe im Feuerwehrhaus nebenan, die übrigens mit Heki-Material gepflegt wird (auf diese Aussage legen die Aussteller Wert).

Die Parkplatzsituation in Hanau ist ja (vielleicht, weil ich ortsfremd bin) noch beschissener als in Offenbach - ich berichtete bereits. Nun mussten wir vor kurzem zweimal nach Hanau, was ich ja immer mit einem Kaufland-Besuch in der Alten Post verbinde. Wie es üblich ist, um Zuständigkeiten du Verantwortlichkeit zu verschleiern, um Abzocke zu betreiben, wurde dort die Parkraumbewirtschaftung ausgelagert. Und -ungelogen! - trotz einer Restminute hat mir da doch so ein Albaner ein 30 €-Knöllchen verpasst! Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich hier zahle. Denn wie der Schriftwechsel mit Fraport zeigt, hat man es ja auch bei Parkraumbewirtschaftern inzwischen mit grenzdebilen Halbkriminellen aus dem Analphabetenmilieu zu tun. Warum fuhren wir nach Hanau? Ab und dann werde ich ja als Dolmetscher benötigt, diesmal begleitete ich mit einigen anderen Gutmenschen einen der deutschen Sprache kaum mächtigen Asiaten zu einem Bewerbungsgespräch bei der Zeitarbeitsfirma People at Work. Erst sträubten die sich gegen meine Anwesenheit. Später wurde auch klar, warum. Um es kurz zu machen: was hier betrieben wird, erfüllt den Tatbestand der Nötigung. Ein durch und durch unseriöser Laden. Eher unfreiwillig komisch die Job AG: wie soll ich einen Brief übersetzen, in dem mitgeteilt wird, dass keine Vakanz frei ist? Ich habe grundsätzlich nichts gegen Zeitarbeit (ich habe in dem Gewerbe durchaus auch kompetente, anständige Leute kennen gelernt), aber manche Firmen scheinen ihr Personal von den Bäumen geschüttelt zu haben.

Die Kripo Braunschweig hat bestätigt, was man schon ahnte: die hier angelandeten Flüchtlinge sind nicht krimineller als die vorhandene Bevölkerung - und hat darüber sogar ein Buch veröffentlicht. Das hatte sich die Zonentucke ja vollkommen anders vorgestellt, als sie das Volk ohne jede Registrierung ins Land holte. Im Gegensatz zu ihren unausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen (sowie den ausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen mancher Bevölkerungsgruppen, die nie einen Ahnenpass gekriegt hätten) haben die Flüchtlinge nicht das erwartete Chaos verursacht (das hat jedoch u.a. die Kölner Polizei). Hätte man auf die Erfahrungen der Vergangenheit zurückgegriffen, wäre klar gewesen, warum. Schließlich wurden hier bereits runde 3,5 Millionen Russland- und Polendeutsche, deren einziges Kriterium war, dass sie von der Existenz deutscher Schäferhunde wussten, bestens integriert (zu denen muss ich später noch etwas loswerden). Bekanntlich führten diese nicht erfüllten Erwartungen jedoch dazu, dass Söder IS-Kämpfer einfliegen lassen musste, um die Kölner Zustände herbeizuführen, bei den hunderte deutscher Frauen und Mädchen geschändet wurden. Aber gerade in so einem Zusammenhang ist es verwunderlich, dass komische Sachen passieren. Ein Kumpel von mir mit maghrebinischen Wurzeln und deutschem Pass seit anno Pief fühlt sich gemobbt von der DB. Bereits zweimal wurde ich in der S-Bahn kontrolliert - und er, direkt daneben sitzend nicht. Uns kann keiner erzählen, dass die Kontrolleure keine Anweisung haben, ausländisch aussehende Fahrgäste nicht zu kontrollieren. Jetzt ist mir auch die Erhöhung der Sxhwarzfahrerstrafe klar: wir "ehrlichen" Schwarzfahrer sollen für die ausländischen mit zahlen. Für meinen Kumpel eine Art umgekehrte Sippenhaft. Auch die Bild-Zeitung hat gestern ähnliches berichtet. Heißt das, dass die o.g. Kriminalitätsstatistik getürkt (sic) ist? Wird hingegen korrekte Sippenhaft angeordnet wie in Bornheim, wo Asylanten angeblich deutsche Mädchen im Schwimmbad angegrapscht haben und folgerichtig nicht mehr hinein gelassen wurden, jault das perverse Gutmenschentum in einer Art Pawlowscher Reflex bundesweit auf. Und dann die Heute-Show. Ich sagte es bereits: seit der Sommerpause, die zufällig mit der Flüchtlingsflut zusammen fiel, ist man dort handzahm geworden. Als Beispiel dafür, dass das Thema keineswegs in den Medien totgeschwiegen wird, wurde ausgeführt, dass man bereits 85 Mal in Talkshows darüber redete. 85 Mal? Wenn man berücksichtigt, dass es 8.500 Mal sein müssten, ist das wahrlich nicht viel. Vielleicht habe ich diese Satire nicht verstanden (mehr dazu unten). Und dann das Gezeter um Kontingente und Obergrenzen, Abweisungen und Rückführungen. Hier ist der Politclown aus dem Innenmysterium wieder ganz in seinem Element. Er meint, dass täglich ca. 200 Flüchtlinge zurück- oder abgewiesen würden. Das würden im Monat ca. 6.000 sein, eine Menge, die in der Grenzregion von Österreich, wo die meisten ja dann gestrandet wären, auffallen würde. Aber warum fällt die nicht auf? Weil es sie nicht gibt. Wer tausende von Kilometern hierher gehetzt ist, lässt sich davon nicht aufhalten. Also wird die Grenze illegal überquert. Was wiederum bedeutet, dass wir weiterhin immer mehr und mehr Leute im Land haben, von denen wir nichts wissen. Wie wir alle ahnen: die nächsten Millionen warten schon auf besseres Wetter und werden sich von Grenzzäunen nicht aufhalten lassen. Wollen wir hier Zustände haben wie in "Children of men"? Wenn man die Flüchtlinge in diesen Dimensionen wirklich nicht mehr hier haben, muss man an der Wurzel ansetzen. Hätte man eigentlich schon vor fünfzig Jahren machen müssen. Aber wie man sieht: selbst die Gespräche mit der Türkei kommen nicht in die Gänge. Und wenn ausgerechnet der Wirtschaftsmini den von der Essenz her richtigen Vorschlag macht, den Maghreb-Staaten die Wirtschaftshilfe zu kürzen, wenn diese ausgewiesene Migranten nicht zurück nehmen, folgt wieder das Gutmenschengejaule.

Gerade in Zusammenhang mit Köln wird viel über die Aufstockung der Polizei geschwafelt. Interessanterweise hauptsächlich von den gestalten, die zumindest eine Mitverantwortung für deren Reduzierung der letzten Jahrzehnte tragen. Deren Faustregel war seinerzeit: pro eingesparter Polizeistelle kann ein sesselfurzender Parteigenosse alimentiert werden. In dem Zusammenhang wurde kürzlich auch eine nach Bundesländern geordnete Statistik veröffentlicht, wieviele Polizisten pro Kopf kommen. Klar, dass die Stadtstaaten vorne liegen. Sicher besteht auch Einigkeit, dass das Ballungsgebiet Rhein/Ruhr ähnlich strukturiert ist. Dennoch steht Nordrhein-Westfalen an vorletzter Stelle. Und das nur, weil dieses verkommene und verluderte Bundesland sich nicht einmal mehr die Mühe macht, die Sesselfurzer-Posten heraus zu rechnen. Verantwortlich: Jäger mit seinem Innenmysterium, was auch für die Besetzung des Datenschützers verantwortlich ist. Obwohl Einigkeit darin zu bestehen scheint, wird argumentiert, das ginge nicht so schnell, weil die Ausbildung ja so lange dauert. Ich glaube ich stehe im Wald. Warum hat dann niemand protestiert, als man aus den Halbidioten der Ordnungsämter mit ihrer sechswöchigen Ausbildungszeit (Davon fünf Wochen: Wie scheiße ich nicht neben das Klo. Wer es nicht glaubt, schalte bitte die einschlägigen Reality-Serien ein.) plötzlich Stadtpolizisten machte? Deren Ausbildung dauert runde drei Jahre. Eine Polizeischule war in meinem früheren Wohnort Brühl. Das war hochinteressant, wenn die Jungbullen zum Start ihrer Ausbildung in den Ort kamen: nette Jungs wie wir. Nach sechs Wochen waren dieselben Kerle wir ausgewechselt: willenlose Zombies. Nicht mehr wieder zu erkennen. Einige schmuggelten für uns Lehrstoff raus. Demnach bestehen 80% der Ausbildung wohl darin, deren Willen zu brechen und ihnen Kadavergehorsam und das herrliche Bullenfeeling einzupflanzen. Ein Lösungsvorschlag also wäre, auf diesen Teil zu verzichten. Und schwupps hätten wir nach jedem halben Jahr 5.000 fachlich perfekt ausgebildete Einsatzkräfte. Aber keine Zombies, sondern normale Leute. Aber da höre ich den Wendt schon aufjaulen. Also lassen wir den Vorschlag in der Schublade.

Die eben genannten Russlanddeutschen haben uns mit der erfundenen Vergewaltigung einer Minderjährigen durch Migranten in Berlin eine Laus in den Pelz gesetzt. Klar, dass die vorletzte Migrantenwelle ihre Pfründe schwinden sieht und Demos initiiert. Aber das Lawrow (sicher nicht ohne Wissen Putins) hier jetzt verbal auf die Migranten und unsere Politik hetzt, ist mir unverständlich. Will er in Zusammenhang mit Söder nackten Hass zwischen diesen Migrantengruppen schüren? Auf dass es zu echten Kämpfen kommt? Berlin zeigt auch, dass man an Tagen wie diesen mit Satire vorsichtig sein muss. Ich habe mich scheckig gelacht über die Meldung, dass ein Flüchtling wegen der langen Warterei bei Lageso umgekommen sei. Das fanden Politik und das hirnlose Gutmenschentum wiederum überhaupt nicht komisch. Was für arme Schweine.

Eines Morgens am Jahresanfang wachte ich auf mit einer Melodie im Kopf. Nach einigen Stunden kam ich dann dahinter, dass es sich um "Nine by nine" der John Dummer Blues Band handelte. Seit über vierzig Jahren nicht mehr gehört - und wieder erkannt. Gleich mal eine Doppel-CD geholt mit zwei Alt-LPs, neben einer Menge uninteressanten Country-Gedudels waren echte weitere Songperlen darauf. Wegen der Bonus-CD (Toronto-Konzert) habe ich mir die Deluxe-CD von "Iron fist" gegönnt. Die technische Qualität eher mager, die musikalische Wucht aber beachtlich. Ein Stück wie "Heart of stone", was als Studioversion keinerlei Spuren hinterließ, kann live ein echter Hammer sein. Nach Lemmy gab es einen weiteren traurigen Todesfall im Musik-Business: Paul Kantner darbte hinweg. Platten wie "Long John Silver" und "Bless ist pointed little head" höre ich immer noch gerne. Schwamm drüber, dass seit ca 1974 eigentlich nur noch Müll von ihm kam. Es ist unglaublich, dass zu dieser Zeit ausgezeichnete Bands wie eben Jefferson Airplane, aber auch Chicago und Fleetwood Mac in das Müllfach abdrifteten. Und auch noch gigantischen Erfolg hatten. Die etwas später einsetzende Kommerzialisierung von Grateful Dead geriet geradezu harmlos dagegen.