05/17/2018 - Polizeiaufgabengesetz

Chance vertan                                                                    Some procedure as every year

Achtung! Wirt denkt mit!

Am ersten Mai-Samstag fand zum 19. Mal die Frankfurt/Offenbacher Museumsnacht statt. Nach elf Jahren Abstinenz entschloss ich mich zu einer vierten Teilnahme. Den Ausschlag gab die Tatsache, dass man endlich einmal ohne größeren Verwaltungsakt in den Offenbach City-Tower rein kommen konnte. Der ist natürlich grundsätzlich kein Museum, aber man hatte kurzerhand die momentan unvermietete 30. Etage in eine Galerie umgewandelt. Der Andrang war gewaltig, aber dank guter Organisation war man schnell oben und konnte die herrliche Aussicht genießen. Und natürlich die Ausstellungsstücke. Es ist schon erstaunlich, was man mit Korken alles machen kann. Weniger gut organisiert war der Shuttlebustransfer gen Frankfurt - alle 5-10 Minuten: das war stark übertrieben. Egal, irgendwann war ich erstmals im neu gestalteten Historischen Museum - ein echter Hammer. Der besondere Hingucker war das Diorama von Helle. Hier muss man mit mehr Zeit nochmals aufkreuzen. Nachdem alle meine Bekannten, die dort waren, von der Basquiat-Ausstellung in der Schirn geschwärmt hatten, bin ich auch mal hin. Während die Schlange am Römer gut hundert Meter lang war, bot der Eingang zum Dom hin sofortigen Einlass. Nun, ein Basquiat-Freund werde ich sicher nie werden, aber mit den nötigen Hintergrund-Infos versehen sehe ich sein Schaffen nun mit vollkommen anderen Augen. Bislang hatte ich seinen Output aufgrund der puren Menge für belangloses Geschmiere gehalten. Ist es aber nicht, eher enthalten die Bilder einfach zu viele Informationen. Und voll war es! Ähnlich gefüllt war die Parallelausstellung "Power to the people". Nicht mein Ding, war mir zu abgehoben. Weil der Kaisersaal ebenfalls geöffnet war, bin ich auch mal wieder hin. Immer wieder beeindruckend - und natürlich voll. Das pseudo-mittelalterliche Gedudel ertrug ich mit stoischer Gelassenheit. Komplett ist die Reihe der deutschen Herrscher jedoch nicht. Zwar ist Gegenkönig Konrad III vertreten (kennt den noch jemand?), aber Mitkönig Konrad (III) fehlt. Und dass Lothar III ohne Nummer daher kommt, erleichtert den Überblick auch nicht. Nach Besuchen vom Haus am Dom (war ich vorher auch noch nicht, das Untergeschoss und die Dachterrasse kann ich empfehlen) und dem Dommuseum (auch hier war ich seit dem Umbau noch nicht) war es schon Mitternacht, und ich fuhr noch ins Offenbacher Haus der Geschichte. Die 46 Burkas in der Sonderausstellung hatte ich mir irgendwie interessanter vorgestellt, aber dass man den Original-Tommy-Flipper aus dem Depot geholt hatte, war ein toller Abschluss der Veranstaltung. Im vierten Anlauf klappte es mit dem Freispiel, aber meine Sehnen schmerzten noch einige Tage.

Am Vatertag musste ich schaffen, so reichte es zeitlich gerade zur Beseitigung der Altlast Hösbach-Bahnhof. Gezählte 130 Zuschauer sahen ein verdientes 1:1 der Bahnhöfer gegen den BSC Schweinheim. Gab nur neutrale (Rentner-)Tickets, Wurst war ok. Und dass der Ground über keinerlei Ausbau verfügt, ist allgemein bekannt. Wollte das mit einem Besuch von Kloster Schmerlenbach verbinden, aber das wird gerade renoviert und ist geschlossen. Mehr Zeit hatte ich am 12.5., mit Tommy sollte der Euerbacher Ground gebonzt werden. Erster Zwischenstopp Marktheidenfeld. Zweiter Hafenlohr. Ein romantisches Örtchen mit einem interessanten Ground. Die Sitzschalen der kleinen Tribüne entstammen keinem umgebauten Großstadion, sondern sind laut Platzwart individuelle Anfertigungen einer Fabrik in Lohr. Hauptzwischenziel war Rothenfels, die kleinste Stadt Bayerns. Unser letzter Besuch 2007 nahm aufgrund eines jähen Unwetters ein plötzliches Ende - und das ausgerechnet auf dem Trampelpfad zur Burg. Auch dieser Ort sehr pittoresk, man hat sogar noch eine eigene Brauerei. Die Burg dient als Jugendherberge, aufgrund einer Veranstaltung war es sehr hektisch dort oben. Der Ground der Stadt ist belanglos. Hammerhöhen aus dem Mittelalter zeigt der Pegel an. Plötzlich tauchte auf der Weiterfahrt das mir bis dahin vollkommen unbekannte Neustadt am Main auf. Während der Ground ebenfalls eher nichtssagend daher kommt, konnte die Klosterkirche begeistern - im Kern eine der ältesten Anlagen Frankens. Euerbach selbst ist ebenfalls sehr hübsch. Empfehlen kann ich einen Besuch der Kirchenburg und von St.Michael (B. Neumann!). Obwohl sich der Ground nur Sportplatz nennt, verfügt er doch über eine ansehnliche massive Tribüne und etliche provisorische, was für eine Kapazität von ca. 1750 reichen sollte. Heute waren vielleicht hundert Zuschauer zugegen, die ein armseliges Gekicke sahen, was keineswegs Landesliga-Niveau besaß. Entsprechend trennten sich der SV Euerbach/Kützberg und der abstiegsbedrohte TSV Karlburg 0:0. Das Catering war hervorragend, außerdem gab es eine interessante Stadionzeitung. Tickets gab es nicht, aber die Ordner bedienten den Sammler mit einer abgelaufenen Saisonkarte. Traditionell nahm ich auf dem Rückweg aus dieser Region die B26. Und endlich war genug Zeit und Licht da, mal den neuen Ground des SV Hain zu begutachten. Bekanntlich wurde dieser aufgrund des Spessartrampenneubaus knapp hundert Meter höher gelegt. Der neue Ground (KR) verfügt zwar auch über keinerlei Ausbau, wirkt aber irgendwie nett. Bei dieser Gelegenheit bedauerte ich es wieder, dass ich während der Umbauphase nicht die Gelegenheit nutzte, das Landkreisstadion zu Hösbach, den damaligen Ausweich-Ground, zu besuchen. Gerade noch rechtzeitig zum ESC (meine jährliche Dosis Masochismus) kam ich nach einem Zwischenstopp beim Obertshäuser Hit zuhause an. Das ESC-Niveau wird immer extremer. Einzig der estnische Beitrag war gut, aber ich stelle mir vor, dass er ohne die Klightshow nicht wirken würde. Erträglich waren noch die Beiträge aus Ungarn und Italien. Richtig Scheiße waren die Darbietungen aus Slowenien, Tschechien und Irland. Bei letzterem Land kamen mir wie jedes Jahr die Tränen, wenn ich daran denke, was für tolle Musiker Irland doch früher hatte. Der Rest vom Wettbewerb war einfach zu banal und sinnlos für einen Kommentar. Über eine Bemerkung vom etatmäßigen Kommentator ärgere ich mich allerdings doch. Die britische Interpretin mag äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der großartigen Anne Lenox haben, aber deren Musik miteinander zu vergleichen, grenzt an ein Sakrileg.

Am Sonntag wollten wir eigentlich ins Phantasialand - aber nach Studium des Wetterberichts wurde das Vorhaben gecancelt. War auch gut so, denn morgens war ich noch todmüde nach dem Abend. Stattdessen nahm ich ein Angebot des Museumstages an und fuhr zum Bunker am Nordring in Ringheim. Eine hochinteressante Angelegenheit. Dass da bis 1944 noch an höchst geheimen Geheimprojekten gewerkelt wurde und ich nichts davon wusste - unvorstellbar. Zitat eines amerikanischen Spezialisten nach Einnahme des Objektes: "Die Deutschen sind ja viel weiter als wir." Logisch. Ohne uns Europäer würdet ihr Amerikaner ja noch von den Bisons gefickt werden. Anschließend ging es ins Sportzentrum Mainblick zu Sulzbach, wo der heimische SV vor ca. 35 Zuschauern plus den Reserve-Spielern die zweite Garnitur aus Großostheim empfing. Die erste Hälfte war eher langweilig, immerhin schossen die Hausherren ein Tor. In der Halbzeitpause fing es bedrohlich an zu donnern. Pünktlich mit dem Wiederanpfiff setzte der Regen ein. Und als es fünf Minuten später blitzte, wurde das Spiel unterbrochen. Ich entschloss mich zum Abflug. Tatsächlich wurde später irgendwann mal wieder angepfiffen und es endete 2:2. Der Eintritt war Rentner-freundlich: 1,50 EUR. Semmeln gab es auch, die waren sogar ok. Ich hingegen musste mich durch einen Regenguss quälen, den ich in dieser Intensität bislang nur im Mekong-Delta erlebt hatte. Aber wenn Trump sagt, es gibt keinen Klimawandel, dann war es wohl nur einen Frühlingsschauer.

Eher ungeplant geriet ich in der vergangenen Woche nach Hanau und wunderte mich über die neuen Märchenfiguren-Plastiken: es handelte sich um den Märchenpfad. Schöne Idee, muss ich demnächst vervollständigen. Ich landete auch im Forum (bekanntlich mache ich ja aus gutem Grund einen Riesenbogen um das Post-Carrée) und wurde angenehm überrascht. Nachdem die Pfeife Rosin ja die belgischen Saucenspezialitäten aus Offenbach verbannt hatte, gibt es diese nunmehr ausgerechnet im Forum Hanau! Munchies heißt der Laden, Leute sind nett, Preise akzeptabel - nur an der Frittierzeit müsst ihr noch etwas arbeiten.

Söder, Söder, immer wieder Söder. Was für ein Teufelskerl! Wurde doch nun unter seiner Ägide ein Polizeiaufgabengesetz verabschiedet, das unter dem Motto "Wer ein Volk führen will, muss heroisch denken" geschmiedet wurde! Dazu passt auch seine Verabschiedung. Sinngemäß wurde den pöbelnden Demonstration ein "Isch ficque Oyr Moddööäähh!" mit drei Stinkefingern entgegen geschleudert. Anschließend wurde dieser Mob erkennungsdienstlich behandelt und wird wohl bald unangenehmen Besuch am Arbeitsplatz kriegen. Hier wurde wirklich das Allerallerbeste, teilweise wörtlich, aus den drei Gestapo-Gesetzen, dem russischen Polizeigesetz von 2011, der letzten chinesischen Verfassungsänderung, mutmaßlich den philippinischen Präsidialerlassen sowie wahrscheinlich weiteren mir nicht bekannten Polizei-, Geheimdienst- und sonstigen Überwachungsgesetzen verwendet und unter namentlicher Aufführung neuester Techniken derartig in Stein gemeißelt, dass die Zehn Gebote ein Dreck dagegen sind. Ich bin überzeugt, würde Charlton Heston noch leben, würde er lieber den Söder als den Moses darstellen. Dieses Gesetz war exakt das, was Deutschland bislang fehlte, denn die Verabschaumisierung unserer Heimat nahm ja durch unverhältnismäßige Überhöhung des Datenschutzes (wir erinnern uns: mindestens 98% derjenigen, die das Wort "Datenschutz" verwenden, wissen ja gar nicht, worum es geht) gewaltig zu. Damit ist jetzt Schluss! Söder greift durch! Ich mache keinerlei Hehl daraus, dass ich angesichts der letzten Entwicklungen diesem Gesetz ausnahmsweise überaus positiv begegne. Soweit die Theorie. Wie wird es mit der Praxis aussehen? Wie der Name bereits andeutet, geht es um die Polizei - natürlich um die bayerische. Meine letzten persönlichen Erfahrungen mit der bayerischen Polizei liegen nun schon ein Vierteljahrhundert zurück, sind also Schnee von gestern. Dennoch möchte ich erwähnen, dass ich mich damals bei den Begegnungen in Passau (1x), Neukirchen b. Hl. Blut (4x) und Waldsassen (6x) eher in einem Gruselkabinett einer geschlossenen Anstalt wähnte. Was hatte man denn da auf die zivilisierte Menschheit losgelassen?! Wenn man hingegen heutzutage einen bayerischen Polizeigranden in den Medien lallen hört/sieht, wähnt man sich eher in der offenen Abteilung einer psychiatrischen Anstalt. Fürwahr ein Fortschritt! Handelt es sich also bei der bayerischen Polizei um eine Ansammlung von Grenzdebilen? Nein, natürlich nicht. Der Fisch stinkt wie überall vom Kopf. Chef ist bekanntlich der bayerische Innenmini, ein bereits mehrfach genannter Herr Mann. Was für ein groteskes Früchtchen. Ich weiß nicht, wie es den Lesern geht, aber ich frage mich jedes Mal, wenn ich dessen Gestammel hören muss: wie hält es denn der Söder mit so etwas aus? Wenn es nur darum geht, bestimmte Wählerkreise an die CSU zu binden, so möge Söder zur Kenntnis nehmen, dass die Menge an grenzdebilen, lallenden , sabbernden, altersgeilen, höchstwahrscheinlich müffelnden Säcken mit Hang zur Selbstüberschätzung, zu illegalen Straßenrennen und dekorativen Blondinen sowie einem unerträglichen Hass auf unser Grundgesetz auch in Bayern recht überschaubar ist. Wenn ich mir einen dieser total verlodderten und verluderten Reichsbürger (das ganze Pack ein Fall für das dritte Gestapo-Gesetz) vorstellen müsste, würde der so aussehen wie Herr Mann. Also Söder: zeigen Sie, über welche mächtigen Cojones Sie verfügen und entsorgen Sie Herrn Mann im Restmülleimer der Geschichte, meinetwegen ausgestattet mit einer üppigen Altersversorgung.. Ich bin überzeugt, dass ab dem Moment, in dem der Innenmini durch einen echten Innenminister ersetzt wird, auch die bayerische Polizei wie von Geisterhand in einen zivilisierten Zustand versetzt wird (dort hat man sich ja sicher nur Herrn Mann als Vorbild genommen) und aufblüht. Und dann wird das Polizeiaufgabengesetz einen würdigen Adressaten haben! Vielleicht wird dann auch für die Aufnahme in den Polizeidienst ein Mindest-IQ von sagen wir 45 gefordert. Denn ganz ehrlich, wenn zum jetzigen Stand ein bayerischer Schutzmann mit dem jetzt üblichen Verstand und der üblichen Ausbildung, nennen wir ihn Sepp Derdepp, eine pupsende Katze riecht, wittert er sofort Gefahr und löscht ganze Stadtviertel mit seinen Handgranaten aus. Aber später, dann wird die Republik mittels dieses göttlichen Gesetzes sozusagen aus den Trümmern erwachen. In späteren Geschichtsbüchern werden Karl der Große, Adenauer und H.Schmidt auf der einen sowie Adolf H.und Martin L. auf der anderen im Vergleich zu Söder zu Randnotizen des Aufrülpsers einer Fußnote verkommen.

Das Gegenteil zum göttlichen Söder-Elaborat ist die DSGVO. Was unser Politrattentum da verbrochen hat, lässt sich mit einem Satz ausdrücken: "Isch ficque Doin Moddööäähh!" Hier gab es keine Blaupausen aus der Zeit um 1940. Entsprechend offenbart es sofort ohne Umschweife seinen wahren Charakter. Von Schutz keinen Spur (es sei denn, man betrachtet eine Schutzhaft als etwas mit Schutzcharakter). Es wurde von schwerkriminellen Asozialen formuliert, um asozialen Schwerstktiminellen (vulgo Anwälte) eine stets sprudelnde Verdienstquelle zu eröffnen. Was für ein Musterbeispiel an idiotischen Formulierungen. Ehrbare Bürger können damit nichts anfangen. Beispiel: ich habe sicher rund hundert Newsletter abonniert (ob ich die wirklich alle lese: nein). Mit Verweis auf dieses unsägliche Gebrabbel werde ich in den letzten Wochen mit Mails (sowie einer SMS) überschwemmt (Ryanair fehlt noch). Das reicht von der Bitte, einmalig einen Button zu drücken, bis zur Aufforderung (!) von Brittas Vorverkaufsnews in Bad Homburg, ihr mit der Bestätigung des Weiterbezuges Adresse, Kontonummer, Schuhgröße etc. zu nennen. Nein danke. Nachher bekomme ich während eines Konzertbesuches selber ungebetenen Besuch daheim.

Bleiben wir jedoch - passend zu meinen letzten Fußballspielen - in Bayern. Denn Bayern lebt! Eigentlich hat man ja allgemein Dumbo Dobrindt für den größten Vollpfosten gehalten, der jemals in ein deutsches Mikrofon grunzen durfte. Dieses schwachsinnige Gemautze hallt ja noch in allen Ohren nach. Trotzdem könnte man die Sache jetzt differenzierter betrachten. Denn immerhin besitzt er genug Grips, um mein Gegrunze zu lesen bzw. lesen zu lassen. Denn - durchaus in feinere Worte verpackt - da posaunte er doch mehrfach exakt meine Ansicht über das deutsche Jurigeunerunwesen heraus. Wo ich von Mafia-ähnlichen Zuständen grunze, nimmt er - bezugnehmend auf Vorfälle in Ellwangen - eine Abschiebeverweigerungsindustrie wahr. Allein: er hat das Problem nicht in all seiner Komplexität geistig erfasst. Bevor ich das erläutere, nehme ich den Faden aus meinem letzten Gegrunze wieder auf. Nach diesen unglaublichen, die Grenze zur Perversität zumindest streifenden Polizeiaktionen (dabei wurden u.a. angeblich drei Dutzend offene Türen aufgebrochen!), meldete sich der Anwalt des Togolesen, dessen drohende Abschiebung ja der Auslöser war, zu Wort. Er verwies darauf, dass er im September 2017 mit einem Eilantrag Rechtsmittel gegen die Abschiebung eingelegt habe. Er behauptet nun, dass er immer noch keinen Entscheid erhalten hätte. Das zuständige Gericht wiederum teilte mit, dass es den Antrag wenige Wochen später abgewiesen habe. Die darauf folgende Diskussion - sofern man das überhaupt so nennen mag - uferte bis in Morddrohungen gegen den Anwalt aus. Ignorierte aber vollkommen die grundsätzlichen Fakten. Alle, auch der Dumbo, finden es vollkommen normal, dass ein Eilantrag auch nach einem halben Jahr noch unbearbeitet herum liegen kann; von einer Nachfrage zum Stand des Verfahrens seitens des Anwalts wird auch nichts berichtet. Es ist dabei vollkommen unerheblich, ob es sich bei der anwaltlichen Behauptung um eine Notlüge oder eine Tatsache handelt. Allein die Tatsache, dass es alle für normal halten, dass es so sein könnte, spricht Bände. Es existiert demnach also gar keine Abschiebeverhinderungsindustrie, sondern eine reine Geldscheffelindustrie durch das Jurigeunertum, gegen die die Machenschaften von Bezos reines Waisenknabentum ist. Anwälte stellen Anträge über Anträge (alle fakturierungsfähig), ohne sich darum zu kümmern, was daraus wird. Das Kümmern würde ja die Gewinnmaximierung konterkarieren. Den Gerichtsjurigeunern hingegen ist es scheißegal, ob ihre Ergüsse einen Adressaten erreichen oder im Postmüll vermodern. Staatsanwälte können - wie der sattsam bekannte Inkassomafiafall in Hamburg zeigt, ihre Faulheit voll ausleben, ohne dass sie jemand zur Rechenschaft zieht. Hierzu passt genau, dass das juristische Informationsverfahren (Name momentan vergessen) seit Jahren nicht vorankommt. Nein, nicht nur aus Dilettantentum, sondern weil es auch zu Transparenz führen könnte. Die jedoch hassen Jurigeuner wie der Teufel das Weihwasser. Das Jurigeunertum ist zu einem reinen Selbstzweck verkommen ohne jeglichen Bezug zur Realität. Und Dumbo: es sind nicht nur die Rechtsanwälte (neben den einschlägigen Organisationen vornehmlich der Gutmenschenmafia), die davon profitieren. Das Jurigeunertum in seiner Gesamtheit brät in seinem eigenen Saft und will uns durch seinen Terror die Kohle aus der Tasche leiern. Und Dumbo: nicht nur mit einer Abschiebeverhinderungsindustrie, sondern immer. Und überall. Und immer wieder. Und immer perfider. Das Tragische dabei ist: mit ehrbaren Menschen (oder konkret integrationswilligen Flüchtlingen) lässt sich kein Geld verdienen. Die kann man schmunzelnd in den Bombenhagel zurück jagen. Der Rest bleibt und suhlt sich in den viel zu hohen Hartz IV-Wohltaten, wenn er denn nicht gar kriminell wird. Anwalts- und Gerichtskosten gehen über die Staatskasse zulasten des Volkes. Und hier kommt Söder (Im Vorgriff auf Taten schmettere ich schon "Einigkeit und Recht und Söder") ins Spiel. Korrespondierend mit dem Wortlaut seines oben glorifizierten Elaborates ist fast immer dann Gefahr für das Volkswohl im Verzug, sobald herum jurigeunert wird. Also erwarte ich von Söder folgenden Gesetzeszusatz: sobald ein Jurigeuner das Maul aufreißt, hat ihm der nächste Schupo eine scharfe Handgranate reinzustecken. Und ab. In diesem Zusammenhang habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht. Es ist evident, dass in aller Welt die sog. Demokratien in Krisen stecken. Andernorts mögen es Legimitationskrisen sein, hierzulande sehe ich eine Funktionskrise. Es passiert nichts. Die überwiegende Anzahl der Regierungs-Aktivitäten dienen dem Machterhalt einer selbst ernannten Elite, die aber in Wirklichkeit ein dekadenter, machtgeiler (warum eigentlich, wenn sie nichts gestaltet?) Haufen ist. Der Rest erschöpft sich in der Verabschiedung von sinnlosen Gesetzen, die einzig und allein dazu diesen, das Land zu lähmen und dem gesamten Jurigeunertum die Taschen zu füllen. Dass es im Moment nicht sogar steil bergab geht, ist Umständen geschuldet, mit der unsere Politratten nichts zu tun haben. Geht das noch zehn Jahre so weiter, ex- oder implodiert das System. Die römische Republik hingegen funktionierte ein rundes halbes Jahrtausend stabil. Warum? Weil die römische Verfassung unter bestimmten Umständen eine zeitlich begrenzte Diktatur vorsah - übrigens gab es in Italien ähnliche Systeme bis ins 19.Jahrhundert hinein. Mit diesem geschichtlichen Hintergrund ist auch der Duce vollkommen anders zu betrachten als andere Führer. Ähnlich wie in den "Purge"-Filmen dienten zeitlich begrenzte Diktaturen nicht nur dazu, Sachen voran zu bringen, sondern auch auch der inneren Reinigung. Staatsgefährdende Elemente konnten sich in den Galeeren nützlich machen (die gibt es nicht mehr, für sozial gerechtfertigt halte ich den Bahntrassenbau). Natürlich werden die Gutmenschenmafia und einzelne Geschichtsleerer jetzt laut aufjaulen, aber tatsächlich sollte man ein solches Instrument ernsthaft in Betracht ziehen, solange es noch geht. Schauen wir uns doch einmal an, von welchen Personen bzw. in welchen Zeiten Weisungen gegeben wurden, die dazu führten, dass wir heute so leben wie wir es eben tun. Das waren Karl IV, Napoleon und - die Gutmenschenmafia wird es ungern hören, aber es ist so - im Dritten Reich. Die Amerikaner? Klar, hat man uns Care-Pakete gegönnt und wurde in Sachen Berlin-Blockade brechend tätig, wofür ich mich ausdrücklich und ernsthaft bedanke. Aber sonst??!! Und unsere Legislative geilt sich monatelang mit irrsinnigen Straftatbeständen herum wie Einladungen ins Terrorcamp, lässt es aber zu, dass uns bestimmte Elemente der Automobilindustrie bewusst vergasen wollen. Mir fällt dazu nichts mehr ein. Um meine Idee mit Leben zu füllen: ich kann mir schon vorstellen, dass ein Ehrenmann wie Söder innerhalb von drei Jahren unsere Republik von allem Unflat reinigt, dann zurück tritt und Wahlen anberaumt. Hat er seine Sache gut gemacht, wird man ihn wie Churchill in die Wüste schicken. Wäre ein Deutschland ohne Juri- und sonstige geuner nicht eine wunderschöne Angelegenheit?! Wäre es nicht fantastisch, wenn 98% aller Sinnlos-Gesetze plötzlich weg wären? Wäre es nicht paradiesisch, wenn die vorhandenen Parteien mehr existieren? Wäre es nicht der Himmel für alle auf Erden, wenn Frollein Spahn sich mit der AfD-Schlampe bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf dem Bikini-Atoll vergnügen würde? Wäre das nicht auch eine Option für Leute, die Söder eigentlich scheiße finden?

Passend dazu war in der heutigen t-online Morgenübersicht ein Artikelchen "Der größte Skandal". Schnee von gestern. Allerdings fehlte darin der wichtigste Hinweis. Verantwortlich dafür, dass sich das Geld (Vermögen) an immer wenigen Stellen konzentriert, ist das Jurigeunertum. Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, wenn z.B. der Aldi-Clan, Herr Würth oder die Schwarz-Sippe durch perfekte Geschäftsmodelle Milliarden angehäuft haben. Leistung muss sich lohnen. Aber das sind Ausnahmen. Im Normalfall werden Gelder abgeschöpft, dass bewusst Gesetze gebrochen werden - und das Jurigeunertum jubelnd und mit feuchten Mösen bzw. schwellenden Testikeln das fördert. Denn nur, wo Geld ist, kann das Jurigeunertum richtig absahnen.