07/11/2016 - Schmidt und seine Exabytes

Endlich wieder da: die roten Sessel auf dem Aliceplatz!

Im vergangenen Jahr wurden in Offenbach wilde Diskussionen geführt ob des Gesindels, das die Roten Sessel auf dem Roten Teppich (einst eine Installation eines Architektursommers) blockiert (ich zitiere nur, ich war daran unbeteiligt). Ich hatte schon Angst, dass die Sessel heuer im Lager bleiben - aber endlich war es so weit: eine Personengruppe, die man lt. Herrn Rose nicht namentlich nennen darf, hat wieder seine Sitzgelegenheiten. Mal sehen, wann das Gezeter wegen Passantenbelästigung wieder los geht.

Mein letztes Geblöke trug sich vor dem EM-Spiel gegen Italien zu. Für einen Bewohner ist dieses Spiel ob seiner verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung noch nicht beendet. Für Gauland stand es am Ende der Verlängerung noch 0:0. Denn Özil-Tore gibt es für ihn nicht, genausowenig kann ein in seinen Augen undeutscher Spieler keinen Strafstoß verursachen. Das Elfmeterschießen steht für ihn immer noch 4:4, da ein Boateng-Tor für ihn keines ist. Also sitzt er noch erwartungsvoll in seinem Lehnstuhl, wartet auf den nächsten italienischen Schützen und schickt seine Alte permanent zum Bierholen. Hoffentlich verhungert er dabei. Hat natürlich einen Vorfall: die Halbfinal-Niederlage und den Portugiesen-Sieg hat er gar nicht mitgekriegt. Übertrieben? Nein. Denn erstens hat man von ihm seitdem nichts mehr gehört - und das ist für den Satiriker schlecht. Und zweitens hat er im Zuge der VW-Affäre hat - neben einigen anderen - endlich die Maske fallen gelassen. Ich vermute schon seit Jahrzehnten, dass (ähnlich wie bei Toyota) die vereinigte weltweite Gangsterschaft sich nach dem 2. Weltkrieg diese Gelegenheit nicht hat entgehen lassen und VW unter ihre Kontrolle gebracht hat. Zum Beweis sollte es reichen, auf Gestalten wie Winterkron und Pich oder so hinzuweisen, die es in anderen Unternehmen nicht über die Position des Hilfsklowartes gebracht hätten resp. an der Beibringung eines polizeilichen Führungszeugnisses gescheitert wären. Dort konnten die sich über Jahrzehnte hinweg austoben. Müller als Nachfolger, der ja alles anders machen wollte, hat dies auch geschafft: VW ist noch asozialer geworden. Nun würde ich mir als ehrbarer Deutscher nie einen VW zulegen (einen Toyota natürlich auch nicht), aber was dieser Müller jetzt mit den Deutschen, die auf VW reingefallen sind, veranstaltet, ist entwürdigend. Dass VW über Jahre hinweg für ein beispielloses Massenmorden durch Verursachen von Schadstoffen verantwortlich war, mag vielleicht ohne sein Wissen stattgefunden haben. Dass jetzt aber ein angeblich deutsches Unternehmen deutsche Kunden erheblich schlechter stellt als amerikanische, zeugt von einer derartigen kriminellen Energie, dass selbst ich sprachlos bin. Denn eigentlich sollte ich doch durch die VW-Aktion, bei der hemmungslos kleine Kinder beschissen wurden, gestählt sein. Aber das ist wahrlich das mit Abstand extremste, was ich heuer gehört habe. Und es erhebt sich niemand dagegen! Das Land Niedersachsen mit, dass am Katzentisch des Aufsichtsrates Platz nehmen darf - da hat man den Weil wohl einmal am Rücksitzleder eines Phaeton schnüffeln lassen. Die Gewerkschaften nicht. Und Gauland nicht! Wie kann diese Gestalt weiterhin behaupten, Deutscher zu sein? Nein, Freundchen, jetzt hast Du Dich durch Dein Schweigen - und sonst lallst Du ja über alles und jeden - selbst demaskiert als krimineller Angehöriger der Personengruppe, die man laut Herrn Rose nicht namentlich nennen darf. Jetzt würde mich doch einmal interessieren, ob jemand ob dieser Ungleichbehandlung das Verfassungsgericht involviert. Und wenn ja, mit welchen Verrenkungen diese Rechtsverächter das für rechtmäßig erklären. Und dann dauert es auch nicht mehr lange, bis man als Original-Deutscher in Deutschland mit einem aufgenähten Stern oder Dreieck herum laufen muss. Wenn ich mir vorstelle, dass so ein Typ wie der Vosskuhle vom Verfassungsgericht sich selbst mal ins Gespräch für den Posten des Bundespräsidenten ins Gespräch brachte, schwant mir Übles. Der und die Zonentucke: das wäre eine derartig explosive Mischung, dass es uns alle umhaut. Da passt es genau, dass Dumbo Dobrindt es für entbehrlich hält, VW auch nur Bußgelder zahlen zu lassen. Es ist mir unbegreiflich: da werden heute noch uralte Männer, die vor Mai 1945 mit Gas gearbeitet hatten, vor Gericht gestellt, was ja auch moralisch und juristisch vollkommen ok ist - aber VW durfte ungestraft vor sich hin morden…

Frau von Storch war ja angeblich diejenige, die Gauland mit Fußball-Insider-Wissen versorgt hatte. Nun ist sie per Twitter (ich weiß schon, warum ich nur von asozialen Netzwerken rede) nach dem Halbfinale damit auch an die Öffentlichkeit gegangen, indem sie eine rassenreine Nationalmannschaft angeregt hat. Exakt dieses Thema hatte ich bereits mit den Konsequenzen für die AfD-Brut intensiv beleuchtet. Aber warum reitet ausgerechnet Frau von Storch so intensiv darauf herum? Vorab verweise ich auf die Ergebnisse einer kürzlich stattgefundenen Umfrage. Demnach fordern eingebürgerte Deutsche eine härtere Gangart gegenüber aktuellen Asylanten als rassereine Deutsche. Nominell handelt es sich bei ihr um eine Enkelin von Graf Schwerin-von Krosigk (Minister mit der längsten Amtszeit im Dritten Reich). Dieser und der ehemalige Reichsjugendführer von Schirach waren hochrangige Teilnehmer am von Rosenberg initiierten Programm DddD "Deutsch durch deutschen Drill", wo Babys aus - wie soll ich es ausdrücken, ohne mich unbeliebt zu machen? - weniger deutschem Umfeld in deutsche Familien integriert wurden und statt eigener Kinder aufgezogen wurden. Noch Fragen? Also, liebe Frau von Storch: erstens einmal in den Spiegel schauen und selbstkritisch auf deutsche Rassemerkmale schauen. Keines gefunden? Eben. Also zweitens uns Deutschen mit etwas mehr Demut nähern. Das bedeutet drittens: bitte künftig keine Eigentore zu Lasten des deutschen Fußballs mehr schießen! Übrigens wurde diese Idee in leicht abgewandelter Form auch in dem Film "Die Glücksritter" verwendet. - Zum Thema Vollidioten passt auch folgende Meldung: Asmussen hat einen neuen Job. Also die Gestalt, der wir die Finanzkrise mit zu verantworten haben, weil sie das Wertpapierwesen bis heute nicht begriffen hat, wird Aufsichtsrat bei einem Finanz-Startup. Mal sehen, wann das pleite geht.

Dass Google nicht in der Lage ist, auch nur die allerprimitivsten Sachverhalte abzudecken (die Suchergebnisse werden beinahe stündlich schlechter), wurde hinreichend thematisiert. Es gibt noch weitere Indizien, dass man es dort nur mit Vollhirnis zu tun hat - dass ein Google-Repräsentant mal beim Millionär abgesahnt hat, verstehe ich bis heute noch nicht. Entwicklung. Vor vielen Jahren bastelte ich eine kommerzielle Website, die ich für die Google-Suche mit meinem Account verknüpfte. Die Firma gibt es nicht mehr, die Website gibt es schon lange nicht mehr - und dennoch kriege ich trotz mehrerer Versuche, mit den Vollidioten in ihren quietschbunten Kinderzimmern Kontakt aufzunehmen, weiterhin monatlich die Mails von Google, wieviel Traffic auf diese Site (die wie gesagt schon lange nicht mehr existiert) geleitet wurde. Man sollte wirklich auf das HQ dieser ekligen dreckigen unfähigen Klitsche eine Wasserstoffbombe werfen - und die Welt wird ein besserer Ort. Insofern sind auch die Aussagen von Eric Schmidt über die Datenvolumina mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Dass die Menschheit inzwischen innerhalb zweier Tage so viele Daten erzeugt wie von 10000 BC bis 2003 insgesamt, mag rein technisch vielleicht stimmen - keine Ahnung. Aber woraus bestehen eigentlich diese 5 Exabytes an heutigen Daten (das ist schon verflucht viel)? Wie Schmidt selbst in seinem anschließenden Vortrag darlegt, zu 99,99999999999% aus Schrott. 99,99999999% dieser Daten werden nie verarbeitet bzw. sind Wiederholungen bereits bekannter Daten (er bezog sich natürlich auf den reinen Datenfluss und nicht auf neue Daten. Mit derselben Logik kann ich auf meiner Modellbahn eine Lok 10000 im Kreis fahren lassen und behaupten, ich habe 10000 Loks. Ein typischer Eric Schmidt eben). Klar werden Daten erzeugt und übers Netz gejagt, wenn ich über eine App mein Garagentor öffne. Klar erzeugt das sog. Internet der Dinge Datenvolumina ungeheuren Ausmaßes. Aber es sind keine neuen Daten - das, was vorher identisch in der total analogen Welt stattfand, konnte schlicht nicht gemessen werden. Klar, ein Vollhirni wie Schmidt empfindet es als grandiose Neuheit, das Öffnen eines Garagentors im Netz nachverfolgen zu können. Jedes Öffnen ist für ihn eine neue Information. Bei mir hätte der damals Papierkörbe auslecken dürfen. Aber ich bin sicher, unsere Geheimdienste werden schon die richtigen Schlüsse daraus ziehen, wenn Garagentore mal abweichend von der normalen Zeit betätigt und gleichzeitig Sushi statt Döner vom Lieferdienst gebracht werden....

Ich bin nicht allein, was die Meinung zu Böhmermann betrifft. Da die Zeitung Eisenbahn Romantik einen grandiosen Bericht über Bahnreisen in Myanmar versprach, habe ich sie mal gekauft. Nun, der Artikel ist durchaus lohnenswert, insbesondere, weil er auch auf die Industriebahn in Namtu eingeht. Aber auf Seite 112 kriegt der Böhmermann sein Fett - vollkommen zu Recht natürlich! - weg. Der muss einmal sich typisch unqualifiziert über Modellbahnfreunde geäußert haben und die als Idioten dargestellt haben. Dass ein Vollidiot ehrbare Bürger - wie mich - derartig anlallt, geht natürlich gar nicht. Auch der Jörges vom Stern kriegt in diesem Zusammenhang sein Fett weg. In der Tat sabbelt der manchmal in seinen Prognosen einen Scheißdreck daher - wenn es dabei um Innenpolitik geht, sind die bei Drucklegung schon obsolet. Aber nur, weil Seehöfer ebenfalls begeisterter Modellbahner ist (vielleicht sollte ich mir ein neues Hobby zulegen), diskreditiert er diese Enthusiasten ebenfalls in entwürdigender Form - auch das geht natürlich nicht.

Es wird allgemein behauptet, dass Roller ein Markt von Vollidioten für Vollidioten ist. Im Zusammenhang mit der anstehenden Markteröffnung in Offenbach hat sich das wieder einmal bestätigt. Für einen ausländischen Bekannten sollte ich die Stellenanzeigen durchflöhen. Roller hatte auch eine Riesenanzeige. Alles drin: Uhrzeit, Kontaktleute, mitzubringende Unterlagen - nur keine Adresse. Aber einen Verweis auf deren "Karriere"-Seite im Netz. Auf der Suche dort nach freien Stellen in Offenbach kam - nichts. Nach längerem Grübeln kam mir die Erleuchtung: in der Eingrenzungsmaske sollte man auch vollkommen überflüssigerweise das Bundesland angeben. Und die Hirnis von Roller haben unser herrliches Offenbach doch nach Rheinland-Pfalz verfrachtet! Ne, Leute: so einen Schwachsinns-Laden wie den Euren kann ich meinen Bekannten nicht zumuten. Die Adresse habe ich übrigens immer noch nicht…

Adresse ist ein gutes Stichwort. Vor vier Jahren erlebte der an Output von unausgegorener Scheiße wahrlich überreiche Bundestag eine Sternstunde des Asozialentums, indem eine Handvoll Abgeordneter unter dem Deckmäntelchen "Meldegesetz" zuließ, dass die internationale Kriminalität Zugriff auf meine persönlichen und Adress-Daten hat. Und exakt wieder an einem EM-Halbfinale mit deutscher Beteiligung wurde diese in Gesetze gegossene Erlaubnis krimineller Aktivitäten weiter zu unserem Nachteil modifiziert. Bin mal gespannt, was unsere sauberen Dateschützer dazu lallen.

Die Waffenlobby in Amerika schweigt nach Dallas. Das scheint mir sowieso die heimliche Hauptstadt der Scharfschützen zu sein. Nach jedem Massaker behauptet die Waffenlobby, dass es hätte verhindert werden können, wenn die Angegriffenen auch Waffen gehabt hätten. Ich werte das nicht, gebe aber meiner Verwunderung Ausdruck, dass dieses Geschwätz gerade jetzt nicht wiederholt wird. Sollten amerikanische Polizisten etwa bereits über Waffen verfügen? Und könnte man damit sogar eventuell Unschuldige massakrieren? Wie mit dem Auto? Denn es gibt Autofahrer, die einen derartig überlegenen Fahrstil haben, dass unsereins nicht mehr mithalten und nur noch bewundernd hinterher pfeifen können. Der Fahrer mit dem einprägsamen Kennzeichen F FF 8777 gehört dazu. An der Einmündung Luisenstr. zur Marienstraße: wozu eigentlich Rot/Gelb abwarten, wenn es doch bei Rot auch schon geht. Wenn man in Irland links fährt, sollte das hier doch auch möglich sein. Schnell zwei Wagen ausbremsen und auf dem Zebrastreifen noch Mutter mit Kind und eine ältere Frau fast überfahren - ich kann das nicht. An der Ampel Waldstr. Stand das Sackgesicht dann wieder neben mir - vielleicht ist es ja doch nur eine arme Sau, denn normalerweise hätte er ja schon zwei Kilometer weiter sein müssen.

Bei Guhl muss ich teilweise zurück rudern. Ich prangerte kürzlich eine saftige Preiserhöhung an. Tatsächlich aber wurde der Flascheninhalt zu fast identischen Proportionen erhöht. In kaum her lesbarer Schrift steht auch auf den Flaschen: "jetzt mit 25% mehr Inhalt". Also ein reines Kommunikationsproblem, für dessen Lösung ich bereit stehe. Andere Firmen kleistern, wenn sie zeitweise 10% mehr Inhalt anbieten, ganze Supermärkte mit ihrer Werbung voll. Apropos Supermarkt: da war ich doch heute im Scheck-In am Frankfurter Ostbahnhof und wollte auch was kaufen. Die Schlangen an den Kassen hätten in der DDR nicht länger sein können. Und die Durchgänge an den Kassen so eng, dass man sich nicht daran vorbei quälen kann. Dass das feuerpolizeilich überhaupt erlaubt ist! Dieser desorganisierte Scheißladen sieht mich nie wieder.

Von Thailand ist lernen heißt, die Lebensqualität zu verbessern. Was dort seit Jahren mit den 7/11-shops möglich ist, hat Penny jetzt hier auch eingeführt. Nämlich online bei x-beliebigen Anbietern bestellen, bar im Geschäft bezahlen. Geht dort auch bei Flugtickets. Bei Fußballtickets hingegen hat jetzt das internationale Gangstertum dort zugeschlagen. Wollte man bislang in Thailand ein internationales Match sehen, ist man ins nächste Kino gegangen und hat das Ticket bekommen. Daneben hatte der Kartenanbieter TTM noch viele weitere Shops. Also alles easy. Jetzt kommt da so ein multiverschachteltes Unternehmen mit drei Kapitalerhöhungen in der näheren Vergangenheit namens Forth daher, und zwingt die Interessenten zu Internet-Transaktionen - alles mit Thai-Oberfläche. Bezahlt ist das Ticket damit noch lange nicht. Das macht man dann an einem der 70.000 orangenen Automaten im Land. Das Ticket hat man dann noch lange nicht, das holt man sich dann an bestimmten Läden oder am Stadion selbst. Ein wahres Loblied auf die Protagonisten, die da behaupten, die Digitalisierung macht alles einfacher. Ausgedacht hat sich das alles der thailändische Verbandschef. Da der vorher Polizeichef war, geht es wohl nur darum, den Schwarzhandel zu fördern. Und das internationale Gangstertum hat ja in Sachen Geldwäsche die größten Erfahrungen.

Zum Schluss noch ein Hinweis. Durch puren Zufall bin ich auf Fotostrecken bei der Süddeutschen, beim Spiegel und beim Rolling Stone gestoßen. Man findet sie neben einigen weiteren bei der Suche den hässlichsten Plattencovern - womit alles über ihren Inhalt gesagt wäre. Kinder, sind da grauenhafte Sachen bei. Beachtlich ist aber, dass die geballteste Hässlichkeit Cover von christlich angehauchten Bands und Country-Interpreten ausstrahlen. Was meinen persönlichen Geschmack anbelangt, so haben die Trout mask replica von Cpt Beefheart und die Platten von Riot da eigentlich nichts zu suchen. Dahin gehören aber noch die "Red hot and heavy" von den Pretty Maids und die John Dummer's Famous Music Band (von der Musik her jedoch absolut hörenswert) sowie "Slaughter in the Vatican" von Exhorder. Das wirft natürlich auch die Frage nach den besten Covern auf. Meine absolute No 1 ist "Master of disguise" von Savage Grace, gefolgt von "The nature of the beast" und "Power Play" von April Whine, "Somewhere in time" von Iron Maiden, "The completion backward principle" von The Tubes sowie "Troops of tomorrow" von den Exploited. Und natürlich alles von Roger Dean. Ein absolut für die Band typisches Cover lieferte Cheap Trick ab. So sehr ich auf deren Mucke stehe (auch die neue trotz neuen Drummers wieder sehr gut), die Cover sehen alle irgendwie dämlich aus. Und das seit vierzig Jahren. Aber nicht vergessen: alles eine reine Geschmacksfrage.