03/25/2017 - Gefährliche Gefährder

Was für eine coole Sau

Auf meiner Todo-Liste stand schon länger die Ausstellung "Schöner Schein" im Deutschordensmuseum Bad Mergentheim. Am letzten Sonntag konnte dieser Punkt abgehakt werden. Eigentlich weniger wegen der Ausstellung, sondern aufgrund der angenehmen Begleiterscheinung, dass diesmal keine dienstbaren Ungeister beim Fotografieren nerven würden. In Erwartung einer ähnlichen Ausstellung, wie sie das 3D-Museum in der Esplanade Ratchada zu Bangkok zeigt, schloss sich mein Sohn mir an. Aufgrund des stürmischen Wetters ging ich davon aus, dass sich der Andrang in Grenzen halten würde. Das haben sich jedoch viele gedacht, sodass sich die Besucherschlange bis vor die Eingangstür erstreckte. Es gab jedoch dafür einen einfachen Grund: zeitgleich fand exakt an diesem Tage eine Touristikausstellung statt, deren Sinn sich mir zwar nicht erschloss, die aber als Sponsor den Eintrittspreis signifikant sinken ließ. Die Sonderausstellung war bei weitem nicht so gut wie die in Thailand, aber recht nett. Da ich zuletzt 1993 hier war und zwischenzeitlich ein Umbau stattgefunden hatte, waren auch die Dauerausstellungen für mich neu. Wie soll ich es formulieren? Ich fand es irgendwie recht lieblos arrangiert. Hochinteressanter Stoff, es kam aber wenig rüber. Dann ging es auch schon weiter ins Deutschorden-Stadion. Es ist traurig, dass sich Fußball in einer derartig großen Stadt nur durch eine Spielgemeinschaft halten kann - und selbst das nur im Kreisliga-Abstiegsstrudel. Diesmal hatte die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim jedoch das Glück des Tüchtigen und bezwang den SC Wiesenbach durch zwei späte Tore mit 2:0. Aufgrund der Trikots hätte man durchaus denken können, hier würde Borussia Dortmund gegen Schalke 04 kicken, aber das hier hatte doch mehr mit Fußball zu tun als diese Bundesliga-Kacke. Knapp fünfzig Zuschauer wohnten dem durch Sturmböen aufgemotzten Spektakel bei - und es gab mit Tiki-Taka sogar ein ansprechendes Programm. Das Stadion selbst (auf jeder Seite Stufen, aber keine Bedachung) sollte unter Einbeziehung des komplett ringförmig herumlaufenden Walls durchaus 4.000 Leutchen Platz bieten. Da über dem Stadion auf einer Seite Burg Neuhaus thront und auf der anderen Seite etliche größere Einrichtungen des Kurbetriebs, kommt das Ganze recht fotogen daher. Eine Katastrophe war das Catering. Unmittelbar nach der Halbzeit war man nicht mehr in der Lage, eine Wurst zu servieren. Groundspotting gab es noch bei den in unmittelbarer Nähe befindlichen Plätzen in Igersheim und Neunkirchen. Als ich das letzte Mal in Bad Mergentheim (1993) war, wurde man am Bahnhof sofort vom Protzbau des Bankhauses Parthin begrüßt. Dienstlich hatte ich nur einige Male telefonisch mit denen zu tun - aber die unbeschreibliche Arroganz von den Säcken ist mir bis heute erinnerlich. Tja - und dann war man plötzlich pleite, und das ohne Wirtschaftskrise. Hätte man sich damals auf Förderung des Fachwissens und zivilisierter Umgangsformen statt des Asozialentums fokussiert, wäre das nicht passiert. Nunmehr befindet sich auf in der damaligen Zentrale (quasi den Trümmern der Konkursmasse betrieblichen und moralischen Versagens) das Rathaus. Eins hat diese Fahrt jedenfalls gezeigt: ich werde alt. Sehr alt. Weit über ein halbes Jahrhundert war mein zweiter Griff vor einer Reise (der erste ist der nach einem sinnvollen Flüssigkeitsvorrat) der nach der Kamera. Vergessen. Wenigstens hatte ich diesmal ein aufgeladenes Smartphone dabei - aber die Qualität der Fotos, besonders im Innenbereich von Gebäuden, ist doch eher unterirdisch.

Ein interessantes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gab es in der vergangenen Woche, als die Abschiebung zweier in Deutschland geborener "Gefährder" für rechtens erklärt wurde. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich selbst habe keinerlei Interesse am langfristigen Verbleib von Kamelfickern in Deutschland. Bekanntlich ist der Bestand an Kamelen hierzulande überaus überschaubar - und diese Typen tendieren erfahrungsgemäß zu spontanen Ausfallerscheinungen, wenn sie ihren Neigungen nicht nachkommen können. Aber das Jonglieren mit Begrifflichkeiten in diesem Zusammenhang irritiert durchaus. Ich bilde mir zum Beispiel ein, dass derartige Maßnahmen vor 75 Jahren noch Deportationen genannt und im Nürnberger Hauptprozess als Verbrechen gegen die Menschlchkeit gebrandmarkt wurden. Aber wie ein Literatur-Nobelpreisträger schon sang: die Zeiten ändern sich. Alles Schall und Rauch oder Schnee von gestern. Ein deutscher Rapper hatte da Mist verstanden, denn die Zeiten ändern nicht Dich. Dem kompletten Jurigeunertum wurde es langsam zuwider, nicht mehr nach den Nürnberger Gesetzen urteilen zu können, sondern sich mit Mundraub und ähnlich Handfestem herumschlagen zu müssen. Die Einführung des Gefährder-Begriffs (kleiner Exkurs: das kommt vom Skywheeler 2007, der wohl zu oft den Minority Report geschaut, aber nicht begriffen hat. Nun der durchaus freundschaftliche Tipp: hier hat definitiv der Falsche gesprochen. Stufe II wäre nämlich die Wiedereinführung von T4) bietet die Möglichkeit, umgehend Sippenhaft usw. wieder einzuführen. Aber wenn das Jurigeunertum Lunte riecht (Freisler lebt!), Zustände von vor Mai 1945 wieder einführen zu können, kennt es keine Grenzen mehr. Sicher sind die Leute der OSS auch nicht meine Freunde, aber unbescholtene Zeitgenossen zu vier Jahren zu verknacken, nur weil die von irgendwelchen Aktionen gefaselt haben, halte ich für eine extreme Perversität, die nur die Ausgeburt kranker Hirne, deren Träger schon länger kein Kamel mehr in Griffweite hatten, sein kann. Auch ich sollte vorsichtig sein. Zwar weise ich auf der Startseite meines Geblökes darauf hin, dass dieses keineswegs für Jurigeuner geeignet ist, aber begreift sowas das? Begreift sowas das Wesen von Satire? Nachher wirft man mir noch vor, das Grundgesetz, das niemand mehr verteidigt als ich, vernichten zu wollen. Wenn jetzt jemand auf die Idee kommt, man müsse auch Typen wie Maas oder Maaßen (beruht die Namensähnlichkeit darauf, dass in der Vorfahrenschaft dieselbe herumreisende transnistrische Kesselflicker-Großfamilie aktiv war?) als Gefährder wegsperren, der möge sich die Definition anschauen. Diese Typen sind längst über das Planungsstadium hinaus. Dann denkt man an Ernst von Weizsäcker, denn der wertete lt. Wikipedia rückblickend den Umstand, dass "eine Erscheinung [von Ribbentrops] Art" im nationalsozialistischen Staat ein so hohes Amt wie das des Außenministers erreichen konnte, als einen schlagenden Beweis dafür, dass das System, in dem dies möglich war, einen Fehler in sich barg. Jetzt schaue ich mir nur z.B. diese beiden und Dumbo Dobrindt (Witz am Rande: und Trump) an und weiß alles. Übrigens: wenn man den Gedanken weiter spinnt, kann man letztendlich ganzen Rassen Gefährdungspotential zusprechen. Das kennen wir doch?

Geht jetzt noch nicht, weil bei solchen Gedanken die Gutmenschenmafia hyperaktiv wird. Da erzählte kürzlich eine nette alte Dame, der wirklich jedes sog. Rechte Gedankengut fremd ist, im TV von ihrer Weltreise. Dabei formulierte sie etwas unglücklich, dass man sie in Südafrika vor Schwarzen gewarnt habe, weil die alles klauen sollen. Ich war nie dort, erinnere mich aber an eine Kommilitonin, die vor über vierzig Jahren in Südafrika ein Auslandssemester absolviert hatte und exakt dasselbe erzählte. Wie dem auch sei: man sollte sich überlegen, warum das so ist, damit man konstruktiv helfen kann, das zu ändern. Stattdessen jaulte das Gutmenschentum kollektiv auf und verdammte die arme Frau (bei der heutigen Halbwertszeit von News ist das übermorgen längst vergessen wie z.B. die Panama-Papers). Ich selbst erinnere mich, wie ich vor knapp fünfzig Jahren das erste Mal in Amsterdam aufkreuzte - der (schwarze) Mitarbeiter des Hostels warnte mich als erstes vor den Niggern im Vondelpark. Wahrscheinlich war ich der bisher einzige Jugendliche, der nicht wegen Dope dorthin gefahren ist, sodass diese Warnung überflüssig war. Selbstredend teile ich diese Vorurteile jedoch nicht, sonst wäre ich seinerzeit sicher nicht so lange in Jamaica geblieben. Die Gutmenschenmafia beruft sich u.a. auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Allein die Tatsache, dass Rasse (nicht nur) dort ausdrücklich aufgeführt ist, impliziert doch, dass man die Existenz unterschiedlicher Rassen grundsätzlich anerkennt. Wenn die sich nicht unterscheiden würden, machte eine Aufführung keinen Sinn. Ergo: wen stört, dass fremdes Eigentum in anderen Kreisen einen ganz unterschiedlich bewertet wird? Und jetzt schaue ich mir den Gutmenschen an, der als Schadensachbearbeiter in einer Versicherung arbeitet. Wenn ich dem erzähle, dass ich mein Auto in Soweto nicht anders gesichert habe als in Soest, wird der mir garantiert im Diebstahlsfall keine Versicherungsleistung zusprechen, sondern händigt mir ein dreiseitiges Formblatt aus, was ich in Südafrika zu beachten habe. So sieht es nämlich aus, Ihr Gutmenschen.

Zwei deutsche Vorstandschefs mussten kürzlich einräumen, dass sie sich maximal aufs Kamelficken verstehen. So vergab Siemens vor einigen Jahren den absolut löblichen Auftrag an zwei über jeden Zweifel erhabene Historiker, den Korruptionsskandal professionell aufzuarbeiten. Allerdings muss man sich das Wort professionell in Anführungsstrichen vorstellen, da stets ein Jurigeuner dabei war. Und dann war der Bericht fertig. Nach allem, was durchgesickert ist, kam die aktuelle Siemens-Führung relativ gut weg. Aber dennoch beeilte sie sich (euphemistisch) mitzuteilen, dass es bei ihnen um eine Ansammlung verwichster Kamelficker handele, die so auch überall in den USA existieren könne, und dass man einer Veröffentlichung keineswegs zustimmen werde. Wie tief sind wir Deutschen gesunken. Klar, dass solche Versagertypen zwangsläufig die Handy-Sparte an die Wand fahren mussten und auch im Eisenbahnwesen nur Scheiße produzieren. Man will wirklich nur noch auswandern. Apropos Eisenbahn. Nachdem unsere Politiker den Grube kurzerhand entsorgt hatten, befürchtete man ja allgemein, dass dieser unsägliche Arschfalla DB-Vorstandschef werden würde. Das ist nicht eingetreten, immerhin hat man mit Lutz sogar jemanden bestellt, dem das Eisenbahnwesen wenigstens halbwegs ein Begriff ist. Der Arschfalla zeichnet jedoch für die "perspektiven", die den Fernverkehr des Jahres 2030 beleuchten, verantwortlich. Für mich ist natürlich betrüblich, dass unser herrliches Offenbach, was dann über 150.000 Einwohner haben wird, weiterhin die größte deutsche (?) Stadt sein wird, die bewusst keine Fernverkehrsanbindung haben wird (bekanntlich hatten wir früher durchaus ICE-Anschlüsse aus Leipzig und Berlin). Aber was steht da sonst für eine kranke Scheiße drin. Potsdam, Plauen, Wetzlar und Mönchengladbach hatte man damals beim Mord aus niedrigsten Beweggründen am IR-System und diversen Vergewaltigungen des IC-/ICE-Netzes den Fernverkehr geklaut - jetzt macht dieser Sack ein Riesenbohei, dass da wieder was fahren soll. Nur Neuss lässt man weiterhin links liegen. Neustadt a.d.W. hatte immer IC-Verkehr - plötzlich soll das für die was ganz Neues sein. Usw. Man kann gar nicht soviel saufen wie man kotzen möchte. - Zurück zum Thema: der zweite ist der Lufthansa-Chef. Nach dem Absturz der Eurowings-Maschine versprach er (es handelt sich um keine Politratte!) unbürokratische Übernahme aller dadurch verursachten Kosten. Wie man heute erfährt, war das sinnloses Gelalle. Vielleicht ist dieser Spohr permanent mit Kamelfickerei beschäftigt, um sich mit den Auswüchsen seiner Subalternen zu beschäftigen. Dass solche Typen hierzulande nicht angekettet im Steinbruch arbeiten müssen (da war man vor über 2.000 Jahren in Sizilien schon zivilisierter!), sondern das große Maul ungestraft aufreißen dürfen, ist ein Unding. Jedenfalls scheint man davon ausgehen zu können, dass der angebliche IS und deutsche Wirtschaftskapitäne dieselbe Seite derselben Medaille darstellen.

Während es durchaus Sinn macht, dass die Microsoft Office Fehlerprüfung das Unwort "Gefährder" nicht kennt, könnte man sich mal wieder über Google amüsieren, wenn es nicht so traurig wäre. Meine Ehefrau wollte einer Bekannten im Ausland, die nicht deutsch spricht, ein Kochrezept auf englisch zumailen. Zufällig las ich, dass da unter den Zutaten decoratings aufgeführt waren. Das kam mir komisch vor und ich fragte nach. Nun, da sie nicht wusste, was Zierquitten auf Englisch heißt (wusste ich auch nicht), nutzte sie blöderweise den Google Übersetzer statt leo.org. Und das kam dabei raus. Wundert mich, dass Kichererbsen korrekt übersetzt wurden. Und solche Vollpfosten beschäftigen sich mit dem autonomen Fahren? Ich kenne nur eine adäquate Beschäftigung: die Gummizelle von innen.

Entweder fällt das, was man gestern in der FNP lesen konnte, in die Rubrik Fake-News, oder die Frankfurter Polizei will uns verarschen oder sie ist wirklich so blöde. Vor Jahresfrist blökte ich von den Unmengen an Ostafrikanern (konkret nannte ich sie am 6.1.2016 geographisch hyperkorrekt Nordostafrikaner), die im Bahnhofsviertel vollkommen ungestört und unbehelligt ihren (wenn ich hier jetzt "illegalen" schriebe, würde die Gutmenschenmafia wieder aufwinseln, also lasse ich es) Geschäften nachgehen können. Ich konnte damals nicht komplett ausschließen, dass von dort aus beträchtliche Summen in unsere Exekutive fließen. Jetzt wurde über eine Razzia berichtet, in der sich auch der Polizei-Vize auskotzen durfte und u.a. lallte: "Neu ist, dass an die Stelle der nordafrikanischen Dealer in der Düsseldorfer Straße inzwischen Ostafrikaner - vor allem aus Eritrea und Somalia - getreten sind." Was willst Du damit sagen? Jeder, aber auch wirklich jeder wusste das, sei es der Eintages-Messebesucher, der Skyline Plaza-Kunde, Horden von Schulkindern etc. Nordafrikaner hat man mangels Cojones dort schon seit ca. drei Jahren nicht mehr angetroffen. Wenn ein Ostafrikaner einem Maghrebiner ein "Isch Ficque Doin Moddööääh, Alldööääh" auf Arabisch entgegen schleudert, verpisst sich letzterer umgehend. Und dann blökst Du eine derartig schwachsinnige Scheiße? Für das Blöken bin ich zuständig! Und ich verstehe das so, dass die finanziellen Zuwendungen aus diesen Kreisen Euch nicht mehr reichten. Und prompt gab es eine niedliche kleine Razzia mit dem Aha-Effekt. Ich möchte wirklich nicht wissen, was in den Polizeiberichten sonst noch für Scheiße steht.