03/23/2018 - Neues von der DB-Hölle

Diesen Laden hätte ich hier auch gerne

Ich weiß nicht, warum. Aber immer noch bekomme ich zu Weihnachten DB-Aktions-Tickets geschenkt, diesmal aus der Lidl-Aktion, 49 EUR die Hin- und Rückfahrt. Erst mal natürlich danke, aber die Dinger sind inzwischen der reine Betrug. Komplizierte Vorbuchung erforderlich. Und für einen eventuellen Nahverkehrsteil sind noch zusätzliche 5,90 EUR abzudrücken! Geplant war am letzten Samstag, dass ich zu Weiche Flensburg fahre und den Sonntag in Hamburg verbringe. Da ja immer was mit dem Wetter und der DB schief läuft, hatte ich mich um Alternativen in Hamburg gekümmert - der Anpfiff war ja recht früh, die Umsteigzeiten recht kanpp, und im Raum Elmshorn waren Baustellen. Und das war auch berechtigt so. Bis Meckelfeld lief alles gut im ICE 672, dem man heute keine IZB-Hefte gönnte. Und dann blieb der Zug stehen. Und stand. Und stand. Signalstörung. Eine Minute nach planmäßger Abfahrt des Anschlusszugs nach Flensburg kamen wir in Hamburg Hbf an. Der Anschlusszug war natürlich weg. Was tun? Ich war so naiv, dass ich mit dem nächsten Zug unter Inkaufnahme einer Taxifahrt in Flensburg weiter fahren wollte, und mal eine Stunde zur Alster ging. Bei der Rückkehr war im Hamburger Hauptbahnhof die Hölle los. Überall aufgeregtes Herumgewusel und hektische Ansagen. Was meinen Zug anbelangt stand auf den Displays, dass er in Altona abfahren sollte. Dann ging die DB-Scheiße weiter, denn der City-S-Bahn-Tunnel war gesperrt. Also über Dammtor gefahren. Bei Einfahrt in den Altonaer Tunnel sah man den Flensburg-Zug wegfahren. Scheiße. Die 5,90 EUR ergaunerte Nahverkehrsgebühr hole ich mir wieder! Denn damit trat Plan B, nämlich das Oberliga-Spiel SV Curslack-Neuengamme vs TSV Sasel, in Kraft, was eine HVV-Netzkarte erforderte. Während sich allerorten hoffnungsfrohe HSVer sammelten, machte ich erst einmal einen Rundgang am Elbufer und durch St.Pauli. Das Beatles-Denkmal hatte ich beispielsweise vorher nie gesehen. Um 22 Minuten vor 15 Uhr schlug ich beim Kunstrasen-Sportplatz Gramkowweg auf. Was mir vollkommen unbekannt war: es gibt dort sogar eine Tribüne, die diesen Namen verdient. Blieb noch Zeit, die Kirche zu Curslack zu besuchen. Obwohl ich über zwanzig Jahre in Hamburg gewohnt hatte, blieb mir der Blick in eine der acht Vierländer Kirchen bislang versagt. Was für ein sagenhaftes Interieur - hier ist wirklich die Zeit stehen geblieben. Mich persönlich beeindruckten am meisten die Hutständer. Das Spiel war ok, 111 handgezählte Zuschauer (lt. Stadionsprecher 183) sahen ein leistungsgerechtes 3:1. Bis auf einen Aspekt war das Drumherum auch perfekt. So gab es schöne Tickets (mit Rentnerermäßigung!) und ein Programm sowie eine exzellente Krakauer. Störend war nur der eiskalte Wind, der mir trotz üppiger Winterkleidung eine bis jetzt andauernde böse Halsentzündung einbrockte. Nachdem mir der Kassierer versicherte, dass er schon seit fünfzig Jahren beim Verein ist, fragte ich spaßeshalber, ob mein ehemaliger Azubi vor 35 Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Jawoll: Goalgetter Klose war noch ein Begriff, aber er wusste nicht, was aus ihm wurde. Nach dem Match schaute ich mir noch die Kirche in Neuengamme an. Ebenfalls sehr schön. Und eben geöffnet. Im Gegensatz zur Nikolaikirche Billwerder. Abends stieß ich in der Stadt wieder auf HSV-Anfänger. Traurig, traurig: es war fast so deprimierend wie das Denkmal des Luzerner Löwens. Es ist erschütternd, wieviele Chancen des Neuaufbaus beim HSV in den letzten Jahren ungenutzt blieben. Alle Vereinsverantwortlichen meinten, man könne immer weiter wurschteln. Ich denke, dass mit der heutigen Niederlage gegen Hertha der Abstieg besiegelt wurde. Und eine Wanderung in die Dritte Liga beginnt. Willi Schulz würde sich im Grabe umdrehen. Zum Ende dieses Absatzes ist es aber wirklich an der Zeit, einmal "DANKE" zu sagen! Danke den DB-Mitarbeitern von Zugleitung und Service! Dieses frustrierende Erlebnis am Vormittag hat mich vor schwerem Schaden bewahrt, sowohl ideell als auch finanziell. Denn die Regionalliga-Begegnung in Weiche wurde abgesetzt. Aber geplant war das sicher nicht von Euch.

Auch am Sonntag war mir immer noch nicht nach Besuchen von Ausstellungen zumute nach all den Widrigkeiten des Vortages. Stattdessen widmete ich mich diversen Parkanlagen und Teichen, bis es Zeit wurde, zum Wandsbeker TSV Concordia zu traben. Bei diesem Verein war ich noch nie. Aber wie der Name schon andeutet, handelt es sich um einen Fusionsclub. Und Concordia Hamburg als einer der Vorgängerclubs steht in meiner Besuchsliste an vierter Stelle. Ca. achtzig Mal war ich sicher im Waldstadion Marienthal. Nicht dass ich Fan war, im Gegenteil. Mir unvergessen sind meine ekstatischen OSV-Anfeuerungsrufe (die Hannoveraner hatten keine erkennbaren Fans mitgebracht) beim 1:6, die mühelos das gesamte Cordi-Gemurmel übertönten. Oder wüste Verbrüderungsszenen mit Charlie Mrosko von Armina Hannover. Aber es war halt ein richtig geiles Old School-Stadion, das immerhin als eines der ersten deutschlandweit mit Flutlicht aufwarten konnte. Kurz vor dem Abriss (der Platz wurde für Pferdestallungen missbraucht!) konnte ich wenigstens noch eine paar digitale Abschiedsfotos schießen. Auch im Nachfolge-Ground, dem Sportpark Hinschenfelde, war ich natürlich, der jedoch - obwohl recht großzügig gestaltet - keine Seele hat. Und dann rutschte der Verein, den ich jahrzehntelang als grundsoliden Club angesehen hatte, in eine Schieflage, aus der nur eine Fusion helfen konnte. Diese wiederum brachte aus Kostengründen den Umzug auf einen winzigen Ground mit sich. KR II Jenfeld - wie hört sich das für einen Traditionsclub an!?!? Sportplatz Bekkamp ist auch nicht viel besser. Mindestens 120 Leute (die im Vereinsheim habe ich nicht mitgezählt) säumten den Platz, als es gegen den FC Süderelbe ging (Heimat von Friese, in deren Stadion am Opferberg war ich sicher auch zehnmal). Aber der Stadionsprecher machte daraus 87. Ein anonymer Junghopper war auch anwesend. Übrigens: den Rasenhauptplatz scheint man sehenden Auges verfallen zu lassen. Es gab nette Tickets und ein Programm (das des vorherigen ausgefallenen Spieltags mit aktueller Einlage) - und abermals widerlichen Wind. Das Spiel war ok und endete 2:0 für die Hausherren. Da ich mich mittags unglaublich voll gestopft hatte, musste ich leider auf den Stadionwurst-Check verzichten. Meinen langjährigen Fußball-Kumpel Wölkbert Öhüm traf ich merkwürdigerweise auch nicht an - zu meiner Hamburger Zeit ließ der kein Cordi-Heimspiel aus. Und wieder Erinnerungen an ein Freitagsspiel gegen den VfB Oldenburg vor ca. vierzig Jahren in Marienthal. Kurz vor Anpfiff hieß es: es gibt kein Bier mehr im Vereinsheim. Wildes Gezeter. Kurz vor Halbzeitpause hieß es, Bier ist wieder dort. Ein Lindwurm-artiger Zug galoppierte in Richtung Vereinsheim quer über die Octaviostraße. Allen voran meine Kumpels, darunter auch besagter Wölkbert und der aus Bergedorf bekannte Herr L. - Erwähnenswert ist noch der Ground vom Hamburger Fußballverband in der Nachbarschaft, der ebenfalls über keinerlei Ausbau verfügt. - Dass der gebuchte ICE 685 (der einzige an diesem Wochenende, in dem IZBs auslagen) sich als ICE 2-Einheit entpuppte, hatte wider Erwarten keinen Einfluss auf das Sitzplatzangebot. Wie oft hatte ich diesen Zug zu Netzkarten-Zeiten benutzt, damals war es immer ein knüppelvoller ICE 1. Hannover erreichten wir noch pünktlich. Der Zug füllte und füllte sich, fuhr aber nicht ab. Hier wurde ein Anschluss angewartet, was eine Weiterfahrt erst mit halbstündiger Verspätung möglich machen sollte. Anschluss in Fulda ade. Also trabte ich in den ICE 775. Tatsächlich ereichten wir Frankfurt, was sich schneebedeckt zeigte, mit einer akzeptablen Verspätung. Ich sofort zur Hbf-Fassade, die Teil des Luminale-Spektakels sein sollte. Scheiße, selbst das hat die DB nicht hingekriegt, drei Funzeln leuchteten gerade einmal. Und wieder Scheiß-Lügenpresse: op-online zeigte Symbolfotos von der 2016er-Luminale. Es ging weiter mit der DB-Inkompetenz. Während es im oberen Teil drunter und drüber ging (dafür habe ich aufgrund des Wetters ein gewisses Verständnis), zeigte der obere Anzeiger keinerlei S-Bahn im Tunnel in meine Richtung an. Unten ebenfalls unglaubliches Gewusel. Aber immerhin wurde eine S1 angezeigt, die dann irgendwann auch kam (als Kurzzug!). Der Arschfaller schafft es noch: er wird die DB in eine totale Hölle umfunktionieren! Und ich habe noch ein Lidl-Ticket Und jetzt ist es an der Zeit, sich nochmals bei der DB zu bedanken. Denn der "Umweg" über Frankfurt hat mir saublöden SEV ab Hanau erspart.

Loben muss ich die Stadtverwaltung Wadern. Hat zwar etwas gedauert, aber inzwischen hat man mir nach einer höflichen Nachfrage einen sehr informativen Führer über die Burgruine Dagstuhl kostenfrei zugesandt. Optimal wäre es gewesen, wenn es auch einen Stadtplan gegeben hätte. . Umso größer mein Erstaunen gestern, als eine zweite gleichartige Sendung hier anlandete. Mal abwarten, wann die dritte kommt. Nach Potsdam beschäftige ich dann wieder eine komplette Stadtverwaltungspoststelle.

Nicht loben hingegen kann ich die Staatsanwaltschaft Hamburg. Ihr letztes Schreiben zeigte einmal mehr, dass Jurigeuner der letzte grenzdebile Dreck sind. Da hat es doch tatsächlich von der Brieferstellung bis zur Frankierung fast vier Wochen gedauert! Es wurde Anzeige gegen die schweinepriesternden Extremstkriminellen von GFKL und den Pupsvogelfindern erstattet und es wurden sogar Hinweise darauf gegeben, was der Hintergrund der "Verwechslung" war. Und so ein feuchtes kleines Staatsanwalzschaftssackgesicht schreibt mir lapidar, dass mein Vater gestorben ist. Eine Nullinformation, weil niemand gegen den Strafantrag gestellt hatte und ich selbst den Hilfswichsern die Sterbeurkunde zugemailt hatte. Was "denkt" sich so ein Schwachkopf eigentlich? Wieviel zahlen die Inkassogangster dem Gesindel, damit es so einen Dreck fabriziert und dadurch Zeit schindet? Jeder Staatsanwaltschaft eine Kiste Schampus pro Woche? Wofür zahle ich dann meine Steuern? Und GFKL kann weiterhin arglose ehrbare Bürger ausplündern - die anderen Inkassogangster natürlich auch. Danke, liebes Jurigeunergesocks! Genau so behämmert zeigt sich McDonalds. Ich hatte diese Penner aufgefordert, mich aus dem VIP-Verteiler zu nehmen. Interessiert diesen amerikanischen Dreckskonzern gar nicht. Oder die Amerikaner sind einfach zu beknackt selbst für diese primitiven Dienstleistungen. Aber nachdem der CEO von Carls Jr zu blöde war um zu wissen, dass man für Hamburger Fleisch braucht .

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