10/19/2016 - Magma im Bett

Magma in Das Bett am 18.10.2016

Auch in diesem Jahr wollte ich doch mindestens ein Konzert besuchen, um wenigstens einen Hallenpunkt zu kriegen. Wehmütig denke ich an die Achtziger zurück, wo es locker dreihundert per anno wurden. Da The Cure in Köln für mich zu schnell ausverkauft war, entschied ich mich für Magma am 18.10. in "Das Bett" zu Frankfurt. Im Laufe der letzten 45 Jahre hatte ich die auch schon sechsmal live erlebt, die Benotungen reichten von 1 bis 5-, je nachdem, welches Material sie performten. Diesmal beschränkten sie sich auf drei Stücke, darunter eine phänomenale 45-minütige Version von Mekanik Destruktiw Kommandöh. Der Gig war gut besucht, leider war nach 95 Minuten alles vorbei. Ich denke mal, eine 2- ist angemessen. Wie bei den letzten Konzertbesuchen fiel mir ein Phänomen der jüngeren Zeit auf. Etwas zwanzig Jahre lang war ich eigentlich stets einer der fünf ältesten Konzertbesucher, hier hingegen tummelte sich eine Menge an beleibten Glatzköpfen im Publikum.

Irgendwie komme ich mit meinen ausgeklügelten Zeitplänen in letzter Zeit immer durcheinander. Jedenfalls kam ich am Sonntag erst so spät aus dem Haus, dass ich froh war, wenigstens noch ein B-Liga-Spiel im Rheingau-Taunus-Kreis ausfindig zu machen. Ziel war der Platz in Görsroth (ein abbruchreifer Kunstrasenplatz der zweiten Generation, dessen Gegengerade nicht begehbar ist, aber durch ein paar Stüfchen noch auf eine Kapazität auf knapp 800 kommen mag), wo die SG Hünstetten den VfR Rüdesheim empfing. Vielleicht 45 Zuschauer waren zugegen, meine Ehefrau und ich waren für je einen Euro dabei. Es gab nur Rindswurst, aber die war ok. Das Spiel war trotz einiger Nicklichkeiten ebenfalls ok und endete 2:2. Auf der Rückfahrt kamen wir auf der A3 an einem ellenlangen Unfall-Stau vorbei, der wie üblich bis 19:30 keine Nennung im Verkehrsfunk erfuhr. Eigentlicher Programmpunkt vor dem Match war das Römerkastell am Zugmantel, aber da das Navi uns falsch lotste, kamen wir unverhofft am Oktoberfest in Wehen vorbei, wo die örtliche Bigband einen durchaus soliden Jazzfunk (Höhepunkt: ein Basssaxophonsolo) ablieferte. Das Kastell selbst bestand nur aus einem rekonstruierten Wachturm mit Palisaden. Ausnahmsweise war dieser heute sogar geöffnet. Drumherum tobte das pralle Leben. Der örtliche Bogenschützenverein schoss gekonnt an der 25-Meter-Scheibe vorbei, und eine Modedesignertruppe präsentierte schräge Herbstmode. Am Himmel war auch viel Traffic, verursacht von Zugvögelgruppierungen, wobei die V-Formationen (Reiher?) immer wieder faszinierten. Nach dem Spiel besuchten wir mal wieder den Asia Palast in Offenbach. Ja, die Hanauer haben eine Dependance bei uns um die Ecke eröffnet. Bin mal gespannt, ob Offenbach mit dem Asia Palast und dem alt eingesessenen Taipan zwei Großraummongolen verträgt. Beim Essen mussten wir heute erstmals Abstriche machen, der etatmäßige Sushi-Mann hatte wohl seinen freien Tag. Brechend voll war es und es gab unverhofft die Peking Night mit chinesischer Oper bei allerdings grottenschlechtem Sound.

Ich komme endlich zum Ende der Schilderung der Reiseeindrücke. Was ich bei Wahl meiner Übernachtungsstätte bei allem Preisbewusstsein nicht berücksichtigt hatte, war die Tatsache, dass die Pahon Yothin wegen des Baus der Skytrain-Verlängerung ein einziger Stau ist - dementsprechend langwierig gestaltete sich der Weg in die Stadt. Trotzdem gelangte ich am Mittwoch nach Lad Krabang am anderen Ende von Bangkok. Hier scheiterte ich vor zwei Jahren beim Versuch, das Prot Pittayapayat School Stadium (bekannt aus dem Kor Royal Cup 2013) zu finden. Mit GPS in der Hand musste es aber diesmal klappen. Warum sollte es 2014 nicht ein? Nun, das Teil liegt direkt an einem Bahnhof - und ich hatte die Stationen Huai Takhe und Phra Chlom Khao miteinander verwechselt. Das Ding ist beeindruckend, aber sehr verwahrlost, einer Eliteschule unwürdig (Kapazität ca. 4.500). Danach den Thanya Park inspiziert, hat sich aber wenig getan - ich hatte eher den Eindruck, dass der Leerstand größer geworden ist. Schade für ein durchaus interessantes Shopping Mall-Konzept. Am späten Nachmittag dann ein Must bei jedem Bangkok-Besuch: der Baiyoke II-Tower. Diesmal klappte wieder alles reibungslos - sowohl der Ticketerwerb als auch der Gratis-Drink. Was diesmal weniger gut klappte, waren meine Fotos bei Dunkelheit - wird Zeit, dass man mir eine neue Kamera gönnt. Was damals bei den 3 Raafs funktionierte, sollte bei mir doch auch möglich sein: ich appelliere hiermit also an meine Leserschaft, soviele Euros für mich zu sammeln, dass ich mir eine neue System-Kamera leisten kann. Danke. Jedenfalls war die Aussicht wieder grandios, der Zuwachs an Hochhäusern innerhalb von nur zwei Jahren ist gewaltig. Spätestens jetzt begrub ich meinen eh nur noch halbherzig ausgeführten Plan, alle Bangkoker Skyscraper aus der Nähe abzulichten.

Am 18.8. ging es endlich nach Thonburi, die am dichtesten besiedelte Gegend Bangkoks. Mit dem Skytrain nach Bang Wa. Enttäuschend: man schien an der Metro seit dem Vorjahr kaum weiter gearbeitet zu haben, so präsentiert sich die Phet Kasem weiter als Monsterbaustelle. Zu Fuß (der Weg war teilweise eine üble Zumutung) zum Seacon Bang Khae, hier hingegen war jede Menge geschafft worden. Kaum noch Leerstand, der Laden brummt und bietet auch optisch was. Interessant war die Insekten-Ausstellung Bug's Life, hier fleuchte und flatterte es wie an einer Streuobstwiese. Zurück zum Wongwian Yai Schmalspurbahnhof, das Ziel sollte das Bang Bon Sportscenter sein, wo Thonburo FC derzeit kicken soll. Sehr remote, aber eben fast direkt an der Bahnstrecke. Um das schicke Stadionoval sehr viel Soldateska. Und so kam es, wie es kommen musste, ich wurde überaus freundlich, aber nicht minder bestimmt am Fotografieren gehindert, aber die wichtigsten Sachen waren bereits auf der Speicherkarte. Ich bewahrte natürlich ebenfalls die Contenance, aber langsam kotzte es mich an. Sicher kann man es nicht hoch genug einschätzen, dass durch die militärischen Maßnahmen 2014 unnötiges Blutvergießen innerhalb der thailändischen Bevölkerung verhindert wurde. Aber Leute: die Party ist vorbei. Wie immer bei Machtübernahmen durch Militär oder Geheimdienste, bricht da eine Paranoia durch, die alles kaputt macht. Im Nachbarstaat hatte bekanntlich die Soldateska aus einem damals doppelt so reichen Staat wie Thailand einen der ärmsten Asiens gemacht. Geht in Eure Kasernen und tut das, was Ihr am besten könnt: Stiefel putzen, Gewehre einfetten, Spindtürscharniere einschrauben, was weiß ich. Und das klingt jetzt unglaubwürdig: während ich das schrieb, kam die Meldung vom Tod des geliebten König Bhumipols. Und da wird mir klar, dass ich da jemanden unterschätzt hatte. Diesmal hat das Militär nicht vor, mittelfristig in die Kasernen zurückzukehren. Taksin, die Machtübernahme, das Referendum, das jetzige mindestens ein Jahr dauernde Vakuum auf dem Königsthron, die aktuellen Meldungen über ein angebliches sattes Wirtschaftswachstum - alles von langer Hand geplant. Alle Achtung! Taksin ist auch das Stichwort. Ich nahm natürlich ein Taksi, um zum Denkmal von King Taksin the Great zu fahren. Vorher noch ein Zwischenstopp beim Central Rama II gemacht. Ein wirklich schönes Shopping Center mit gepflegter Teich- und Gartenanlage. Am Wongwian Yai, dem gigantischen Kreisverkehr mit dem Denkmal in der Mitte fällt wie immer die Ruine des Merry Kings auf (ich bin bis heute nicht dahinter gekommen, ob das dieselben Betreiber wie vom Big Kings in Nonthaburi waren) äußerst unangenehm auf. Da rundherum das pralle Geschäftsleben tobt, müsste man hier doch auch was draus machen können. Da ich heute ein Skytrain-Tagesticket gekauft hatte, fuhr ich bis Bearing. Zwischenhalt am Nana - es gab immer noch kein Rindfleisch beim Carls Jr. Der Weiterbau des Skytrains nach Samut Prakhan ist im vollen Gange, wie üblich in der Nähe davon sind die Gehwege im Baustellenbereich eine Zumutung. Dennoch erreichte ich nach anderthalb Kilometern das Imperial World SC in Samrong Nuea, was man wohl nach meinem letzten Besuch einem Facelifting unterzogen hat. Sushi im Foodstore schenkte ich mir, weil man das ungekühlt unters Volk bringen wollte.

Tags darauf sollte meine Familie dann auch ankommen. Der Stau am Morgen war irre, sodass der Taxifahrer einen Umweg quer durch die Kasetsart University machte. Das war gut, denn so konnte ich dokumentieren, dass nach knapp zehn Jahren Bauzeit die Gegentribüne im Stadion endlich steht. Vielleicht klappt es ja jetzt mit dem Aufstieg in die zweite Liga. Im MyHotel Ratchada eingecheckt. Ankommen wollte die Familie mit Air Asia in Don Muang. Ich war rechtzeitig da, der Flieger auch, meine Familie jedoch nicht. Dann rief mich mein Schwager an: ich möge zum anderen Flughafen fahren, sie hätte Air Bangkok genutzt. Für ca. 800 bht incl. Maut brachte mich ein Taxi dorthin. Und es stellte sich heraus, dass meine Frau zu spät in Mandalay am Flughafen angekommen war. Das Boarding bei Air Asia war bei ihrer Ankunft bereits beendet, aber bei Air Bangkok ging noch was. Warum aber hatten wir diesmal für diese Route Air Asia statt Bangkok Air gebucht? Wegen des horrenden Preises für Übergepäck. Und genau der wurde jetzt fällig. Shit happens. Irgendwann jedenfalls kamen sie dann doch an und da mein Sohn nach BigMacs gelüstete, suchten wir erst mal wieder die Esplanade heim.

Am nächsten Tag suchten wir die bereits erwähnte Dino-Show auf. Im Laufe der letzten Wochen bekam ich zwar für alle möglichen Veranstaltungen Billigmacher, nur hierfür nicht, also blieb es sauteuer. Und wie das manchmal so ist bei gesponserten Events, wurden die Getränkeflaschen Sponsor-fremder Abfüller gnadenlos eingesammelt. Die Show selber war zwar gigantisch, aber uns gefiel sie nicht, den Thais aber um so mehr. In Chinatown wurde groß gefeiert. Außerdem ließ der spürbar angezogene bht-Kurs es sinnvoll erscheinen, mal bei den hiesigen Goldhökern vorbei zu schauen. Den in Erwägung gezogenen Besuch des Osotspa-Spiels in Samut Prakhan unterließ ich dann aus familiären Erwägungen. Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Da unser Neffe heute seinen arbeitsfreien Tag hatte, fuhren er uns samt Gepäck und seinen Kindern nach Pattaya. Das dortige Central Festival spendierte uns einen kostenlosen Parkplatz in Strandnähe. Auch sonst ist es riesig und voll. Vor allem von Russen (und Russinnen, die BH-los ihre aufgepumpten Möpse schwenkten). Angeblich soll der Zustrom an russischen Besuchern derartig eingebrochen sein, dass Thai Air die Flüge nach Russland eingestellt hat - zumindest für Pattaya kann ich das nicht bestätigen. Da es hier auch einen Carls Jr gab, freute ich mich schon auf einen saftigen Abschieds-Burger - aber auch hier gab es kein Rindfleisch. Wie unfähig sind diese verwichsten amerikanischen Drecks-Firmen, dass sie noch nicht einmal innerhalb von zehn Tagen ihre Filialen mit den Basics ausrüsten können? Auch mit Sushi als Ersatz war es Essig. Das Zeugs beim ersten Stand im Foodstore sah zwar megalecker aus, erwies sich aber nur als Staffage. Das beim zweiten sah nicht ganz so gut aus, was mir aber egal war - bis es sich als ungekühlt erwies. Auch der Strand erwies sich auf den zweiten Blick als total verdreckt, zumal wir exakt (lt. Gezeitenkalender) zum tiefsten Stand kamen. Das bringt mich wieder zum Juristenhass. Auf den mir bekannten Pattaya-Pages wurde der Gezeitenkalender nicht angezeigt - mit dem Hinweis, dass das aus rechtlichen Gründen nicht ginge. Haben das natürlich woanders gefunden. Es würde mich wirklich einmal interessieren, welcher verpisste Anwalt woher ein Recht an Ebbe und Flut herleitet. Also ein Schnellboot gechartert und zur nächsten Insel gebrettert. Hier erwartete uns ein Strand wie im Paradies. Nervig nur die Unmengen an Fliegenden Händlern. Aber irgendwann mussten wir wieder zurück. So widerlich die Hinfahrt bei Ebbe war, so komfortabel ging es bei Flut zurück. Nach einer Dusche unter steinzeitlichen Bedingungen ging es dann zum Airport. Hier wollte ich meine Rabattmarken beim 7/11 loswerden. Aber diese Scheißkerle haben die nicht akzeptiert. Habe ich den ganzen Dreck für ca. 500 bht auf dem Tresen stehen gelassen und bin zum City Mart getrabt. Viel Spaß beim Einräumen! So kann man wahre Stammkunden auch vergraulen. Als wir die Schlange bei der Ausreise sahen, fielen wir fast um. Aber auch diesmal hatten wir Glück, weil wir (ungefragt) in den VIP-Bereich gelotst wurden. Wahre VIPs erkennt man eben überall. Ich muss mir jedenfalls nirgends eine VIP-Karte besorgen, ihr minderwertigen Kleinschwänze! Der Rückflug verlief komplikationslos. Ich kann mich nur noch an einen Film aus der Bord-Unterhaltung erinnern: Money Monster. Fing klasse an und endete irgendwie unbefriedigend. Den Rest habe ich wohl geschlafen. Frühmorgens waren wir dann wieder daheim und hatten dank zügiger Kontrollen sogar noch das Glück, vor den üblichen Morgenstaus die A3 verlassen zu können. Man sieht sich sicher wieder.

Das Internet allgemein und Google speziell werden mir langsam unheimlich. Da wären einerseits die seit einigen Wochen auftauchenden Buchwerbungen zu nennen. Logisch suche ich jede Menge Ton- und Bildträger sowie Bücher im Netz. Und logisch folgen seit Jahren entsprechende Anzeigen. Aber garantiert habe ich noch nie nach Stoff in der Art von "Mein Kampf" sowie "Big Penis" gesucht. Wieso in aller Welt wird mir sowas offeriert? Und dann wäre da Hmawbi. In Myanmar selbst war in Googlemaps kein Stadion zu finden (außer dem vom Militär), obwohl ich wusste, dass es zwei gibt. Kaum suche ich hier nach Koordinaten, wird sofort auf die beiden Grounds expandiert. Ihr Google-Ärsche: das kommt einige Wochen zu spät. Oder liegt das daran, dass Yahoo (was mich jetzt nicht mehr wundert) und Googlemail sicher auch Mails filtern? In beiden Systemen schreibe ich keine, sondern empfange nur. Am besten also her mit den Algorithmen!

Kürzlich schlug ja die Causa Abu Bakr hohe Wellen. Für mich ein weiterer Beweis dafür, dass es den IS gar nicht gibt, sondern es lediglich eine Erfindung westlicher Geheimdienste und Soldateska handelt. Für mich stellt sich die Sachlage wie folgt dar. Auf Anweisung von Söder sollte Abu Bakr einen Anschlag durchführen (keine Ahnung, ob allein oder mit einer Gruppe), auf dass es weitere "Gründe" gibt, unsere Grundrechte einzuschränken. Aus irgendeinem Grunde wurden Nichteingeweihte argwöhnisch und wollten ihn verhaften. Wollten? Will mir ernsthaft jemand erzählen, dass bestens ausgebildete Eliteeinheiten einen Kamelficker entwischen lassen, nur weil deren Ausrüstung zu starr ist? Eine derartig bescheuerte Ausrede habe ich selten gehört. Und wenn es keine Ausrede ist, sondern die Wahrheit: welche Hilfswichser alimentieren wir eigentlich mit unseren Steuergeldern? Als nächster Störfaktor erwiesen sich drei aufrechte Syrer, die den Abu gut verschnürt der Polizei übergaben. Nun ging der Arsch von Söder aber auf Grundeis. Also wurde in guter alter Stammheim-Manier ein Exekutionskommando nach Leipzig geschickt, damit der Vogel bloß nicht zu singen anfängt. Fall gelöst - und man kann den nächsten Kamelficker engagieren. Ein Indiz dafür, dass es sich um einen Auftragsattentäter handelt, ist die Tatsache, dass er unbehelligt nach Syrien zurück reisen konnte. Woher hatte er die Kohle? Weiter ist mir hinreichend aufgrund meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bekannt, dass Asylsuchende, die während des Verfahrens in ihre Heimat zurückkehren, regelmäßig ihr Aufenthaltsrecht verwirken. Wie haben sich hierzu die Verantwortlichen geäußert: "Nun, dann hat er sich halt nicht an die Auflagen gehalten. Grunz." Ein Bild für die Götter die saublöden Fressen von Tillich und seinem Justizmini. Am härtesten allerdings dessen Stellvertreter von der anderen Partei, der seinem Boss pausenlos ins Bier pisste (das ist jetzt eine Metapher). Kurioserweise passiert sowas meist in Sachsen (und der Rest an idiotischen Vorgängen teilt sich auf NRW und Bayern auf). Hier müssen Kräfte mit einem unbändigen Hass auf das Grundgesetz am Werke sein (wenn dieses Wortspiel jetzt nicht genial war, dann weiß ich es auch nicht). Während es hieße, Eulen nach Athen zu tragen, wenn man über weitere Schwachsinnigkeiten aus Sachsen spricht, fällt mir im Moment nix Aktuelles aus NRW ein. Aber in Bayern tobt sich ja so ein Gauweiler aus, gegen den Seehöfer eine grundsolide verlässliche Respektsperson ist. Wann auch immer eine Groteske, Peinlichkeit oder ein Rechtsbruch in Bayern passiert, fällt der Name Gauweiler. Da der Mann brandgefährlich ist, stelle ich klar, dass damit nicht unbedingt impliziert ist, er sei dafür verantwortlich. Aber sein Name fällt immer. Zuletzt im Falle Schottdorf. Ich überlasse es dem Leser selbst, sich anhand der Fundstellen im Netz ein Bild darüber zu machen, ob es sich nicht um einen Gesetzesbruch derartig gigantischen Ausmaßes handelt, dass er selbst in Nordkorea undenkbar wäre. Wer hält das alles für normal: Anwalt Gauweiler.

Über solche Typen kann sich der Stern neuerdings aufgeilen. In derselben Liga spielen nämlich Prinz, Schill und die Reichsjugendführerbrut. Diese Asozialen, die ihren Hass auf geltendes Recht als Anwälte austoben, durften sich in drei aufeinander folgenden Ausgaben seitenweise austoben. Mir ist es z.B. unbegreiflich, wieso einem Prinz (nun, diese Gestalt ist entschuldigt, denn wer einen Bild-Chefredakteur als Vater hat, fickt womöglich auch kleine Kinder - wozu ich noch komme -, außerdem hat der Liebe Gott, der bekanntlich alles sieht, ihn schon teilweise abgestraft) Raum gegeben wird, dass er erzählt, wie er mit Hilfe europäische Richter (Bestechung?) ein neues Ertragsgenerierungsfeld erfunden hat, indem für sogenannte Prominente andere Regeln gelten sollen als für Dich und mich. Wieso haben solche halbgaren Heinis mehr Rechte? Nur, weil sie mehr Kohle haben, die sie kriminellen Juristen rüberwachsen lassen können? Wenn ein sogenannter Prominenter (ich nenne mal die Gebrüder Albrecht) wirklich keine Fotos von sich in der Öffentlichkeit haben wollen, klappt das auch. Aber bei irgendwelchen Gestalten, die da so nichtsnutzig vor sich hinprömmeln soll es plötzlich mein Problem sein, ob man ein Foto machen darf oder nicht? Gerade die erwähnte Prinzessin Stefanie hielt doch früher ihre damals durchaus sehenswerten Möpse vor jedes Objektiv. Und plötzlich soll die Ablichtung selbiger ein schadensersatzpflichtiger und strafbewehrter Sachverhalt sein? Der Prinz und alle durch ihn Infizierten haben doch nun wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank. Dann wurde Kokser Schill breiter Raum gegeben. Der einzige für den sinnvolle Raum ist die Gummizelle der Asozialenabteilung einer Verwahranstalt für schwachsinnige Kriminelle. Meinst Du, Deine Pimmelprothese in Adam sucht Eva ist nicht als solche erkennbar? Trump ist ja ein Engel gegen dieses verwahrloste Stück Schiebgoinerscheiße. Und dann wurde es noch schlimmer: die Reichsjugendleiterbrut kam zu Wort. Nein, Dein Opa war kein Nazi. Sondern ein mit satanischer Raffinesse gesegneter Pädophiler, der sich der Nazis bediente, um täglich mehrere Kinder schänden zu können. Logisch, dass das noch in den Genen steckt. Wenn Dir die heutigen Gesetze zu behämmert erscheinen, ist das Deine Sache, die von vielen geteilt wird. Aber sein ganzes Leben danach auszurichten, als Jurist in einer Art krankhaften Wahn unsere Gesetze öffentlich ins Lächerliche zu ziehen und dabei auch vor Massenmorden nicht Halt zu machen - wie pervers ist das denn? Und Deine angeblichen verschwurbelten Rechtfertigungsversuche: wie sich kürzlich in Belgien gezeigt hat, muss man derartige Mandate nicht annehmen, sondern kann sie auch ablehnen! Ich will das Thema nicht auswalzen, aber es kann kein Zufall sein, dass es sich bei den drei Typen um Juristen handelt. Normale Menschen wären zu derartigen Perversitäten gar nicht fähig. Würde man nacheinander über fünfzig Perverse berichten, wären mindestens 49 davon ebenfalls Juristen. Und Pfui Teufel, lieber Stern, dass Du das noch unkommentiert abdruckst. Immerhin: in der letzten Ausgabe wurde es stilvoller: was macht denn eigentlich Petra Roth? Nun, sie kann sich vorstellen, Bundespräsidentin zu werden. Ich habe erst einmal laut losgelacht. Aber je mehr ich überlegte, desto sinnvoller erschien es mir. Wie schön wäre es, wenn in der langen Reihe aus verschiedensten Gründen sinnloser Bundespräsidenten nach Carstens endlich mal wieder jemand mit Stil dieses Staatsamt bekleiden würde. Und selbst wenn sie diese Eigenschaft nicht hätte, wäre Petra immer noch eine bessere Alternative als dieser Pöbel, dessen Namen derzeit gehandelt werden. Und sie ist konsensfähig, es würde also das sich regelmäßig abspielende das Amt entwürdigende Geschacher entfallen.

Seit Jahrzehnten bereits behaupte ich, dass all diese Ratten und Schmeißfliegen (endlich darf ich FJS wieder zitieren), die sich als rechtsradikal geben, nichts als Kinderschänder sind. Vom Intellekt her ist es für die verflucht schwierig, Sexualpartner zu kriegen, die unsereins als normal (was ist schon normal?) bezeichnen würde. Und dann müssen sie das unter Umständen an unseren Kindern abreagieren. Obwohl die Evolution es fertig gebracht hat, dass dieser Typus häufig das Signal aussendet, er wäre ein "Rechter", wird das von der Justiz immer noch ignoriert. Um Missverständnissen vorzubeugen: die Gleichung angeblich rechts = potentieller Kinderschänder stimmt immer, umgekehrt natürlich leider nicht. Um die Gleichung stimmig zu machen, gehen manche Leute (der Reichsjugendleiter, s.o.), die mit rechtem Gedankengut überhaupt nichts anfangen können, sogar dahin, sich als Rechte auszugeben. Bemerkt man also jemanden, den man immer im Milieu der Gruppe, die man laut Herrn Romani Rose nicht beim Namen nennen darf, einordnen würde, der rechtes "Gedanken"-Gut absondert, müsste man den/die sofort wegsperren. Aber ausgerechnet hier winselt die Gutmenschenmafia unisono mit der Justiz "Menschenrechte" und lässt es drauf ankommen. Keineswegs unterstelle ich hier, dass alle Juristen Kinderficker sind. Mich hat es jedenfalls kaum gewundert, als im Umfeld der bedauernswerten Peggy DNA aus dem NSU-Bereich gefunden wurde, zumal von einer Person, die ebenfalls als Kind von einem angeblich rechten geschändet wurde. Zwei Kreise schließen sich. Der zweite wäre der, bei dem es um die Verkettung von Kriminalfällen handelt, die nichts miteinander zu tun haben. Der NSU-Mord an der Heibronner Polizistin wurde ja einer Heroin-abhängigen Teleporterin in die Schuhe geschoben, bis sich herausstellte, dass Teststäbe verunreinigt waren. Umso größer der Aha-Effekt, als sich später eine vorher nie in Betracht gezogene Verbindung zu den "Türken-Morden" herauskristallisierte. Es würde mich insofern nicht wundern, wenn (und das muss an dieser Stelle mal gesagt werden!) unter Aufsicht des Innenministeriums und des Kanzleramtes noch weitere Kinder von dieser Clique geschändet und ermordet wurden. Das heißt: alle ungelösten Kriminalfälle dieser Art checken. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch das eine oder andere verschwundene Kind im Keller der Reichsjugendführerbrut angekettet.