05/30/2017 - Caravan im Piano

Nützt nix! Das Gesockse vermehrt sich nach Karnickel-Manier

Volles Programm am Vatertag. In erster Linie wollte ich mir das Caravan-Konzert im Piano zu Lütgendortmund reinziehen. Obwohl ich seit 48 Jahren ausgewiesener Fan dieser Combo bin, habe ich sie bislang nur zweimal live gesehen - außerdem hatte ich mal einen Gig, für den ich ein Ticket hatte, verpennt. Das Piano liegt in einem sehenswerten Gründerzeit-Komplex, der Konzertsaal sollte 250 Zuschauern Platz bieten. Soviel waren in etwa auch zugegen, um einer der seinerzeit innovativsten Bands des Planeten zu huldigen. Ich war bei weitem nicht der älteste Konzertbesucher, aber unter Dreißigjährige waren kaum da. Bis auf "9 ft underground" bot die Gruppe alles, was man hören wollte - nach eigenen Angaben auch erstmals meinen persönlichen Favoriten "Memory Lane Hugh". Leider war nach ca. hundert Minuten netto Schluss. Hat sich voll gelohnt. Weniger gelohnt hat sich ein Tankstopp. Die Klimaanlage fraß doch erheblich mehr Energie als erwartet, dass ich mit der kalkulierten Benzinmenge nicht auskam und für 1,469 in Wilnsdorf tanken musste. Ich brach ja fast zusammen. Vor dem Konzert feierte ich 35jähriges Jubiläum. Exakt genau so lang ist mein erster Besuch RWE vs MSV (damals 2:2), seinerzeit noch im inzwischen abgebrochenen Georg-Melches-Stadion, her. Austragungsort war diesmal das für mich neue Stadion Essen, was keineswegs ausverkauft war - die Schwarzhändler schimpften wie die Rohrspatzen und unterboten sich gegenseitig. Dank noch vorhandener Ortskenntnisse konnte ich 500 Meter entfernt umsonst und bequem parken. Während das Spiel (0:2) eher mau war, konnten die Begleitumstände (mannigfacher Pyroeinsatz auf beiden Seiten, gute Bratwurst, Programm) überzeugen. Bekanntlich mag ich keine fußballerischen Großereignisse mehr (s.u.), aber das war ok. Erster Programmpunkt des Tages war das Internationale Zentrum für Lichtkunst in Unna, von dessen Existenz ich kurz vorher im Aschaffenburger Kunstlanding erfahren hatte. Waren ein paar nette Sachen dort. Untergebracht ist das Museum in der ehemaligen Lindenbrauerei, wo ich Anfang 2002 bereits ein Konzert gesehen hatte (keine Ahnung mehr, welches). Positiv hervorzuheben ist, dass die Kunstwerke perfekt in die alten Gemäuer integriert waren. Die junge Führerin (individuelle Besuche sind nur sehr selten möglich) war eine kleine Philosophin, mit der man herrlich über Platos Höhlengleichnis disputieren konnte - was in einem Kühlkeller ja durchaus Sinn macht. In Unna selbst war die Hölle los (trotzdem fand ich 300 Meter vom Museum entfernt einen klasse Parkplatz), da ein italienisches Fest stattfand - mit einem schmierigen Al Bano-Verschnitt als Höhepunkt. Meine Groundspotting-Versuche waren von wenig Erfolg gekrönt. Das Herderstadion ist eher mickrig und sieht selten Fußball. Die Anlage an der Bachstraße hingegen ist restlos verfallen. Auf dem Weg nach Essen machte ich noch schnell Station an der Zeche Carl, wo ich vor ca. 25 Jahren mal den Buzzcocks zugejubelt hatte. Abgesehen von einem Stau auf der A1 auf der Hinfahrt, den man bei vernünftiger Information locker hätte umfahren können, verlief die Tour verkehrstechnisch ohne besondere Vorkommnisse. Dennoch stelle ich wiederholt fest, dass mir mittlerweile solche Touren an die Substanz gehen. Zu größeren Aktivitäten war ich am drauffolgenden Wochenende nicht in der Lage. So schauten wir uns daheim gemütlich das Pokalfinale an. Fußballerisch in keiner Form zu beanstanden, nur der Frankfurter Keeper wirkte etwas überfordert. Aber die Begleitumstände bringen mich immer noch auf die Palme. Wohin man auch schaut, versuchen irgendwelche asozialen Extremärsche (sicher im Verbund mit Jurigeunern), alle Ereignisse in die Beliebigkeit zu drängen. Welcher Schwachsinnige ist auf die Idee gekommen, die Halbzeitpause mit einer Gesangsdarbietung zu verseuchen? Es ist dabei schnurzpiepegal, ob es sich um Andrea Berg oder Iron Maiden handelt; ferner ist es unerheblich, ob der Auftretende dafür bezahlt wurde oder seinerseits zu Promotion-Zwecken Kohle auf den Tisch blätterte. Es stellt vielmehr eine Herabwürdigung der Leistung aller Beteiligten dar, die Pause für wesensfremde Sachen zu vergewaltigen. Erstens sind wir nicht einem Entwicklungsland mit drei Buchstaben, zweitens käme auch niemand auf die Idee, eine Konzertpause mit Ballgeschiebe zu füllen (doch, gab es einmal Anfang der Achtziger bei Asia im Hamburger CCH, fand aber aus gegebenem Anlass keine Wiederholung). Den Hammer aber lieferte die ARD. Konnte man das berechtigte Pfeifkonzert in der ersten halben Minute noch einwandfrei hören, wurde es dann weggefiltert. Klar, dass die ARD das bestreitet, aber die Fakten sprechen gegen die. Eigentlich kennt man so etwas nur von Organisationen wie FIFA etc., dass unliebsame Fakten ausgeblendet werden. Will sich die ARD jetzt auch in Richtung Lügenpresse bewegen?

Da war ich doch vor einiger Zeit am Frankfurter Bogen, um mich über den Baufortschritt des dortigen Grounds zu informieren - irgendwelche Infos über Eröffnungstermine fanden sich dort aber nicht. Zufällig traf ich am vorletzten Donnerstag ein Frankfurter Trainer-Urgestein, der mich fragte, ob man sich auch am Samstag sehen würde. Mein Antlitz muss die Gestalt eines Frageszeichens angenommen haben, jedenfalls informierte er mich über die feierliche Eröffnung des Frankfurter Bogens am 21.5. Bin dann auch brav hingefahren und konnte mich dort dem Spielgeschehen rund um die Frankfurter Parlamantsmannschaft widmen - wann sieht man die schon mal? Deren Ausstattung war mangelhaft, denn etliche Spieler mussten sich Hosen des TV Preungesheim ausleihen. Weitere teilnehmende Teams kamen von Makkabi und Preußen. Die fußballerische Qualität bei sommerlichen Temperaturen vor vielleicht vierzig Unentwegten? Schwamm drüber. Immerhin konnte ausbaldowert werden, dass in der kommenden Saison neben dem TV Preungesheim auch Frankfurt-Nord (die ihre Heimat vor Jahren an der Fechenheimer Pfortenstr. hatten) hier um Punkte kämpfen werden. Auf dem KR-Platz fand alles mögliche statt, aber kein Fubbes. In der Halle konnte man dem Hand- bzw. Floorball beiwohnen. Für musikalische Untermalung sorgte eine Blues Brothers Cover Band, bei der das Outfit hundertprozentig stimmte, wohingegen die Musik … na ja.

Ich wollte bekanntlich mal meine Meinung zum hessischen Spielhallengesetz kund tun. Dieses wurde 2012 verabschiedet und soll zum 1.7.2017 vollumfänglich in Kraft treten. Mittels dieses Gesetzes will man die Anzahl der Spielhallen drastisch reduzieren. Man könnte meinen, innerhalb dieser sehr großzügig bemessenen Übergangsfrist hätten die kommunalen Verwaltungen bequem sämtliche Vorbereitungen treffen können. Geschehen ist allerdings … nichts, was sich nunmehr in hektischer Betriebsamkeit bei den zuständigen Behörden ausdrückt. Meine persönliche Meinung zu diesem Thema: ich halte von dem ganzen Brimborium nichts. Zum einen: wer daddeln will, daddelt sowieso. Und solange es Spielhallen gibt, weiß man, wo sich der Abschaum in der bundesligafreien Zeit aufhält. Ob sich dieser in den nun wie Pilze aus dem Boden schießenden Wettbüros wohl fühlt, muss sowieso die Zukunft zeigen. Wenn es wirklich um Schutz vor Spielsucht ginge, würde man viel massiver vorgehen - alles Blablabla (wie man bei Tabak sieht, ist die Geilheit auf sprudelnde Steuereinnahmen stärker als sämtliche Fürsorgegedanken). Zu anderen: das Gesetz kostet unser Geld, womit wir endlich beim Thema wären. Laut einem bei der Gesetzesformulierung involvierten Jurigeuner soll das Gesetz gerichtsfest sein bzw. zu einer gerichtsfesten Durchführung beitragen. Bei einer derartigen Formulierung greift sich allerdings jeder Jurigeuner voller Geilheit an den Sack oder die feuchte Möse. Denn im Gegensatz zu dem, was der normale Bürger darunter versteht (Zustellung des Schließungsbescheides - Halle wird dicht gemacht), bilden derartige Gesetze die Grundlage, dass Dutzende von Großkanzleien über Generationen hinweg aufgrund dieses Gesetzes Kohle (unsere!) scheffeln können. Tatsächlich ist dieses Gesetz derartig idiotisch und schwammig formuliert, dass ein Gummizelleninsasse, der bei einem Entlassungstest einen derartigen Irrsinn absondert, für weitere zwanzig Jahre eingesperrt wird. Man merkt ihm auch an, dass bei etlichen Formulierungen die Spielhallenlobby die Feder geführt hat (so ist "Qualität der bisherigen Betriebsführung" bei einer Lizenzverlänergung heranzuziehen). Wie gesagt, das Gesetz ist bewusst so formuliert, dass es niemand mit einem IQ höher 45 begreift. Das ist ja auch der Grund, warum die zuständigen Behörden bislang keine Vorarbeit geleistet haben. Dafür geht jetzt alles holterdipolter. Was natürlich heißt, dass es neben den gewollten Gesetzestextunklarheiten auch zu Flüchtigkeitsfehlern im Lizenzversagungsfall kommen wird. Von Betreibern beauftragte Jurigeuner haben schon sich die Geschlechtsteile reibend (s.o.) und feixend angekündigt, dass sie den Rechtsweg exzessiv ausnutzen werden. Meine Meinung: wir werden in den hessischen Großstädten in sieben Jahren eine fast identische und auf dem Land eine erheblich größere Anzahl von Spielhallen sehen. Bravo, Ihr Jurigeuner. Bei diesem Stichwort fällt einem natürlich Andreas Schulz ein, den der Fall Amri zum Sackreiben verführt. Es sieht wohl so aus - wie unmittelbar nach Wahlende in NRW bekannt wurde (das ist ja nun wirklich merkwürdig!) -, dass Versagen von Berliner Polizeikräften dazu führte, dass der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden konnte. Da hierzulande angebliche IS'ler noch nicht mal wild pissen können, ohne dass Söder das weiß, wird die nicht erfolgte Festnahme zwei Wochen vor dem Anschlag sicher auf sein Konto gehen. Selbst wenn dem nicht so ist, hätte ich hier noch ein gewisses Restverständnis, denn Fehler machen wir alle mal. Dass aber anschließend die entsprechenden Belege vernichtet wurden, ist für sich genommen schon bislang unbekanntes extremes Jurigeunertum. Dass die Typen wild herum winseln liebern als sich Fehlern zu stellen, ist bekannt - aber einen ganzen Staat auf das Niveau von dreibuchstabigen Failed States zu bugsieren, ist hart. Aber richtig pervers ist, dass dann ein Anwalt Schulz herum lallt, dass er 100.000.000 EUR dafür haben will - für die Opfer natürlich. Ich muss mich jetzt vor Lachen bepissen und komme nochmals zum Söder. Bislang hat er das Treiben des angeblichen IS hierzulande perfekt gemanagt. Tatsächlich denken ja fast alle, dass es den IS gibt. Auf dieser Basis kann man herrlich neue Gesetze zur Überwachung von uns Bürgern schnitzen (Die letzte Gesetzesverabschiedung vor knapp zwei Wochen hat gestoppte 87 Sekunden gedauert! Und schon meldet sich der notorische Maaßen wieder und lallt etwas von noch mehr Überwachung! Immerhin gibt er gleichzeitig zu, dass der bisherige Föderalismus für den Arsch ist, was ich ja schon seit Jahren behaupte.). Aber irgendwie läuft ihm die Sache jetzt aus dem Ruder. So etwas wie das eben Beschriebene darf ihm nicht noch mal unterlaufen.

Bislang lief das Ganze ja nach einem mit satanischer Intelligenz verfassten Drehbuch ab. Gerade als das Volk zu begreifen begann, dass seine wahren Feinde das Jurigeunertum und die von ihm gesteuerten "Manager"- und Politiker-Marionetten sind, holte man Millionen von nicht Integrierbaren als "Flüchtlinge" ins Land und ließ den bislang für andere Zwecke installierten IS hierher. Einzig aus diesem Grunde lässt man die Bürgerkriege in Syrien, Afghanistan und im Irak zu. Dass das noch niemandem aufgefallen ist! Ein land mit einem derartigen Organisationstalent wie Deutschland kann - wie die Geschichte zeigt - locker die zehnfache Menge an Neubürgern bewältigen. Es ist pure Absicht der Politratten, dass es zu Chaos kam. Und so hatte man es geschafft, dass für etwaige Missstände vom Volk bei Personen gesucht wird, die genauso arme Schweine sind wie unsereins. Eine ähnliche Perfidität legt man beim Flughafen Berlin an den Tag. Deutschland ist wie gesagt ein Volk perfekter Organisatoren und der weltbesten Ingenieure. In drei Jahren könnten wir problemlos drei Flughäfen von der Größe von Heathrow planen und bauen. Das Chaos von BER ist mutwillig herbei geführt worden, um den Außenhandelsüberschuss nicht noch größer werden zu lassen - denn wer bestellt bei uns jetzt noch Flughäfen?