02/02/2016 - Inkassogangster

ein kleiner Lichtblick

Eigentlich sollte die Überschrift hier ja lauten "Testspielterror in Gießen" oder "Besuch im Mathematikum", aber die im Anschluss geschilderten Umstände zwangen mich zu einer Änderung. Ins Mathematikum zu Gießen wollte ich schon seit langem, und da man das mit zwei Testspielen in der Stadt koppeln konnte, ging es am Sonntag Mittag los. Zielpunkt 1 war der Sportplatz an der Volkshalle, der früher von der amerikanischen Besatzungsmacht genutzt wurde. Immerhin 25 Zuschauer säumten den Platz, um einem verdienten 4:3-Sieg des FC Besa Gießen über TSG Wieseck beizuwohnen. Ersterer hat zwar den albanischen Adler im Wappen, aber die Zuschauer unterhielten sich auf serbokroatisch; zweiter trat mit einer sehr jungen Mannschaft an. Hätte ich eine Tasche mitgehabt, wäre ein Ertrag von ca drei EUR denkbar gewesen, so mustse ich mich mit Sallgut im Werte von nur einem zufrieden geben. In derHalbzeit rüber gehechtet ins Waldstadion, wo sich aber gegenüber meinem letzten Groundspotting 2007 fast nichts verändert hatte, nur den Nebenplatz verfügt jetzt über Kunstrasen. Rüber ins Stadion der Justus-Liebig-Universität, das durchaus auch eine Kapazität von 4.000 haben dürfte. Nach dem Besa-Spiel zum Heegstrauchweg gerast. Wäre genau zum Anpfiff angekommen, wenn der Schiri nicht zwei Minuten zu früh angepfiffen hätte. Ich war der zweite Zuschauer, später säumten bis zu neun Schaulustige das muntere Spektakel in einem äußerst gepflegten Oval. Den MTV Gießen hatte ich schon einige Male im Jugendfußball im Rahmen meiner früheren Tätigkeit gesehen, heute sah ich erstmals die erste Herrenmannschaft, die 1:2 gegen TV Cölbe verlor, der merkwürdigerweise Trainingsklamotten von Watzenborn-Steinborn anhatte. Catering gab es auf beiden Grounds nicht. In Bahnhofsnähe noch einen schönen Parkplatz gekriegt, dann ab ins Mathematikum. Logisch, dass es auch hier keine Rentnertickets gab, aber die scheinen sich hierher eher selten zu verirren. Es war eher merkwürdig, als ich wohl der einzige Erwachsene ohne kindliche/jugendliche Begleitung war. Egal, hat Spaß gemacht. Etliche Experimente kannte ich schon von der Experimenta, aber es waren genug unbekannte dabei, sodass keine Langeweile aufkam. Irre fand ich die große Kugelbahn. Hochinteressant auch die Sonderausstellung alter Rechengeräte. Wenn ich nochmals hierher komme, dann auch nur mit Sohn und ggfs. weiteren Kidz. Zurück ging es da bei dem Wetter, welches ich am meisten hasse: Nieselregen.

Hanau sollte nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut und aufgegeben werden. Manchmal denkt man, das wäre auch besser so gewesen. Unter der dreistelligen Zahl von Museumsnächten und Gartenschauen z.B. belegt Hanau in meinen Listen jeweils souverän den letzten Platz. Und da wäre ja noch der Abschaum vom Hanauer Justizzentrum. Selbst wenn man berücksichtigt, dass in derartigen Gemäuern sich überall der Bodensatz vom Bodensatz dessen tummelt, was die zivilisierte Gesellschaft am moralisch verkommenem Gesindel zu bieten hat, fällt Hanau extrem auf, sowohl beim juristischen als auch beim Verwaltungs-Personal. Unvergessen bei mir ein Tag Ende 2001, als ich ein halbes Dutzend Rechnungen im Gesamtwert von rund 1.000 EUR von diesen Sackgesichtern vorfand - jede einzelne sachlich bzw. falsch. Also habe ich die den Irren alle zurück geschickt (ich ärgere mich noch heute darüber, dass ich den Umschlag korrekt frankiert hatte) mit der Bemerkung, dass ich denen meine Dienste als externer Berater für die Schaffung ordentlicher Strukturen andiene. Wahrscheinlich grunzt das Pack immer noch über dem Konvolut herum, jedenfalls habe ich nie mehr was von denen gehört. Darüber hinaus war da noch ein ganz extremer Extremstasozialer: ein Richter am Landgericht, den wir der Einfachheit halber Haase nennen wollen. Auf sage und schreibe sechs Seiten, rechnerisch pro Zeile ein Rechtschreib- oder Interpunktionsfehler, lallt mich dieser Heini wie folgt an: "Wer ist die größte Kanalratte im ganzen Land? Ich, Haase, ich!!! Hier bin ich Abschaum, hier darf ich es sein. Niemand hasst den deutschen Rechtsstaat mehr als ich!" Usw. usf. Wenn man bedenkt, dass so eine Gestalt in 85% der Staaten dieser Welt sein Dasein in der Asozialenabteilung eines Grenzdebilenheims fristen müsste, kann man verstehen, dass Haase sich seines Lebens in Hanau erfreut. Aber dennoch: sowas lässt man sich wohl nur in Hanau bieten, wo man erst eine Oberbürgermeisterin wählt - und dann abwählt. Die abartige Parkplatzsituation thematisierte ich ja bereits. Und genau um die geht es hier. Denn wie ich im letzten Geblöke blökte, war ich mir nicht sicher, ob ich zu dem ungerechtfertigten Bußgeld noch etwas schreibe. Am Wochenende bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: ja. Wollte mich zuerst an das Management des Post Carrés wenden. Irre! Die haben noch nicht einmal eine eigene Homepage und somit keine Ansprechpartner für die Öffentlichkeit. Da geht einem ja sofort die Idee durch den Kopf, es könnte sich ja bei dem Center um eine riesige Geldwaschanlage handeln, deren Betreiber die Transparenz scheuen und im Dunkel der Anonymität Erträge aus kriminellen Geschäften waschen. Bei den tausenden von Handy-Läden (Hat schon mal jemand jemand anders getroffen, der ein gebrauchtes Handy gekauft hat? Ich nicht) und Nagelstudios, warum soll dann nicht auch eine Shopping-Mall diese Funktion erfüllen? Klar, dass bei dem Mangel an Transparenz auch die Parkraumbewirtschaftung ausgelagert wurde. Also habe ich mich in höflicher Form an die Parkraumbewirtschaftungsindustrie in Gestalt der Park & Control in Stuttgart gewandt - Anl 1. Und wurde nicht enttäuscht - Anl. 2. Kurz und knapp die Antwort: Jawoll, wir sind asoziale Schweine, die keinerlei Bock haben, uns fachlich mit der Materie auseinanderzusetzen, sonder wollen nur abzocken - und darüber hinaus zu behämmert sind, eine Mail weiter zu leiten. Habe mal die genannte SFG gegoogelt und war mir bei der Anzeige der Ergebnisse nicht sicher, ob ich nicht Mafia als Suchbegriff eingegeben habe. Das muss ja ein Laden mit der kriminellen Energie von Hoist oder DTMI (die heißen jetzt anders, habe ich gehört - der Name war wohl zu besudelt) sein. Willkommen bei der Parkraumbewirtschaftungsmafia! Habe die dann mit identischem Wortlaut angeschrieben. Wie ich derartige Ganoven kenne, reagieren die nicht, sondern hetzen mir einen Schwerstkriminellen an den Hals, der als Anwalt zugelassen ist.

Aber Hoist war ein gutes Stichwort. Ich hatte für die vor vier Jahren einen Auftrag erledigt und warte bis heute auf meine Kohle. Typische Inkassogangster halt. Die waren sich nicht zu schade, im Zusammenhang mit ihren kriminellen Machenschaften angebliche Forderungsüberträge zu fälschen. Und zwar derartig plump, wie man es selbst der Teilzahlungsbank Santander nicht zutrauen würde. Jedenfalls ruft mich da doch heute eine rotzfreche Inkassovotze aus Duisburg an und will mir was vom Pferd vorlallen. Ich habe die abgewürgt. Da musste ich doch gleich mal einschreiten - Anl. 3. Was bildet man sich dort ein? Ich muss jetzt aber zugeben, dass mich nun dochinteressiert, was die von mir wollte. Etwa einen neuen Auftrag erteilen? Grunz.

Dass es mit der Postzustellung hier derzeit nicht klappt, hatte ich geschrieben. Die Post AG hat tatsächlich zurück geschrieben - Anl. 4. Hätte ich nie veröffentlicht, wenn sich was verbessert hätte. Denn so bedeutet der Inhalt nichts anderes als: wir wollen Dich verarschen. Deshalb haben wir ja auch das Porto erhöht. Eine ebay-Lieferung war 5 Tage unterwegs, ein Brief innerhalb Offenbach gar sechs. Da müsste man wohl härtere Geschütze auffahren. Die armen Postboten anzusprechen, bringt nix, dauernd unbekannte Gesichter. Und die Hirnis von der BUndesnetzagentur? Grunz.

Die Krücken vom Datenschutz haben sich wieder über den Tisch ziehen lassen - diesmal gleich die Europäer. Nachdem das EU-Gericht dieses abartige Safe Harbour-Abkommen gekippt hatte, wurde angeblich hart verhandelt. Gestern kam man mit dem Ergebnis raus: Privacy Shield. Und was soll ich nach oberflächlicher Prüfung sagen: es ist derselbe idiotische Scheißdreck wie früher. Alter Wein in alten Schläuchen. Den amerikanischen Geheimdiensten werden nach wie vor alle Daten frei Haus geliefert. Naja, einen Schalter mehr müssen sie jetzt schon drücken. Die europäischen Verhandler wurden wohl alle von Facebook geschmiert. Herr Schrems, der da ja bis zum EuGH gebracht hatte, sagt folgerichtig: Bullshitbingo. Aber die Bundesdatenschützerin jubelt natürlich: Als unqualifizierteste und unzivilisierteste Kanalratte der Republik finde ich das toll! Bin mal gespannt, was der EuGh beim nächsten Mal zu diesem Dreck sagt. Apropos Kanalratte: wie kommt Genosse Putin dazu, eine Sackratte namens Seehöfer zu empfangen?!?!?! Als nächstes kommt Le Pen.

Und jetzt wird auch noch eine Obergrenze fürs Barzahlen in der Regierung andiskutiert- was soll der Irrsinn? Der Vorschlag kommt natürlich vom Skywheeler. Wenn der solche Klöpse loslässt, stammt das von einem Querdenker. Täte ich das, käme es von einem Verrückten. Langsam glaube ich - gerade im Zusammenhang mit dem vorigen Artikel, dass die Überwachung des gemeinen Bürgers noch extremer werden soll als im Deutschen Reich oder in der DDR. Zonentucke sei Dank! Und Kleve schafft das Kleingeld weiträumig ab. Optimal wäre ein Mittelweg: es gibt nur noch 5 EUR-Scheine. Entspräche immerhin mehr als dem Gegenwert der zweithöchsten Note in Myanmar.

Heute wurde diese Statistik veröffentlicht: im Januar: kamen 15% der Asylsuchenden ohne Grenzkontrolle hierher. Wie hoch ist die Dunkelziffer? Wie viele Leute wurden unkontrolliert hinein gelassen? Unter unkontrolliert verstehe ich sowohl die Einreise in den Schengen-Raum als auch in die Bundesrepublik. Das deckt sich exakt mit meiner These vom letzten Mal: mindestens 90% der angeblich Abgewiesenen landen letztendlich doch hier - und sei es auch nur für eine gepflegte Durchreise.

Höfliche Anfrage an Park & Control

Gelalle von Park & Control - das ist wirklich so gekommen

Kritische Anmerkung an Duisburger Inkassogangster

Nichtssagende "Antwort" der Deutschen Post AG