02/14/2018 - Achtung: Pupsvogelfinder

Vorbildlich: Touristenpolizei in Panamá

Hier will ich meine Reiseeindrücke endlich abschließen. - Einenteils hatte ich ja Gründe, bei meiner Rückkehr aus Costa Rica den Flugplatz Gelabert anzufliegen. Andernteils erwies sich das als Griff ins Klo. Es landen täglich maximal zwei Auslandsflüge dort. Problem: heute landeten die zu selben Zeit und wir als zweiter. Vier Beamte bei der Passkontrolle. Und drei Leutchen bei der Gepäckkomplettkontrolle. Sengende Hitze. Nix zu trinken. Ein Wunder, dass niemand kollabierte. Es dauerte und dauerte. Aber wie bei meiner ersten Ankunft in Panamá wollte niemand was von mir über finanzielle Mittel, Rückflugticket etc. wissen. Und wenn schon einmal der Wurm drin ist, bleibt er drin. Ich hatte die letzten Nächte im Costa Inn gebucht, aber dem Taxifahrer Cresta Inn zugenuschelt. Da kannte man mich bzw. meine Reservierung natürlich nicht. Das kostete dann wieder Nerven und wertvolle Zeit. Das "echte" Hotel selbst war nett. Schöne Zimmer, nettes Personal - und Frühstück inbegriffen, aber dazu später mehr. Über booking.com hatte ich zwei Nächte gebucht, die restlichen drei bekam ich dann zu einem netteren Preis - und das ohne die Steuern. Am Folgetag kam ich nicht in den Genuss des Frühstücks, denn sehr zeitig ging es zum Bahnhof, um im zweiten Versuch den Zug gen Colón zu erwischen. Da ich mittlerweile ortskundig war, konnte ich das alles für 25 ct per Bus erledigen (inzwischen waren mir auch die Feinheiten des Gratis-Umstiegs geläufig, denn so einfach wie im Guidebook beschrieben ist es nicht!). Neben einer Schulklasse warteten noch ca. 70 Touristen aus allen Teilen der Welt und eine handvoll Einheimischer darauf, dass der Schalter aufmachte. Aber jeder bekam ein Ticket, außer mir buchten alle ein Rückfahrtticket. Das Merchandising Angebot war gewaltig, aber weil ich mich nicht abschleppen wollte, nahm ich mir vor, an einem anderen Tag wieder zu kommen. Da die Schulklassen den Aussichtswagen okkupiert hatte, machte ich es mir in einem Salonwagen gemütlich. Wirklich sehr bequem - so bequem, dass ich mich während der Fahrt gar nicht zur Plattform begab. Für 25 B/. donnerte der Zug in einer Stunde am Kanal entlang. Der Kanal war durchweg zu sehen, aber die Fahrrinne gerade am Gatun Lake war doch verdammt weit weg. Nach viel zu kurzer Fahrt, während der sogar Kaffee serviert wurde, erreichten wir Colón - die Stadt, vor der alle Reiseführer sowie das Auswärtige Amt nur warnen, warnen, warnen. Bis auf zwei Einheimische, die abgeholt wurden, enterten sämtliche Fahrgäste am Bahnhof, der nur aus einem überdachten Bahnsteig besteht, einen der Busse, die zu überhöhten Preisen irgendwelche Sehenswürdigkeiten ansteuerten. Ich nicht. Denn während Nieselregen einsetzte, ging ich bangen Herzens zum Stadion - immer in Erwartung eines Überfalls. Dort erwarteten mich überaus nette Leute, die der Mannschaft von Arabe United beim Training zuschauten und mir alle Fragen beantworteten. Das Stadion sollte für etwa 3.500 Leute ausgelegt sein und verfügt über überdurchschnittlich viele Flutlichtmasten. Ich ging weiter zur Zona Libre, einem gigantischen zollfreien Shopping-Zentrum, angeblich das zweitgrößte seiner Art weltweit. In den einschlägigen Büchern erzählte man sich Horrorgeschichten über die Zustände an den Eingängen. Alles Bullshit. Es war nichts los, ich zeigte der Security (zwei Personen) meinen Pass und war drinnen. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt, zum Großteil aber nur en gros. Kleidung gab es aber auch en detail, ich deckte mich mit Produkten von Marken ein, die es in Deutschland nicht gibt. Das Wetter wurde immer besser, der Betrieb aufgrund der beiden vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffe immer gewaltiger, und ich verließ die Zone. Ohne irgendeine Kontrolle ging es raus, wo ich auf den nettesten Mäckes Mittelamerikas traf. Gut gestärkt landete ich im Shopping Center Colón 2000, was ich mir aber erheblich größer vorgestellt hatte. Wenigstens war es schön bunt, aber auf den Zufahrtswegen und auf dem Parkplatz wurde man mit Schlaglöchern Potsdamer Größe konfrontiert. Man merkt durchaus, dass als Kundschaft eigentlich nur die Kreuzfahrer gewünscht sind. Da ich kein Kreuzritter bin, ging ich in die Innenstadt. Der Zustand der Gebäude ist erschreckend. Sicher 90% würden in Panamá City als Ruine gelten (selbst in Potsdam 95%). Aber die Menschen sind absolut nett. Vielleicht, weil die Hauptallee gerade gestylt wird. Da die angeblich sehr sehenswerte Kathedrale in Googlemaps nicht präsent ist, ging ich auf Gut Glück weiter, bis ich auf eine durchaus nett anzusehende, aber menschenleere Parkanlage mit Konzertmuschel stieß. Ganz menschenleer war sie jedoch nicht, denn zwei Polizisten radelten aufgeregt auf mich zu. Ob ich denn total übergeschnappt sei, ob man mich auf dem Kreuzfahrtschiff denn nicht über die Gefährlichkeit dieser Gegend aufgeklärt habe. Ich konnte nachweisen, dass ich mit der Bahn angereist sei, davon hatten die jedoch noch nie gehört. Aber nett waren sie. Ich sah in der Nähe zwei Türme und fragte, ob das die Kathedrale sein. Si. Da will ich hin. Das ist doch sooo gefährlich! Aber sie telefonierten und wiesen mir einen Weg, an dessen Ende ich bereits erwartet würde. Korrekt, zwei andere Polizisten nahmen mich in Empfang. Die Kirche war leider dicht. Aber die Polizei war mein Freund und Helfer. Ein Küster (oder so) wurde herbei telefoniert, der mir bereitwillig Einlass gewährte. Aufgrund von Restaurierungsarbeiten waren zwar etliche Ecken eingerüstet, aber die Kirche war durchaus tatsächlich sehenswert. Die beiden eskortierten mich noch bis zur Allee und empfahlen mir, die Stadt zu meiner eigenen Sicherheit umgehend zu verlassen. Danke, liebe Polizei! Ich begab auch mich zum Busbahnhof, der unglaublich dreckig und hektisch ist. Aber ein Koberer zog mich in einen Doppeldecker nach Panamá City, wofür ich knapp unter 2 B/. abdrücken musste. Das Gefährt wurde nachher so voll, dass selbst oben eine Menge Stehplätze eingenommen werden mussten. Zufällig bemerkte ich nach Passieren der Stadtgrenze von Panamá die Metro-Aufständerung, sodass ich flugs ausstieg und mich an Los Andes wiederfand. Diesmal erwischte ich den richtigen Eingang und landete in einem folkloristisch angehauchten Shopping Centre modernster Art. Hier war das Fotografieren kein Problem, auch das kulinarische Angebot ließ für den geneigten Fast Food-Junkie keinerlei Wünsche offen.

Für den Samstag war tatsächlich einmal ein Liga-Spiel im Nationalstadion Rommel Fernández anberaumt. Morgens konnte ich erstmals das Frühstück im Hotel austesten. Das Rührei und der Nachtisch schmeckten eigentlich recht gut. Gut gestärkt ging es dann zum Mariposario in der Nähe vom Naturpark. Was für ein wildes Geflatter! Wunderschöne Schmetterlinge tobten sich aus und ließen mein Herz schneller schlagen. Zurück in der Stadt fand ich im dritten Anlauf endlich den Eingang zum MAC, dem Museum für zeitgenössische Kunst. Es handelt sich um das einzige privat betriebene Museum Panamás und ist finanziell derartig karg ausgestattet, dass es keine eigene Sammlung hat. Stattdessen finden Wechselausstellungen statt. Derzeit ging es um Latin American Roaming Art. Eintritt wird offiziell nicht erhoben, es liegt aber eine Liste aus, welche Spende an erwartet, woran ich mich orientierte - und eine Spendenbescheinigung bekam! Ob die mein Finanzamt anerkennen wird? Ich erwähnte ja schon, dass ich von der Kunstszene des Nachbarlandes begeistert war, hier war aber kein Beitrag aus Costa Rica vertreten. Insofern war das Niveau der Exponate eher durchschnittlich. Nach einer Visite in Casco Antiguo, bei der ich mich auch mit Panamahüten eindeckte, machte ich mich auf den Weg zum Nationalstadion, auf dessen Parkplatz sich bereits ca. 1.000 Tauro-Fans auf das Match gegen El Chorillo FC einstimmten. Da das Tapia zu klein gewesen wäre und das Maracana von einer anderen Veranstaltung geblockt war, hatte ich das Glück, hier aufschlagen zu können. Offene Eingänge waren aber nicht zu sehen. Eine halbe Stunde vor Anpfiff machten zwei Kassen auf - und ein fürchterliches, aber dennoch halbwegs zivilisiertes Gedränge begann. Trotz nicht minder intensiver Leibesvisitation war ich aber rechtzeitig vor Anpfiff im Stadionrund. Nur die Gegengerade war geöffnet, auf der Haupttribüne lümmelten sich die üblichen VIPs herum. Das All-Seater-Stadion ist überdacht und bietet ca. 45.000 Zuschauern Platz. Heute mögen es ca. 2.000 gewesen sein, wobei die Tauro-Fans in der Überzahl waren. Man bekam sehenswerten Pyro-Einsatz von beiden Fan-Gruppen zu sehen, aber auch ein schönes Spiel, was der krasse Außenseiter El Chorillo verdient mit 2:1 gewann. Die Rückfahrt per Bus verlief diesmal weniger stressig.

Am Sonntag wollte ich wenigstens einmal ins Landesinnere und hatte eine Busfahrt nach Penonomé geplant. Als ich aufwachte, packte mich wildes Würgen, Rülpsen und Grunzen (sic!) - irgendwie machte sich das gestrige Rührei unangenehm bemerkbar. Verbunden mit einem unruhigen Darm machte das eine längere Busfahrt unmöglich. Also besuchte ich nach kargem Frühstück (Kaffee und Toastbrot) nur den Summit Park, der eigentlich nicht auf meiner Todo-Liste stand und tatsächlich eher weniger interessant war. Blöderweise gibt es in der Nähe der Centenario Brücke keine Bushalte, sodass ich diese nicht aus der Nähe betrachten konnte. Abends konnte man - wie übrigens eine Woche zuvor in San José - sehen, welche Wertschätzung dort die Feuerwehr (die Bomberos) genießt. Tausende von Feuerwehrleuten marschierten begleitet von Fackelträgern und Kapellen durch Bellavista und wurden von der Zuschauermasse am Straßenrand begeistert gefeiert. Hätten sie noch Kamelle geworfen, wäre echte Karnevalsstimmung aufgekommen. Am Montag trabte ich abends nochmals zum Bahnhof, um mich mit Souvenirs einzudecken. Die Canal Railways-Tasse wird seitdem täglich von mir genutzt. Mein in diesem Zusammenhang eingeplanter zweite Versuch, in das Gebäude der Kanalkommission zu gelangen, scheiterte diesmal auch, ich hatte die Entfernung total unterschätzt. Kurz vor der Abreise tätigte ich noch einen Must have-Kauf. Man kann nicht behaupten, in Panamá gewesen zu sein, ohne Geisha-Kaffee probiert zu haben. 36 B/. für 200 Gramm schienen mir ein guter Kauf zu sein. An einer Kaffeebar gab ich dann meine Bestellung auf. Da der Kaffee in einem Safe eingeschlossen war (vernünftig), begann die Suche nach dem Schlüssel. Nach mehreren Telefonaten mit dem Boss der Bosse tauchte der dann auch auf. Erstmalig probiert habe ich den Kaffee dann hier. Ganz ok. Aber für den Preis hätte ich doch einen Geschmacksorgasmus erwartet. - Und dann hieß es am 28.11. Abschied nehmen. Das Hotel bot einen Flughafentransfer für 2 B/. an, das habe ich genutzt. Bei meinem nächsten Besuch wird hoffentlich schon die Airport-U-Bahn in Betrieb sein. Es haben sicher keine fünfzig Leute vor Ort eingecheckt, trotzdem war der Flieger sehr voll. Noch extremer war es bei der Landung in Frankfurt, keine zwanzig Leute wollten direkt dorthin - eine derartig leere Gepäckausgabe habe ich selbst bei Interot-Flügen nicht erlebt. Aber da die Lufthansa mit diesem Flug eine der wenigen Verbindungen von Mitteleuropa nach Mittelamerika anbietet, füllt er wohl eher die Zubringerdienste. Der Tocumen Airport in Panamá wird gerade massiv erweitert. Im jetzigen Zustand ist er eine Zumutung. Außerhalb des Duty free-Bereiches gibt es nichts, man könnte verhungern. Der Duty free-Bereich selbst hingegen ist derartig überteuert, da kommt selbst Yangon nicht mit. Leider spielte zu allem Überfluss das Wetter nicht mit. Denn eigentlich wollte ich nach der Gepäckaufgabe noch nach Tocumen selbst, aber der Regen ließ es nicht zu. Wollen wir hoffen, dass der Airport bei meiner nächsten Landung angenehmer sein wird. - Unterm Strich war es nach etlichen Jahrzehnten der Urlaube in Asien und Irland eine echte Abwechslung. Habe zwei schöne Länder mit netten Leuten kennen gelernt (die Groundhopper-Länderpunkte nicht zu vergessen), viele Fotos gemacht und Geschichte geatmet. Viele Warnungen im Vorfeld erwiesen sich als grundlos. Störend empfand ich nur das Preisniveau, da ist Thailand doch auf einem ganz anderen Level (Transport- und Hotelkosten waren ok). Dennoch: wenn ich nochmals hier käme, dann frühestens 2022. Doch noch drei Mankos: wer nach CDs oder Filmen sucht, sollte woanders suchen. Selbst von dem einheimischen (durchaus melodiösen) Rap, der aus dem Radio kommt, habe ich keine CDs ergattern können. Zweitens war die Kathedrale in Panamá wegen Renovierung geschlossen. Angeblich waren die Arbeiten zu 40% abgeschlossen. Und drittens ärgere ich mich immer noch, dass in in Costa Rica zwei Grounds mehr hätte problemlos bonzen können.

Aus Potsdam kamen inzwischen mehrere Signale. Das von den Pupsvögeln kam nonverbal. Das Jurigeuner-Gesocks denkt doch tatsächlich, es könnte mich damit beeindrucken. Ich habe dem Pack meine Hilfe angeboten - was habe ich doch für ein gütiges Herz. Vielleicht lassen die sich von mir doch auf den Pfad in die Zivilisation bringen. Leider haben die bekanntlich irgendwelche Halbaffen der Marke Cottbus-Chaoten auf ihrer Homepage abgelichtet, sodass man nur schreien will. Aber wenn man den Blick gekonnt auf den Textteil lenkt, fällt auf, dass die tatsächlich Düsseldorfer Vorwahlen haben. Aber weder auf der Homepage allgemein noch im Impressum speziell findet sich irgendein Bezug zu Düsseldorf. Wen wollen die denn jetzt schon wieder damit verarschen? Schriftlich gemeldet hingegen hat sich das Amtsgericht Potsdam: meine Ladung für den 27.2. ist obsolet. Es interessiert mich zwar , warum - aber andererseits habe ich im Moment nicht die Zeit für langwierige Recherchen. Ich bin nur froh, dass ich meinen Leserbrief an die Märkische Allgemeine noch nicht abgeschickt habe, denn darin hatte ich doch fürchterlich über das Amtsgericht abgeledert. Es wundert mich nur, dass die Absage über einen Billigbrieftransporter kam - sonst werfen die das Geld doch immer für Förmliche Zustellungen aus dem Fenster. Allerdings ist bekanntlich noch nicht aller Tage Abend - vielleicht lallt man mich aus dem Rathaus zu Potsdam wieder an.

Die närrische Saison ist auf der Zielgeraden angelangt. Heute meinen ersten Karnevalsumzug besucht: in Somborn. Der war wirklich winzig. Zum Vergleich: Hundstadt hat knapp 900 Einwohner und hat einen verdammt großen überregional bekannten Umzug. Somborn hat weit über 6.000 Einwohner und bot den kleinsten jemals besuchten Umzug auf. Weniger die Tatsache, dass er nur aus ca. sieben Fußgruppen, einem Trecker, zwei Pkw und einem echten Karnevalswagen (aus Bad Orb) bestand, war bemerkenswert, sondern eher, dass die Wegstrecke keine 1500 Meter maß. Aber es war wenigstens Stimmung. Und es gab Kamelle satt. Ein anderes Bild erlebte ich am Karnevalssonntag in einem Ort, wo ich derartiges nie vermutet hätte. Während "meine" Kinder auf der Wasserkuppe dem Skisport frönten, wollte ich zum Umzug in Wegfurt fahren. Da ich keinerlei Startzeit fand, erkundigte ich mich mal in der höchstgelegenen Touristinfo Hessens. Die konnten mir auch nicht weiter helfen, fragten aber: wieso fahren Sie nicht nach Hofbieber?! Tja, warum eigentlich nicht? Bereits am Ortsausgang von Langenbieber eine endlose Kolonne parkender Fahrzeuge, an denen ich vorbei fuhr und einen herrlichen Parkplatz am Schulzentrum ergatterte. Es war die Hölle los. Ein riesiger Lindwurm schlängelte sich durch den Ort. Richtig gute Motivwagen wurden mitgeführt. Halb Osthessen stand am Rand, was das Fotografieren zu echter Schwerstarbeit machte. Aber das sind genau die Karnevalsumzüge, die ich liebe. An einem Motivwagen klebte das Schild "Gott hasst Schilder". Diese Art von Existenzialismus auf einem Karnevalsumzug war neu für mich. Hätte ich mich mal mit Wacken beschäftigt, wäre mir das Schild jedoch bekannt gewesen. Egal: klasse Einlage. Helau! Während ich am Rosenmontag mit weltlichen Sachen beschäftigt war, konnte ich am Dienstag den Karneval mit dem Umzug in Großauheim verabschieden. Ein netter Zug, wenn auch ohne Höhepunkte. Hier war die Parkplatzsituation eine ganz andere: ich konnte zwanzig Meter entfernt von der Zugaufstellung parken.

Und genau die närrische Saison bringt mich wieder zu den Pupsvögeln. Während der Unfall in meiner alten Heimat Brühl wohl tatsächlich ein tragisches Unglück war, war der ähnliche in Köln wohl eher Mord. Nachdem sich heraus gestellt hatte, dass das Opfer ein Polizist war, hatte ich unversehens an die Pupsvögel gedacht. Und siehe da: der mutmaßliche Täter ist ein Anwalt! Und genau so "clever" wie ein Pupsvogel. Trabte der doch selbst zur Polizei und gab sich als Zeuge aus! Was für eine kranke Sau! Ebenfalls in NRW wurde das europäische Leitbild zu Grabe getragen. Man ziehe sich diesen Artikel genüsslich rein.

            Artikel aus dem Sputnik

Im Klartext bedeutet das, dass die evangelische Kirche in NRW jahrtausendealte abendländische Grundregeln kampflos aufgegeben hat. Ausgerechnet die Kirche, die allen Ressentiments zu Trotz allgemein als Bollwerk der Zivilisation betrachtet wurde!Diese Aktion wird den rapiden Mitgliederschwund weiter befeuern (denken wir an die SPD, die sich unaufgefordert selber zur Splitterpartei marginalisiert). Jawoll: Mohamed hatte Recht! Lasset uns die evangelischen Kirchen in Moscheen umwandeln! Vermuftisierung des Pfaffentums! Wie kommt es dazu, dass zivilisierte Verhaltensweisen grundlos über Bord geworfen werden? Warum diese Anbiederung an Uriane? Gutmenschenterror allein kann es nicht sein. Es bedarf eines weiteren Anstoßes. Die Pupsvögel und Konsorten! In ihrer Sucht, die Zivilisation aus Deutschland rauszuprügeln, wird nach der Justiz und den Ausländerbehörden auch die Kirche instrumentalisiert. Das hat jetzt nichts mit der Überlegenheit der nordischen Rasse zu tun: aber dass es den Leuten hier sowohl wirtschaftlich als auch intellektuell und spirituell seit etlichen Jahrhunderten besser geht als in den Herkunftsländern der Asylanten (mein Gruß gilt dem unbekannten Flöchtlenk!), sollte evident sein - sonst würden die Leute ja nicht erst hierher wollen. Und ich meine: wir und die Neuankömmlinge sollten doch alles tun, damit es so bleibt. Was bedeutet anzuerkennen, dass unsere Werte die einzuhaltenden sind. Aber nein. Pups- und andere schräge Vögel wollen uns auf das Niveau von Zentralafrika oder noch tiefer runterziehen. Dazu passt auch dieser Aushang in Nidda:

Habt Ihr Gutärsche (Menschen kann man dazu ja nicht mehr sagen) noch alle Tassen im Schrank? Legt jedem Asylanten doch noch 72 blonde deutsche Jungfrauen vor die Tür, damit er sich wie im Paradies fühlt. Überflüssig zu sagen, dass sich in dieser Gutarschmafia überdurchschnittlich viele Jurigeuner verlustieren.

Aber jetzt noch mal von vorn ohne billige Polemik. Unbestritten ist, dass dieses Schild (Gott hasst Schilder!) kein Fake ist, sondern genau so existiert. Aber angeblich soll es nur für den internen Gebrauch bestimmt sein und hätte nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollen. Um ehrlich zu sein: die Begründungen für diesen Ablauf klingen sogar plausibel, und ein Einhalten dieser Anweisungen würde die Nahrungsmittelvernichtung minimieren. So weit, so gut. Dennoch: in der Realität ist es - auch bei Tafeln ohne ähnliche Vorschriften - viel, viel schlimmer. Ich will nicht lamentieren, warum solche Tafeln in einem Land wie Deutschland überhaupt existieren, sondern weiß, dass es immer Unvorhersehbarkeiten geben wird, bei denen man dankbar ist, wenn man auf die segensreichen Aktivitäten derartiger Tafeln zurückgreifen kann. Ich selber konnte die Zustände bei zwei Tafeln beobachten. Um nicht Ärger mit einer Koalition zwischen herumjurigeunerndern Terroristen und der Gutmenschenmafia zu bekommen, verzichte ich vorerst auf Namensnennungen. Horden marodierender Großfamilien, die keineswegs mitteleuropäisch aussehen, hindern arme Deutsche (insbesondere Senioren, um einen Blick auf die Realität zu werfen, mit welchen Eifer der Koran eingehalten wird, wenn es nicht um Jungfrauen geht) mit System und teilweise mit offener Gewalt daran, sich in den ersten zwei Dritteln zu bedienen. Überwiegend ältere weibliche Ausländer kassieren mit Lebensmitteln versorgte Landsleute noch in Sichtweite ab, wobei ich noch nicht dahinter gekommen bin, was die letztendlich damit machen. Die Betreiber der Tafeln habe pure Angst, dagegen etwas zu unternehmen. Diese Tafeln spiegeln lediglich die pure Realität wieder. Und die Einheimischen lassen sich das einfach bieten. Vielleicht ist das Verhalten der evangelischen Kirche ja nichts weiter als ein dezidierter Hinweis, dass eine Konversion einen in der Warteschlange eine bessere Position bietet. Ähnliche Zustände herrschen beispielsweise in der ÖRA Hamburg, wo ich einnal dolmetschen musste. Und in diesem Zusammenhang natürlich klarstellen muss, dass die überwiegende Anzahl der Ausländer sich da wie dort absolut korrekt verhält, aber ebenso machtlos gegenüber der geballten Macht der Großfamilien ist wie wir zivilisierten Menschen.

Und für die, die immer noch nicht von diesem Thema genug haben, habe ich folgenden Artikel entdeckt. Noch interessanter ist der Link in diesem Artikel zu einem älteren Artikel in der FNP. Es kann einem das Grunzen verschlagen ...

            Artikel aus der Epoch Times

Was mich aber dennoch einmal interessieren würde: da gab es doch vor ca. einem Jahr mal eine Website der Bundesregierung, in der Ausreiseinteressierte aller möglichen Länder darauf hingewiesen wurden, dass es in Deutschland nichts geschenkt gibt. Typisch für unsere Regierungen: alles erlogen und erstunken. Dummerweise finde ich diese Seite nicht mehr.

Auch als Musikkonsument war ich aktiv, indem ich mir etliche Scheiben gönnte. Es war vollkommen an mir vorbei gegangen, wie aktiv Wire inzwischen sind. Während früher sechs Jahre zwischen zwei Alben keine Seltenheit waren, geht es inzwischen Schlag auf Schlag. Sowohl "Nocturnal Koreans" als auch "Silver/Lead" beeindrucken erst einmal durch ihre extrem kurzen Spieldauern. Während erstere eher höhepunktlos vor sich hindudelt, liefert die Band auf der neueren Scheibe mit "Short elevated period" exakt zum vierzigjährigen Band-Jubiläum einen absoluten Knaller ab. Man findet hier sogar eine echte Melodie, die man eher in den Sixties erwartet hätte! Obwohl in der Fachpresse eher zwiespältig aufgenommen, ist Threshold mit "Legends of the Shires" nach meinem Dafürhalten ein echter Hammer gelungen. Diesmal sogar eine echte Doppel-CD. Trotz des neuen (uralten) Sängers reiht sich Songperle an Songperle, lediglich das letzte Stück war unnötig. Auch die Simple Minds haben wieder geliefert. Was soll man lang schreiben: es war genau das, was man nach "Big Music" erwarten konnte. Franz Ferdinand hingegen haben mehr geliefert. Hatte doch die vorherige Veröffentlichung "Right thoughts right words right action" weder Herz noch Eier, und war bei der Kooperation mit den Sparks als FFS deren Einfluss erheblich größer, ist die Band hier auf "Always ascdending" wieder zu ihren Wurzeln zurück gekehrt. Good stuff!

Die Pupsvogelfinder werden angegrunzt