11/25/2016 - Grube Georg

Rassentrennung in Offenbach?

Ursprünglich war geplant, am Sonntag nach Neukirchen beim Heiligen Blut zu fahren, aber der Wetterbericht ließ derartig Schlimmes vermuten, dass wir davon Abstand nahmen. Allerdings fand das Spiel dort dennoch statt und bot Tore satt. Egal, Tommy und ich ärgerten uns nicht (d.h. über die 21 EUR Stornogebühr für den Flinkster-Wagen ärgerten wir uns doch), weil wir alternativ nach Windhagen fuhren. Auf dem Hinweg erst einmal zwei Altlasten beseitigt. Da war einmal die Grube Georg, die man immer von der A3 aus sieht. Aus gegebenem Anlass denke ich bei Georg immer an diesen hiesigen erbärmlichen charakterlosen Möchtegern-Fotografen, aber der Name ist auch positiver besetzt. Heute hat die Zeit mal gereicht, um den imposanten Förderturm mal aus der Nähe zu betrachten. Die Öffnungszeiten sind derartig blöde, dass ich wahrscheinlich nie raufkommen werde, aber auch so hat sich der Abstecher gelohnt. Der Förderturm inmitten einer kleinen Industriebrache sieht aus der Nähe auch von außen toll aus. Die Nachbarschaft ist weniger prickelnd. Am Parkplatz auf der gegenüber liegenden Seite stapelte sich links der Müll, das Rascheln kam sicher von Ratten - die Müllabfuhr kommt wohl nur an den Grubenöffnungsterminen, jedoch nicht in Schaltjahren. Am hinteren Ende packte gerade der größere Teil einer Sippe mutmaßliche Hehlerware von einem Lieferwagen in zwei andere, während der kleinere, jedoch deutlich muskulösere Teil uns gestenreich signalisierte, nicht näher zu kommen. Tommy missverstand das erst als Signal, man wolle meinen Wagen kaufen, aber ich konnte ihn noch zurück halten. Aus den Abgründen des nahen sozialen Wohnungsbaus beobachteten uns diverse Hartzer-Augenpaare argwöhnisch. Wenn man als Amteurfilmer einmal nicht weiß, wo man einen Horrorfilm drehen soll: hier wäre der passende Ort. Die Zeit reichte sogar, um eine weitere Altlast zu beseitigen: den Ground in nahe gelegenen Straßenhaus wenigstens mal zu fotografieren. Als der dortige Heimatverein SG Ellingen höherklassig spielte, hatte ich es leider nie geschafft, herzukommen. Heute liefen sich gerade neben den Hausherren die Kicker des VfL Hamm warm. Auch dieser Verein hatte schon erheblich bessere Zeiten gesehen. Jedenfalls hatten die Vereinsfunktionäre jedes Verständnis dafür, dass ich eine Fotorunde machen wollte - Dank dafür! Da wir von der Existenz des Grubenstadions in Willroth zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnten, konnten wir es auch nicht besichtigen. Somit wäre ein weiterer Abstecher nach Willroth vorprogrammiert.

Gutmenschenterror pur. Tagelang wurde der neue Edeka-Spot überall gelobt. Fairerweise muss man sagen, dass die meisten Edeka-Spots sowieso nicht ganz so fürchterlich sind wie 99% der Werbeperversitäten. Nun ist wohl ein Gutmensch über den Spot gestolpert und jaulte auf. Denn in einem Kfz-Kennzeichen ist ein (verbotenes) SS zu sehen. Und eine (nicht verbotene) 84, die angeblich "Heil Deutschland" bedeuten soll; außerdem eine (ebenfalls erlaubte) 420, die auf den Führer-Geburtstag referenzieren soll. Und die ganze restliche Gutmenschenmafia jaulte mit. Tja, Edeka, diesen Abschaum habt Ihr wohl als Kunden verloren - und, sofern das mit den Symbolen stimmt, einige andere Kundenkreise requiriert. Und da das beides Kundengruppen sind, die, bevor sie etwas kaufen, drei Dutzend andere Packungen aufreißen, in die Bratheringe urinieren und die normalen Kunden anpöbeln, hat das unterm Strich keine Auswirkungen. Aber das Gutmenschenpack hat einiges übersehen. Das (nicht nur erlaubte, sondern lokal sogar vorgeschriebene) SO in einem Kennzeichen bedeutet Südosten und kennzeichnet eine der Hauptstoßlinien des Reichsheeres; ferner bedeutete es Sonderorganisation - Todt lässt grüßen. Das dort ebenfalls zu sehende (erlaubte) LL bedeutet Ladeliste und war Standard-Abkürzung in den KZs. Auch ein MU (weder ausdrücklich verboten noch explizit erlaubt) ist zu sehen - ich war nach Quellenstudium wirklich überrascht, wie viele Bedeutungen das vor 1945 hatte. Also Ihr hirnverbrannten Gutmenschen und Typen, die man besonders behandeln muss: wenn Ihr schon mit Euren beknackten Verschwörungstheorien kommt, dann recherchiert ordentlich! Hat diese Brut eigentlich nichts anderes zu tun? Und warum fühlt sich Edeka bemüßigt, sich bei diesen Spinnern zu entschuldigen? Und was wollten die Typen eigentlich bezwecken? Für einen Maserati reicht die Kohle nicht, aber man kann sich ja auch anders wichtig machen. Verschwörungstheorie ist aber ein sehr gutes Stichwort. In ihrem verzweifelten Kampf um den Machterhalt hat unsere Politikerkaste neue (angebliche?) Umfrageergebnisse veröffentlicht. Lt. Dimap hängt z.B. ein Großteil der Bevölkerung in Sachsen extrem rechten Tendenzen nach. Mag sein, wobei rechts oder links immer auch eine Sache der Definition ist. Was aber auffällt, dass in den Erklärungen immer wieder gebetsmühlenartig Ursache und Wirkung vertauscht werden. Nicht wir Bürger brechen im Sekundentakt das Grundgesetz. Nicht wir Bürger haben Gesetze verabschiedet (oder Euch auch nur dazu ermächtigt) nur in der Absicht, konstruktive Kritiker kaltzustellen. Vielmehr hat sich die sog. politische Elite einfach zuviel herausgenommen. Logisch, dass man sich unter diesen Umständen im Sinne von Theodor Heuss daran gibt, für die Demokratie zu kämpfen. Liebe Zonentucke, lieber Kommunionsanzugträger (der Anzug ist übrigens viel zu groß; trau Dich doch mal zu einem richtigen Schneider und nimm den Dumbo Dobrindt mit) Heiko: wenn Theodor Heuss solche Demokratiepervertierer wie Euch erlebt hätte, hätte er zur MP gegriffen. Da kann Euer durchsichtiger primitiver Versuch, uns in die Ecke der Leute, die man lt. Herrn Rose nicht namentlich nennen darf, zu drängen, doch nur köstlich amüsieren. Und wenn von Euch, die Ihr Euch an an Schwachsinnigkeit nicht mehr zu überbietenden Verschwörungstheorien (s.o.) ergötzt, der Vorwurf kommt, wir unsererseits würden Verschwörungstheorien nachhängen, dann frage ich nochmals: wer scheißt Euch dauernd ins Hirnchen?

Jetzt muss ich doch noch mal auf den letzten USA-Wahlkampf zu sprechen kommen. Wie ich vorher gesagt hatte, passt sich Trump immer mehr an das Establishment an. Trump, der mit so vielen neuen Ideen gekommen ist, wird wohl keine 5% davon umsetzen können. Tja, mein lieber Donald, das Establishment hat eine Menge an Werkzeugen, damit man ihm nicht ans Bein pisst. Selbst ich habe damit Probleme. Köstlich war übrigens die Meldung, Deinem Opa habe man die Rückkehr nach Deutschland verweigert. Nicht, weil er ein Assi war, sondern weil es sich nicht an primitivste Gesetze gehalten hatte. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Vielmehr muss ich noch einmal die unglaubliche Feinplanung gewisser Kreise bewundern. Obwohl Clinton erheblich mehr Stimmen bekam als Trump (und 2 Millionen sind auch drüben eine Menge Holz), hat sie nach jetzigem Stand die Wahl vergeigt. Auch Bush jr hatte seinerzeit ähnliches Glück - das ist kein Zufall. Und nun scheint sich herauszustellen, dass derjenige, der Wahlmanipulationen erwartete, selber welche betrieben hat. Irre, ein Kasperltheater ist ein Dreck gegen diesen Verein. Am allerköstlichsten ist jedoch, dass bis heute noch nicht alle Staaten mit der Stimmenauszählung fertig sind. Fahrt doch mal in die Krim oder nach Simbabwe und lernt, wie man eine Wahl organisiert.

Seit einigen Wochen steht eine Sitzbank in unserer Fußgängerzone, die auf dem ersten Blick die Rassentrennung propagiert. Auf dem zweiten Blick jedoch ist es Kunst und kann nicht weg. Ein Leihobjekt aus der Schweiz, daher passt die Beschriftung eh nicht zu uns. Auf dem Weg dorthin komme ich bei unserem Woolworth vorbei. Nicht, dass ich da oft einkaufe, aber es ist doch schön, dass es noch echte Kaufhäuser gibt. Und unser Woolworth macht ja offensichtlich alles richtig, denn Weihnachtsartikel gibt es massig - und werden von den Käufern massenweise gekauft. Es ist unserer Bevölkerungsstruktur geschuldet, dass die wenigsten Käufer Christen sind - aber auch hier gilt wie in Malaysia und Thailand auch: Xmas sells. Ein vollkommen anderes Bild bietet Dortmund im Ruhrpott, bekanntlich die Hochburg der bekennenden Hartzer mit deutschem Pass (Einziehen! Einziehen!). Dort sind ganze Stadtviertel für Nichthartzer schon Sperrgebiet. Und obwohl die Bevölkerungsstruktur ansonsten ähnlich ist wie bei uns, kauft niemand Weihnachtsartikel, sodass Woolworth sie dort aus dem Sortiment nahm. Was sagt uns das? In unserem schönen Offenbach klappt das Zusammenleben der Kulturen offensichtlich; man befruchtet sich offensichtlich gegenseitig, wenn ich das mal so formulieren darf. Alle mir bekannten nichtchristlichen und sogar atheistischen Mitbürger stellen sich wie wir wenigstens einen Christbaum in die Wohnung, wie auch ich schon bei einigen Dutzend Bayrämmern (sagt man das so?) mitgemacht habe. Warum klappt das in Dortmund nicht? Nun, die dortigen Hartzer versaufen bekanntlich ihr (also meines) Geld lieber als irgendetwas Weihnachtliches zu veranstalten. Im Suff werden dann die Ausländer angelallt (wie auch wir Deutschen von diesem undankbaren Pack zumindest beleidigt werden), sodass diese wiederum keinen Anlass sehen, abendländische Gebräuche zu kopieren. Tja, Frau Krafft, da könnten Sie doch mal vermittelnd mit Frau Künast eingreifen. Aber ach, soviel Security wie dort benötigt gibt es gar nicht.

Auf den Dreck, der von den Hoist-Pissern (auch aus dem Ruhrpott) kam, musste ich einfach reagieren (s.u.). Es kann nicht sein, dass ein schwedischer Konzern mit Callcentern in Kroatien ehrbare Deutsche auszuplündern versucht. Unter Trump würde es so was nicht geben.

Info an die Schufa über Zertifikatsmissbrauch

ein Hemkentokrax wird angelallt