01/15/2018 - Spürhund-Alarm

Dieses Schild würde ich hier auch gern sehen                           Das Schild ist gut, die Pizza eher nicht   

Führe ich doch erst mal meinen Reisebericht fort. Nachdem in der ersten panamaischen Liga alle Spiele des letzten Spieltages samstags parallel stattfanden, musste ich mich am Sonntag zwangsläufig in die Niederungen der Zweiten Liga begeben. In La Chorrera trafen die Centenarios, die ich ja bereits vom Frauenfußball kannte, auf Costa del Este. Erst mal musste man dorthin kommen. Also ab zum Busbahnhof, wo es aber keinen Schalter mit dem Ziel La Chorrera gab. Tatsächlich fuhren Diablos Rojos dann los, wenn sie voll waren - also wie in Myanmar. Aber man brauchte eine weitere Chipkarte, um durch die Sperre zu kommen. Also weitere 2 /B sinnlos ausgegeben - immerhin konnte diese Karte aber auch für Metro und Metrobus auffüllen. An der Sperre wurden 40 ct abgebucht - und im Bus wollte man nochmals 90 ct. Das Teil war definitiv nicht für Leute über 1,60 m gebaut, aber wie befürchtet brechend voll. Dennoch lebte ich noch, als wir ankamen. Die Stadt - immerhin eine Provinzhauptstadt - ist uninteressant und verfügt über keinerlei Sehenswürdigkeiten. Auch die Quellen, wonach sie benannt ist, blieben unauffindbar. Das Stadion hingegen fand ich sofort. Hier fand gerade wieder Frauenfußball statt, wodurch sich die Chance bot, auch auf die Gegenseite zu gelangen und die Haupttribüne abzulichten. Das Spiel, von dem ich keine Details kenne, hätte sogar Eintritt gekostet, aber die Security winkte mich so durch. Danach war immer noch viel Zeit bis zum eigentlichen Grund meines Besuches vorhanden. Das Shopping Center Via Italia gegenüber vom Stadion war verlottert und sinnlos - aber ich bildete mir ein, am Horizont auf der anderen Seite des American Highways ein modernes gesehen zu haben. Und so war es auch. Nach längerem Fußweg und Nutzung eines Googlemaps unbekannten Stegs landete ich am halbfertigen Ondgo-Shopping Center. Immerhin waren ein Super 99 und ein Burgerbrater bereits eingezogen, sodass ich die Zeit bis zum Spiel totschlagen konnte. Im ca 3.500 Leute fassenden Estadio Augustin Muquita Sanchez sahen ca. 800 Leute ein 2:2 zwischen den Centenarios (ca. 400 Anhänger) und Costa del Este (ca. 200). Es handelte sich um ein Halbfinalhinspiel der Apertura, welche Costa del Este später gewinnen sollte. Kurz vor Abpfiff hastete ich zur Parada - der abfahrbereite Diablo Rojo war jedoch brechend voll. Aber ein lautstarker Koberer machte auf den daneben stehenden Kleinbus aufmerksam, der einen für 1 /B zurück bringen sollte. Also rein. Auf halber Strecke alle raus. Umsteigen in einen größeren Minibus, wo man wieder einen /B abdrücken musste. Dann kam es, wie es einmal kommen musste. Ein vollkommen idiotisch fahrendes SUV (warum sollte es in Amerika anders sein als hier?) rammte uns auf dem Highway. Nichts schlimmes, nur leichte Blechschäden. Aber ein endloses Palaver begann, bevor es endlich weiter ging. Von der Statistik her hätte mir ein Busunfall eher in Thailand passieren sollen. Die Fahrt endete für mich am 5 Mayo.

Für den nächsten Tag hatte ich einen ganz verwegenen Plan. Ich wollte die Altstadt per pedes auf dem Viadukt umrunden. Das hat auch geklappt, und es kamen ein paar schöne Fotos raus. Anschließend wollte ich nach einem längeren Aufenthalt in der Altstadt selbst ebenfalls zu Fuß gen Punta Patailla traben. Aber genau auf Höhe des Fischereihafens öffnete der Himmel wieder sämtliche Schleusen - ein Fest für die dortigen Koberer. Hunger hatte ich durchaus, also ließ ich mich in ein überteuertes Fischrestaurant schleppen und gönnte mir einen Barsch. Dieser Fisch war durchaus ok (vielleicht sogar frisch), das Ceviche eher nicht - und der Kokosreis schlecht (aber vielleicht bin ich aus Asien eine andere Zubereitung gewöhnt), entsprechend fiel mein Trinkgeld aus. Innerlich hoffte ich, dass mich ein Kellner ansprach: "Hatten Sie barsch bestellt?", aber da dort niemand deutsch sprach, konnte ich meinen blöden Lieblingsgwitz nicht anbringen. Wie das hier so ist, genauso plötzlich wie er kam endete der Regenguss. Ich stellte mich bei meinem Rundgang bei der Security im BICSA-Tower vor, um die Tourist Info im 21. Stock aufzusuchen. Nach einer Passkontrolle durfte ich rein. Die Ausbeute an brauchbarem Infomaterial war deprimierend, immerhin gab es einen aktuelleren Stadtplan (ohne Index) gratis. Noch deprimierender war, dass alle Büros dort keine Fenster hatten. Insgeheim hatte ich auf ein paar Panorama-Fotos spekuliert. Irgendwann ging ich auch mal in die Soho Mall, eine High End-Mall mit recht hohen Leerstand, in der ich schon einige Tage vorher war. Diesmal packte ich meine Kamera aus und hatte sofort die Security am Sack. Fotogafieren mit Handy: kein Problem. Aber mit Kamera: großes Problem. Paranoia allerorten.

Direkt vor den Toren der Stadt befindet sich der städtische Naturpark, den ich am Folgetag vom Hotel aus super zu Fuß erreichen konnte. Durch einen halbwegs original aussehenden Urwald hatte man vier Wege für Entdecker geschlagen. Die Luftfeuchtigkeit erreichte sicher dreistellige Prozentwerte, aber was soll's. Das war übrigens der einzige Tag meines Aufenthaltes, an dem ich festes Schuhwerk an hatte. Höhepunkt zwar zweifellos der Anblick eines Unaus, welches ich ohne das Sekundieren einer Rangerin nie gesehen hätte. Gottchen, sind die Viecher faul. Und "Faultier" war auch das einzige deutsche Wort, was die gute Frau kannte. Angeblich wollen alle deutschen Besucher in erster Linie Faultiere sehen. Sid lebt! Keinen halben Kilometer weiter wurde man mit purem tierischen Fleiß konfrontiert. In endlosen Kolonnen hetzten Riesenameisen aus ihrem Nest irgendwo hin, um in genauso endlosen Kolonnen blätterbepackt zurück zu kommen. Dieses total strukturierte Gewusel begeisterte mich ungemein - wäre man im Potsdamer Rathaus doch auch so emsig. Von einer Anhöhe im Park hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Skylines und die Anflugschneise des Airports in Albrook. Sonst ereignete sich an diesem und den folgenden Tag nichts. Ich hatte ja schließlich Urlaub. Zwischenzeitlich hatte ich mir ein Busticket nach San José besorgt und um 23:55 am 15.11. ging es los. Bis zur Grenze konnte ich relativ gut pennen, aber dann wurde es ungemütlich. Auf panamaischer Seite wurden wir Businsassen samt Gepäck in einen Raum gesperrt und bekamen dann Gesellschaft von Rauschgiftspürhunden, die aber nichts erschnüffelten - meine qualmenden Socken am Fuß und im Koffer ignorierten sie. Vielleicht war deren Zweck aber auch das Erschnüffeln von Panama Papers, die man bekanntlich ungern ausreisen lässt Den Ausreisestempel gab es dann recht zügig, bevor man sich samt Gepäck zu Fuß zum Grenzposten von Costa Rica machen durfte (vielleicht 750 Meter durch puren Staub). Wegen der Flexibilität (die Spielpaarungen erfährt man in Costa Rica ja immer nur sehr kurzfristig) hatte ich keine Rückfahrt gebucht. Das bedeutete wildes Gezeter am Einreiseposten. Mit vielen Worten und dem Murmeln von "Air Panamá" schaffte ich es irgendwann mal, den Grenzer zu überzeugen, sodass ich den begehrten Stempel erhielt. Dann hieß es warten, bevor wir diesmal in einen vergitterten Hof gepfercht wurden und uns mit anderen Spürhunden anfreunden durften. Damit nicht genug: dann wurden unsere Koffer penibel durchforstet. Endlich wieder im Bus folgten uns die Freunde vom Zoll und wollten noch ein Trinkgeld. Irgendwann ging es weiter, aber nur kurz, denn wir machten Rast an einer Station im Nirwana. Immerhin konnte man hier auch mit USD bezahlen, und es gab brauchbares WLAN. Gegen 15 Uhr waren wir dann am Ticabus-Terminal in San José. Ich hatte über booking.com für zunächst fünf Tage ein Hotel gebucht mit den einzigen Optionen billig und in der Nähe der Busstation (welche übrigens selbst über ein Hotel verfügte). So landete ich im Hotel Casanova - eine Legebatterie bietet mehr Platz. Ins Zimmer passte gerade ein winziges Doppelbett (hier muss man sehr verliebt sein) rein. Aber tatsächlich konnte ich gut schlafen dort. In Costa Rica geht die Uhr gegenüber Panamá um eine Stunde vor. Es wird also noch früher dunkel. Ich nutzte die wenige verbliebene Zeit für einen kurzen Rundgang, der mich zuerst zur Avenida Central führte - der längsten Fußgängerzone Lateinamerikas. Irgendwo bog ich intuitiv rechts ab und landete in Chinatown. Und weiter an der Estacíon Pacifico, wo mich die bestens gepflegte alte Denkmals-E-Lok begeisterte und die vor sich hin gammelnden abgestellten E-Loks der jüngeren Generation in tiefe Trauer stürzten. Schade, dass der elektrische Betrieb schon länger eingestellt ist, aber immerhin baut man hier wieder einen Vorortbahn-Betrieb auf. Auf dem Rückweg landete ich nach einem Abstecher bei Carls Jr am Plaza de la Cultura, dessen illuminierten Brunnen ich dann täglich aufsuchen sollte. In den Supermärkten schockierte mich das Preisniveau, aber wenigstens gab es hier große Canada Dry Soda-Flaschen - das stille Wasser bzw. die Büchsenplörre ödeten mich langsam an. Mehr demnächst.

Wahrscheinlich liest man im Offenbacher Rathaus meinen Blog und begeistert sich für das Potsdamer Rathaus-Asozialentum insbesondere im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr. Es fing während meines Urlaubs (auch da lese ich in der OP-online-Ausgabe) damit an, dass man aus heiterem Himmel Knöllchen an in der Friedensstraße (bei mir in der Nähe) parkende Fahrzeuge nagelte. Jahrelang hat man hier perfekt und vor allem ungestört parken können. Jetzt behauptet ein Rathausjurigeuner (Freier?), Parken sei überall verboten, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist - unter diesem Vorzeichen hätten wir hier ca. 5 Millionen Fahrzeuge zu viel. Jahrhundertelang wurde in deutschen Fahrschulen das Gegenteil gelehrt. Aber wie das eben so ist - fragt man zwei Jurigeuner nach demselben Sachverhalt, kriegt man 15.000 verschiedene Antworten. Und auch nur deshalb so wenige, weil man den Scheißkerlen irgendwann Montageschaum zwischen die Kiemen sprühen muss. Das Irre bei der Sache ist, dass man jetzt mit angeblich dort liegenden Baumwurzeln argumentiert, deretwegen das Parken seit Jahren verboten sei - so lange schon, dass die einschlägigen Akten nicht mehr im Zugriff seien. Wen wollt Ihr eigentlich verarschen, wenn es darum geht, Verkehrsteilnehmer auszuplündern? Ein noch übleres Thema, was (warum erst jetzt - und das zeitgleich auch in anderen Städten?) hochkommt, ist, dass kommerzielle Scheißkerle uns Privatleuten den wertvollen Parkraum stehlen. Eine Stellenanzeige für Fahrer "Zugmaschine kann mit nachhause genommen werden" vor einigen Jahren tat ich noch als absurd ab. Dass Osteuropäer über etliche Nächte hinweg aufgekaufte (?) Schrottfahrzeuge am Straßenrand sammeln, bis sich ein Großtransport lohnt - scheiß was drauf. Dass diese perversen SUV auch viel Platz blockieren, nimmt man inzwischen fluchend zur Kenntnis. Aber seit geraumer Zeit parken verstärkt nachts überall Kleintransporter und auch größere Kaliber auf als Pkw-Plätze gekennzeichneten Flächen. Sowohl durch Firmenaufdruck eindeutig identifizierbare Handwerker- und Händlerfahrzeuge als auch anonyme Kisten mit Kennzeichen aus ganz Europa. Persönlich tippe ich, dass ein Großteil Subsubsubunternehmern aus dem Zustellgewerbe - das moderne Strandgut der Deregulation, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema (wenn das so ist, wäre es natürlich nur folgerichtig, dass vorrangig Plätze von Amazon-Kunden belegt werden) - zuzuordnen ist. Egal - als Steuerzahler (und dazu gehören auch Grundsteuer und Erschließungskosten) erwarte ich, dass diesem Diebstahl behördlicherseits ein Riegel vorgeschoben wird. Schließlich werden inzwischen ja sogar Zeitgenossen belangt, die ihr Auto nicht in der Garage, sondern vorm Haus parken. Ich zahle hier nicht namhafte Beträge, damit irgendwelche Dreckssäcke auf das Bereithalten von Firmenabstellplätzen verzichten und ich selbst in die Röhre schaue. Unsere Stadtverwaltung behauptet jedoch, es gäbe keine rechtliche Handhabe. Aus eigener Erfahrung bin ich allerdings über die Rigorosität im Bilde, mit der auch winzigste Wohnmobile mit Knöllchen bedacht werden, wenn sie auf Pkw-Plätzen parken. Was darf man daraus schließen? Gibt es eine Interessenvertretung der Kleinlasterfahrer, die unseren Ordnungsamtsmitarbeitern dicke Euro-Bündel zuschiebt? Würde sich etwas ändern, wenn die noch fiktive Interessenvertretung der Anwohnerparkplatznutzer mit noch dickeren Bündeln winkt? In anderen Städten habe ich durchaus Parkplatzbeschilderungen gesehen mit dem Zusatz "bis 1,5 T" (wobei ich natürlich nicht weiß, ob das überwacht wird - aber zumindest die rechtliche Grundlage wäre da) usw. Also: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Aber im Offenbacher Rathaus ist kein Wille erkennbar, dass hier zivilisierte Sitten einkehren. Ich habe das begründete Gefühl, dass sich die städtischen Aktivitäten auf diesem Gebiet sich derzeit darauf beschränken, irgendwelche grunzenden Halbwilde auf die Jagd nach abgelaufenen Parkscheiben bzw. Parktickets zu schicken (wobei ich nicht verhehle, dass ich - wie bereits mehrfach gepostet - die Begleiterscheinungen durchaus angenehm finde). Wobei - ich berichtete mehrfach - dieses Pack selbst dazu zu bescheuert ist. Von welchen Palmen hat man die geschüttelt? Und weiter: ich bin wie gesagt nicht geneigt hinzunehmen, dass andere Leute (in diesem Fall die Kleinlasterhalter) mir ihre Probleme aufhalsen. Kleinlaster - da war doch was? Es dämmert mir, dass ich zu meiner Zeit als aktiver Radfahrer eine Hitliste über die Verkehrsteilnehmer aufgestellt hatte, die mir aufgrund ihrer Fahrweise am meisten Angst einjagten. Einsamer unangefochtener Spitzenreiter waren die - Kleinlaster. Es folgten Türken (erhebliche Schnittmenge mit dem Spitzenreiter) und dann mit weitem Abstand soweit erinnerlich Radfahr-Rowdies, Taxis, altersgeile Säcke in Pagoden (ganz schlimm die mit dekorativer Blondine als Beifahrerin), Teeniegruppen in Kleinwagen, Nonnen im Jetta, Assis in der S-Klasse, A8 oder 7er. Der aufmerksame Betrachter wird feststellen, dass erstens keine SUV's vorkommen. Widerspruch zu oben? Nein - in der Tat war deren Fahrweise (nicht Parkweise) in der Praxis nicht Angst einflößend (außer, dass sie die Sicht einschränkten). Aber man stellt sich ja immer vor, dass ein Hirn, was sich für einen SUV entscheidet, auch im fließenden Verkehr oder sonstwo Ausfallerscheinungen haben könnte. Und zweitens fehlen die Tageszulassungen. Diese sind 99,9%ige Teilmenge vom zweiten Rang - oder hat schon jemals ein Leser einen Deutschen mit Tageszulassung gesehen?

Es gibt Neues aus Potsdam. Dieses perverse abnorme Dreckskaff entpuppt sich immer mehr als Hort des Abschaums. Man sollte nie behaupten, dass alle Potsdamer (außer Günther Jauch und Gauland) zusammen gerade mal den IQ eines deutschen Hausschweins erreichen. Jedes Hausschwein könnte einen anklagen und bekäme Recht. Was für ein idiotisches Kaff. Wir haben bereits mehrfach generell festgestellt, dass landesweit die Justizzentren meist die höchste Konzentration an Asozialen, Kriminellen und Schwachsinnigen aufweisen. Insofern hatte ich mich durchaus schon mehrfach gefragt, wie das denn in Potsdam aussehen könnte, wenn schon das Rathaus gerade einmal Irrenhaus-Niveau bietet. Nun, das Amtsgericht unterbietet das Niveau des Rathauses mühelos und outete sich als unvorstellbares Konglomerat von schwachsinnigen Halbwilden. Es ist totaler Zufall, aber in anderer Angelegenheit (Auslöser ist das sattsam bekannte Verbrechersyndikat um den laufenden Pups auf der Gardinenstange Dr. Purps (googelt man den, denkt man, man hat kriminelle Drecksau als Suchbegriff eingegeben) musste ich doch tatsächlich das Amtsgericht Potsdam anrufen (Details folgen im nächsten Geblöke). Ich rief heute ab 14:30 an. Es kam ein Anrufbeantworter, der mich aufforderte, je nach Dienststelle (Amtsgericht, Landgericht, Staatsanwaltschaft) verschiedene Ziffern zu drücken. Ich wählte die 1 für das Amtsgericht. Es kam ein weiterer Anrufbeantworter, der alle Dienststellen nochmals aufzählte und sagte, ich rufe außerhalb der Geschäftszeiten an. Diese beknackten Potsdamer Hirnis sind selbst zur Feststellung der Uhrzeit zu behämmert. Aber ich wette: jedes noch so ein versiffte Landrichterlein macht in Prozessen sein stinkendes Maul sperrangelweit auf. Kein Wunder, dass die Brandenburger im Allgemeinen und die Potsdamer im Speziellen bundesweit die größte Angst vor Fremden haben. Ein Zentralafrikaner, der gerade mal drei Minuten in Deutschland ist (Blödsinn, der sich noch in den Alpen befindet und auf dem Weg hierher ist), spricht bereits ein erheblich besseres deutsch als die Potsdamer und hat mehr Kennzeichen für Zivilisation als alle Potsdamer zusammen. Dass dieses perverse Scheißkaff zu Deutschland gehört - unglaublich. Zaun drum rum machen und als Irrenanstalt deklarieren. Fertig.

Ich habe mich natürlich in den letzten Wochen verstärkt den Weihnachtskrippen gewidmet und einige sehr schöne Teile entdeckt. Immer wieder ein echter Hingucker ist die Krippe in der Deutschordenskirche in Frankfurt. Die wurde im Vergleich zu meinem letzten Besuch wieder erheblich erweitert. Demzufolge müsste man eigentlich von den 132 Heiligen Königen sprechen. Ein Höhepunkt war wie immer der nickende Mohr mit Geldeinwurf. Die Gutmenschenmafia wird jetzt wahrscheinlich aufjaulen - immerhin hat sie es vor zehn Jahren schon erreicht, dass in St Nikolaus zu Bieber eine ähnliche Figur aus dem Verkehr gezogen wurde. Ich hingegen sage: in den Südstaaten und an den Krippen wusste bzw. weiß der Mohr noch, wo er hingehört. General Slaughter lebt in unseren Herzen weiter! Drei Wochen dauerte diesmal der Aufbau - und bis zum 6.2. bleibt sie stehen. Den totalen Gegensatz dazu liefern die Evangelen in der benachbarten Dreikönigskirche. Hier ward die Krippe bereits am 8.1. hinweg gefegt - ich fand nur noch den hausmeister beim Baumzersägen vor. Der absolute Hammer war jedoch die Krippe in St Joh. Nepomuk zu Hadamar. Riesige Figuren (incl. Kamele und Elefanten) gruppierten sich vorm Chor. Muss man gesehen haben. Auch diese Krippe natürlich mit dem Mohren. Hauptbesuchsgrund von Hadamar war das dortige Krippenmuseum, was ich im Winter zuvor nicht geschafft hatte. Es bot einen wahren Schatz an internationalen Krippen und war sehr gut besucht. Lohnt sich, auch wenn mir Glattbach noch mehr zusagt. Wenn ich schon mal dort war, habe ich auch einen Blick ins dortige Stadtmuseum riskiert. Am Empfangstresen eine allerliebste, bestens informierte, sachkundige junge Dame, mit der ich gern mehrere andere Ausstellungen besuchen würde. Die Sonder- (Wander-) Ausstellung "110" war eher sehr uninteressant, dafür bekam ich erstmals Kontakt zum Werk von Karl Wilhelm Diefenbach, ein Sohn der Stadt. Politisch und kulturell war er seiner Zeit um Jahrzehnte voraus, ähnliche Zustände haben wohl erst wieder bei der Parteigründung der Grünen bzw. im Ashram zu Poona geherrscht. Als Mensch wäre er mir wohl turbounsympatisch gewesen und ich hätte wohl einen Riesenbogen um ihn gemacht. Aber als Künstler: ausgezeichnete Arbeit. Der Fries "Per aspera ad astra" ist in jeder Beziehung gigantisch. Der andere Schwerpunkt-Künstler Englert war mir durchaus bekannt, erscheint mir aber einfach zu bohemienhaft. - Auch den Frankfurter Weihnachtskrippen schenkte ich wie gesagt meine Aufmerksamkeit. Im Rahmen des Offenbacher Krippenweges, der von Jahr zu Jahr unattraktiver wird, öffnete auch die evangelische Kirche Oberrad (sonst immer verschlossen wie Fort Knox) ihre Pforten. Aber keineswegs konnte man die dortige - durchaus sehenswerte - Krippe bewundern, sondern wurde genötigt, an einer Singerei teilzunehmen. Warum kann bei den Evangelen nichts normal ablaufen? Und ein Lied jagte übergangslos das nächste, boxte man sich durch die Musikermassen, erntete man missbilligende Blicke. Im Frankfurter Dom lief es vollkommen anders. Natürlich kannte ich die Krippe schon, aber sie ist halt immer wieder nett anzuschauen. Und so wurde ich ein "Opfer" von Marie Nielsen - ihres Zeichens ehrenamtliche Dombesucherbetreuerin. Ich wurde unvermittelt angesprochen und aus meiner Bewunderung gerissen und erfuhr ungefragt Details über die Altäre, von denen ich in meinen kühnsten Träumen nichts geahnt hätte. Ärgerlich nur, dass das nie Inhalt der Millionenfrage bei Günther Jauch sein wird. Und tatsächlich frage ich mich schon seit vielen Jahren, warum auf dem rechten Altar die Tafel mit den Zehn geboten falsch dargestellt ist. Das hingegen ist ihr vorher noch nie aufgefallen. Aber sie wird der Sache nachgehen - und sicher sieht man sich eines Tages wieder. Als ich dann den Dom verlassen musste, dachte ich, dass ich in Lima bin. Es läutete 9:00 Uhr - und die bis dahin am Domeingang bettelnde Angehörige des Volkes, das man lt. Herrn R. Rose nicht beim Namen nennen darf, erhob sich ungefragt, damit sich der nahende Berber zum Betteln niederlassen konnte. Das machte einen derartig straff organisierten Eindruck, dass das Geläute wohl auf die Wachablösung abgestimmt ist - und nicht umgekehrt.

Bekanntlich hatten wir lange im Imbiss an der hiesigen Kleinen Marktstraße verkehrt und uns die hervorragenden Fritten schmecken lassen. Unabhängig davon fand ich das Konzept gut - genau darauf hätte man aufbauen müssen. Stattdessen kam ja dieser Rosin hierher und wandelte den Laden in einen Burgershop um. Diese Dinger sind eine Ausgeburt der Hölle und sin überflüssig wie ein Kropf. Was also sollte es bringen, Offenbach den elften aufzuhalsen? Nichts. Inzwischen ist der Laden pleite. Ich wüsste gerne, inwieweit Rosin oder sein Sender sich dafür verantwortlich zeigen.

Das Amtsgericht Potsdam wird angegrunzt - normales Deutsch verstehen die nicht