01202/2017 - Deke Leonard forever

Deke Leonard and Martin Ace on stage

Deke Leonard and Malte 11/17/2002 in Singen/Exil

Und wieder hat es einen Musiker getroffen, von dem ich fast alle Platten habe und den ich wohl ein rundes Dutzend mal gesehen habe: Acht Monate nach Phil Ryan ist auch Deke Leonard gestorben. Persönlich hatte ich ihn zuletzt Ende 2002 nach dem Man-Konzert im Exil in Singen getroffen. Vorher dachte ich schon, ich würde der einzige am Tisch sein, der auf Sprit verzichtet, aber auch der gute Deke sprach der gepflegten Cola pur zu. Dreißig Jahre vorher sah es doch vollkommen anders aus. Der Geist von Man wird jedenfalls ewig leben.

Über zehn Jahre nach Caravaggio in Düsseldorf werden gerade in Wiesbaden seine Erben vorgestellt (es geht natürlich um das künstlerische Œuvre) - und kurz vor Ende habe ich es dorthin geschafft. Aus zig Museen hat man die Werke hergeholt. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Hälfte der dort gezeigten Künstler nicht kannte, waren doch etliche Hammergemälde ausgestellt. Einerseits fühlte man sich mangels entsprechend subventionierter Tickets als Rentner wieder ausgeplündert, andernteils ist es schon gut, dass man im Museum Wiesbaden ungehindert fotografieren darf. Ich war bereits zum dritten Mal in diesem Museum, was für interessante Ausstellungen spricht, weil ich eigentlich kein Museum außerhalb meines erweiterten Wohnorts mehrfach besuchen will. Vor dem Museum schaute ich beim Sportplatz Amöneburg vorbei, wo Hajduk Wiesbaden (die sonst in Kloppenheim spielen) SGN Diedenbergen vor knapp 25 Zuschauern empfing. Ging 4:5 aus, Niveau war eher sehr schwach, Catering gab's nicht. Eine Schau für sich waren die Auswechselspieler der SGN, die sich in einer Geschwindigkeit um den Platz bewegten, dass man sich wunderte, dass sie nicht einschliefen. Seit meinem letzten Besuch 2010 scheint man den Kunstrasen ausgetauscht zu haben, denn das Markierungssystem war ein vollkommen anderes. Der Platz glänzt ferner durch eine Vielzahl von Abfallkörben, sodass auch der Faulste seinen Müll nicht durch die Gegend werfen muss, aber genau dadurch wirkt er wie die Hölle auf Erden für den Pfandgutfreund, der ohne technische Hilfsmittel aufkreuzt. Fast alle Behälter waren gut mit DPG-Gut gefüllt, aber ach: man konnte nicht tief genug hinein greifen.

In der letzten Zeit habe auch ich über Trump gelästert. Je näher wir aber dem Ende seiner Regentschaft kommen, desto mehr ist aber offensichtlich, dass er der coolste Präsident der Geschichte werden könnte - zumindest aus deutscher Sicht. Ja, das Trümpfchen hat nicht vergessen, woher es kommt. Dass er Mexikanern quasi verbietet, Autos für den US-Markt zu bauen, sollte den Umsatz deutscher Autohersteller um 25% steigen lassen. Denn wenn nur noch US-Amerikaner allein z.B. GM-Fahrzeuge zusammen basteln - wer würde diesen von Trump wählenden Hirnis für Hirnis gefertigten Schrott kaufen? Wohl noch nicht mal der stumpfsinnigste Trailerpark-Bewohner, es sei denn, es muss unbedingt ein Caddy sein. Bei der Gelegenheit: kürzlich wurde der private Pkw-Bestand von Trump vorgestellt - demnach sieht er das genau so. Dass sein Lieblingswagen ein SUV ist (zu 70% in Mexiko gefertigt), wird nachher noch bewertet. Silicon Valley (bei allen berechtigten Ressentiments gegen einzelne dortige Protagonisten recht zukunftsorientiert) trocknet er als nächstes aus. Wenn man sich die Namen der dort Tätigen anschaut, scheinen diese wohl zu 75% Wurzeln außerhalb der USA zu haben. Einem Großteil von deren Landsleuten wiederum verbietet er nun die Einreise. Und diese indirekte Förderung deutscher Produkte scheint ihm derartig wichtig zu sein, dass er sich nicht scheute, die USA auf eine Stufe mit Äquatorial-Guinea, Nordkorea und Israel usw. zu stellen. Nun, wenn es der Sache dient. Die massenweise Devaluierung korrekt ausgegebener Visa betreiben die USA jedoch nicht zum ersten Mal. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das Flüchtlingsschiff, welches die USA Ende der Dreißiger zurück schickten und die Fahrgäste somit direkt in die Gaskammern lieferten. Die Reality-Show, mit der er den letzten Verfassungsrichter benannte, zeigte klar und deutlich, was er von Jurigeunern hält: alles Clowns. Bravo! In dieselbe Richtung geht, dass er 80% der Unternehmensgesetze außer Kraft setzen will. Nochmals Bravo! So besteht die Hoffnung, dass man die Kriminellen der amerikanischen Großkanzleien demnächst lallend auf der Bowery trifft. Aber diese Hoffnung wird unbegründet sein, denn wie die Kakerlaken sind die Jurigeuner unausrottbar (s.u.). Nur an einer Sache sollte er noch arbeiten. Egal, worum es geht: bei jeder Gelegenheit, und sei es bei der Fahrzeugwahl, betont er immer wieder verbal und nonverbal, dass er es nur macht, um seine Microphallie zu übertünchen. Donald, wir wissen inzwischen, dass Du unter dem winzigen Ding leidest - und es interessiert uns nicht. Wenn man ihre Mimik bei Deiner Vereidigung analysiert, scheint es Deiner Frau ähnlich zu gehen. Undankbares Biest! Da hast Du allein in ihre Möpse einen sechsstelligen Dollarbetrag gesteckt - und dann sowas. Also such Dir einen Psychiater (einen, der Trumpismus als solchen nicht für eine Krankheit hält), dass er Dir zivilisierte Ausdrucksweise und Körpersprache beibringt. Und dann ist Dir der Titel Mr. Cool sicher. Wenn nicht, kann ich mir vorstellen, dass irgendwelche Geheimdienstler sich an 1963 erinnern und losballern. In 50 Jahren könnte dann Glenn Close die Rolle, die derzeit Natalie Portman hat, der trauernden Präsidentengattin spielen.

Die schlimmsten innenpolitischen Albträume sind wahr geworden. Der unsägliche Grundgesetzbeschmutzer Steinbeißer wird tatsächlich Bundespräsi werden. Ich hätte mir früher nicht vorstellen können, mal dem Dauerschwätzer Gauck nachzutrauern. Dass der widerwärtige Typ vom Wirtschafts- ins Außenministerium wechselt und gleichzeitig den Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt, fällt da kaum ins Gewicht. Aber wer da jetzt Kandidat wird, erweckt in Millionen Mitbürgern konkrete Auswanderungswünsche. Hatte man früher wenigstens die Wahl zwischen Pest und Cholera, wird man im September lediglich zwischen zwei Pesterregern "wählen" können - genau wie bei der Offenbacher OB-Wahl. Aber hier besteht noch die Hoffnung, dass "Die Partei" einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.

Heute morgen las ich die Überschrift, dass ein Bundesrichter in einer Talkshow (Illner) ausgeflippt sei. Ich ahnte - nein, ich wusste - sofort, das kann nur der unsägliche Fischer sein. Und genau so war es. In zivilisierten Staaten sperrt man so einen unter massiven Wahrnehmungsstörungen leidenden Quälgeist umgehend in die Gummizelle, aber hiesige Jurigeuner sind nicht tot zu kriegen (s.u.). Ich bin wahrlich kein Freund von GdP-Wendt, aber wie dieser Fischer Fakten vom Tisch pisste, ist schon einmalig. Ansehen, noch in der Mediathek verfügbar!

Sicher auch in der Mediathek ist der Film, der vorher lief (danach schaltete ich leider ab): Landgericht Teil II. Warum man den männlichen Protagonisten als Unsympathen erster Klasse darstellte, weiß ich nicht, denke mir aber meinen Teil. Geradezu pervers erschien mir, dass ein Richterlein sich 1952, als meine Vorfahren noch in Trümmern leben mussten, bereits eine riesige Villa leisten konnte. Richtig erschütternd war jedoch die Tatsache (dem Film liegt eine wahre Geschichte zugrunde), dass das ganze Jurigeunerpack, dass im Dritten Reich zivilisierte Menschen zu Hunderten ermordete, ohne jegliche Probleme wieder in der Bundesrepublik tätig werden konnte. Jeder Fliesenleger musste sich einer Entnazifizierung unterziehen, dieses Pack nicht. Wenn man über einer x-beliebigen Anwaltskanzlei oder einem Justizzentrum eine Wasserstoffbombe zündet, überleben wohl nur 10% der dortigen Kakerlaken, aber 50% der dortigen Jurigeuner. Nicht kaputt zu kriegen, das Gesocks.

Der TÜV hat dazu gelernt. Zwar weiß ich nicht, wie er künftig Brustimplantate praxisnah testen will, aber dank seines getarnten Peugeot MIL KS 666 weiß ich, wie seine Bremsentests aussehen. Dieser Wagen bewegt sich durch den Offenbacher Innenstadtverkehr und zwingt pausenlos andere Verkehrsteilnehmer durch waghalsige Manöver gepaart mit unsinnigen bzw. fehlenden Blinkerzeichen zu Vollbremsungen. Tja, lieber TÜV: meine Bremsen sind ok, und dem Verkehr gehört meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Aber erzählt mir doch gelegentlich, wievielen defekten Bremsen Ihr so auf die Schliche kommt.