03/15/2017 - Auf den Spuren von Karl IV

Karl IV auf der Sandworld Travemünde 2002

Nachdem mich pünktlich zum letzten Wochenende eine Art Vorfrühlingsschnupfen lahm gelegt hatte, stand ich am Montag wieder ganz im Banne der deutschen Geschichte. Zufällig stieß ich beim Googeln nach der Karl IV-Ausstellung in Nürnberg (bekanntlich hatte ich mich darüber mokiert, dass die Goldene Bulle quai marginalisiert wurde) auf die Mitteilung, dass die Darmstädter Landesbibliothek bis Ende April das Kurkölner Exemplar ausstellt. Und das zu extrem freundlichen Eintrittspreisen (0 €, aber keine Rentner-Ermäßigung) sowie Öffnungszeiten! Ich hielt mich etwa 45 Minuten dort auf und war der einzige Besucher; es ist mir schleierhaft, wieso für eine derartig sensationelle Zurschaustellung kaum Werbung gemacht wird. Die Räumlichkeiten sind natürlich etwas daneben, dafür kann ich für die didaktische Aufmachung nur die Note 1+ vergeben. Und niemand hinderte einen beim Fotografieren. Es gab ein ausgezeichnetes Begleitheft mit einer Auflage von 150 Exemplaren, von denen wohl die Hälfte noch vorrätig war. Goldene Bullen hatte ich zwar bereits bei anderen Ausstellungen gesehen ("Kaisermacher" in Frankfurt und eine in Magdeburg), aber das war wohl das Beste bislang. Tja, nochmals liebe Jurigeuner der Jetztzeit mit Euren dilettantischen Scheißgesetzen, die keine Sau außer Euch selbst braucht, mit einer Halbwertszeit von fünf Minuten: das waren noch Gesetze! Diese wurden 650 Jahre befolgt! Anschließend nach langer Zeit wieder einen Darmstadt-Rundgang gemacht, der mich auch auf die Mathildenhöhe führte. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Ensemble äußerlich langsam verrottet. Also, liebe Darmstädter, wenn Ihr Euch in zwei Jahren wirklich als Weltkulturerbe bewerben wollt: es gibt noch viel Handlungsbedarf! Merkwürdigerweise war ich noch nie oben im Hochzeitsturm, das holte ich bei herrlichem Wetter diesmal nach. Auffällig war, dass sich in unmittelbarer Umgebung viel Kripo tummelte. Bis jetzt keine Ahnung, warum. Wenigstens haben sie von mir nichts gewollt. Auch nicht auf der Rückfahrt an der Ausfahrt Taunusring, wo sie bei einer Kontrolle den Kleinlaster vor mir raus gewunken haben.

Das Spiel selbst war wieder nichts für schwache Nerven. Es ging gegen den souveränen Tabellenletzten vom VfB Offenbach, den wir im Hinspiel mit 11:1 geputzt hatten. Aus gesundheitlichen Gründen wollten wir Arecar nur ca. zehn Minuten spielen lassen. Er erzielte auch das 1:0 - aber nach seiner Herausnahme spielte die Abwehr auf G-Jugend-Niveau. Jeder Wiking-Führung folgte der umgehende Ausgleich. In der 47. Minute hieß es gar 4:5. Wenigstens rettete Jakob noch mit wuchtigem Freistoß ein 5:5-Remis. Aber es kann nicht sein, dass eine derartig sturmschwache Mannschaft über ein Drittel ihrer Tore gegen uns macht. Kurioserweise verbesserten wir uns sogar auf den sechsten Tabellenplatz.

Am Wochenende zuvor schaffte ich es bei der zweiten Möglichkeit, samstags ein Rugby-Länderspiel in Offenbach zu besuchen. Ellenlange Schlangen vor den wenigen Kassen. Nach den in Ingolstadt gemachten Erfahrungen wäre man bei diesen Zuschauermassen dort immer noch nicht fertig. Aber Rugby-Fans sind doch irgendwie fixer beim Bezahlen als Ingolstädter - und so ging es ruckzuck. Das gilt auch für die Einlasskontrollen. Traditionell ließ ich mich auf der Gegengeraden stehend nieder, wo wüstes Gedränge herrschte, was wiederum beim Fußball nicht so schlimm wäre, hier hingegen wuselten Heerscharen von Kleinkindern herum, was ich nicht soo prickelnd finde. Die erste Hälfte war klasse, der Gegner aus Belgien (habe keine Fans gesehen) wurde in Grund und Boden gekickt. In der zweiten Hälfte verloren die Deutschen neben dem Faden auch die Kondition (das gemeinsame Training mit den Kickers war wohl doch nicht das Wahre), sodass die Belgier unaufhörlich rankamen. Würde ein Rugbyspiel ebenfalls neunzig Minuten dauern, hätte es sicher keinen deutschen Sieg gegeben, so endete die Partie vor 4126 Zuschauern 34:29. Ein echtes Tier war die Nummer. 5 der Belgier. Sofern der einen deutschen Schäferhund hat, sollte man dem ein Einbürgerungsangebot machen. Es gab übrigens auch ein aussagefähiges Programm. So toll das Wetter am Samstag war, so beschissen war es am Sonntag. Also bot sich endlich ein Grund, mal den neuen Kunstrasen auf der Rosenhöhe zu besuchen. Es hätte mich nicht gewundert, wenn ich dort mit lautem Hallo begrüßt worden wäre, denn es handelte sich schon um mein drittes Saisonspiel mit Türkgücü Hanau-Beteiligung. Platz 4, um den es geht, hat durch den neuen Belag kaum gewonnen, außer dass die Gegengerade trotz fehlenden Stanketts wohl auch nutzbar zu sein scheint. Auch Platz 5, der Hartplatz, auf dem parallel auch gespielt wurde, hätte sich nicht zum Positiven gewandelt. Infrastrukturell hat sich insofern etwas geändert, als der Platz durch einen hohen Maschendrahtzaun abgeschirmt wird. Knapp 100 Zuschauer sahen ein leistungsgerechtes 1:1.

Eine Szene vom Karneval kommt mir erst jetzt wieder in den Sinn. Nachdem mir bereits in Egelsbach und Nürnberg überdurchschnittlich viele Nordafrikaner (soviel Zeit zum Ausschreiben muss sein!) im Publikum aufgefallen waren, musste ich in Lämmerspiel einfach einen ansprechen, was er denn am Karnevalsumzug wolle, was er erwartet. Mein Ansprechpartner sprach sogar Deutsch und erklärte mir, dass er auf die Kamele warte, die man von den Wagen würfe. Ich wollte ihm keinen Schock versetzen, indem ich erklärte, dass es sich wohl eher um Kamelle handele, und verzog mich klammheimlich. Aber diese kleine Anekdote war Öl auf das Feuer meiner kürzlich geäußerten Vermutung, dass bei bestimmten Kreisen letztlich alles aufs Kamelficken hinaus läuft. Das Erdogan-Umfeld betreffend wurde das ja bereits thematisiert. Wenn man sich in dieses Thema vertieft, weiß man auch, warum der Präsidentenpalast, der unter Missachtung aller Bauvorschriften hoch gezogen wurde (Tja, das Einhalten von Gesetzen ist wahrlich nicht Deine Stärke, Erdi), so groß ist. Eine Lichtgestalt wie Erdi muss jeden Morgen eine schwere Entscheidung treffen. Geht er zur Domina (seine Körpersprache bettelt ja förmlich um die tägliche Tracht Prügel) oder soll er ein Kamel beglücken. So werden pro Tag im Jahrzehnt schon mal je zwei Räume belegt. Das zeigt sich derzeit aber auch wieder im Trump-Umfeld. Überall bekannt gemacht wurde das neue Einreiseverbot, das nunmehr sechs Länder mit einem reichlichen Kamel-Angebot betrifft. Was den Irak anbelangt, so ist der jetzt nicht mehr betroffen, weil Bannon wohl selbst festgestellt hat, dass es dort nicht soo viele Kamele bzw. Kamelnutzer gibt. Die USA wollen ganz einfach vermeiden, dass die wenigen dortigen Kamele aus reiner Gewohnheit von Touristen aus diesen Ländern in Beschlag genommen werden und der gemeine Amerikaner sich mit Auspuffrohren begnügen muss. Beleg für meine gewagte These ist die Tatsache, dass der Einreisestopp mit der Terrorismusabwehr begründet wird. Bullshit. Wenn es wirklich danach wäre, müsste den US-Amerikanern die (Wieder-)Einreise verweigert werden. Weniger publik wurde eine Personalie im Trump-Umfeld. Bei einer scharfen Diskussion zwischen Bannon und dem Top-Breitbart-Blogger sowie bekennenden Kamelficker Yiannopoulos (tarnt sich manchmal als Kinder fickende Schwuchtel) über Kamelbeglückungspraktiken gerieten die beiden derartig in die Haare, dass letzterer das Handtuch schmiss. Es ist unglaublich, dass sich hinter einer derartig ehrbaren Person wie Trump Gestalten tummeln, die fürs Kamelficken über Leichen gehen. Leute, das ist kontraproduktiv für die Familienpolitik von Trump und den ihn wählenden konservativen Schichten (die sich jetzt schon kollektiv über die Mehrbelastungen durch TrumpCare freuen - sofern das denn kommt)! So gesehen handelt es sich beim angeblichen IS und dem Trump-Umfeld um dieselbe Seite derselben medaille. Übrigens ist man in Deutschland hier noch nicht so richtig sensibilisiert. Kurz und knapp brachte die FNP kürzlich die Meldung, dass sich ein Unbekannter an einer Pferdestute vergangen habe. Wer vergeht sich sexuell an einem Pferd - Zarinnen mal außen vor gelassen? Keiner. Außer es ist kein Kamel in der Nähe. Und schon kann man den potentiellen Täterkreis wirkungsvoll eingrenzen. Aber dann würde ja die Gutmenschenmafia wieder lostoben.

Sicherlich sind solche halbwilden Gestalten wie Wilders, Le Pen und Höcke und wie sie alle heißen mögen, derartig minderwertig und unwichtig, dass man sich gar nicht mit denen beschäftigen mag, aber deren penetrante Mediendauerpräsenz nötigt einen quasi dazu. So macht man sich ungewollt automatisch auch Gedanken darüber, wieso färben sich diese drei ihre pechschwarzen Haare - wie Trump seine grauen - strohblond (und sehen dabei zum Schießen lächerlich aus), andere Publicity-Süchtige wie Erdi aber nicht. Und da kam mir diesem Zusammenhang wieder das Viktor-Bohry-Syndrom in den Sinn, das eigentlich gedanklich längst verschüttet sein sollte. Wenn jetzt jemand googelt und bei Durchsicht der Ergebnisse feststellen mag, wie um alles in der Welt kann man nach einem der anscheinend perversesten Jurigeuner überhaupt ein komplettes Krankheitsbild benennen, dem erwidere ich: soo einfach ist es nicht. Woher kenne ich den überhaupt? Nun, Anfang der Siebziger war ich (weil es asoziale Netzwerke damals noch nicht gab) am Mittelrhein durchaus eine lokale Berühmtheit, u.a. der Chef des Kölner Arbeitgeberverbandes (wie der sich genau schimpfte - der Verband, nicht der Chef - weiß ich nicht mehr) kannte mich und stellte mich seinem Neffen vor, einem Jura-Studenten. Bevor ich mich loseisen konnte, niggerte der mich schon voll. Rassenreinheit und Ariertum - Rosenberg oder Konopatzki-Konopath (man beachte die urgermanischen Namen!) hätten es nicht präziser formulieren können. Nur, dass es sich bei dem Studenten um ein sog. Besatzungskind handelte, das buddhaseidank irgendwann auch mal zum Thema kam. Er würde gegen ein karges Honorar auf meine Verbindungen zurückgreifen wollen, um einen schwunghaften Dope-Handel aufzuziehen. Ich will das Thema jetzt nicht vertiefen, aber es scheinen sich bei dem noch weitere Gene manifestiert haben, denn letztendlich scheiterte dessen Plan daran, dass er lieber einen weiteren Involvierten um 45 DM bescheißen wollte als sich dem großen Entwurf zu widmen. Oder es ging ihm von Anfang an um einen kleinen schäbigen Betrug. Jedenfalls erinnerte mich die Herkunft besagter Gestalten (Wilders aus Indonesien, die le Pen-Sippe aus einem Kral von Leuten, die man lt. Herrn Rose nicht namentlich nennen darf, Höcke mit Dutzenden herum vagabundierender Kesselflicker im Stammbaum usw.) an den Namensgeber dieser Krankheit. Wie kommt es eigentlich immer wieder dazu, dass Gestalten, die es sich am wenigsten leisten können, das Maul am weitesten aufreißen? Und wieso fallen Unmengen an Leuten darauf rein? Es ist doch ein Krankheitsbild, das nach Heilung in einer Gummizelle schreit. Hoffen wir, dass die Niederländer dieser blondierten Tucke bei der jetzigen Wahl die richtige Antwort geben.

Was viele bei den derzeitigen Diskussionen um Auftrittsverbote türkischer Politiker vergessen, ist, dass es dabei wirklich um eine Wahl geht. Erdi, der sich seine Haarpracht nicht blondiert, gibt im Gegensatz zu manchen Osteuropäern seinen Landsleuten wirkliche Optionen: wie bisher Drittes Reich light oder künftig Viertes Reich brutal. Was gibt man uns: wir dürfen zwischen Pesterreger Typ A und Typ B wählen (und wenn man die AfD für eine Alternative hält, zusätzlich auch Milzbrand). Klar, dass unsere Politiker auf allen Ebenen da etwas angesäuert reagieren und Auftrittsverbote aussprechen. Warum???? Und was ich bei der ganzen Polemik auch nicht verstehe: warum in Dreiteufelsnamen haben denn so viele Türken die doppelte Staatsbürgerschaft? Sind das im Sinne der deutschen Jurigeuner die wertvolleren Menschen? Wenn es unseren Verantwortlichen wirklich um die Sache ginge, hieße das: Pässe weg und ab. Aber dann jault die Gutmenschenmafia wieder kollektiv auf.

Bevor es in Vergessenheit gerät, will ich doch noch meinen Senf zu einem Gerichtsurteil zum Thema Autorennen in der Stadt absondern. Da hat doch tatsächlich ein Gericht einen dabei verursachten tödlichen Unfall als Mord geahndet. Da will man doch nur BRAVO rufen. Aber wenig beachtet wird die Tatsache, dass unter den rasenden Microschwänzen (man beachte die Fuchsschwänze als Ersatz für die verbotenen Kamelschwänze) ein signifikanter Prozentsatz an Jurigeunern ist. Liebe Leser, glaubt es mir: in der nächsten Instanz wird das Urteil klammheimlich kassiert - und der tot gefahrene Herr posthum wegen Störung einer Betriebsveranstaltung verurteilt werden. Die Raser hingegen erhalten eine großzügig aufgerundete Haftentschädigung. Warum habe ich Bedenken, dass das schnell vergessen werden wird? Weil wie bei den Gesetzen die Halbwertzeit von Meldungen dramatisch sinkt. Es ist noch gar nicht lange her, da wurde deutschlandweit über eine Veganerin gehetzt, die einen Witz mit Folgen über ein Lied über einen nicht veganen Fuchs machte. Heute erinnert sich außer mir niemand mehr daran - und das Limburger Glockenspiel dudelt dieses Lied nach wie vor. Im Prinzip war das doch der gespielte Witz "Mein Nachbar pfeift dauernd unanständige Lieder." Das Gute an dieser Halbwertszeit: ein Vierteljahr nach ihrer Abwahl 2025 wird sich niemand mehr an eine Zonentucke erinnern können.

Neues gibt es auch von Unitymedia. Jetzt schrieben die mir, weil ich mich nicht melde, stornieren sie den Auftrag. Das hätten die einfacher haben können. Nein, zu einer Firma, die so fahrlässig mit Kundengeldern umgeht, kann man einfach kein Vertrauen haben. Kurioserweise war am Eingangstag dieses Schreibens auch der Bezirksschornsteinfeger hier und teilte mir mit, für eine derartige Kabelverlegung durch den Kamin würde er sowieso nicht sein OK geben. Mache ich jetzt noch ein Fass auf? Nein.