02/10/2017 - Frust in Mörfelden

Osteuropäischer Feiertag?

Womit beschäftigte sich mein erstes Geblöke? Mit Leuchtmitteln bzw. den in diesem Zusammenhang von der Trittine verursachten Problemen. Jetzt war es wieder so weit. Zwei häusliche Leuchten gaben den Geist auf. Während die Reflektorbirne, bei der ich Probleme erwartete, für einen akteptablen Preis bei Saturn durch eine Halogenleuchte ersetzt werden konnte, erwies sich der Ersatz für eine Küchenleuchtröhre als schwierig. Früher bekam man die quasi nachgeworfen, diesmal meldeten erst Media Markt und Saturn Fehlanzeige, dann ein Elektriker. Der nächste wollte 30 Euronen für ein LED-Produkt, was ich für indiskutabel hielt. Letztendlich wurde ich für 20 Hörner bei Obi fündig. Jetzt muss nur sicher sein, dass dieses Produkt eine mindestens dreimal so hohe Lebensdauer hat. Prinzipiell habe ich nach wie vor den Eindruck, dass uns die Grünen in die lichtlose Steinzeit zurückbomben wollen und nur die Bomben durch Gesetze ersetzt haben.

Vor einigen Wochen wurde in der FNP auf eine Fotoausstellung über Myanmar im Kulturbahnhof Mörfelden hingewiesen. Dessen Programm gab keine Hinweise auf Ausstellungs-Öffnungszeiten, aber eine Anfrage per Mail ergab, dass man sonntags zu Café-Öffnungszeiten Gelegenheit zur Besichtigung habe. Ich hätte also gewarnt sein sollen. Dennoch fuhr ich am Sonntag mal hin. Katastrophe! Ca. vierzig lieblos an zwei Wände geklatschte kleinformatige Fotos - das war's. Nun, damit könnte man noch leben, nicht jeder ist ein Präsentationsgenie. Vor den Wänden standen jedoch die Cafétische, an denen sich Honoratioren am durchaus lecker aussehenden Kuchen delektierten. Und es gibt wirklich wenig Widerlicheres, als an mampfenden und vollgekrümelten Fressen vorbei auf Fotos zu schauen (gilt wahrscheinlich auch anders herum). Hätte ich diesmal eine Krawatte angehabt, wäre die unweigerlich in einer Kaffeetasse gelandet. Nein, nach fünf, sechs Minuten hatte ich die Schnauze voll und verließ das Etablissement. Selten so eine öffentlich präsentierte Scheiße gesehen. Rein optisch hat sich das Bahnhofsgebäude in den letzten zehn Jahren übrigens durchaus zum Vorteil verändert, aber dennoch werde ich sobald nicht dorthin kommen. In Mörfelden fiel mir sofort die unglaubliche Menge an herum kurvenden Kleinlastern mit osteuropäischen Kennzeichen auf. Und das hatte tatsächlich einen guten Grund. Beim zweiten Blick sah man die Sperrmüllhalden am Straßenrand, an denen sich Osteuropäer bedienten. Vor dreißig Jahren nannte man die Sperrmüllsammeltermine noch Türkenfeiertag. The times they are a changing: heutzutage stellen die Türken selbst den Sperrmüll den Osteuropäern zur Verfügung. Da muss man doch wieder einmal die Prophezeiungsgabe der Fehlfarben loben. Sangen sie doch vor über 35 Jahren auf der Kult-Scheibe "Monarchie und Alltag" "Wir sind die Türken von morgen". Bezog sich zwar auf Sowjets, aber das muss man jetzt mal großzügiger sehen. Vorher betrieb ich etwas Halbzeit-Hopping in Rüsselsheim. Zuerst in Bauschheim, freundschaftlich gegen Dornheim. Der damalige Rasenplatz wurde in einen KR-Platz umgewandelt und bietet jetzt für 1.300 Zuschauer Platz; diesmal waren es nur knapp 35. Der alte Hartplatz ist eine Steppenlandschaft. Pünktlich zum Halbzeitpfiff fuhr ich nach Königstädten, wo sich nach meinem letzten Besuch auch einiges verändert hatte. Der Rasenplatz sieht nach wie vor recht traurig aus, trotz des Stehtribünenrestes hinter einem Tor. Der damalige Hartplatz wurde auf KR umgestellt, hier fand auch vor knapp 25 Zuschauern der Kick gegen Gustavsburg statt. Mit Maßen, die nur knapp über denen des Teutonia Hausen-Nebenplatzes liegen. Und einer Farbe, die das Auge quält. Unter solchen Umständen macht Fußball wenig Spaß. Immerhin sollte die Kapazität bei 1500 liegen. Endstand hier 8:1 - kein Catering bei beiden Spielen. Aber wie gesagt, das Kontrastprogramm Kuba Mörfelden ödete auch an. Auf der Hinfahrt geriet ich übrigens in einen Stau auf der A3. Wie man später erfuhr, war ein Zusammenprall zwischen Pkw und Motorrad der Auslöser für eine Vollsperrung. Aber in dem Stau zwischen Unfallstelle und Abfahrt Frankfurt Süd muss die Hölle los gewesen sein: massenhaft Bagatellkollisionen. Ich verlor zuerst unnötig Zeit, weil ich beim Stauende dachte, das sind die Vorzeichen vom Hessenderby in Form dichter Parkplatzzufahrten, und stramm links kroch, statt rechts neben der Richtungsfahrbahn zur Ausfahrt zur B43 zu fahren. Neben? Klar - alle Stauärsche belegten die Richtungsfahrspur ohne konkreten Abbiegewunsch. Was sich dann an der Ausfädelung abspielte, war filmreif. Von fünf Spuren ging es ohne Kenntnisse des Reißverschlusssystems aud drei Spuren. Wundert mich, dass es dort selbst nicht gekracht hatte. Ohne dass es ausgeschildert oder im Radio empfohlen wurde, umfuhr ich den Stau ohne Zusatz-Km als einziger und hatte nach Wiederauffahrt viel Platz.

Da fragt man sich wirklich: wo bleibt die digitale Welt? Jedes - selbst von einem Schwachsinnigen konstruierte - Navi sollte doch Umleitungsempfehlungen in solchen Situationen geben müssen. Die Autos im Stau hätten doch zu Hunderten auf die parallel verlaufende B43 wechseln müssen. Nichts. Da kommt mir die aktuelle Werbung (selten so eine schwachsinnige Scheiße für ein noch schwachsinnigeres Auto gehört) für den neuen 5er-BMW gerade richtig. Immerhin kennt der Wagen den Namen des Fahrers und kann SMSe versenden. Aber die Hirnis werden den Schrott (wieder ohne akzeptable Aufbruchssicherung - derzeit werden in dieser Gegend pro Nacht ca. fünf 5er ausgeplündert) wie geschnitten Brot kaufen. Wie soll unter diesen Umständen autonomes Fahren sinnvoll sein? Ich selbst bin übrigens durchaus Befürworter einer konstruktiven Co-Nutzung von Busspuren. Aber was sich heute auf der Waldstraße abspielte, war schon krass. Erst jagt ein Mercedes Cabrio (logisch, hat ja auch einen fest eingebauten Asozialisator) mit D WM 2341 auf einer Busspur an uns Wartenden vorbei. Anstatt sich aber an der Kreuzung Bismarckstr. an den Busampeln zu orientieren, zwängt er sich bei Grün für die normalen Spuren so behämmert in unsere Spur, dass eine Vollbremsungskaskade die Folge war. Kaum hat man sich abgeregt, kommt der nächste Idiot mit OF JR 1979 angeschissen und macht dieselbe Scheiße. Einfach mal drei Monate Lappen weg. Und wie man ferner weiß, hasse ich Richtungswechsel ohne Blinker. Endlich nimmt sich auch der ADAC in seiner aktuellen Zeitung dieses Gesindeltums an. Allerdings behauptet er: die Leute hätten das Blinken verlernt. Also, wenn ich mir die Autos der hiesigen Fahrschule Kirsch anschaue, sage ich: die haben es nie gelernt. Wenn mein Sohn mal ein blinkendes Kirsch-Fahrzeug sieht, meint er: der Fahrlehrer ist wohl besoffen.

Gefühlt jedes dritte Zeitungscover zeigt einen Tramp. Viele behaupten, Trump mache auch nur Scheiße. Das muss man gaaanz stark differenzieren. Prinzipiell habe ich durchaus den Eindruck, dass er die USA in die Steinzeit zurückbomben will und nur die Bomben durch Dekrete ersetzt hat. Aber ich sehe die bereits beschriebenen Vorteile, die er unserer Heimat (und seinem Herkunftsland!) damit verschafft. Allerdings geht sein Hang zu deutschen Maßnahmen soweit, dass er sich wohl auch das Führerprinzip zu eigen gemacht hat. Gewaltenteilung ist für ihn was für Loser. Das passt nicht. Der echte Führer hatte Cojones wie Kanonenkugeln und nannte das Verfahren nach dem Wahlsieg ohne Umschweife Gleichschaltung - jeder wusste, was los ist. Kein larmoyantes schwanzloses Herumgetwittere, keine erbärmlichen und lächerlichen Beleidigungsversuche. Dass es Trump nur um die Gleichschaltung geht, beweisen seine Reaktionen auf die Richtersprüche zum Einwanderungsstopp. Er kann es nicht fassen, dass Richter keine reinen Empfehlsempfänger sind, sondern eigene Köpfe haben. Ich auch nicht, aber würde ich einen honorigen Richter einen "sogenannten Richter" nennen? Und ihnen drohen: "Wir sehen uns vor Gericht!" (sic!)? Sicher nicht. Hoffen wir aber, dass letztendlich das höchste US-Gericht den Stopp bestätigt. Ferner wusste der echte Führer, wovon er sprach. Trump hingegen hat der ganzen Welt gezeigt, was für ein Versager er ist, indem er sich vor dem Kriegsdienst feige gedrückt hatte. Während seine Altersgenossen ihe Ärsche für die Demokratie opferten, hat er die ersten sogenannten (sic) Deals abgeschlossen. Aber hier ein Hinweis für Mathematikfreunde. Das Tausendjährige Reich hat letztlich nicht einmal zwölfeinhalb Jahre gedauert. Das Trump-Umfeld twitterte lediglich ein Fünfzigjähriges Reich an - demnach sollte der Trump-Spuk nach siebeneinhalb Monaten vorbei sein. Ich wundere mich da ja immer wieder. Leute, die geistig derartig minderbemittelt sind, dass sie den sprichwörtlichen Eimer Wasser nicht in die richtige Ecke stellen können, erweisen sich im Umgang mit iPhones und Twitter als wahre Halbgötter. Also Produkten, die anscheinend von Schwachmaten für Schwachmaten zur Verfügung gestellt werden. Ich selber bin nicht in der Lage (auch weil ich nicht willens bin), eine derartige Kacke auch nur anzufassen. Daher wundere ich mich, der ich von den geistigen Qualitäten eines Trump durchaus überzeugt bin, wie leicht ihm doch der Umgang mit diesen Sachen fällt.

Im Dunstkreis von Trump tummeln sich hingegen auch Prachtexemplare anderer Natur. Der Mann hat halt ein Händchen dafür, sich für jede Aufgabe die geeigneteste bzw. intelligenteste Person auszuwählen, derer er habhaft werden konnte. Die nichtsnutzige Schwuchtel Bannon jedoch schien zwar für Faktenverdrehung und psychologische Kriegsführung die absolute Topbesetzung gewesen zu sein, entpuppt sich aber inzwischen als Würstchen verglichen mit der faktischen Pressesprecherin Kellyanne Conway. Optisch erweckt die den Eindruck, als ob sie ca. vierzig Schönheits-OPs hinter sich hatte, aber nur vom Pisspottausgießer des Chrirurgen von Ivanca verarztet wurde, und aus dem Barbie-Katalog (Seite "Böse Stiefgroßmutter") entsprungen wäre. 50 soll sie erst sein. Die Schaffung "Alternativer Fakten" bildet schon eine Klasse für sich. Die Erfindung von Massakern erreicht aber mühelos das Niveau von George W. Bush und Adolf H. Und dass sie öffentlich für den Kauf von produkten einer Modelinie wirbt (zufällig die einer Trump-Tochter), die allenfalls für Motten interessant ist, liegt weit unter dem Niveau von Nordkorea. Wie degeniert und verabschaumisiert die USA bereits sind und dadurch mühelos ihren Status als failed subdeveloping country manifestieren, zeigt der Vorstoß, dass man bei Einreise sein Password für Asoziale Netzwerke preisgeben soll. In den USA geht man also davon aus, dass jeder Einreisewillige (auch Touristen!) ein Assi ist, der da vertreten ist. Und ich prophezeie: umgekehrt wird ein Schuh draus! Wer - wie ich - nicht in Asozialen Netzwerken vertreten ist und dies bei Einreise - also ich nicht - auch sagt, wird sich mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, dass er wohl Juden hasse, und auch gleich wieder umkehren muss. Also ebenfalls ein mehr als plumper und durchsichtiger Versuch, für mehr Umsatz bei einer amerikanischen Klitsche zu sorgen. Also, ich war bis Mitte 1980 durchaus mehrfach in Lucifer's Own Country. Ein Vorfall vor einer Reise bleibt mir immer noch in Erinnerung. Ohne hier ins Detail eingehen zu wollen, kann ich behaupten, dass ich bereits in etlichen extremen Staaten war. Aber nie ist bei einer Visumsbeantragung mein Pass abhanden gekommen. Beim US-Generalkonsulat in Hamburg schon. Vier Tage vor Abflug war laut Anruf der Pass weg. Und zwei Tage vor Abflug hatte ich einen brandneuen! Mit US-Visum und einer erneuten Arbeitserlaubnis für Jamaica. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie das so schnell ging. Und bis heute ist es mir ein Rätsel, ob mit meinem ursprünglichen Pass ein Spion durch die Welt gedüst ist oder ob die wirklich so beknackt waren und das Ding verloren hatten, das aber dank bester Kontakte wieder gerade biegen konnten.

Und es gibt neues vom Jurigeunertum allgemein und der Hamburger Richterschaft speziell. Teile der Sätze, in denen Böhmermann Erdogan bzw. seine sexuellen Vorlieben eine Heimat bot, bleiben verboten. Um es klarzustellen: ich halte - keine Ironie - Böhmermann für einen siebtklassigen (also noch drei Stufen unter mir) Möchegern-Clown, der hoffnungslos überschätzt wird. Dass sich ein türkischer Präsident überhaupt damit beschäftigen muss, kennzeichnet die unterirdische Qualität seiner Berater und Anwälte. Aber das ist achtrangig, wenn es um Recht und Gesetz geht. Wie ich früher bereits erwähnte, ist in unserem Grundgesetz merkwürdigerweise nicht geregelt, dass unsere Amtssprache Deutsch ist. Aber §184 GVG regelt unmissverständlich, dass Deutsch Gerichtssprache ist. Deutsch. Nicht englisch, türkisch, romani, jurigeunsk. Für Jurigeuner ist eine derartig eindeutige Regelung jedoch nicht existent, können sie doch nicht nach Herzenslust herum lallen und schwadronieren. Aber das lieben Jurigeuner doch so sehr. Da hatte Herr Böhmermann aus gegebenem Anlass in klarer Diktion eindeutig klar gestellt, was beleidigend wäre. Selbst ein Hilfsschüler vor der Inklusion hätte begriffen, um was es geht. Sogar nachweislich signifikante Teile der hiesigen Gutmenschenmafia! Fertig, aus. Lektion begriffen. Und falls nicht: nachsitzen. Stattdessen wird seit einem knappen Jahr ein Affentheater öffentlich aufgeführt, durch das ein ausländisches Staatsoberhaupt permanent gedemütigt wird, indem es (das kommt von den involierten, an Nichtsnutzigkeit kaum zu überbietenden Anwälten beider Parteien) zum Gegenstand des Abwägens Freiheit der Kunst/Persönlicher Stolz gemacht wird. Da wird öffentlich über präsidiale Hodengröße gestritten. Aber die größte Demütigung kam von der Hamburger (bekanntlich Hort des jurigeunalen Bodensatzes) Richterin Käfer (Trump und Erdogan lieben bekanntlich flotte kleine Käfer), die Erdogan nötigt, ein paar Euro (ich denke, es handelt sich um den halben Stundensatz) aufzuheben. Einen Moslem derartig zu demütigen, das ist harter Tobak. Herr Erdogan beschäftigt sich in seinem politischen Leben mit hehren Anliegen wie der Freigabe von Kinderfickerei (würde mich nicht wundern, wenn es um einen Vorlauf zur Freigabe der Kamelfickerei geht), da kann man ihn nicht derartig zur Schau stellen. Das wird wohl eine bilaterale Krise zur Folge haben, als deren Folge hier wieder Abermillionen Flüchtlinge anlanden könnten. Und Sie sind es Schuld, Frau Käfer. Warum versuchen Sie es nicht einfach damit, einfach mal Deutsch zu lernen? Andererseits: das ist schon eine schwere Sprache, für die nicht jeder geschaffen ist. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum Bundesrichter Fischer nichts Vernünftiges studieren konnte, sondern es nur für ein Studium des Lallens und Schwadronierens reichte.