08/25/2016 - Zurück aus Südostasien

Auch in Thailand beliebt: der Kindergarten

Nach 35 Tagen in Asien melde ich mich gesund wieder. Munter? Eher nicht, die Zeitumstellung geht mir vom Jahr zu Jahr stärker aufs Gemüt. Erste Maßnahme hier war der Eingangspost-Check. Zum Thema "schwachsinnige Forderung der MainArbeit" hatten sich via Mail bereits der hessische Datenschutz und das hiesige Finanzmysterium gemeldet. Ich mag das jetzt nicht kommentieren. Die MainArbeit selbst äußerte sich äußerst sparsam in einem Anderthalbzeiler, nahm aber diesen Vorgang keineswegs zum Anlass, sich um den seit über vier Jahren schwebenden Fall zu kümmern. Die hassen dort nämlich ehrenamtliche Helfer. Während unserer Abwesenheit wurde vor dem hiesigen Amtsgericht ein Fall verhandelt, bei dem die Irren von der MainArbeit einen ehrenamtlichen Helfer durch ihr asoziales Verhalten derartig zur Weißglut getriezt hatten, dass der die Contenance verloren hatte. Und das pure Asozialentum der hiesigen Richterschaft ist ja bekannt; jedenfalls wurde der ehrenamtliche Helfer zu einer Geldstrafe verurteilt - keineswegs wurde die MainArbeit angehalten, endlich einmal professionell zu arbeiten. Eine derartig inkompetente Behörde wie die hiesige MainArbeit kann es weltweit kein zweites Mal geben. Keine Reaktion gab es von der Stuttgarter Anwaltskammer, wie es auch keine weiteren Aktionen der Stuttgarter Inkassogangster gab. Durch puren Zufall erhielt ich im Urlaub Kenntnis von der Existenz des pensionierten Stuttgarter Richters/Staatsanwaltes Reicherter - ein über jeden Zweifel erhabener Ehrenmann. Im Zusammenhang mit der Perversitäten, die sich die Neanderthaler der Stuttgarter Polizei während er Stuttgart 21-Proteste erlauben durften, stellte er nämlich euphemistisch fest, dass sich in der Stuttgarter Justiz der pure Abschaum tummelt - es müssen dort ähnliche Zustände herrschen wie in Hanau (gutes Stichwort: auch OB Kaminski, an den der Vorgang mittlerweile geleitet wurde, hüllt sich in Schweigen. Das werde ich demnächst entsprechend würdigen. Der scheint sowieso ein ziemliches Sackgesicht zu sein. Las ich doch heute in der OP, dass sich dieser mutmaßliche kleine Arsch auf Kosten der Stadt Hanau an der Energiebörse verzockt hat. Das muss man sich mal vorstellen. So ein mickriges Bürgermeisterchen der Kategorie Thetatranse will Vollkaufleute bei der Stromversorgung durch Termingeschäfte linken - musste natürlich schief gehen. Wie gut, dass der Steuerzahler dafür aufkommt. Erinnert mich an die guten, alten Cross-Boarder-Geschäfte, als sich seinerzeit irgendwelche kommunalen Hilfswichser darin versuchten, kommunales Eigentum in die USA zu verscherbeln). Gut, wenn sich ein kleines verwichstes Landrichterlein mal wieder gesetzeswidrig auskotzt, scheißt man mal kurz drüber - fertig. Und dass Staatsanwälte eher am Parteibuch denn an ihrer Kompetenz gemessen werden, wundert auch keinen. Wenn sich das aber in einer derartig geballten Form wie in Stuttgart abspielt, muss es irgendwo eine Spinne im Netz geben, die die Verabschaumisierung steuert. Habe mal gegoogelt: eine Zentrale Koordinierungsstelle zur Verabschaumisierung Stuttgarts scheint es nicht zu geben. Was spricht also dagegen zu unterstellen, dass die Spinne in der Anwaltskammer zu finden ist? Wenn man die Interesselosigkeit an der Causa Bayh zum Maßstab erhebt, nichts. Werde dort zu gegebener Zeit mal nachfragen, ob die Anwaltskammer tatsächlich für die Wandlung Stuttgarts in eine Kanalrattencity verantwortlich ist. Oder dieser komische Kretzschmann? Wie man an den Beispielen des Hanauer Verkehrsdezernenten oder Tübinger OBs (oder erinnert sich noch jemand an den Anarchisten im Auswärtigen Amt?) sieht, passieren doch die tollsten Sachen, wenn Grüne politische Verantwortung tragen.

Über den Urlaub zu schreiben, ist jedoch viel angenehmer. Rund ein Viertel verbrachte ich in Bangkok. Nach wie vor eine irre Stadt, auch wenn sie langsam wie unsereins von Arabern überrollt wird. Vor zwei Jahren waren es eher Horden heranwachsender Maghrebinern, die einen überall anglotzten. Jetzt tummeln sich in der City überall Clans, nie unter zwanzig Personen mit mindestens vier Kinderwagen, und halten den Betrieb auf. Und dann gibt es doch tatsächlich Araber, die sich vom Clan entfernen und sich mit arglosen Thai-Mädchen vergnügen! Widerlich. Noch widerlicher war allerdings der tätowierte Zweimetermann Typ Hilfssurflehrer, der in der Metro einem Schulmädchen die Zunge reinsteckte. Wie tief sind wir schon gesunken! Wo man hinschaut, wird gebaut. Ich war mit dem vagen Vorhaben gestartet, eine halbwegs vollständige fotografische Dokumentation der Bangkoker Hochhäuser hinzukriegen, musste aber ziemlich schnell feststellen, dass das ein genau so aussichtsloses Unterfangen ist wie eine Komplettdoku der Shopping-Malls anzulegen, denn auch davon werden pausenlos neue eröffnet - und von wenigen Ausnahmen abgesehen sind alle voll. Im krassen Widerspruch dazu steht der Wirtschaftsteil in allen Medien. Demnach muss die thailändische Wirtschaft am Boden liegen - einzig der Touristiksektor stagniert nicht (was wiederum bedeutet, dass jedes einzelne Bömbli - und davon gab es einige in den letzten Wochen - verheerende ökonomische Auswirkungen haben kann). Da aber der Immobilienmarkt nicht den Eindruck erweckt, Bestandteil einer Blase zu sein, werden hier wohl ausländische Investoren/Käufer ein großes Rad drehen (wenn ich raten müsste, würde ich auf Chinesen tippen). Bin mal gespannt, wie lange das gut geht. Fakt ist außerdem, dass massiv in den ÖPNV investiert wird - auf Details werde ich in einzelnen Berichten sowie im Fototeil eingehen. Grundsätzlich sei ebenfalls erwähnt, dass ich rein gefühlsmäßig den Eindruck habe, dass sich die reine Präsenz von Sicherheitskräften massiv erhöht hat im Vergleich zu 2014, auch hierzu später mehr. Blöde war, dass ich meinen Fahrradschlüssel daheim vergessen hatte und mein Schwager den dort deponierten Ersatzschlüssel nicht mehr fand. Dabei hatte ich einige Fahrradtouren vor - so mussten zwangsläufig die Besuche einzelner remote gelegener Wunschziele (z.B. etliche Grounds in Nonthaburi) entfallen. Und dennoch: die gesunde Mischung aus Fastfood-Orgien und asiatischer Küche gepaart mit mindestens 30 km zu Fuß pro Tag bei sengender Hitze führte dazu, dass ich runde 6 kg abnahm. Zwei Tage vor Abflug bekam ich viehische Zahnschmerzen. Ein Blitzbesuch beim Zahnarzt endete mit der bösen Erkenntnis, dass man auch diesen Zahn ziehen müsse. Was will man machen?

Jedenfalls flogen wir gemeinsam am Mittag des 17.8. los. Dass es im Gegensatz zu den Vorjahren kein A380 sein würde, sondern eine 777, war bekannt. Diese wiederum "glänzte" durch verminderten Sitzabstand, lag aber verblüffend stabil in der Luft. Das Filmangebot war vorbildlich, aber zugunsten einer Mütze Schlaf zog ich mir nur zwei Filme rein. Tom Jang Goong II mit Tony Jaa war derartig gut, dass er sofort auf meine Liste wanderte. "London has fallen" war ein Geballer übelster Sorte - ähnliches hat man mit Steven Segal schon dutzende Male erheblich besser gesehen. Wir kamen pünktlich an und wurden sofort von der unglaublichen Menschenmasse an der Passkontrolle angewidert. Aber wie beinahe schon üblich wurden wir individuell an die Priority Lane geführt. So waren wir kurz vor neun Uhr in unserem Stammhotel in Ratchada. Während meine Familie sich noch ausruhen wollte, steuerte ich zielstrebig Phaya Thai an, um eine gesponsorte SRT-SIM-Karte zu erwerben. Aber der Schalter war zu (dauerhaft, wie sich später heraus stellte). Damit komme ich zum ersten unangenehmen Thema des Urlaubs. Früher konnte man innerhalb von einer Minute bei jedem 7/11 eine SIM-Karte mit normalen Tarifen kriegen. Es kennzeichnet jedoch Militärdiktaturen, dass sie immer und überall kurz nach Etablierung psychopathische Züge entwickeln. In Thailand muss man sich jetzt, nachdem die Araber hordenweise anrücken, registrieren wie z.B. in Indonesien schon immer. Per se wäre das eine kaum erwähnenswerte Sache. Aber da die 7/11 keine Registrierungsmöglichkeiten haben, muss man an die Netzbetreiber selbst herantreten, die u.a. in den Flughäfen zu dutzenden ihre Schalter haben. Deren Touristen-Tarife sind jedoch richtig gehend scheiße, so auch der beim True-Schalter in Phaya Thai. Da man andererseits eine einheimische Nummer haben sollte (z.B. um sich in einige WiFi-Netze einloggen zu können), ist der Erwerb einer SIM-Karte schon notwendig. Die bekam ich dann abends von meiner Nichte, aber für den Normaltouristen ist das Verfahren eine echte Verarsche. Weiter ging es zum Suan Phakad Palace, wo ich zuletzt 2001 war. Ein hübsches Museum mit großem Außenbereich. Toll, dass man mitten In Bangkok einen solchen Hort der Ruhe vorfinden kann. Gut auch, dass man bei brütender Hotze mit dem Ticket einen Fächer bekam. Wie bemerkte eine Touristin treffend: "Dass so ein billiger Fächer so angenehm sein kannů" Gegenüber vom Museum steht einer der vielen Geistertürme von Bangkok - Relikt der Krise in den Neunzigern. Sehe ich jedes Mal vom Baiyoke II-Tower, heuer wollte ich ihn erstmals von unten ablichten. Gelang mir nur teilweise, denn ich wurde Zeuge eines thailändischen Phänomens. Mir ist nur ein einziger Fall bekannt, wo ein Geisterturm wieder abgerissen wurde (die SV Residence Towers), sonst bleibt die Ruine einfach stehen und wird zugebaut. Das ist beim Sathorn Unique der Fall - und so auch hier. Mitten in der Ruine wächst ein neuer Büroturm! Mein Weg führte mich weiter zu Carls Jr im Nana Center. Muss ich mir jetzt Gedanken machen, dass ich nach zweijähriger Abwesenheit begrüßt wurde mit "Schön, dass Sie wieder hier sind, Sir"? Die Brötchen waren heute etwas merkwürdig, die Pommes wie gewohnt schwach - aber der Rest der Burger ist jeden Umweg wert. Später ging es auch mit meinem Sohn zum McDonalds in der Esplanade in Ratchada- die Thai-BigMacs schmecken immer noch erheblich besser als die hiesigen. Und wo nebenan vor zwei Jahren noch die Ruine des ins Rama IX umgezogenen Robinson gähnte, hat inzwischen ein neues Shopping-Center eröffnet: The Street. Angenehmes Teil. Der Rest des Abends gehörte dann der dortigen Familie.

Der zweite Teil folgt im nächsten Geblöke. In der Hoffnung auf CD-Schnäppchen hatte ich vor dem Abflug in Deutschland erst einmal Zurückhaltung geübt. Aber in Thailand gab es nichts, was in irgendeiner Form interessant war. Insofern habe ich sofort nach der Ankunft hier erst mal Bad Magic - das letzte Werk von Lemmy mit Motörhead - gekauft. Eine herrliche Scheibe. Ein würdiger Abschluss einer Karriere. Immerhin wurde ich in Sachen DVDs fündig. Während sonst Boomerang von den vielen Scheiß-DVD-Ketten in Thailand die am wenigsten beschissene mit wenigstens geringer Erfolgsaussicht war, zeigte man dort heuer totales Verkaufsdesinteresse. Ich verstehe nicht, dass man es bei den Unmengen guter asiatischer Filme schafft, hunderte von Läden nur mit Schrott zu befüllen. Die Tom Jang Goong-Filme (s.o.) fand ich diesmal bei Mangpong, aber auch erst dann, als ich die Cover auf dem Handy zeigte.

Ich merkte übrigens recht schnell, dass ich mich wieder in Deutschland befand. An einer für ihn roten Ampel stehend hupte mich ein Kumpel an, als ich vorbei trabte, und wir schnackten ein bisschen. Kommt von hinten eine ältere Radfahrerin an und motzt: "Wieso fahren Sie denn nicht bei Grün?!" und fuhr selbst vor den Augen mehrerer Kinder bei Rot über die Ampel. Vollends zuhause fühlte ich mich heute, als die Hitliste der Politiker erschien, die sich auf Steuerzahlerkosten Montblanc-Füller erschlichen. Ich muss einfach mal den Lammert loben, der das scharf missbilligte. Einige Namen erwartete man auf der Liste, aber wer war denn Nummer eins? Der Arschfalla natürlich. Das ist genau der Grund, warum ich den DB-Fernverkehr nicht mehr nutze. Dieser an Asozialentum nicht mehr zu überbietende Kleinschwanz wird sicher jede Möglichkeit nutzen, die so ein DB-Vorstandsposten bietet, um sich ungerechtfertigt zu bereichern. Wahrscheinlich schafft er demnächst das Klopapier in den Klos der zweiten Klasse ab, um sich ein Trigema-Hemd zu erschleichen. Ich merke, dass ich wieder vom Hundertsten ins Tausendste komme, aber der Name Arschfalla ist untrennbar mit dem Namen Bosbach verbunden, dessen Fresse ich auch nicht mehr sehen kann. Wenigstens der beendet angeblich seine aktive Politikerbahn und mästet sich in Zukunft auf meine Kosten an seinen erschlichenen Altersbezügen.

Der Datenschutz meldet sich

Die MainArbeit meldet sich