01/31/2018 - Zisterzienser in Bonn

eine wirklich saubere Ausstellung

Costa Rica - Fortsetzung. Sehr früh am Morgen trabte ich durch diverse Parkanlagen zur anderen größeren Bahnstation in San José: der Estacíon Atlantico. Eine sehr ansprechende Anlage, wo allerdings gerade kein Zugverkehr stattfand. So freundete ich mich mit der dortigen Denkmalsdampflok an. Dann ging es in die andere Richtung. Erste Station: das Postamt. Ein wirklich schönes Gebäude mit riesiger Schalterhalle, freundlichen Postlern - es war einfach angenehm. Letztendlich aber hat Costa Rica exakt das gegenteilige Problem von Panamá. Briefmarken bekommt man hier problemlos (aber teuer!), aber vernünftige Postkarten sind Mangelware. Letztendlich muss ich hier einmal die mittelamerikanischen Postgesellschaften loben: sämtliche Postkarten sind in einem vertretbaren Zeitrahmen angekommen. Zweite Station: das Museum für Costa Ricanische Kunst. Ein echter Hammer, ich hätte nie gedacht, dass es so eine aktive Kunstszene hier gab und gibt. Ein richtiger Hingucker war das Goldene Zimmer (Sálon Dorado), wo auch diverse Eisenbahn-Motive zu finden waren. Ebenfalls toll war die Installation Cancha de Futbol von Priscilla Monge (ein komprimiertes Fußballfeld, das auch schon in Liverpool gezeigt wurde). Untergebracht ist das Museum, das keinen Eintritt verlangt, im alten Flughafen direkt am Parque Sabana. Fotografieren durfte man auch, lediglich in einem Saal war es verboten (was auch durchgesetzt wurde). Dieser Park war dann meine nächste Station, er bestätigte wieder, dass die Mittelamerikaner alles können außer tolle Parks zu bauen. Auf der anderen Seite des Parks liegt das Nationalstadion, in das zu gelangen mir nicht vergönnt war. Zwar trat dort am Wochenende das einheimische Gegenstück zu den Fischer Chören auf, aber das schenkte ich mir dann doch. Sieht von außen jedenfalls gut aus. Ich trabte weiter nach Escacú. Dabei muss man sich durch eher Slum-ähnliche Bezirke quälen (das ist ein totaler Unterschied zu Panamá. Dort sehen die Slums aus wie in der Bilderbuch-Bronx, hier eher wie in South Central), kam aber auch durch mondäne Viertel und frequentierte zwei kleinere Shopping Center. Hauptziel war natürlich das Multiplaza, was aber irgendwie steril wirkte. Die Tacos waren allerdings super. Zurück nach San José nahm ich den Bus und geriet am Plaza de la Cultura in ein mächtiges Gewusel. Viele Leute, Feuerschlucker, Robot-Tänzer etc. Ich interpretierte da so, dass eine Art Museumsnacht stattfand und schob mich in die Museen der Zentralbank, wo bereits fleißig musiziert wurde. Die Sammlung an einheimischer moderner Kunst ist wieder verblüffend gut, beeindruckender war allerdings das Oro Prehistorico-Museum im selben Keller. Weniger interessant war das Geldmuseum, welches durch eine wuchtige Stahltür vom restlichen Gelände separiert wird. Ich hielt die für antiquarisch und wollte die ablichten, aber eine Horde von Sicherheitsleuten hinderte mich daran. Tatsächlich handelte es sich um die echte Sicherung. Weiter ging es zum Jademuseum. Hier war nun wirklich die sprichwörtliche Hölle los. Eine große Trommlertruppe versetzte das Haus in Vibrationen und Ekstase. Zwei Räume des Museums waren dicht, der Rest konnte für lau besichtigt werden. Und weiter zum Nationalmuseum. Auch dies ein hochinteressantes Museum. Leider war die Veranstaltung um 22 Uhr zuende. Aber ich war eh müde und trabte durch die rappelvolle Fußgängerzone hotelwärts. Tatsächlich handelte es sich - wie man mir später erklärte - um eine Veranstaltung für Einheimische, die normalerweise an bestimmten Mittwochen stattfindet, in die ich mich aber "einschleichen" konnte.

Am nächsten Tag ging es erst einmal ins San Pedro Shopping Center. Außen hui, innen pfui. Nach einem Frühstück dort, das einen zuckerkrank machen konnte, wollte ich zu Fuß zum Estadio Cuty Monge gehen, um den Costa Rica-Länderpunkt zu ergattern. Erste Zwischenstation war die Rotonda de las Garantías Sociales - eine wirklich monumentale Skulptur wie man sie eher in Nordkorea erwarten würde. Dann der Parque de la Paz. Ein Freizeitpark überwiegend bevölkert von Drachensteigern. Irgendwann Desamparados erreicht und beim falschen Shopping Center gelandet. Aber die Mall Multiplaza war in der Nähe und brechend voll. Nach einem weiteren Zwischenstopp an der Basilika ging es dann weiter zum Stadion, wo der UCR auf Alajuela treffen sollte. Eigentlich hat UCR (der Verein der Universität) einen eigenen Ground, der durchaus ausreichen würde (2.000 Kapazität). Aufgrund des Rechtsstatus der Uni hat die Polizei dort aber keine Befugnisse, sodass aus dieser Art von Sicherheitsbedenken der Verein nunmehr im Estadio Cuty Monge spielt. Jedenfalls wurde die Gegend immer merkwürdiger, dass man an jeder Ecke erwartete, dass eine Hand mit Revolver hervor lugt. Aber ohne Vorkommnisse ging der Weg bis zur Bar "Blaue Donau", wo auch der Eingang zum Sportzentrum war und man vom Vereinsmaskottchen Subman im Subway-Kostüm begrüßt wurde. 4000 Colones waren abzudrücken, bevor eine akribische Leibesvisitation stattfand. Der Ground muss bei Umwandlung auf Kunstrasen gedreht worden sein, denn der Ausbau hinter den Toren war erheblich massiver als der an den Längsseiten. Eine Seite war total ohne Ausbau, die andere verfügte über Stahlrohr-Stehtribünen. 5.500 sollten schon reinpassen. Kurz vor Anpfiff waren vielleicht 350 Leute dort. Aber dann tröpfelten die geballte Anhängerschaft von Alajuela (immerhin zigfacher Landesmeister) ein, sodass es letztendlich 800 Zuschauer waren. Beide Mannschaften verschossen je einen (berechtigten) Foulelfmeter, bis der Favorit durch einen eher unberechtigten die unverdiente 1:0-Führung (gleichzeitig Endstand) erzielen konnte. Die Rückfahrt trat ich per Bus an. Das Thema Bus ist in San José für den Fremden sowieso ein Buch mit sieben Siegeln. Praktisch an jeder zweiten Ecke ist ein Bus-Terminal. Es ist teilweise recht schwierig, das passende zu finden - sowohl für Stadt- als auch für Fernfahrten. Ich hätte problemlos noch weiter nach Heredia zu einem weiteren Spiel fahren können (sogar mit dem Zug!), aber irgendwie fühlte ich mich einfach zu ausgelaugt.

Am nächsten Morgen fragte ich im Hotel, wo denn das für die Busse gen Cartago zu finden sein. No idea. Aber in Googlemaps wird man fündig. Und so ging es am frühen Morgen nach Cartago. Busfahrt war angenehm, an der Franziskanerkirche stiegen die letzten aus, so dann auch ich. Anpfiff sollte um 11 Uhr sein, aber das Stadion liegt sehr zentral, sodass noch eine Menge Zeit blieb. Station 1: die Kirchenruine. Mitten im Bau (elfter Versuch, glaube ich) wurde sie 1910 durch ein Erdbeben zerstört. Und dann hatte man endgültig die Schnauze voll, somit liegt mitten in der Stadt eine gigantische Kirchenruine. Diese bietet einen malerischen Anblick und ist Treffpunkt aller Bevölkerungsschichten. Während draußen Billigfusel gesoffen wird und man sich ungeniert in Wildpisserei ergeht, wird drinnen gepicknickt, flaniert, geflirtet, gespielt etc. - auch professionelle Fotografen bieten ihre Dienste an. Weiter ging es zur Wallfahrtskirche. Hier war offenbar halb Costa Rica zugegen, es war unmenschlich voll. Ich beschränkte mich auf einen kurzen Blick rein und einen Gang zur berühmten Schwarzen Madonna, deren Schwärze nur noch von ihrer Unscheinbarkeit getoppt wird. Es rief das Fußballspiel Cartaginés vs Pérez Celedón. Das Estadio José Rafael Fello Meza ist ein richtig schönes Old School-Stadion und bietet etwa 13.500 Zuschauern Platz, knapp 4.000 waren diesmal zugegen - Auswärtsfans konnte ich keine ausmachen. Das Spiel war recht ansehnlich und endete verdient 2:0. Die Verpflegung fand ich ausgesprochen teuer, aber immerhin war der Kaffee gut. Es ging zurück in die Wallfahrtskirche, wo diesmal kein Gottesdienst stattfand. Voll war es trotzdem noch, und hunderte von Kirchgängern rutschten auf Knien durch die Gänge. Wollte man dadurch das Bohnern sparen? Die Kirche ist in maurischem Stil gebaut und wirklich außergewöhnlich, sowohl äußerlich als auch innen. Ich begab mich zum Bahnhof, welcher heute abgesperrt war. Drei Züge waren abgestellt, davon aber keine Triebwagen. Direkt daneben befindet sich das Stadtmuseum. Was ausgestellt war, war eher langweilig (u.a. gab es eine Aquarell-Ausstellung), aber das Mammutgemälde war schon sehenswert. Von der Kathedrale war ich eher enttäuscht, wenn das Art Deco sein soll, na ja. Die Stadt selbst ist recht hübsch, aber irgendwann fuhr ich dann doch wieder zurück. Vorbei an der Terramall, zu der ich es aber dann doch nicht mehr geschafft habe.

Der Montag führte mich nach einem Frühstück in einer Musmanni-Filiale (absolut empfehlenswert allein schon wegen des Kaffees) zuerst zur Air Panamá-Agentur. Denn es sah so aus, dass die nächsten Erstligaspiele final terminiert worden seien. Warum Air Panamá und nicht Copa Air? Nun, erstere fliegt den Marcos A. Gelabert-Airport in Albrook an. Und genau dieser soll in Bälde geschlossen werden, und der Flugbetrieb wandert dann zu einer ehemaligen Airbase. Durch die Nähe zur Innenstadt würden auch die Taxikosten geringer sein. Für Freitag war alles voll, der Flug am Donnerstag sollte 50 USD mehr kosten als der am Mittwoch. Trotzdem entschied ich mich für den teureren. Obwohl ich nicht tot war, ging ich dann zum Friedhof. Die dortigen Friedhöfe sind doch um einiges interessanter als die hiesigen. Die wichtigsten Gräber waren gekennzeichnet. Zu Fuß machte ich mich auf dem Weg zum Shopping Center Plaza America. Der Weg dorthin führte mich durch eher zwielichtige Viertel. Das Center ist am Stadtrand direkt an einer Autobahn. Man hat einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge, aber das Center ist eher grenzwertig. Kaum zückte ich die Kamera, trabten Horden an Security Leuten auf mich zu. Also fuhr ich mit dem Bus zurück in die Stadt. Hier holte ich im Jademuseum den Besuch der Räume nach, die am Freitag verschlossen waren. Ein hochinteressantes Museum, dessen Besuch ich jedem empfehlen kann. Ich schaute noch einmal am Atlantik-Bahnhof vorbei, wo gerade ein Triebwagen spanischer Provenienz Richtung Heredia abfahrbereit stand. Da der relativ leer aussah, kaufte ich mir spontan ein Ticket. Und schon ging es los. Nach einer halben Stunde war man angekommen. Am dortigen Bahnhof war der Hölle los, denn tausende von Pendlern wollten gen San José. Ich schaute mir die Stadt an, recht nett, aber nicht der Hammer. Aufgrund der anbrechenden Dunkelheit machte ein Weg zum durchaus zentral gelegenen Stadion keinen Sinn mehr. Vielmehr machte ich mich auf die Suche zum Bus zurück - und wurde auch relativ schnell fündig. Aus irgendwelchen Gründen machen die Schnellimbisse sehr zeitig zu hier, aber ich erwischte noch einen McDonalds, wo man mir noch was kredenzen wollte.

Am Dienstag trabte ich erst einmal zum Zoo. Eigentlich eher klein und nicht immer tiergerecht, konnten mich die Papageien begeistern. Das Ai (ein eher untypisches Tier für Mittelamerika) hingegen hing faul herum. Ausgerechnet der Tapir war im letzten Winkel des Tierparks untergebracht. Es war mir übrigens vorher in Geschäften aufgefallen, dass es in Costa Rica neben den bekannten Sparschweinen auch Spartapire gibt. Ich suchte mit Hilfe von Googlemaps eine Busstation gen Alajuela. Auf dem Weg dorthin frequentierte ich das Hard Rock Café sowie den Flughafen, kurz danach erschien die Alajuela Mall - laut Zeitungsberichten eine der größten Malls Südamerikas. Klein war sie wirklich nicht, aber auch wieder unheimlich steril. Überfüllt war sie auch nicht. Alle einschlägigen Systemgastronomen waren vertreten, sodass ich nicht verhungern musste. Diese Mail liegt sehr stadtnah, sodass ich schnell beim Monumento Juan Santamariá aufkreuzte, dem Nationalhelden. Überhaupt ist die Stadt sehr überschaubar, sodass ich alle Sehenswürdigkeiten schnell abhaken konnte. Der Bahnhof ist komplett neu, Zugbetrieb zu erleben war mir aber nicht vergönnt. Zwischendurch ging ich auch zum Stadion, wo man mich netterweise einige Innenaufnahmen machen ließ. Mit der Dunkelheit kam der Regen, der immer stärker wurde. Und richtig zu prasseln fing es an, als ich am Eingang vom Estadio Alejandro Morera Soto stand. Und mitten eines tropischen Regengusses konnte sich die Security nicht entscheiden, ob ich meine Kamera mit reinnehmen durfte. Als man sich nach langem Palaver zu meinen Gunsten entschieden hatte, war ich nass bis auf die Knochen. Immerhin war eine der beiden geöffneten Tribünen überdacht (Gastgeber war nämlich nicht Alajuela FC, sondern Carmelita, ein Team mit wenig Anhang und ohne eigenes Stadion, obwohl es immerhin schon eine Meisterschaft gewinnen konnte). Gegner war das Team des Tabellenführers aus dem benachbarten Heredia. Letzteres brachte etwa 2.000 Anhänger mit, der Gastgeber hatte den Support von vielleicht 300 Leutchen. Mit der zweiten Halbzeit wurde der Regen schwächer, sodass ich mich auf die Gegengerade begab. Der Tabellenführer gewann vollkommen unverdient mit 1:0. Ich war am Nachmittag schon mal im Fanshop und wollte mir nach dem Spiel einen Becher kaufen, hatte aber vollkommen vergessen, dass das eigentliche Heimteam gar nicht spielt und der Shop insofern zu war. Das Stadion sollte etwa 17.500 Zuschauern Platz bieten und war immerhin zeitweise Nationalstadion. Da ich die TUESA-Busstation nicht fand, musste ich mit einer anderen Firma zurück fahren, die ihre Endhaltestelle in einer üblen Crack-Gegend hatte, erreichte aber dennoch problemlos den Plaza de la Cultura, einen AM PM (das lokale Gegenstück zu 7/11) und mein Hotel.

Mittwoch sollte mein letzter Tag in Costa Rica sein. Einige Museen fehlten noch, los ging es. Zuerst das Postmuseum. Eher etwas für Hardcore-Philatelisten. Weiter ging es zum Museum für zeitgenössische Kunst im Kulturzentrum. Auf dem Weg dorthin fand ich zufällig die Iglesia de la Carmen, eigentlich die hübscheste Kirche in San José. Das Kulturzentrum ist in einer ehemaligen Likörfabrik untergebracht und zeichnet sich damit durch uriges industrielles Ambiente aus. Was mir im Museum fehlte, war ein "Roter Faden". Es passte eigentlich nichts zusammen. Es folgte das Museum Dr Rafael Ángel Calderón. Der Mann war zwar ein Politiker aus einer Politikerdynastie, aber einer der ganz wenigen mit einem konkreten sozialen Sendungsbewusstsein. Also könnte er eine durchaus positive Erscheinung sein, die u.a. dem medizinischen Fortschritt in Mittelamerika den Weg wies. Leider hatte er jedoch auch einige erheblich bösartigere Dinge (so. z.B. einen Bürgerkrieg) verursacht, was einerseits im Museum verschwiegen wird und andererseits einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Nach diesem Museumsbesuch fängt der Teil meines Costa Rica-Aufenthaltes an, über den ich mich immer noch ärgere. In hinnehmbarer Entfernung vom Museum liegt das Estadio Fonseca, in dem laut etlicher Fußball-Websites (mein Dank gilt z.B. auch Oliver vom Soccerway) am Donnerstag um 15 Uhr ein Match hätte stattfinden sollen. Tatsächlich fand das Spiel jedoch bereits an diesem Mittwoch statt. Danach hätte man bequem per Taxi nach Tibas kommen können (s.u. - daher auch meine Fluganfrage für Freitag). So musste ich dann mehr oder weniger die Zeit totschlagen, in der ich einen weiteren Ground hätte bonzen können. Da der kürzeste Weg nach Tibas wieder durch dieses Crack-Viertel führte, wollte ich das vor Anbruch der Dunkelheit tun. Tibas selbst ist vollkommen uninteressant, ist aber Heimat des Costa Ricanischen Rekordmeisters Saprissa, welcher heute gegen Santos spielen sollte. Logischerweise war ich viel zu früh dort, einen Teil der Zeit konnte ich bei McDonalds verbringen. Das Estadio Ricardo Saprissa zeichnet sich durch sehr steile Sitztribünen aus und bietet 23.000 Zuschauern Platz. Heute waren vielleicht 5.000 zugegen, davon eine handvoll Auswärtsfans. Atmosphäre und Spiel waren recht gut, der Hausherr gewann verdient 2:0. Danach das übliche Spiel: wo ist eine sinnvolle Bushalte? Fand ich aber. Am Hotel wollte ich für den nächsten Morgen ein Taxi buchen und wurde entgeistert angeschaut. Hier nimmt man Uber. Warum nicht, habe also meinen ersten Uber-Trip gemacht. Drei Minuten vor Ankunft des Uberlings kam eine SMS, sodass ich den Koffer schon positionieren konnte. Einerseits hatte ich den Eindruck, dass der Fahrer noch nie den Airport angesteuert hat, andererseits war es faszinierend zu sehen, dass Googlemaps hier präzise Angaben über Verkehrsstörungen machte und ordentliche Umfahrungsempfehlungen geben konnte. Warum bietet Google auf diesem Gebiet nur Scheiße in Deutschland? Uber war übrigens keinen Jota billiger als Taxis (klar hätte ich auch den billigen Bus nehmen können, aber mit meinem Koffer wollte ich das nicht). Der Flughafen ist recht nett, alles ging sehr zügig. Es gab keinen Ausreisestempel. Nach längerer Zeit hörte ich wieder deutsche Sprachfetzen, da zeitgleich eine Condor-Maschine abheben sollte. Meine Maschine erwies sich als Turboprop, dafür hatte ich den bequemsten Sitz an Bord. Im nächsten Gegrunze geht es mit der Landung in Panamá (PAC) weiter.

Ich hatte angedeutet, dass es neuen Schwachsinn aus Potsdam gibt (beim bekannten Fall gibt es nichts Neues). Dazu muss ich etwas ausholen. Der Apfel fällt manchmal extrem weit vom Stamm, insofern musste ich den Kontakt mit meinem Vater 1985 abbrechen und habe ihn seitdem nicht mehr gesehen oder gehört. Die einzige Maßnahme, die ich traf, nachdem ich irgendwie von seinem Ableben erfuhr, war das Erstellen einer Erbverzichtserklärung für mich und meinen Sohn (uns hätte ein sechs- bis siebenstelliges Erbe mit negativen Vorzeichen erwartet). Mein Bruder, der genau so penibel mit Zahlungsverpflichtungen umgeht wie ich, erhielt nun aus heiterem Himmel eine Aufforderung zur Abgabe einer Vermögensaufstellung. Hintergrund war ein Vollstreckungsurteil des Amtsgerichtes Potsdam (!!!) von 2006. Wie sich herausstellte, hatte unser Vater die Identität meines Bruders angenommen, um sich Handy-Verträge zu erschleichen. Seine Schufa-Einträge (die gewaltig sein mussten, wenn auch nur 10% korrekt gewesen wären) hätten das nicht hergegeben. Selbst wenn er gewollt hätte, hätte er noch nicht mal eine Prepaid-Karte bezahlen können, geschweige denn für einen laufenden Vertrag aufkommen können. Was er ja dann anscheinend auch tatsächlich nicht konnte. Was sich dann abspielte, entzieht sich momentan noch meiner Kenntnis. Bis dann so ein herum jurigeunender Hilfswichser vom AG Potsdam, der meint, als Richter ehrbare Leute kriminalisieren zu können und sich inzwischen sicherlich zum Landrichterchen hochgepupst, -gesoffen und gelallt hat, besagtes Urteil fällte. Name: mein Bruder. Zustelladresse: eine damals schon veraltete Anschrift des Sozialhelfers meines Vaters. Eine absurde Konstellation. Dieser kleinen amtrichternden Kanalratte ist nicht aufgefallen, dass es sich um zwei verschiedene Leute handelt. Oder wie fürs Potsdamer Rathaus ist Identitätsdiebstahl etwas vollkommen Normales für ihn als Brandenburger. Alles Psychopathen in diesem Dreckskaff. Nun kommt GFKL ins Spiel. Eine kriminelle Drecksbande asozialster Machart - also ein Hoist für Arme (statt angeblicher Bankschulden werden angebliche Handyvertragsschulden eingetrieben). Die wurden pro forma mal angemailt, aber natürlich hat sich dieser Abschaum (wie fast alle mir bekannten Inkassogangster im Ruhrpott angesiedelt) nur in Form einer automatisierten Empfangsmail gemeldet. Wie in diesem Verbrechermilieu üblich haben die kürzlich mal wieder ihren Namen in Lowell geändert. Und endlich kommt der kleine Pups ins Spiel. Der ist nämlich als Dr Pups Vogel Flinder in Düsseldorf als Inkassogangster-Anwalt genannt. Was für asoziale Schweinepriester. Das darf man hier ausnahmsweise auch in nicht-satirischer Weise sagen - wer sich deren Fotos auf deren Homepage anschaut, weiß, was ich meine. Dieselben Scheißfressen wie die vom Abschaum, der derzeit in Cottbus gegen Zivilisation brüllt. Nix Deutsches dabei. Sehen aus wie frisch vom Baum geschüttelt und ab in die nächste Crack-Hütte. Besonders die Frau. Das ist wohl die, die immer genannt wird, wenn der echte Fick sich optisch diametral entgegengesetzt vom Sating-Portal-Profil präsentiert. Logisch, dass sich dieser Abschaum auf Anfrage (und vier Erinnerungen) auch nicht gemeldet hat. Das Gesocks sieht aber wirklich nicht so aus, als ob es lesen könnte. Ich habe erst einmal Anzeige erstattet. Aber nun habe ich echte Bedenken, was meinen Fall anbelangt. Das Potsdamer Amtsgericht hat sich ja nun als kriminell und schwachsinnig und der deutschen Sprache unfähig geoutet. Mir schwant Ungutes, wenn so eine kriminelle Existenz am 27.2. hinterm Pult hängt.

Unabhängig davon bin ich am Sonntag mal nach Bonn gefahren, wo im Landesmuseum der letzte Tag der Zisterzienser-Ausstellung lief. Vom schweren Unfall des Vortages auf der A3 war nichts mehr zu sehen - und so konnte ich dem Navi bei mäßigem Verkehr zehn Minuten abnehmen. Vor vielen Jahren war ich schon einmal im Landesmuseum gewesen - es war nicht wiederzuerkennen. Es war nämlich in einer mehrjährigen Umbaumaßnahme komplett verändert worden. Es war brechend voll, aber hat sich gelohnt. Ehemalige Zisterzienserklöster in allen Erhaltungszuständen hatte ich bereits zu Dutzenden gesehen, auch die Geschichte des Ordens war mir geläufig. Hier ging es prioritär darum, wie es hinter den Klostermauern zuging. Der Besuch war jedenfalls sehr lehrreich. Auch die Dauerausstellungen des Museums waren sehenswert - auch wenn hier ein Roter Faden fehlte. Vielleicht ist das Kraut-und-Rüben-Prinzip ja auch gewollt. Anschließend wollte ich ins Münster, aber nun wird das gerade generalsaniert. Nach einem kurzen Abstecher zur Elisabethkirche, wo die Krippe schon abgebaut war, fuhr ich in meine alte Heimat, nach Brühl. Die Krippe in St. Margareta war noch vorhanden - eine gigantische Themenkrippe. Der eigentliche Zweck war aber der Besuch zweier Testspiele auf Brühler Grounds, in denen ich noch nie war, weder als Spieler noch als Besucher. Am Sportplatz am Flechtenweg (kaum Ausbau, Kapazität vielleicht 1.200) zu Schwadorf siegte in einem extrem schlechten Spiel vor ca 25 Zuschauern der heimische FC 4:3 gegen den FC Zülpich. Zu Futtern gab's nix. Weiter nach Badorf. In der Gallberg-Arena (ein Wall, ein paar Stüfchen, ca. 2.200 Kapazität) empfing der heimische SV Badorf-Pingsdorf die Zweite vom SC Brühl und gewann vor ebenfalls ca. 25 Zuschauern verdient 3:1. Auch hier gab es nur Gesöff. Erschütternd war für mich die Tatsache, dass von den Gästen mich niemand kannte. Ich, der ich dort vor 43 Jahren noch als aufstrebendes Talent galt. Unfassbar, wie schnell man in Vergessenheit gerät. Andernteils hat der heutige SC Brühl mit dem alten Verein gerade mal ein paar Teile des Namens gemein. Hier löste sich dann quasi wie von selbst ein jahrelanges Rätsel. Früher sah man von der A555 (danke, Konrad!) oder von der Bahnstrecke gerade mal zwei Türme: den Wasserturm - das Wahrzeichen des Vorgebirges! - und die Badorfer Pantaleonskirche. Vor geraumer Zeit gesellte sich ein dritter Turm dazu. Es stellte sich heraus, dass es sich um das Mystery Castle im Phantasialand handelt. Da es noch hell war, gönnte ich mir einen Abstecher zum Wasserturm, der nunmehr höherklassige Wohnungen beherbergt, und zu meinem alten Wohnhaus. Hat sich eigentlich nicht verändert, nur anstelle der größeren Ford-Modelle seinerzeit stand ein Benz vor der Garage. Auch die Rückfahrt verlief merkwürdigerweise stressfrei. Womit ich übrigens nicht gerechnet hatte, war das gute Wetter. Es war im Gegensatz zu den Ankündigungen überwiegend sonnig, sodass sich die Nichtmitnahme der Gegenlichtblende manchmal bitter rächte.

Eigentlich wollte ich mich b.a.w. nicht mehr über Flöchtlinge äußern. Aber was sich nun im Kreis Pinneberg abspielte, sprengt alle Dimensionen zu diesem Thema. Da wird einigen Syrern hochoffiziell erlaubt, ihre Zweitfrauen nachkommen zu lassen. In einer Zeitung wird ein Verantwortlicher zitiert, dass wir hier nicht die Moralapostel spielen sollen. Tatsächlich steht hier aber was anderes im Vordergrund - und es wurde mit beachtlicher krimineller Energie eingefädelt. Dass zuerst eine Familie aus Syrien hierher geflüchtet ist - leider normal. Dass diese Familie angeblich noch vor Ort gebliebene Kinder nachholen durfte, ist aus diversen Gründen schon ungewöhnlich - nicht zuletzt aus den Gegebenheiten vor Ort. Kaum sind die Kinder hier, sollen die von einer anderen Mutter (der Zweitfrau) abstammen. Im Gegensatz zu deutschen Kindern, deren Wohl dem organisierten Jurigeunertum egal ist (ein dickes Hallo geht nach Karlsruhe und den Großraum Freiburg), siedelt man das Wohl von Flöchtlingskindärn in Jurigeuner- und Gutmenschenkreisen sehr hoch ein. Und schwuppdiwupp werden auf unsere Kosten die Zweitfrauen eingeflogen. Wegen des Kindeswohls! Wenn es so einfach ist, eine Zweitfrau hierher zu kriegen, warum schickt man - umgekehrt wird ein Schuh draus - die Blagen nicht einfach zurück? Scheint ja da dort keinerlei Probleme mehr zu geben. Ich wette, mindestens ein Balg hat wieder eine andere Mutter. Und - schwupps - ist die Drittfrau hier. Ich habe ganz einfach keinen Bock und sehe die Notwendigkeit nicht, dass ich die ungebremste Dauerfickerei von auswärts nicht lebensfähigen Gestalten, die (und hier gibt es eine große Gemeinsamkeit mit den Jurigeunen) auf unsere Gesetze und Normen scheißen, unterstützen muss. Wenn den Pinneberger Verantwortlichen danach ist, sollen sie das doch aus ihrer eigenen Tasche zahlen. Vielleicht auch noch die Viertfrau und ein paar Lustknaben hierher kommen lassen. Und an die Folgekosten denken. Denn plötzlich haben wir den Großfamilienterror nicht nur in Berlin und Bremen, sondern auch im beschaulichen Kreis Pinneberg. Und eines Tages kann der gemeine Elmshorner ohne die Einwilligung des örtlichen Muftis noch nicht einmal mehr pinkeln gehen. Klar ist Polygamie in Syrien nicht verboten. Aber konkret - man bemühe Statistiken - ist sie so wenig verbreitet, dass ich mir zwei Polygamisten in Pinneberg nicht vorzustellen vermag. Es sieht aus wie ein mit teuflischer Akribie vorbereiteter Plan einer weiteren Großfamilie, hier Fuß zu fassen. Es würde mich nicht wundern, wenn die Väter gar nicht mit diesen Frauen verheiratet sind und die Kinder ganz andere Eltern haben, die niemand kennt.

Dazu passen die Vorgänge um die Frankfurter Mohren-Apotheken. Man darf mir göttliche Eigenschaften zubilligen, denn exakt darüber habe ich ja letztens gegrunzt. Zwar in Verbindung mit Weihnachtskrippen, aber das ändert an der Sache nichts. Zuerst hatte ich nach Lesen der Überschrift die Gutmenschenmafia in Verdacht, aber es ist noch schlimmer. In diesem Fall hat sich der Ausländerbeirat darüber echauffiert, dass zwei Apotheken seit Jahrzehnten so heißen. Das Verblüffende und auch für mich Neue ist, dass das Wort Mohr überhaupt keine andere Bezeichnung für das Unwort Nigger ist, sondern auf den Mauren (ein Volk, was uns Jahrhunderte lang zumindest medizinisch hoch überlegen war). Aber erst mal laut loslallen und mal sehen, ob die behämmerten Deutschen auch spuren. Wie man lesen konnte, hat eine Apotheke bereits resigniert. Die andere, deren Inhaber sinnvollerweise Schwartz heißt, überlegt noch. Hat aber das Problem, dass sie in einem alten Haus residiert und somit von der Denkmalsbehörde unterstützt wird. Im Klartext bedeutet dies, dass irgendein Gutmenschenterrorist in politisch hoher Funktion Druck auf diese Behörde ausüben wird - und schwupps wird deren Behördenleiter höchstselbst den "Mohren" entfernen. Und die Inhaberin der Friedberger Apotheke zeigte als einzige Eier: sie wird keine Umbenennung vornehmen. BRAVO!

Auch in einer weiteren Angelegenheit habe ich schon vor langen vorher gesagt, was tatsächlich eingetreten ist, wie sich jetzt herausstellte. Ich wies auf die Affinität zwischen Teilen der "deutschen" Automobilindustrie zu Gaskammern hin. Das war nur ein satirisches Gedankenspiel, das mir Lichtjahre von der Realität entfernt schien. Wie aber jetzt publik wurde, wurden zumindest mit Kenntnis von Autobauern jetzt genau solche Gaskammern-Versuche durchgeführt. Mit Affen und mit Menschen. Jetzt läuft gerade die Phase, in der sich die Autobosse empören. Mal sehen, wie es weiter geht. Werden auf diesem Umweg Gaskammern wieder gesellschaftsfähig gemacht?

Und zu guter Letzt ein Beispiel, wie uns das internationale Jurigeunertum via Großkapital terrorisiert. Eben noch habe ich das Land Hessen gelobt für seine Cojones beim ÖPNV (ist sicher alles nur gespielt, nachher ziehen die Typen, die jetzt lospoltern, doch ihre sprichwörtlichen kleinen Landes-Schwänze ein), aber bei den Verkaufsoffenen Sonntagen hat es kapituliert. Danke, liebe Jurigeuner! Warum kommt niemand auf die Idee, die Verwaltungsgerichte abzufackeln?