09/09/2016 - Nakhon Sawan: Reise wert

Nachtrag: abgerissenes Lokal Zum Ludi

kurz vor Abriss: ex-Blumenladen in Waldstr.

Reisebericht Teil 4, Tag 5. Lampang wurde mittags erreicht. Schritt 1: Buchen der Weiterfahrt nach Nakhon Sawan. Angeblich soll es nur zwei Busse täglich geben. Beide zu blöden Zeiten. Entschied mich für den 22:00-Bus. Ein VIP-Bus! Schritt 2: rüber ins Central Plaza. Ein schönes Shopping-Center, das dank seiner Klimaanlage bei der heutigen Hitze doppelt angenehm wirkte. Insbesondere, weil ich mir an der linken Schulter einen üblen Sonnebrand zugezogen hatte, der immer noch zu sehen ist. - Ein Bericht in thai-fussball.com über Lampang hatte mich übrigens im Vorfeld verstört: demnach soll es in Lampang keine 7/11 geben! Eine Ente! Ich zählte derer sieben, auch an strategisch wichtigen Orten. Die Innenstadt ist relativ unattraktiv. Leider versäumte ich es, mich bei den fliegenden Händlern am Rama IX-Park mit lokalen T-Shirts zu versorgen, fand später keine mehr. Weiter zum Fluss, wo es ein paar schöne Brücken gibt - und die Kad Kong Ta, eine Straße mit hervorragend restaurierten alten Häusern, die sich abends in eine Fußgängerzone verwandeln soll. Recht ansprechend. Weiter zum Stadion des hiesigen Zweitligisten, was mich eher enttäuschte. Hatte es mir größer vorgestellt. Dann wurde es Zeit für die Tempel. Auf dieser Flussseite gibt es derer dutzende. Die wohl größte Anlage - Wat Phakeaw Dontao Sucharadam - war natürlich die entfernteste. Einen Großteil des Weges hätte man sicher auch mit der Pferdedroschke zurücklegen können, aber allein ist das nicht so romantisch. Es war noch genügend Zeit für einen Abstecher zum Bahnhof und zum örtlichen Big C, bevor es in den Bus ging. Fast wäre das schief gelaufen. Denn der fuhr nicht vom Busbahnhof ab, sondern von einer Tanke in der Nähe. Buddhaseidank hat man mich gesucht - und gefunden. Der Bus war wie gesagt ein VIP-Bus. Da stellt man sich freies Wifi und Beinfreiheit vor. Nix da, so beschissen war ich in Thailand selten unterwegs. Zu allem Überfluss dauerte wegen etlicher Polizeikontrollen unterwegs die Fahrt eine Stunde länger als geplant, aber mitten in der Nacht war ich dann doch in Nakhon Sawan. Diese Verbindung scheint tatsächlich sehr unattraktiv zu sein, denn ich verließ als einziger den Bus. Eigentlich wollte ich das erstbeste Hotel nehmen, aber das gefiel mir nicht. Das zweitnächste war mir zu teuer, aber beim dritten, dem Asia, passte alles. 650 bht pro Nacht wollte man haben - und bekam es für zwei Nächte. Gut ausgeruht ging es am nächsten Morgen nach einem BigMac beim 24-Stunden-Meckes nebenan zum Sawan Park. Ausgedehnter Park mitten in der Stadt, nur der Paradise Park auf einer Insel machte einen verfallenen Eindruck. Da der Bahnhof im nächsten Ort Nong Pling liegt, nahm ich mir für diese 7 km ein Motorrad. Und hatte Glück. Gerade setzte sich 5102 vor einen Güterzug. Hatte schon befürchtet, keine dieser neuen Loks zu sehen. Da das Bahnhofsgebäude und die Denkmalslok 171 auch sehr sehenswert waren, kann man von einem gelungenen Besuch sprechen. Danach machte ich mich mit den Feinheiten des örtlichen ÖPNV vertraut und ließ mich für 10 bht zurück kutschieren. Die Uferpromenade ist endlos lang und teilweise recht hübsch. Gegenüber war die Stelle, von der das Chao Phrayo-Lied handelt: "… wo Ping und Nan sich küssen, beide ihren Namen büßen müssen…" oder so. Die Stadt ist sehr quirlig, man könnte sich stundenlang treiben lassen. Das ließ ich aber, sondern ich kraxelte zum Wat Woronat Banphot, von wo aus man einen tollen Ausblick hat, hoch. Die Stadt verfügt über zwei Shopping Center. Das Fairyland Plaza ist etwas herunter gekommen, The Walk hingegen recht neu. Gefiel mir innen aber gar nicht. Insofern suchte ich um 16:07 Uhr bei Wolken verhangenem Himmel und ätzender Schwüle den Foodcourt zum Verzehr eines Krabbengerichtes auf. War gar nicht schlecht. Um 17:05 Uhr war ich wieder draußen und dachte, ich bin auf einem anderen Planeten. In dieser einen Stunde hatte es derartig gepisst, dass die Stadt unter Wasser stand. Mit einem unguten Gefühl schwamm ich mehr als dass ich trabte Richtung Stadion. Auf ca. 300 Metern war der asiatische Superhighway 40 cm überschwemmt, aber da musste ich durch. Irgendwann wann war ich im Stadion, welches unerwartet groß war, und sah einen überschwemmten Rasen. Und einen arbeitenden Pumpwagen. Da Tickets verkauft wurden, harrte ich der Dinge, die da kommen sollten. Und siehe da: nach ca. anderthalb Stunden war der sichtbare Teil des Wassers abgepumpt, und das Spiel Nakhon Sawan FC vs Pathum Thani Seekers wurde angepfiffen. Spiel? Kann man das eigentlich nicht nennen. Der Ball konnte nicht flach gespielt werden, da er dann sofort massiv an Geschwindigkeit verlor. Das Ganze hatte mit Fußball nichts zu tun. Insofern war es durchaus überraschend, dass nach einem schönen Spielzug in der 75. Minute das 1:0 vor ca. 300 Zuschauern fiel. Der Ausgleich in der Schlusssekunde fiel dann so, wie es dem Boden nach zu erwarten war. Der Heim-Keeper ließ einen Ball abklatschen (hätte man auch fangen oder fausten können). Der Ball blieb einfach liegen, und ein Pathum Thani-Spieler schaltete als schnellster und lochte zum unverdienten Ausgleich ein. Übrigens war deren Mannschaftsbus von einer Beschaffenheit, dass ihn hier jeder Schrotthändler brüsk zurück gewiesen hätte. Das Wasser auf dem Highway war zwischenzeitlich abgelaufen, so gelangte ich trockenen Fußes in den Sawan Park, wo der Drachen schön beleuchtet war. Tags darauf wollte ich den Doppler Tower/Wat Phra Chulamanee machen, die noch höher als der gestern besuchte Wat liegen. Jeder Motobike-Fahrer wollte 200 bht haben, was ich dann auch springen lassen musste. Von beiden Objekten aus hat man eine hervorragende Sicht ins Umland. Pünktlich um 12:30 setzte sich mein Bus nach Uthai Thani in Bewegung - für ca. 25 bht. Ein noch schrottreiferes Gefährt als der gestrige Mannschaftsbus. Aber nach einer Stunde waren wir dort, obwohl wir gefühlsmäßig an jeder Milchkanne hielten. Die Provinz Uthai Thani ist zwar eine der größeren, während die gleichnamige Hauptstadt zu der kleineren gehört. Ein gemütliches Nest, in dem alles einen Tick langsamer ablief. Einen der beiden Haupttempel, den Wat Ubosatharam., fand ich zufällig auf der gegenüber liegenden Flussseite - schöne Wandmalereien. Auch die Uferpromenade am Chao Phrayo war recht hübsch. Ich hatte mich im Vorfeld nicht über Hotels informiert, fand aber eines - sogar ein Riesenkasten mit einem ellenlangen Namen: Hua Kha Khaeng Jesthasilpa Hotel. Wifi abends pfui, morgens hui. Das Stadion war leicht zu finden und wieder einmal unerwartet groß (zumindest die Gegentribüne). Ca 300 Zuschauer, davon ca. 80 dem Gast und Aufstiegsaspiranten aus Singburi zuzuordnen. Man muss wissen, dass Uthai Thani Forest FC seine Mannschaft in der letzten Saison wegen andauernder Erfolglosigkeit abgemeldet hatte und nur dank der Ligenreform Stufe I wieder am Spielbetrieb teilnimmt (und am zwischenzeitlichen Saisonende wieder Letzter wurde). Das Spiel konnte nicht so begeistern und stand bis zur 91. Minute noch 0:0. In der 93. Minute stand es jedoch 0:3, wobei alle Tore nach demselben Muster abliefen: Angriff Uthai Thani, Glanzparade Singburi-Keeper, Konter, Tor. Also: ein 3:3 wäre auch möglich gewesen. Aber wie der Gastgeber-Trainer bemerkte: haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Pünktlich zum Abpfiff setzte tierischer Regen ein, sodass ich das Hotel klatschnass erreichte. War am nächsten Morgen aber wieder trocken, sodass ich mich auf den Aufstieg zum Sakae Krang Mountain mit seinen ausgedehnten Tempelanlagen machte. Lohnt sich. Die vielen chinesischen Besucher erwiesen sich als faule Säcke und fuhren von der anderen Seite mit ihren fetten SUVs hoch. Um 12:30 fuhr der Bus zurück nach Nakhon Sawan. Diesmal zwar ein neueres Modell, aber so langsam, dass wir nach 90 Minuten gerade erst am Wat Khao noch vor dem Fluss waren. Dort hatte ich erstmals echte Probleme, dem Fahrer meinen Ausstiegswunsch zu kommunizieren. Aber letztendlich war ich dann oben im Wat. Angesichts der euphorischen Beschreibungen im Reiseführer enttäuschend. In der Nähe sieht man einen gewaltigen sitzenden Buddha im Bau: den Utthayan Phra Phutta Satsana, der natürlich noch nirgends ausgeschildert ist. Aber rein nach Gefühl habe ich das Areal ohne Umweg erreicht. Könnte wirklich gut aussehen, wenn es denn mal fertig ist. Da ich noch etwas Zeit hatte, konnte ich noch zum V-Plaza und zum Ground des Regionalligisten Paknampho NSRU wetzen. Der sah in Googlemaps schon trostlos aus, erwies sich aber in der Realität als noch trostloser. Wenn ich jemals die hiesigen Regionalligisten komplettieren wollte, stände dieser Ground an letzter Stelle. Und ab ging es mit einem aus Uttaradit kommenden Bus (ca. 300 bht) nach Bangkok. Eine halbe Stunde nach Abfahrt der obligatorische Imbissstopp - neben einer Siedlung, die den Niederlanden nachempfunden war. Aber dann wurde richtig auf die Tube gedrückt. Da ich in Bangkok keinen Bock mehr auf mein langjähriges Stammdomizil Nice Mansion II hatte, hatte mir mein Schwager die Colors Properties in der Nähe und in derselben preislichen Liga empfohlen. War letztendlich auch nicht besser (aber auch nicht schlechter, obwohl kein Wasserkochr im Zimmer war), aber immerhin 400 Meter dichter an der Metro. Dort schlief ich dann auch gegen Mitternacht ein. Fortsetzung folgt.

Auch im Urlaub studierte ich natürlich das Handelsblatt. Bis vor einigen Jahren ein an Kompetenz und Seriosität schwerlich zu überbietendes Presseorgan. Der Niedergang begann mit dem Einstieg in die Digitalisierung bzw. den bis heute andauernden kläglichen Versuchen, digitale Inhalte kostenpflichtig anzubieten, also vor knapp 15 Jahren. Aber selbst am 14.6.2015 hatte das Handelsblatt noch genügend Grips und/oder Eier, um die Schufa euphemistisch als das zu beschreiben, was sie ist: Schrott. Nichts weiter als widerlicher Schrott. Denn was ist Hardware sonst, wenn der Datenbestand keinerlei Bezug zur Realität hat? Als man sich kurze Zeit später jedoch unkritisch mit dem Schuldenatlas beschäftigte, fragte ich mal nach, was das soll. Natürlich gab es nie eine Antwort - was bekanntlich auch eine ist. Exakt 14 Monate später kotzte sich ein erbärmlicher Schreiberling namens Andreas Toller aus. Das war gar nicht toll, Andy! Unter dem Einfluss welches bewusstseinstrübenden Präperates muss man stehen, um einen derartigen Schwachsinn zu produzieren - und wie satanisch muss man sein, um den auch noch an der Qualitätskontrolle vorbei zu schleusen? Es ist unglaublich, dass sich demnach die Schufa innerhalb eines Jahres in eine seriöse Firma mit korrektem Datenbestand gewandelt haben soll. Es ist sogar unmöglich. Also stellt sich die Frage nach dem Hintergrund. Dabei habe ich immer die Grunzlaute des Herrn Freytag im Hinterkopf - andere kenne ich von dem nicht. Hat der Andy mal den Freytag zum orgiastischen Grunzen bringen dürfen und sich dafür mit dem Artikel revanchiert? Am 4.9.16 aber brachte die Online-Redaktion anonym eine Headline "Schufa will Verbrecher schützen". Tja, so kennen wir den Laden. Leider war hier der Wunsch Vater eines Lesefehlers. Ganz abgesehen davon, dass die Überschrift inzwischen geändert wurde und auf Identitätsklau referenziert, will sie angeblich Verbraucher schützen. Wie unbedarft oder behämmert muss man sein, um in der Schufa einen Partner gegen den Identitätsklau zu sehen? Als jemand, der bekanntlich kürzlich mittelbar davon betroffen war (ich sage nur MainArbeit), würde ich eher mit fünf weiteren Identitätsdiebstählen konfrontiert werden als der Schufa ein einziger weiteres byte an Daten anzudienen. Was will also das Handelsblatt mit diesem Artikel bezwecken? Fragen über Fragen - in jedem Fall aber Zweifel an der Objektivität und Kompetenz dieser Zeitung.

Diese Zweifel wurden auch durch einen anderen Artikel geweckt. Da wurde untersucht, welche Bevölkerungsgruppen am stärksten von der AfD durchseucht werden können. Auffallend ist dabei, dass in der Milieuzuweisung die Herkunft angeblich keine Rolle spielt - aber das nur am Rande. Und da ich kein Soziologe bin, nehme ich einfach einmal hin, dass es die u.a. genannten hedonistischen, performenden, prekären, adaptiv-pragmatischen Milieus und was auch immer tatsächlich gibt, auch wenn ich weder mich noch den allergrößten Teil meines Bekanntenkreises darin wieder finde. D.h. neben uns als mehr oder minder passiven Beobachtern, die wir uns tagtäglich erneut mit der Abwehr gegen den Terror durch Abschaum und Schwachsinn befassen müssen (wir wissen, wer wir sind, wir brauchen keinen pseudo-wissenschaftlichen Namen - und irgendwann ist auch unsere Geduld am Ende), wurde auch noch - ich nennen das mal unwissenschaftlich - das manisch-reflektierende Milieu vergessen. Warum unterschlägt uns das Handelsblatt die beiden größten Milieugruppen? Das erinnert doch ganz stark an die Skalierung der Meinungsforschungsinstitute. Was wird hier gespielt? Es entsteht der Eindruck, als ob das Handelsblatt dabei ist, sich eine eigene Welt zu zimmern. Egal, während in der ersten Gruppe eine Durchseuchung durch die AfD-Pandemie (wann gibt es dagegen einen Impfstoff?) ausgeschlossen werden kann, sind die Angehörigen des anderen Milieus willkommene Beute. Worum handelt es sich dabei eigentlich? Grundsätzlich kann man es so formulieren, dass das Gehirn dieser Gestalten die Funktion einer reinen Projektions- und Reflexionsfläche einnimmt. Lasst es mich am Beispiel der SUV erklären. Als die ersten Dinger auf dem hiesigen Markt erschienen, hat sich jeder Mensch außerhalb der USA an den Kopf gefasst und gefragt: wer braucht so einen Irrsinn überhaupt. Aber dann fand die Werbung in den o.g. Flächen eine Projektionsfläche, deren Bild in einen SUV-Kauf reflektierte - und wie man weiß, hat dieser Stumpfsinn mittlerweile eine nicht mehr aufzuhaltende Eigendynamik innerhalb dieses Milieus entwickelt. Und genauso verhält es sich mit der AfD-Krankheit. Man sollte mal die Mechanismen erforschen, die zu derartigem Verhalten führen. Dann kann man sich an den Haaren herbei gezogene Erklärungsversuche mit erfundenen Milieus sparen. - Dass es noch eine weitere unerwähnte, aber signifikante Gruppierung gibt, nämlich den Abschaum, der nur auf meine/unsere Kosten lebt, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Aber wenn ich die mit in diese Betrachtungen einbeziehe, würde aus einem Absatz leicht ein Buch. Und das wollen wir doch alle nicht. Und bevor mich jetzt jemand anlallt, was für einen Schwachsinn ich meinerseits hier fabriziere: es handelt sich um Satire.

Eine Meldung kursiert seit einigen Tagen zumindest in den lokalen Medien: Offenbacher Autofahrer verursachen die meisten bzw. teuersten Unfälle. Leider stand nirgends: wo. In einer Hinsicht sind sich die wichtigen lokalen Versicherungsagenturen mit mir einig: Offenbach selbst ist kein Unfallschwerpunkt, sondern von Häufigkeit und Schadenhöhe eher durchschnittlich. Im Umkehrschluss bedeutet das doch, dass Offenbacher Fahrzeuge die Unfälle auswärts verursachen. Und da ich keinerlei Bock habe, wegen mutwilligen Verhaltens anderer höhere Prämien zu zahlen, wäre ich schon dankbar, wenn sich angesichts der hiesigen außergewöhnlichen Bevölkerungsstruktur irgendjemand Kompetentes die Unfallverursacher der auswärtigen Unfälle anschaut. Will sagen: sind hier sogar irgendwelche Flotten von professionellen Unfall-Fakern im Spiel? Fragen, die einer baldigen Antwort harren.

Gestern wieder eine Schocknachricht: vor einigen Tagen ist Gilli Smyth gestorben. Erste Platte mit ihr 1973 gekauft, dreimal live gesehen - in den Musikhochburgen Bergisch Gladbach (1974?), Wuppertal und Winterthur (beide um die Jahrtausendwende). Nachdem im letzten Jahr schon Daevid Allen gestorben war, gibt es eigentlich niemanden mehr, der das Projekt Gong weiter führen kann. Bin gespannt, ob die für diesen Monat angekündigte Platte wirklich erscheinen wird. Wir sehen uns jedenfalls auf Planet Gong! Eine andere französische Kultgruppe ist noch aktiver: Magma kommt zu einigen Konzerten nach Deutschland.

Passend zu den obigen Fotos noch zwei Nachtrag zum Abriss-Beitrag im letzten Geblöke. Habe ich gestern Nachmittag noch ein paar Dokumentationsfotos vom kurz vor dem Abriss stehenden Blumenkiosk gemacht. Mich hat zwar keiner daran gehindert oder auch nur angesprochen, aber es ist schon auffallend, dass zwei herum stehende und ein belanglos im Auto herum sitzender Männer mit dem sattsam bekannten orientalischen Aussehen mich und mein Tun permanent angestarrt haben. Oder handelte es sich bereits um Vorbereitungen für das Freitags-Gebet in der Moschee nebenan? - Dazu passt irgendwie die Meldung heute in der Offenbach Post, dass man nunmehr den alten Massa-Komplex im kommenden Jahr doch abreißen will. Die Meinung hierzu scheint sich alle vier Monate zu ändern. Bei allem Respekt vor der Maxime, dass jede Art von Architektur das Recht zur Weiterexistenz hat, ist dieses Bauwerk doch so hässlich (an die City-Passage reicht es aber nicht heran), dass niemand ernsthaft gegen einen Abriss sein kann. Und wenn ich sehe, dass die neuen Eigentümer die Erbauer vom Wohnen am Spitzen Eck sind, sollte daraus eigentlich was Gutes draus werden. Bei den Bauvorhaben am Kaiserlei habe ich alles andere als dieses gute Gefühl.

Und passend zum Norma-Beitrag im ebenfalls letzten Geblöke: war ich gestern bei Lidl, wo es bisher das gute Eigenmarken-Zimt-Müsli gab. Gab. Auch hier hat der Pseudokapitalismus gnadenlos zugeschlagen. Auch im Müsli-Fach von Lidl nur noch die sattsam bekannte Einheitsscheiße mit den sattsam bekannten Einheitsgeschmacksrichtungen mit wahrscheinlich derselben Chemie vom selben Produzenten. Wozu gibt es eigentlich verschiedene Discounter-Ketten, wenn es überall nur denselben Scheißdreck gibt?