11/10/2016 - Derby in Kesselstadt

Aus dem Hohlspiegel: Schild für hohle SUV-Ärsche

Nachdem das Wetter am Samstag derartig beschissen war dass man keinen Köter vor die Tür hätte setzen wollen, stellte es sich am Sonntag erheblich angenehmer dar. Angesichts des Jügesheimer Lobs ob des Kesselstädter Caterings hielt ich die Kombination Fahrt auf dem alten Karussell in Wilhelmsbad/Aufkreuzen an der Pumpstation für sinnvoll. Am Staatsbad Wilhelmsbad tobte ein erbitterter Kampf um die letzten Parkplätze, den ich durch Raikkönen-Schlenker auf Kosten eines "Iisch ficque Doin Moddööäähh, Alldööäähh"und eines "Sie Schnösel" für mich entschied. Dementsprechend war dort die Hölle los. Zum einen wurde der St.Martin-Markt abgehalten, zum anderen lud das frisch renovierte Uralt-Karussell (ich berichtete bereits) zur Mitfahrt ein. Die Aneinanderreihung von Büdchen war recht einfallslos, das Angebot traf meinen Geschmack nicht, und die Esserei wollte ich mich für die Pumpstation aufheben. Bei Durchsicht meiner Fotos stellte ich später daheim fest, dass die Kurgebäude seit mindestens 2007 renoviert werden - und immer noch nicht fertig sind. Vor einer Fahrt guckte ich mir den Maschinenraum des Karussells an - unsere Althochvorderen waren ja technisch schon recht versiert. Das Karussell traf den Geschmack meiner Altersklasse und der kleinen Kinder. Aus Präteenager-Mündern hörte ich aber des öfteren das Wort "langweilig". Und das ist genau das, was die unkultivierten Amerikaner (ich kann es nicht ändern, mangels Geschichte haben die keinerlei Kultur - Museumsinhalte zusammen kaufen kann ich auch, wenn ich die Kohle hätte) wollen. Mit ihren Videospielen unsere Geschichte ausradieren. Nach kurzer Fahrt, auf der Kindheitserinnerungen wach wurden, erreichte ich die Sportanlage an der Pumpstation zum Lokalderby VfB Kesselstadt vs Türkgücü Hanau. Ich muss einfach mal lobend erwähnen, dass auch hier keine Kopftücher zu sehen waren. Aber: der Verpflegungskiosk war dicht, Essensausgabe war im Vereinsheim. Und das war hinter den Tresen fest in Senegalesen (?)-Hand, was es unter Scheuer nicht geben würde. Und die wiederum kriegten nichts auf die Reihe. Ich schaute mir das zehn Minuten, in denen tatsächlich bei einer irre langen Schlange vor dem Wertmarkenverkauf eine Rindswurst physisch über den Tresen ging, lang an, bevor ich mich mit knurrendem Magen ans Stankett stellte. Tatsächlich wurde vor knapp 150 Zuschauern auf dem Hauptplatz gekickt. Das Spiel war eine sehr einseitige Angelegenheit, die Gäste gewannen verdient 6:1. Zusätzlich gab es - wenn ich korrekt gezählt habe - vier Abseitstore und knapp dreißig weitere -pfiffe. Nachdem meine Leserschaft nicht für mich gesammelt hat, musste ich mir eine neue Kamera zum Geburtstag schenken lassen. Und die wiederum - protz, protz - führte dazu, dass ich von zwei verschiedenen Kesselstädter-Ultra-Gruppierungen angesprochen wurde, ich möge sie für die Zeitung ablichten, was ich dann auch einmal tat.

Im vorletzten Geblöke erzählte ich von der Begegnung mit der mutmaßlichen Unfallmafia. Ich hatte darauf meine Versicherung- die Janitos - angeschrieben, was die bzw. der Verband in Sachen fingierter Unfälle unternimmt. Erste Antwort: nichts. Ich habe noch mal nachgehakt, ob das vielleicht ein Missverständnis ist. Immerhin erklärte man mir, dass die Prämiensteigerung an der Einstufung in eine höhere Risikoklasse hängt. Echt? Lediglich ein Wagen hat eine höhere Klasse - aber es wurden alle Wagen teurer. Beschäftigt man jetzt im Versicherungsgewerbe die Leute, die man in Jobcentern nicht unterbringen kann? Jedenfalls kam ein paar Tage später die erbetene Stellungnahme. Obwohl die sich recht vernünftig anhört, will ich sie der Leserschaft nicht vorenthalten. Ferner erwähnte ich, dass Ausbremsungen im Stadtverkehr nach meinem Dafürhalten eher selten seien. Bullshit! Beim Autofahren spielt sich derartig viel als Automatismus in Hirnregionen ab, deren Tätigkeit gar nicht gespeichert wird. Achtet man jedoch bewusst darauf, tun sich Abgründe auf. Allein am Samstag bremste mich ein Arschgesicht mit OF IG 6495 zweimal aus. Erst steht er an der Ausfahrt vom Ring-Center (wo die Weihnachtsdekoration und die Modelleisenbahn schon aufgestellt wurden) auf der Rechtsabbiegespur, biegt aber nach links ab und zwingt mich in den Gegenverkehr. Warum bin ich dieser Sackratte nicht reingefahren? Dass er dieses Spiel an der nächsten Kreuzung in ähnlicher Form nochmals praktizierte - Schwamm drüber. Vorvorgestern hatte ich dann das Vergnügen mit dem fliegenden Holländer 74 SFB 4 - und zwar dreimal. Ich bin mal nett und unterstelle keine Absicht, aber auffällig ist das schon, dass er über längere Zeit dieselbe Wegstrecke hatte wie ich. War es ein Spion von Wilders?

Eine selten gesehene Zusammenballung von Perversen, Debilen, Asozialen und Schwerkriminellen stellt - auch nach Meinung seriöserer Dritter - die Klitsche Hoist Finance in Duisburg dar - ich berichtete bereits. Nun lallte mich das Kroppzeugs wieder an und teilte mir mit, dass man jedem Mitarbeiter dort ins Gehirn geschissen habe. Das kann ich mir lebhaft vorstellen, denn zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass nunmehr eine gute, alte Bekannte dort in der Geschäftsleitung ist: Lieselotte Hjorth. Was habe ich mit der einen Spaß gehabt zu Berufszeiten. Denn da gab es eine Zeit, da schickte uns die schwedische SEB - unsere Konzernmutter - den größten Abschaum, den Schweden zu bieten hatte, nach Frankfurt. Der Suffkopp Boheman war natürlich nicht zu toppen, aber das Lieserl war auch kernig. Ich habe die nur grunzen hören und unterstelle, dass die sich gar nicht menschenähnlich artikulieren kann. Immerhin hatte diese Eigenschaft über längere Zeit hinweg kaschieren können, dass sie absolut keine Ahnung hatte. Passt also zu Hoist wie der Arsch auf den Eimer. Irgendwann musste selbst die SEB diese Gestalt abstoßen. Ich habe natürlich zurück gelallt, denn die schulden mir noch eine Menge Kohle.

Eigentlich will ich mich nicht zu failed subdeveloping states äußern. Aber das Wahlergebnis dort zwingt mich dazu. Sind die Amerikaner alle behämmert? Handelt es sich überwiegend um Angehörige der Gruppierung, die man lt. Herrn Rose nicht namentlich nennen darf? Nein und abermals nein. Gegen die Bewerberin der Demokraten hätte man einen winkenden Zaunpfahl, einen rüstigen Ziegenwirt oder einen rülpsenden Rüpel (och, das hat man ja) aufstellen können, auch der hätte gewonnen. Aber die teuflische Raffinesse, mit der ausgerechnet jetzt ein Donald gewählt wurde, ist unglaublich. An dieser Stelle passt ein Zitat aus dem Film "Die üblichen Verdächtigen": "Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht." Machen wir uns nichts vor. Wohin man auch blickt, in den ehemals demokratischen Staaten hat sich eine derartige Filzokratie entwickelt, dass man nur noch kotzen will. Solche Gestalten wie Qualle Qol Pot, der Anwalzhiwi aus Hannover oder die Zonentucke wären vor dreißig Jahren noch entsorgt worden. Ich stecke nicht im Detail, aber auf der anderen Atlantikseite mag es vor hundert Jahren ähnlich gewesen sein. Mich wundert unter diesem Aspekt seit Jahren, dass wir ehrbaren ehrlichen Bürger uns nicht zusammen schließen und unsererseits das Kroppzeugs, allen voran die Justizmafia, auf den Müll werfen. Stattdessen wird dort ein Donald ins höchste Staatsamt gehievt. Wer jubelt am meisten hier? Genau: die Gruppierungen, die aus Leuten bestehen, die man laut Herrn Rose nicht beim Namen nennen darf. Und wer äußerte sich bislang noch gar nicht öffentlich, sondern goutierte das still und leise? Genau, die Leute, die man nicht korrekt behandeln darf. Wie sich jetzt herausstellte, hat der asoziale Netzwerksjude einen erheblichen Anteil an diesem Szenario. Was ist die Kernaussage von Donald? "Make America great again" (wir erinnern uns: sämtliche seiner Vorgänger hatten einzig das Wohl Deutschlands im Allgemeinen sowie Hessen im Besonderen zur Maxime ihrer Handlungsweise erkoren). Was war die Kernaussage bei den Brexit-Befürwortern? "Make Britain great again". In Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Ungarn und den Niederlanden (unvollständige Auflistung) hört man sinngemäß das Gleiche - von Gestalten, denen derartige Äußerungen gar nicht zustehen. Woran erinnert das? An die Zeit vor einhundert Jahren. Eigentlich hatte damals die Symbiose der beiden Gruppen, die besonders behandelt werden wollen, auf dem Wrack des explodierenden Nationalismus allerorten, die Weltherrschaft errichten wollen. Allerdings ist denen damals ein Adolf in die Quere gekommen, sodass wir anschließend tatsächlich ein knappes halbes Jahrhundert eine echte Zivilisation auf Teilen des Planeten hatten. Jetzt ist es wohl wieder so weit. Irgendwann im- oder explodiert die ganze Nationalismusscheiße, die nur von Kriminellen oder Leuten, die im Leben nichts erreicht haben, propagiert wird, und da die o.g. Symbiose sicherlich gelernt hat aus der Vergangenheit, werden wir bald nichts mehr zu lachen haben. Der IS-Fake, Brexit, Trump, Orban waren erst der Anfang. - Kleines Bonmot am Rande. Wer hat in Deutschland am lautesten gegen Trump polemisiert? Unser Wirtschaftsmini. Der hatte sich schon auf ein schönes Leben in einem TTIP-Blut-, Geheim- und Schnellgericht eingerichtet und sieht jetzt seine Felle davon schwimmen. Ich wage die Behauptung, würde Kant als Begründer der Aufklärung im jetzigen postfaktischen Zeitalter (welcher Idiot hat sich diesen erbärmlichen Begriff ausgedacht?) Suizid begehen.

Eine Info hätte ich noch, über die sich aber niemand wundern wird. Wie ich bereits ausführte, fällt immer dann, wenn in Bayern eine Perversität stattfindet, der Name Gauweiler. Diese Gestalt muss die kranke Scheiße magisch anziehen. Jetzt war es wieder so weit. Wer war die Gestalt, die Constantin-HV zur idiotischsten HV aller Zeiten machte? Nein, ausnahmsweise nicht er selbst, aber ein seiner Krücken.

Stellungnahme Janitos zur Unfallmafia

Dämliches Gelalle von Hoist

Um fünf Uhr wird zurück gelallt

Anfrage an die Arbeitsagentur