04/27/2016 - Gondwana Prähistorium

Brief Dino-encounter

Gondwana rief - und wir kamen. Klar war schon, dass ich im Zusammenhang mit dem SC Friedrichsthal-Spiel am Sonntag einen Saarland-Doppler machen wollte. Und als ich dann zufällig von der Existenz des Gondwana Praehistoriums in Fußwegsweite erfuhr, packte ich frühmorgens ein paar Kinder ins Auto und los ging's. An der Grenze zum Saarland wurden wir von immensen Graupelschauern begrüßt. Unmittelbar neben der Autobahn-Ausfahrt befindet sich die Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde der SpVgg Elversberg, wo die dritte Baumaßnahme seit meinem letzten Besuch vor zwanzig Jahren sich dem Ende entgegen bewegte. Gefiel mir recht gut jetzt dort. Auf dem Nebenplatz (bis vor kurzem Spielort der Zweiten) bahnte sich gerade ein Jugendspiel an, auf das ich aber wg meiner Ladung verzichtete. Vorab: das Praehistorium ist sauteuer und hat keinerlei musealen Charakter. Es wird reinstes Infotainment mit Schwerpunkt Dinos geboten. Aber den Kindern hat es super gefallen, sodass ich sie eine Zeit lang allein da lassen konnte. Ich fand es ehrlich gesagt auch ganz ok (der Wasserfall war klasse), lediglich der Museumsshop ist richtig scheiße, es gab - da stimmten wir überein - nichts, was einen Kauf auch nur in den Bereich des Möglichen gerückt hätte. Jedenfalls fuhr ich erst einmal zu Hellas Bildstock, um die erste Hälfte des Spiels der Zweiten mitzunehmen. Das Hellas-Stadion verfügt über Kunstrasen älteren Datums, eine kleine Tribüne sowie drei Stufen an einer Seite und sollte somit ca. 2.000 Zuschauern Platz bieten (jetzt waren vielleicht vierzig dort). Es gab ein informatives Programm. Zur Halbzeitmitte litt das Spiel unter einem mit Eiseskälte daher brausenden Schneesturm. Ende April! Mit dem Pausenpfiff und dem Zwischenstand von 3:0 (Endstand 9:0 gegen SV Beeden II) fuhr ich die 800 Meter zum Sportpark Kallenberg der DJK Bildstock. Saftige Rüge! Es gab keine Rentnertickets! Dafür waren die Bratwurst (weiß) und das Programm gut. Mittlerweile hatte sich die Sonne durchgesetzt. Und so bot sich dem Publikum mit Beginn der zweiten Hälfte der Begegnung DJK Bildstock II vs SV Eppelborn II ein irres Schauspiel, als der Schnee verdampfte und die Spieler bis in Kniehöhe in Nebel stocherten. Sah aus wie die Doobie Bros-Konzerte in den Siebzigern. Dieses Spiel endete verdient 2:5. Vor nunmehr ca. 130 Zuschauern wurde nahtlos das Spiel der Ersten gegen den SC Halberg Brebach angepfiffen. Das musste ich zur Halbzeit beim Stande von 0:0 (Endstand 0:1) verlassen, sammelte die Kidz ein, und weiter ging es ins Stadion Am Franzschacht (alt - ca. 6.500) des SC Friedrichsthal. Ein herrliches Teil. Stufenterror ohne Ende mit instabilen und windschiefen Platten auf der Gegengeraden, wie es der Old School Hopper liebt. 120 Zuschauer sahen eine mittelprächtige Begegnung, die der Gastgeber gegen den TuS Steinbach (gehört zu Ottweiler) mit 2:0 gewann, und boten ab und dann Gesangsdarbietungen. Bratwurst (rot) konnte gefallen, Programme gab es keine. Auch der neue Franzschacht-Ground (wird von der Bundesliga-B-Jugend der SV Elversberg genutzt) mit vier Stufen gefällt (knapp 3.000). Es ist schon beeindruckend: in Hessen - oder noch exzessiver Rheinland-Pfalz - werden auch in größeren Städten Spielgemeinschaften gebildet - und hier gönnt sich ein 11000-Seelen-Ort gleich drei Vereine, die alle höherklassig spielen und vernünftige Grounds haben. Als Tickets gab es übrigens überall die Saarland-Standard-Karten. Danach war noch Industriebrachen-Hopping angesagt. In Landsweiler-Reden gibt es die aufgegebene Grube Reden, die mit zwei Fördertürmen glänzen kann. Der dazugehörige Wassergarten kann ebenfalls gefallen. Außerdem ließ ich es mir nicht nehmen, auf die Halde zu klettern, von wo man einen herrlichen Ausblick hat. Finale war der Besuch des Alten Hütten-Areals Neunkirchen. Hier war ich zuletzt vor zehn Jahren, bereits damals hatte man angefangen, das Areal in ein Event-Center zu verschandeln, aber das Drumherum war noch prima in Schuss. Während im Wasserturm z.B. vier Kinosäle sind, rottet die Hüttenbahn unrettbar vor sich hin. Eine Schande, aber optisch dennoch immer noch eindrucksvoll. Ich behaupte ja immer, extremer als in Hanau (s.u.) kann eine Parkplatzsituation nicht sein. Doch, sie kann. In Neunkirchen z.B. werden Autofahrer auch sonntags beampelt zum Parkdeck West geleitet. Dort angekommen, stellt man fest, dass dieses sonntags geschlossen ist. Wahrscheinlich tobt sich dort auch ein grüner Verkehrsdezernent aus, jedenfalls wird man zu irrwitzigen Wendemanövern und Falschbenutzung der Zufahrt (Einbahnstraße) genötigt. Ich schaute mir das ein paar Minuten an und stellte fest, dass auch einheimische Fahrer davon betroffen waren. Im Wilden Westen hätte man die Verantwortlichen geteert und gefedert - was zeigt, dass es damals zivilisierter zuging als heute. Dabei war das alles unnötig, da in der Innenstadt ausreichend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung standen - natürlich nicht ausgeschildert. Und die Wetterkapriolen gingen etlichen Fahrern wohl auf's Gemüt. Nie sah man derartig viele Sinnlosfahrspurohnezublinkenwechsler wie heute. Den Vogel schoss ein altersschwacher BMW mit F KC 3162 ab, der durch seine Schlangenlinienfahrten auf der A642 Dutzende anderer Verkehrsteilnehmer zu Bremsmanövern zwang. An der Ampel an der kirche stand er neben mir: ein vollkommen unauffälliges Männlein. Wie gesagt: das Wetter .

Das war am Vortag ähnlich mies, aber wenigstens regnete es nicht. Obwohl ich bekanntlich dem Bier abhold bin, wollte ich zum 500. Jubiläums des Deutschen Reinheitsgebotes an einer Führung bei der Brauerei Glaabs zu Seligenstadt teilnehmen. Es war mir jedoch viel zu voll, sodass ich davon Abstand nahm. Aber das nebenan gelegene Fasnachtsmuseum hatte ausnahmsweise mal geöffnet. Nicht zu vergleichen mit dem in Kitzingen, aber durchaus sehr nett. Wo ich schon mal dort war, bin ich zum Kloster getrabt. Der Klostergarten schon jetzt eine Wucht. In der Basilika selbst war erstmals die Tür zum Altarraum geöffnet, sodass man nicht durchs Gitter fotografieren musste.

Tja, die Hanauer Parkplätze und kein Ende. Nachdem ich zuletzt gemutmaßt hatte, dass die Dreckskerle von SFG samt ihres Anwalzarsches Fingerle aufgesteckt hätten, meldete sich nunmehr dessen minder unzivilisierter Kumpan, Anwalt Bayh. Man könnte natürlich sagen: "Was für eine dreckige Assisau", aber der Vorgang als solches spricht dafür, dass seine einzige "Leistung" darin bestand, den Inkassogangstern seine Briefbögen zur Verfügung zu stellen und sich ansonsten die Eier kraulen zu lassen. Es ist wirklich unglaublich, was für einen Reibach man scheinbar aus der Parkraumbewirtschaftung erzielen kann. Sitzt die SFG bereits (in unmittelbarer Nachbarschaft der CreditPlus Teilzahlungsbank) in einer 1A-Lage, residieren deren saubere Anwälte in der Stuttgarter Königstraße in einer Triple-1A-Lage. Aber kann man wirklich aus der Parkraumbewirtschaftung (ich meine die ohne Schranke und Ticketautomat) - auch wenn andere Quellen das behaupten - soviel Kohle ziehen? Ist sie wirklich eine Lizenz zum Gelddrucken? Ich sage: als Einzeldienstleistung nein. Meiner Überzeugung nach handelt es sich - zumal der Outsourcer selber ja erst einmal keinerlei Vorteile hat - um reine Geldwaschanlagen, eine Nummer größer als die Handy-Läden. Allein durch die Möglichkeit, für Dritte unüberprüfbare Luft-Forderungen stellen zu können, welche dann über Strohmänner bedient werden, lässt die Herzen der - sagen wir - Mädchenhändlermafia höher schlagen. Ich jedenfalls habe den Anwalzärschen einmal einen netten Brief geschickt. - Aber überhaupt sind Parkplätze ein echtes Wirtschaftsgut. Jahrelang hat man sich beispielsweise an den ADAC-Parkhaus-Reports gelabt, zumal sie allen Ressentiments gegen den ADAC zum Trotz, recht objektiv waren, auch wenn mich die andauernden Verweise auf überbreite SUVs anwiderten (diese SUV-Kurzschwänze können ruhig zwei Tickets ziehen). Was passiert nun: eine erkleckliche Handvoll Parkhausbetreiber (darunter auch kommunale) verweigert sich heuer den Tests. Ja, isses denn möglich, sein unternehmerisches Asozialentum noch dezidierter zu zeigen? Ist hier eine Störung des Geschäftsinteresses höher einzustufen als der Kunden-Anspruch, Informationen zu erhalten, um ein sauberes, sicheres Parkhaus auszusuchen?

Sicher wird der aufmerksame Leser bemerkt haben, dass meine Unterstellungen das mutmaßliche Vorgehen der Gerichte die Causa Wallraff/Kliniken betreffend reine Satire waren. Ich konnte mir nun wirklich nicht vorstellen, dass deutsche Gerichte so handeln (hier eine tatsächlich ergangene Einstweilige Verfügung gegen Wallraff), dass die Frage nicht ist "Hat man die geschmiert?", sondern lautet "Mit wie viel hat man die geschmiert?" Die Gerichte setzen für eine in purer Ausbeutung aller Beteiligten außerhalb des Kapitals bestehende unternehmerische "Leistung" eine höhere Wertigkeit an als für das Wohlergehen unserer Senioren. Und die Klinikbetreiber lachen sich ins Fäustchen. Noch krasser trieb es - nein, nicht ein Hanauer Gericht - das AG Offenbach in Person von Richter - nennen wir ihn Nkight - unter dem Az 370 C 377/15. Immer, wenn deutsche Richter eine Güteverhandlung terminieren, sollten bei ehrbaren Bürgern die Alarmglocken klingeln. Diese Form der Veranstaltung bedeutet nicht mehr als dass der Richter zu faul ist, sich mit der Sache inhaltlich zu beschäftigen, und eine Art unrevidierbaren Kuhhandel will. Hier hat er während der Verhandlung sogar zugegeben, sich nicht in die Materie eingearbeitet zu haben. So weit, so schlecht. Es war von Anfang an erkennbar, dass eine Güterverhandlung in diesem Fall unzulässig war, alldieweil sie erkennbar aussichtslos war, also von vornherein nicht mit einer Einigung gerechnet werden konnte. Und was macht Halunke Nkight? Setzt sich nach der Verhandlung hin und fällt ein - Urteil in der Art, das nicht im Namen des Volkes ausgesprochen worden sein kann. Warum steht in diesem Urteil nicht "Im Namen des Zig..nertums"? Auf Weisung (vielleicht versüßt mit ein paar Euronen) mit dem gegnerischen Anwalt maghrebinischer Provenienz werden die Fakten so hingebogen, dass sich die Balken. Alles mit dem Zweck, dass Rechtsanwälte ihre Klienten bis zum Gehtnichtmehr melken können. Auch hier gilt: veröffentlicht man derartige Schandurteile in Syrien, werden sich die Flüchtlingsströme blitzschnell gen Nordkorea hinwenden. Das nur zur Einstimmung, Details folgen. - Im Prozess gegen die Deutsche Bank-Manager kam es, wie es kommen musste: Freispruch. Dazu mag man stehen, wie man will, aber endlich sind diese Kapriolen zu Ende. Und was macht der Staatsanwalt, dessen "Beweise" sämtlich zerpflückt wurden: macht unser Justizsystem noch lächerlicher und geht in die Berufung.

Kam doch gerade die Meldung, dass man den BND-Chef Schindler ablöst. Gut, das war schon lange überfällig. Eigentlich hätte man das Kerlchen gar nicht auf diesen Posten hieven dürfen. Der war ja derartig unfähig, dass man als Deutscher im Inland seines Lebens kaum noch sicher war. Aber kann man jetzt frohlocken? Nein, denn die Ablösung steht in Person mit Verwaltungsjurist Kahl schon parat? Nie gehört? Egal, es reicht zu wissen, dass es sich um einen Kumpel von Schnoiwle oder so handelt. Dann weiß man auch schon, dass man vom Regen in die Traufe kommt, denn dieser Typ liebt seinesgleichen und hasst Fachleute. Und dass Verwaltungsjuristen und Grenzdebilität sich keineswegs ausschließen, hat man ja beim ehemaligen NRW-Datenschützer Lepper gemerkt. Wenn ich diesen Namen schon schreibe, kriege ich Kotzdrang. Egal, der Merkelsche Verabschaumisierungsprozess rolls on. Ein weiterer Schritt zur gnadenlosen Überwachung ist die bereits mehrfach thematisierte Abschaffung des 500-Euro-Scheines. Dient der Geldwäsche! Du Hirni glaubst das selbst nicht, es sei, Du hinkst (rollst?) der Zeit sechs Jahre hinterher. Und für die ganze Aktion werden mindestens 500 Millionen EUR fällig. Kann man meine Kohle noch sinnloser rauswerfen? Und für Maaßen und Fritzsche stehen, wenn sie denn mal fällig sind je ein Boss der italienischen und türkischen Mafia parat, also ebenfalls gute Kumpel vom Skywheeler.

Offenbach hat von Frankfurt gelernt. Nachdem es in Frankfurt nie Probleme damit gab, dass Radfahrer die Fußgängerzone mitnutzen dürfen, hat sich Offenbach auch zur Freigabe der Fußgängerzonen am Tag entschlossen. Bin gespannt, wo man die Lullis, die bislang dort die Knöllchen verteilten, dann einsetzen will. Parkraumüberwachung?

Gelalle von Anwalt Bayh

Es wird zurück gelallt