07/13/2017 - Technik in Sinsheim

Exakt so isses

wäre ich fast drauf reingefallen

Am vergangenen Samstag erlaubte meine angespannte Zeitsituation tatsächlich eine kleine Fahrt in die Wetterau. Zum einen wurde auf dem charaktervollen Sportplatz in Büdingen-Wolf gekickt. Seitdem der FSV Wolf seine Seniorenmannschaft abgemeldet hat (angeblich soll der Zuschauerschnitt bei 10 gelegen haben), findet hier nur noch wenig Spielbetrieb statt. So traf es sich gut, dass der KSV Aulendiebach sich in einem Vorbereitungsspiel mit der Zweiten von Olympia Fauerbach messen wollte. Letztendlich fanden sich noch ca. 45 Zuschauer ein, wobei die Gästefans durchweg verspätet eintrudelten, weil sie den versteckt gelegenen Ground nicht fanden), die ein merkwürdiges Spiel sahen. Bis zur 23. Minute ging der KSV mit 5:1 in Führung (jeder Schuss ein Treffer, hätte durchaus noch höher sein können, wenn die Spieler den Abseitssituationen mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätten), um dann noch mit 5:7 unterzugehen - ein neues Ergebnis in meiner Statistik, die ich durchaus seit 1973 pflege. Dieser Ground sollte 1.500 Leutchen fassen, wobei es mir bei meinem vorletzten Groundspotting-Besuch 2007 erheblich gepflegter erschien. Zu Essen gab es nichts, sodass wir hungrig das Mittelalterfest in Büdingen aufsuchten. Einen sehr guten Parkplatz gefunden und von einer netten Eingeborenen ungefragt vor einem Umweg bewahrt worden - ein guter Anfang also. Der Markt mit seinem Brimborium war durchaus ok, aber die Preise hatten es in sich. Sechs Euronen für ein kleines Knobibrot waren noch halbwegs billig, Gesöff konnten sich nur Krösusse leisten. Voll war es, bei dem herrlichen Wetter aber nicht verwunderlich. Auch am Dienstag war Kinderbespaßung angesagt. Mit ein paar Halbwüchsigen im Schlepptau ging es ei mäßigem ins Technikmuseum Sinsheim. Unser Vorhaben, vorher einen Blick ins Innere der Wirsol Arena zu erhaschen, scheiterte an brutaler Security (egal, ich war ja schon beim Eröffnungsspiel dort). Das Museum selbst (das Schwestermuseum in Speyer hatten wir schon vor neun Jahren aufgesucht) kann durchaus begeistern. Aber für 17 EUR Eintritt darf man wohl erwarten, dass nicht jeder Extra-Knopfdruck extra bezahlt werden muss. Zweiter Wermutstropfen: wegen einer Bildungsmesse war ausgerechnet die Lokhalle gesperrt. Immerhin ließ mich ein netter Mitarbeiter ein paar Krokodil-Fotos machen. Absolut irre sind natürlich die begehbaren Überschall-Jets, wobei mir die Tu 144 innen tatsächlich besser gefällt als die Concorde. Und faszinierend natürlich die riesige Oldtimer-Sammlung, bei denen den Kidz tatsächlich auffiel, welcher optische Scheißdreck im Gegensatz dazu doch heutzutage produziert wird. Mein nächster Sinsheim-Besuch wird mich in das mir bis dato unbekannte Fördertechnikmuseum nebenan führen. Während die Kidz sich dne neuesten Transformer-Film reinzogen, fuhr ich nach Mühlhausen, wo der dortige 1.FC den Regionalligisten Astoria aus der Nachbarstadt Walldorf empfing. Es ist irre: gastieren unsere Kickers in der Umgebung bei einem Freundschaftskick, sind zahlende 400 Zuschauer das Minimum. Hier waren es bei freiem Eintritt gerade knappe 75. Wenigstens wurde im Parkwaldstadion selbst gespielt - die Werbebanner zeigen nämlich, dass der trostlose Kunstrasenplatz nebenan der Hauptground zu sein scheint. Auch hier stand es zwischendurch mal 1:5, Endstand 8:1. Das Catering-Büdchen bot nichts an, aber man hätte in der Vereinsgaststätte à la carte speisen können - bin ich behämmert, oder was? Der großzügige Ground mit Laufbahn sollte trotz seines nur marginalen Ausbaus für 3000 Leutchen gut sein. Übrigens hatte ich hier das Glück, meinen Altkleiderbeutel, den ich zwangsläufig seit etlichen Tagen mittransportieren musste (s.u.), in einen dafür vorgesehenen Container werfen konnte. Tatsächlich hatte ich sogar noch Zeit, nach 2007 mal wieder den Schlosspark Eichtersheim zu besuchen. Was für eine schöne mit zahlreichen Skulpturen versehene Anlage, in deren Mitte eine Wasserburg ist!

Immer wieder fragt man sich, ob das Offenbacher Rathaus nicht in Wirklichkeit der Gummizellentrakt eines Irrenhauses ist. Bei Potsdam denkt man so was schon lange (demnächst mehr), aber hier in Deutschland? So hat man kürzlich stolz verkündet, die Zahl der Altkleider-Container drastisch reduziert zu haben. Nun muss man zugeben, dass das Umfeld derartiger (privat betriebener!) Container nicht immer toll aussieht, aber offenkundig ist sowohl von Aufsteller-, Einwerfer- und Schmarotzerseite der Bedarf vorhanden. Jedenfalls scheint im Gegensatz zu den Spielhallen diese Maßnahme zeitnah umgesetzt worden zu sein. Der DRK-Container bei mir um die Ecke ist weg. Die Altglas- und Elektroschrott-Container stehen jedoch noch. Und tatsächlich: die Unmenge an daneben liegenden Glasmüll und Elektroschrott (weil diese Container viel zu selten geleert werden) sieht ohne dazwischen gestreute Altkleidung ERHEBLICH angenehmer aus. Danke, lieber Magistrat! Ihr könnt wirklich nicht weiter denken als eine fette Sau springt! Aber dicke Aufwandsentschädigungen usw. auf meine Kosten kassieren. Und da die Menge an wegzuwerfender Altkleidung leider nicht sinkt (was ich persönlich bedauere), wirkt das Umfeld der noch stehenden Altkleider-Container geradezu paradiesisch. So mag der Raum Oberer Grenzweg/Goerdelerstr. Mit seinen noch stehenden Containern wahrlich für jeden Müllsortierer aus Accra wie der Garten Eden erscheinen. Nochmals danke, lieber Magistrat! Aber warum sollte so ein mickriger Scheißmagistrat denn denken! Unsere beliebte Zonentucke hat es wieder einmal vorgemacht. Ich will nicht über den Sinn von G20-Gipfeln blöken. Auch nicht, warum man einen ausgerechnet in Hamburg stattfinden lassen muss. Aber eines war immer klar: neben dem Abschaum in den Konferenzräumen zieht so ein Event auch jede Menge sonstigen Abschaums an. Während erfahrungsgemäß die ehrbare Bevölkerung vor dem erstgenannten Abschaum kaum geschützt werden kann, steht für den Schutz gegen das andere Gesocks angeblich Polizei zur Verfügung. So hat auch Berlin etliche hundert kampferprobte Polizisten nach Hamburg beordert. Echte Kerle und Kampfweiber, die sich natürlich auch wie solche benehmen. Wer lässt nicht vor einem echten Einsatz noch einmal die Sau raus? Diese wackeren Berliner taten es jedenfalls - und das auch noch ganz ungeniert vor den Augen der presse und hanseatischen Öffentlichkeit. Klar könnte nun die kuriose Situation eintreten, dass mir irgendwann einmal einer dieser Anarcho-Urinatoren ein Knöllchen wegen Windpissens verpasst - geschenkt. Tatsächlich wurden diese Kämpfernaturen auf Drängen von Jurigeunerkreisen (dazu kommen wir noch) und gegen den ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung, die ahnte, was ihr nun blühen würde, wieder zurück beordert. In Hamburg verblieben diese vom Jurigeunertum gesteuerten uniformierten Kuschelheinis, die gerne von Deeskalation schwafeln, sich dabei in die Hose scheißen vor Angst und eigentlich nichts tun, außer sie können sich vor Parksündern wichtig machen. Diese Berliner Toppolizisten hätten innerhalb einer Stunde der vermummten Kleinstschwanzschaft gezeigt, wo der Hammer hängt. Aber so kam es, wie es kommen musste: Teile von Hamburg liegen in Trümmern, die Bevölkerung wurde schutzlos dem von den Kuschelheinis erst (ungewollt natürlich?) aufgestachelten Mob überlassen, Autos wurden angezündet, Supermärkte wurden geplündert, das Bild von Hamburg wird weltweit besudelt (wozu ja ansonsten der HSV zuständig ist). Danke, liebe Frau Merkel! Aber tatsächlich haben mir zwei Sachverhalte in diesem Zusammenhang die Augen geöffnet. Früher dachte ich, die Protestler wären kultivierte Leute, die "nur" ab und dann etwas über die Stränge schlagen. Aber dann sah ich Fotos vom zuerst geplünderten Supermarkt. Da hatten sich doch einige Hundert verkleidete kriminelle Kleinstschwätze, die von Mutti Ausgang erbettelt hatten, im Gefolge einiger Votzen, die für normale Männer ein optischer Grund wären, schwul zu werden, einen heroischen Kampf mit einigen Hot Dog-Gläsern und Bierpaletten geliefert. Was für Helden! Aber die Salatbar, deren Ausstattung sie groß und stark gemacht hätte, ließen sie unberührt. Was für arme, kranke Würstchen! Die sind so behämmert, dass sie noch nicht einmal merken, wie sie instrumentalisiert werden. Denn wie man unschwer erkennen konnte (stand auch schon vorab im Stern) wurde das ganze Gesindel, dem ebenso wie den 68er-Kanaken jeglicher intellektueller Unterbau fehlt, von einigen Jurigeunern gesteuert, die ihre fetten Ärsche geifernd und feixend in der Roten Flora schwenkten. Tja, dem Jurigeunergesockse ist keine Maßnahme zu strange, um gegen uns ehrbare Bürger vorzugehen. So kam es dann doch noch zu skurrilen Situationen, bei denen fremdgesteuerte Polizei sich mit instrumentalisierte "Autonomen" Scharmützel lieferten - mit identischen Auftraggebern - alles nur, um unsere Demokratie untergehen zu lassen. Und an Euch Autonome der freundliche Hinweis, wenn ihr überhaupt lesen könnt (wenn nicht, lasst es euch vorlallen), der Hinweis: sobald das Jurigeunertum in Verbindung mit dem internationalen Großkapital die Macht übernommen hat, seid ihr die ersten, die in die reaktivierten Gaskammern verfrachtet werden. 1934 wurde das mit den SA-Schwuchteln, die sich in die Bewegung einschluesen wollten, in ähnlicher Art vorexerziert. Seitens der Hamburger Innenbehörde wurde angemerkt, dass in Spuckweite der Straßenkämpfe normale Bürger die Straßencafès bevölkerten (und sich angeblich sogar an den Plünderungen beteiligten), und wertete das fälschlicherweise so, dass hier Verbindungen zu Lasten des Rechtsstaats bestehen (1972 hätte man das klammheimliche Freude genannt). Unfug. Im Gegensatz zu den o.g. Kuschelheinis ist der Normalbevölkerung durchaus bewusst, wie man dieses Volk nehmen muss: nämlich gar nicht ignorieren. Vielleicht lernt so die Polizei noch ein paar echte Deeskalationstechniken. Und außerdem ist die Instrumentalisierung der Polizei durch das Jurigeunertum schon derartig evident, dass es für echte Demokraten schon fast eine Reflexhaltung ist, dagegen zu sein. Aber komisch ist so ein Gipfel schon. Da sitzen in den Tagungsräumen 20.000 Jahre Zuchthaus, vor denen man uns nicht schützen will. Und draußen toben 20.000 Jahre Zuchthaus, gegen die man uns nicht schützen kann. Und Sachverhalt 2 ist, dass die Zonentucke jetzt tatsächlich Zustände implementiert hat, gegen die die DDR lächerlich war: da hat man doch tatsächlich ca. 40 Journalisten ausgesperrt. Das liebe ich ja so: draußen von Pressefreiheit zu schwadronieren und drinnen den Orban geben. Leider gibt es mangels Alternative auch bei der kommenden Wahl keine Quittung… Wer übrigens meint, ich blöke Schwachsinn, der schaue sich doch nur einmal die Spur der Gewalt an. In den Stadtteilen, in denen die Top Level-Jurigeuner residieren und die man mit Hilfe der real angewandten Kampftaktiken locker hätte platt machen können, ist absolut nichts passiert. Passiert ist es in quasi Sympathisanten-Quartieren, wo vielleicht einige subalterne Jurigeuner betroffen waren. Das war alles exakt so geplant - und das könnte einem Angst machen. Noch bösere Zungen allerdings sprechen von einem noch perfideren Spiel, wonach selbst die Low Level-Jurigeuner eingeweiht gewesen seien, mit em Ziel, mittels Reparationsleistungen die deutsche Gesellschaft noch mehr zu schädigen. Wer's glaubt.

Ich bin vom Thema abgekommen. Nach der Umgestaltung des Wilhelmsplatzes will man sich jetzt den Marktplatz vornehmen. Dazu ist folgendes zu sagen: optisch ist der Wilhelmsplatz - insbesondere an Markttagen, die unsere Hiwis sofort zum gnadenlosen Ausplündern von Radfahrern pervertieren (50 EUR für ein auf das Marktgeschehen geschobenes Bike stehen in keinem Verhältnis zu manchen Kfz-Delikten) - absolut gelungen. Was man jedoch nicht in den Griff bekommen hat, ist die Parkplatzsituation. Wenn man die Zahl der Parkplätze drastisch reduziert, ohne Ausgleich zur Verfügung zu stellen, und die Anzahl der Gaststätten erhöht, darf man sich nicht wundern, wenn es zu Chaossituationen kommt. Dann soll man so konsequent sein und das Areal komplett für den Autoverkehr abriegeln. So geht es jedenfalls nicht weiter. Es ist also genug Handlungsbedarf da. Interessiert den Magistrat nicht, nun sollen die gewachsenen Strukturen am Marktplatz zerschlagen werden. Es gibt nun einmal öffentliche Räume, die sehen halt immer beschissen aus. Und von den vielen beschissenen Möglichkeiten hat sich im Laufe der Jahrzehnte nach dem S-Bahn-Bau eher ungesteuert die am wenigsten unangenehme entwickelt. Hier besteht kein Handlungsbedarf (lediglich für den Fußgängerverkehr zum Wilhelmsplatz sollten Verbesserungen erzielt werden). Und unsere Stadtgewaltigen stellen uns ein Umbauprojekt vor, das alle vom Einzelhandel über die NIO bis zu den Passanten und Autofahrern zum Kotzen bringt. Wer hat sich diese kranke Scheiße ausgedacht? Wie man am Stadthof und am Senefelder Quartier sieht, scheinen in Offenbach ja durchaus professionelle Stadtplaner zu sitzen. Oder sind die rausgemobbt worden?

Noch eine kuriose Situation, diesmal beim E-Center vor einigen Tagen. Der sehr gut gekleidete Kunde vor mir kaufte nur zwei Produkte: eine Dose Red Bull und eine Packung Clorofix. Auf dem Parkplatz sah ich wieder vor einem Kombi OF OP 80: er war im Begriff einen rieseigen Fehler zu machen: er öffnete die red Bull-Büchse und setzte zum Trinken an! "HALT! STOP!" rief ich. Tatsächlich setzte er ab und blickte mich fragend an. "Das ist doch für die Kloreinigung! Sie wollen doch sicher die andere Flasche trinken, das ist viel gesünder." Irgendwie schien der Herr einen anstrengenden Arbeitstag gehabt zu haben und aus Kuhaugen treuherzig glotzend schluckte er die ekelhafte Brühe runter. Tja, selbst schuld, wenn Dein Klo nicht sauber wird!