06/08/2018 - Das weiß der Geier

Handwerkskunst

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Bis zum vorletzten Wochenende hatte ich mir unter diesem Sprichwort etwas ganz anderes vorgestellt. In Phrasenerklärungsalmanachen wird gerne der Geier als Sinnbild für den Unaussprechlichen genannt, das habe ich mir im Laufe der Jahrzehnte zu eigen gemacht. Doch dann kamen der Sonntag und Schillingsfürst. Diese Stadt stand sowieso seit Ewigkeiten auf meiner Todo-Liste (als letzter mir fehlender Ort der Romantischen Straße) und auf dem Weg nach Treuchtlingen lag es auch halbwegs an der Strecke. Gottchen, was ist das Städtchen romantisch! Punkt halb elf öffneten sich die Pforten zum Schloss Falkenlust. Die Tickets beinhalteten - ohne, dass man sich dagegen wehren konnte - eine Besuch der Falkner-Vorführung. Nach einem Besuch des Ursprungs der französischen Fremdenlegion (wer hätte gedacht, dass die dort ihre Wurzeln hat), schaute ich mir dann die Greifvögel in Aktion an. Sicher werde ich nie ein Freund es Falknerwesens (allein schon aus finanziellen Gründen), aber es ist schon sensationell, mit welcher Leichtigkeit Adler und deren Kumpels durch die Lüfte gleiten. Ganz anders der riesige Vogel am Ende der Vorstellung. Ein Geier flatterte drauf los. Von Mal zu Mal näherte seine Anflugbahn sich der Horizontalen, bis es dann auf einmal soweit war, dass die Gesetze der Physik Realität wurden: der Geier kollidierte während des Abfluges mit einem Zuschauer. Und der war ich. So ein Geier ist sowieso nicht leicht. Und selbst wenn die Geschwindigkeit nur 20 km/h war, sind mir mindestens 25 kg an den Kopf geknallt. Während der Geier eben nicht wusste, was los war, und unbeirrt weiter flog, brummte mein Schädel. "Nur nicht tot stellen!" riefen mir die Falkner zu. Nun, ich hab's überlebt, aber an der Teilnahme an der Schlossführung (man hätte eh nicht fotografieren dürfen) war nicht mehr zu denken. Aber eines war denen klar: unsere Althochvorderen waren klüger als die Wissenschaftler denken. Denn die wussten: so ein Geier weiß gar nichts. Hat sich ausgeteufelt. Was mich nur wundert: nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit kann ich nicht das erste Geieropfer gewesen sein. Trifft man denn da keine Vorkehrungen, indem man beispielsweise lange Gäste außerhalb der Flugbahnen platziert? - Jedenfalls ging es weiter nach Treuchtlingen ins dortige Miniaturland. Eine wirklich schöne Modellbahn mit umfangreichen Zugbetrieb. Ich wollte den Alleinbetreiber schon richtig loben, dass er im Gegensatz zu mir die Faller-Achterbahn funktionsfähig aufbauen konnte, aber er gestand mir dann, dass er das auch erst im dritten Versuch mit Hilfe von Zurüstsätzen geschafft hatte. Bin ich also nicht allein so dumm. Auf gut Glück bin ich ins dortige Stadion (was hier als BSA firmiert), wo ich noch die letzten fünf Minuten der Begegnung der ESV-Zweiten gegen Cronheim II mitkriegte. Ca. 25 Zuschauer sahen ein 6:5 - ich sah lediglich den Endkrampf, die Erste spielte heute nicht. Und dass es mit dem VfB noch einen weiteren - höherklassigen - Club hier gab, der allerdings etwas außerhalb kickt, aber eben heute, erfuhr ich erst daheim. Also fuhr ich weiter nach Veitsbronn - mein erstes Relegationsspiel heuer. Der Zuschauerzuspruch hielt sich in Grenzen. Ein Kassierer faselte was von 160. Ich schätzte so um die 275. Und laut BFV waren es sogar 373! Da der nun nichts von einer Übertreibung hätte und ja sogar das Ticket-Material zur Verfügung stellte, wird das wohl hinkommen. Die Sportanlage macht einen ausgezeichneten Eindruck - fünf Stufen und großes Vereinsheim mit Überdachung, was für ca. 3.000 Leutchen reichen sollte. Die Bratwurst war - nicht untypisch für Franken - ausgezeichnet. Das Spiel ASV Veitsbronn-Siegelsdorf vs SV Schwarzenbrunn war extrem zerfahren - mehr als jeder zweite Pass erreichte den Adressaten nicht. Aber immerhin gab es 3 Tore - durch das 3:0 war das 1:2 aus dem Hinspiel mehr als ausgeglichen, sodass der Hausherr die nächste Relegationsrunde erreichte. Auf der Rückfahrt musste ich tanken und bin dafür in Kist runter von der A3. Die dortige Shell-Tanke zeigte 1,439 an, was derzeit ok ist. Kaum war der Tankstutzen geöffnet, sprang die Anzeige auf 1,469 (was in BAB-Nähe auch noch erträglich ist), aber Shell gönnte mir noch den Ursprungspreis. Mir ist es bei Shell aber auch schon passiert, dass zuerst der Preis an der Zapfsäule erhöht wurde, bevor die Anzeigetafel upgedated wurde.

Das lange Wochenende davor führte mich am Sonntag ins herrliche Schifferstadt. Das alte Rathaus ein echter Hingucker, die Museen allerdings haben so selten geöffnet, dass ein Spontanbesuch niemanden angeraten werden kann. Schifferstadt konnte diesmal mit einer Doppler-Möglichkeit aufwarten, was außer mir noch einige andere - mir unbekannte - Hopper ausnutzten. Beide Spiele erweckten den Eindruck des Unkoscheren. Im ersten Spiel empfing der FSV auf seiner Anlage an der Dudenhofener Str. die Zweitvertretung von Wormatia Worms. Bis zur 75. Minute ein erbarmungsloses Geholze mit zwei gelb-roten Karten. Und dann beim Stande von 2:2 passierte nichts mehr. Die Mannschaften spielten sich den Ball einfach so zu. Aber der Schiri kannte kein Erbarmen mit den Zuschauern und pfiff erst pünktlich zur 90. Minute ab. Etwas 100 Zuschauer waren zugegen; die Wurst war nicht soo toll. Der Ground war früher erheblich größer, wovon noch Überreste von Stufengebirgen zeugten, jetzt dürfte es eher für 2.000 Leutchen reichen. Hurtig ging es mit dem Schlusspfiff in den Vogelpark um die Ecke, der recht nett ist und neben vielen Sittichen und Kauzen u.a. auch Flamingos und Kängurus beherbergt. Eine halbe Stunde reichte für einen Rundgang, sodass ich pünktlich den Phönix-Sportpark auf der anderen Straßenseite erreichte. Die Hopper von eben hatten sogar noch Zuwachs bekommen (+1), einen lallte ich mal an. Es handelte sich um den Tim aus Stuttgart, mit dem dann das Spiel totgequatscht werden konnte. Lustig ist es dann immer wieder, wenn Leute, die unser schönes Hobby ca. dreißig Jahre weniger lang betreiben als man selbst, einem Verhaltensweisen beibringen wollen. Aber tatsächlich konnte Tim mit einer Insider-Information aufwarten, für die manche Leute töten würden. Die schnuckelige, aber durchaus durchsetzungsfähige Linienrichterin aus dem Spiel zuvor war die Schwester des Schiedsrichters. Damit bekommt der Spruch "Der Weg zur Lini führt über den Schiri" eine vollkommen neue Dimension.Der KR-Ground sollte etwa 1.600 Leute fassen (kein Ausbau, aber ein Wall), der Rasen-Nebenplatz kommt mit noch weniger Ausbau daher, iegt aber näher am Vereinsheim. Hier würde der Gast einen hohen Sieg benötigen, um doch noch die Relegation zu erreichen. Und tatsächlich führte der auch zur Halbzeit mit 6:0 (ich glaube, jetzt hätten es noch fünf mehr sein müssen), aber dann drehten die Gastgeber auf, sodass es letztlich "nur" 1:6 ausging. Hier war die Wurst ganz ok. Wie ich übrigens später feststellte, stellte einer der anderen Hopper bereits am Abend seine Schifferstadt-Fotos in europlan-online.de ein.

Für den Fronleichnamstag fand ich kein brauchbares Relegationsspiel, sodass ich mich für einen Trip nach Gommersdorf entschied. Auf dem Weg liegt das Kloster Schöntal, was ich mir zum dritten Mal aufzusuchen erlaubte. Ich hatte Glück, indem ich exakt zum Beginn einer öffentlichen Führung auftauchte. So kam ich endlich mal in den Chor. Auch sonst hatte der Führer Interessantes zu berichten. Nur eine Illusion nahm er mir: jahrzehntelang ging ich davon aus, dass der dortige ehemalige Abt Knittel Erfinder der gleichnamigen Verse sei. Diese sind jedoch ein halbes Jahrtausend älter. Und endlich das Grab des berühmten Götz von Berlichingen gefunden. Zeitlich passte es wie die Faust aufs Auge, denn pünktlich zum Anpfiff erreichte ich den Gommersdorfer Sportplatz. Leider fand das Spiel der Verbandsliga Baden auf dem Nebenplatz statt, da der Hauptplatz neu eingesät worden war. Obwohl das Team als Absteiger schon lange feststeht, säumten knapp 200 Leutchen den Ground. Die Bratwurst war gut - und ein Programm gab es auch. Dennoch: wenn ich nicht bewusst einen Nebenplatz ansteuere (wie z.B. neulich in Bad Vilbel), verzichte ich wenn möglich auf den Erwerb eines Tickets, insofern wand ich mich aus der tückischen Kassiererzange. Während der Hauptplatz durch den Sprecherturm optisch etwas hermacht, kommt der Nebenplatz ohne jeglichen Ausbau daher, fasst aber wegen eines Walls doch ca. 1.300 Leutchen. Das Spiel durchschnittlicher Qualität ging leistungsgerecht 1:0 aus. Für die Zweite ist dieser Abstieg bitter: denn obwohl sportlich qualifiziert, muss sie der Odenwaldliga Ade sagen. Sowieso kurios, dass selbst die zweite Mannschaft eines 600-Einwohner-Nestes so hochklassig kickt. Auf dem Rückweg machte ich noch in Seckach Station. Der Ground hat zwar wenig Ausbau, weiß aber zu gefallen. Und der etwas überdimensionierte Bahnhof ist zu verkaufen. Hat jemand Interesse?

Auch am vergangenen Sonntag fand ich erst kein vernünftiges Relegationsspiel, sodass ich mich für den Besuch der LGS in Lahr in Verbindung mit der Verbandsliga-Partie in Hofstetten entschied. Angekommen in Lahr beschäftigte ich mich zuerst mit Groundspotting. Die Stadien Dammenmühle (jetzt mit Sponsornamen) und Klostermatte sind absolut sehenswert. Auch nicht schlecht ist das Stadion an der Stellwaage im Stadtteil Sulz. Dort herrschte emsiges Treiben. Man erzählte mir, dass man ein Relegationsspiel zur Landesliga vorbereite. Irre! Dieser Kick was mir daheim total entgangen. Also ließ ich Hofstetten (wo es eh um nichts ging) sausen und sagte den Ausrichtern meinen Besuch zu. Dass es Groundhopping gibt, war denen übrigens vollkommen unbekannt. Ebenso die Existenz der Stadt Offenbach (selbstredend outete ich mich als Offebächer)- später mehr. Vorher widmete ich mich der LGS. Die Eintrittspreise werden immer happiger, achtzehn Euronen sind sauteuer. Und irgendwie sprang der Funke nicht rüber. Das wirkte alles so zusammenhanglos dahin geklatscht. Gefallen konnten die Ortenau-Brücke (in letzter Sekunde fertig geworden), der SWEG-Oldtimer-Zug mit der Dampflok Badenia (allerdings nicht fahrbereit) und das Krähennest. Und natürlich die sprechenden Türen. Wenn die erst einmal mit dem gelaber anfingen, waren die nicht mehr zu stoppen. Was die alles wussten! War auch trotz des umwerfenden Wetters wenig los. Jedenfalls musste ich mein Zeitbudget nicht überreizen und kam rechtzeitig wieder in Sulz an. Obwohl keine Schlangen vor der Kasse standen, waren satte 800 Zuschauer zugegen (perfekte Organisation). Ich wurde wieder erkannt und mit "Hallo, Braunschweiger" begrüßt - und später auch als solcher verabschiedet. Es gab dezidierte Tickets (mit 3 EUR war ein Rentner dabei) und ein Programm, die Wurst mundete vorzüglich. Und auch das Spiel konnte alle Erwartungen eines Relegationshammers erfüllen. Eigentlich waren beide Teams gleichwertig, nur die Nummer 2 der Gastgeber wäre drei, vier Ligen höher besser aufgehoben. Und diesem Spieler war es auch zu verdanken, dass es nach einer Stunde 3:0 stand. Dann jedoch kippte das Spiel. Und mit dem Abpfiff erzielten die Gäste aus Loffenau in der 93. Minute den Ausgleich. Das verspricht am kommenden Samstag ein heißes Rückspiel zu werden, zu dem ich allerdings nicht kommen kann. Auf der Rückfahrt hatte man das Gefühl, sämtliche Psychopathen der Umgebung wollten sich ein Stelldichein geben. Man könnte Bücher mit den Erlebnissen füllen - den Vogel abgeschossen hat ein Extremstkleinschwanz in einem weißen BMW mit GG VS 181, der keinen Verkehrsregelbruch, den man auf Autobahnen begehen kann, ausließ. Rechts überholen, ausbremsen etc - ein perverses Stück Zigeunerscheiße, eine Gefährdung der Menschheit. In einem zivilisierten Land würde man den Typen mit einem Miniskalpell kastrieren und den Kadaver den Karpfen vorwerfen. Ein deutscher Schäferhund oder ein Geier (s.o.) würden so ein Aas verschmähen. Dass es auch ganz anders geht, zeigte ein Glatzkopf in einem mickrigen Micra (F CH 181). Seelenruhig tuckerte der Opa sich permanent am Kopf kratzend mit 90 über die Autobahn. Sobald es stockenden Verkehr gab (des Öfteren), tuckerte er an uns auf der Standspur vorbei, um uns kurz darauf mit dem Genuss geruhsamer Verkehrserfahrung zu beglücken. Immerhin war er geringfügig schneller als die Dortmunder Mercedes-Fahrerin, die am Sonntag zuvor die A3 terrorisierte (bedingt durch Tank- bzw. Urinierstopps durfte ich sie dreimal erleben).Einen hätte ich noch, nämlich einen Mini MTK A 1985, der es auf einem knappen Kilometer auf der A661 auf 15 (!) Spurwechsel ohne Blinken brachte.

Zwischenzeitlich war ich mit einigen Kidz im Phantasialand. Bekanntlich hatte ich knappe zehn Jahre mit dem Park Tür an Tür gewohnt. Ich war mit Eltern und allein sicher acht Male dort, aber zuletzt im April 1978. Was soll ich sagen: ich hab nichts wieder erkannt - als ob ich nie dort gewesen wäre. Selbst das Brandenburger Tor wurde abgerissen. Dass es die Märchen nicht mehr gab, hatte ich mitgekriegt. Aber dass ein Großbrand die herrliche Bobbahn zerstört hatte, wusste ich nicht. Jedenfalls hat sich das Areal eher zu einer stationären Kirmes mit halsbrecherischen Attraktionen gewandelt. Für Besucher meines Alters war da wenig. Dafür zahlten wir aber auch zehn Euro weniger Eintritt. Habe zufällig das Ticket von meinem Besuch 1978 gefunden - damals waren neun DM fällig - heute wären es 47 Euro. Irgendwie hatte ich nach dem Park-Besuch einen nostalgischen Anfall. Beim Wasserturm und unserem alten Haus bin ich bereits mehrfach vorbei gekommen. Aber diesmal bin ich fünfundvierzig Jahre nach dem Abgang bei meiner alten Schule vorbei gefahren. Abgesehen davon, dass sie jetzt einen Namen trägt und am Ort des ehemaligen Hausmeister-Bungalows eine Mensa steht, hat sich äußerlich nichts verändert. Die Stahljalousie meines alten Klassenzimmers ist immer noch defekt. Rein gegangen bin ich dann aber doch nicht.

Ich muss noch einmal auf die hiesige Verkehrsplanung zu sprechen kommen. Dass der Kaiserleikreisel umgebaut wird, ist bekannt. Aus Richtung Offenbach kommend geht es eigentlich häufig recht stressfrei zu; meist auch, wenn man vom Offenbacher Kreuz kommt. Aber aus Richtung Frankfurt kommend gerät man seit Start der letzten Bauphase zu jeder Tageszeit in ein unglaubliches Chaos. Welcher Schwachmat programmiert da die Ampeln? Zeitgleich war einige Tage lang die Offenbacher Landstr. in Oberrad gesperrt zusätzlich zur dortigen Dauerbaustelle. Wiederum zeitgleich war der S-Bahn-Tunnel wieder einmal gesperrt. Darüber hinaus ist die U-Bahn-Station Dom/Römer gesperrt. Alles parallel gesperrt! Keinerlei Abstimmung. Für diese Hirnis kommt die Digitalisierung 150 Jahre zu früh! Das hätte es früher so nicht gegeben. Die Bahnen, die dann doch fuhren, waren sogar noch voller als erwartet. Und ein weiteres Phänomen konnte beobachtet werden: an den allen Einwohnern Südhessens (außer der Polizei) einschlägig bekannten Orten tummelten sich statt der üblichen drei, vier Afro- bzw. Ostafrikaner (je nach Großfamilieneinzugsgebiet; die Maghrebiner scheinen aus diesem Milieu komplett verdrängt worden zu sein) derer ca. zwanzig. Auch sonst hatte man den Eindruck, dass die gesamte afrikanische Migrantenschaft Europas sich auf Frankfurts Straßen tummelte - fast hätte sie ein zahlenmäßiges Übergewicht über die netten ostasiatischen Besucher gewonnen. Als ich dann irgendwann erfuhr, dass der Dome in Frankfurt stattfand, war alles klar. Bei so einem Anlass wittern bestimmte Kreise das Geschäft des Jahres und können gleichzeitig harmlose europäische Jugendliche anfixen. Trotzdem konnte ich mich in die neu erbaute Frankfurter Altstadt rund um den Hühnermarkt durchkämpfen. Klar, die offizielle Eröffnung war noch nicht. Und die Läden sind noch nicht eröffnet. Trotzdem war ich ziemlich enttäuscht. Ich hatte erheblich mehr Flair erwartet. Auf jeden Fall war die Gegend um den Hühnermarkt extrem gut gefüllt. Infomaterial kriegte ich in der Tourist-Info leider keines, aber die Flyer für den diesjährigen Weihnachtsmarkt liegen bereits aus. Dann gibt es ja bald wieder Stollen bei Aldi.

Ich habe den Zuckerberg ja immer gewarnt, er soll es nicht zu bunt treiben. Sonst kommt die Quittung. Und sie naht nun wirklich im Sauseschritt. Man schaue sich nur einmal an, wie die Europaparlamentarier kürzlich mit ihm umsprangen. So verhalten sich nur Leute, die mehr wissen. Ich habe selten erlebt, dass jemand derartig zur Schnecke gemacht wurde. Die Herren und (vor allem) Damen Volksvertreter laberten in zweiundsechzig Minuten den armen Kerl derartig voll, dass der in den dreiundzwanzig Minuten, die man ihm gewährte, nur noch tumben Stumpfsinn lallen konnte. Das tut er sonst zwar auch, aber diesmal war es besonders tumb. Die interessierten sich überhaupt nicht für die Antworten. Es ging denen nur um Spaß am Demütigen. Vor achtzig Jahren trieb man mit ähnlichem Motiv gewisse Leute mit Mühlstein um den Hals um abgefackelte Synagogen herum. Mir ist jetzt klar: die Europaparlamentarier arbeiten final an einer Lösung. Vielleicht kann Sonneborn dazu etwas sagen. Hier hatten die amerikanischen Parlamentarier es doch erheblich besser gemacht. Einem kernigen mehrstimmigen "Ist Facecrook nicht der allerletzte Dreck, der jemals entwickelt wurde?" konnte Zuckerberg nur noch zustimmendes Gegrunze entgegen setzen. Und der gerade öffentlich gewordenen Datenskandal (Stichwort 14 Mio) sagt alles. Auf der anderen Seite: welchen zivilisierten Menschen interessiert es, was ein Facecrook-Nutzer absondert?

Da wurde ja kürzlich ein Mädchen aus Mainz in Wiesbaden offenbar von einem einschlägig aktenkundigen irakischen Flüchtling getötet (wenn ich jetzt schon ermordet grunzen würde, hätte ich ja umgehend die Gutmenschenmafia und das komplette Jurigeunertum am Hals). Dass mir das Mädchen leid tut, logisch. Die Frage, wie sich solche Typen ungehindert durch Deutschland bewegen dürfen, haben schon andere Leute gestellt - auch die, denen die Berechtigung dazu fehlt. Viel interessanter finde ich, was sich anschließend abgespielt hat. Da hat es das ganze Pack, so nenne ich die Familie jetzt mal, nach Düsseldorf durchgeschlagen und sich von dort zurück in den Irak fliegen lassen. Ungehindert. Woher kommt das Geld? Was wird an deutschen Flughäfen kontrolliert? Ich gebe es ja ungern zu, aber die AfD-Schlampe hat ja Recht. Wo ich als Deutscher unseren Kontrollbeamten über jeden Vogelschiss auf einem Visum Rechenschaft ablegen muss, kann dieser Abschaum Grenzen überschreiten, wo und wann immer er will. Das Pack konnte ungehindert in den Irak in die Arme der restlichen Großfamilie reisen. Und dass der mutmaßliche Mörder von den dortigen Sicherheitskräften verhaftet wurde, zeigt ja, dass die dortige Justiz funktioniert. Unter diesen Umständen Irak zu keinem sicheren Herkunftsland zu erklären, spricht den Tatsachen Hohn. Aber das wird in absehbarer Zeit nicht passieren. Wie ich ja vor vielen Monden feststellte, sind die Zustände in Syrien und im Irak "nur" von auswärtigen Regierungen angezettelt worden, um uns mit Flüchtlingsmassen zu malträtieren, damit wir ehrbaren Bürger uns nicht mit kriminellen Machenschaften unserer Regierungen kritisch auseinander setzen. Bereits jetzt wirken dort Selbstreinigungskräfte, die von unseren Entscheidungsträgern ignoriert werden. Und ich wette, wenn dort tatsächlich einmal Musterdemokratien entstanden sein werden, wird Söder anderswo für Unruhe sorgen, damit neuerliche Flüchtlingsströme ignoriert werden. Bei diesem Hintergrund wundern mich die Zustände rund ums Bamf keineswegs. So etwas kann beim sprichwörtlichen deutschen Organisationstalent nur passieren, wenn es von allerhöchster Stelle so gewollt wurde. Wenn man einen Weise dort hätte aufräumen lassen, hätte der aufgeräumt - keine Frage. Und hätte man wirklich eine funktionierende Behörde gewollt, hätte eine Frau Cordt bei ihren Fähigkeiten bestenfalls Klobrillen ablecken dürfen - nur den unteren Teil natürlich, denn Herpes will man sich auf einem Behördenklo ja dann doch nicht holen. Das ganze Chaos ist derartig offensichtlich gewollt, dass ich es nicht kommentieren mag. Dass es ausgerechnet in Bremen zuerst hoch kam, wundert mich nicht. Schließlich ist dieses Bundesland ja schon länger im Würgegriff krimineller arabischer Großfamilien, die dafür gesorgt haben, weil sie den Hals nicht schnell genug voll kriegen können. Prognose: als nächstes knallt es in Berlin. Eine Sache fand ich extrem lustig. Aufgedeckt wurde das ja von einer bayerischen Halbjuristin, spätestens zwei Monate später wäre eh alles explodiert. Und der erste Kommentar der wohl betrügerischen Bremer ex-Behördenleiterin war der, dass sie Wert auf die Festestellung legte, sie sei Volljuristin, die Bayerin jedoch nicht. Was geht in solchen Jurigeunerhirnchen eigentlich vor? Hülfe es weiter, wenn man Volljurist durch asoziale(r) Schwerstkriminelle(r) ersetzen würde? Und vollkommen unabhängig von einer Flüchtlingsproblematik vermögen die Zustände beim Bamf bei mir keine Verwunderung auslösen. Weiß ich doch aus den Erfahrungen (auf die ich gerne verzichtet hätte), dass sich bei derartigen Behörden (man denke an die Bundesnetzagentur, BaFin oder an die unglaublich behämmerten Datenschutzbeauftragten) der Bodensatz des Abschaums tummelt.