06/13/2018 - Kunst im Eurotower

Das gilt wohl auch für Zetzsche

wieder mal Frollein Spahn

beide Statements sind bierernst gemeint!

Nachdem diese sinnvolle Veranstaltung einige Jahre hinweg irgendwie an mir vorbei gerauscht war, wollte ich heuer wieder die Möglichkeit nutzen, via KunstPrivat eine der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugängliche Kunstsammlung zu betrachten. Die Formulierung "Die Besucher haben außerdem die Möglichkeit, die Aussicht aus dem 36. Stock … zu genießen" im Flyer hörte sich optimal an und so meldete ich mich für eine Führung durch die EZB-Sammlung im Eurotower an. Das war sowieso das einzige der etablierten Hochhäuser Frankfurts, in dem ich noch nicht war (meine BfG-"Karriere" begann erst nach dem Umzug ins Trianon) - wobei die überwiegende Zeit meiner Besuche in die vordigitale Photographierzeit fiel. Es begann irgendwie unrund, die Teilnahmebestätigung erhielt ich erst fünf Tage vor der Führung, immerhin entschuldigte sich die EZB wortreich. Ich wollte am Samstag Morgen vom Kaiserlei mit der S-Bahn gen Frankfurt fahren. Die schlechte Nachricht: die Infoanzeige funktionierte nicht. Die gute Nachricht: die Bahnen fuhren dennoch relativ pünktlich. Und die sehr gute: wie fast überall funktionierte keiner der neuen Ticket-Automaten. Das nennt man Super-Sparpreis. Mir ist sowieso ein Rätsel, wieso hier ohne Not gegen den Grundsatz "Never change a running system" verstoßen wurde und die noch gar nicht so alten RMV-Automaten ersetzt wurden. Selbst wenn sie funktionieren, sind die neuen Automaten eine Ausgeburt der Irrenanstalt. Egal, ich war überpünktlich am Eurotower. Um es kurz zu machen: die Führung war fast perfekt, die Führerin bot erstens selber etwas fürs Auge und offenbarte zweitens eine sagenhafte Kompetenz. Außer im Erdgeschoss durfte man überall photographieren. Allerdings im 36. Stock dann eine mittlere Enttäuschung: man konnte nur in zwei Richtungen aus den Fenstern gucken, aber immerhin zum Hauptbahnhof. Darüber hinaus konnte ich mich jetzt mal nützlich machen, weil ich zu jeder der vielen Hochhaus-Baustellen etwas berichten konnte. Zur Sammlung selbst: Schwerpunkt Städel-Schule. Etliche sehr ausdrucksstarke Gemälde. Mein persönlicher Favorit "Crysta-ball in Refusal" von Anne Speier. Von dieser Seite aus hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Kurioserweise konnte man im Hauptbahnhof schon beim zweiten Versuch ein Ticket kaufen. Schade eigentlich.

Der Sonntag stand wieder im Zeichen der Relegation. Ich bin einer der ganz wenigen Hopper, der kein Problem mit neutralen Spielorten hat, und so schlug ich als einziger meiner Zunft mit ca. 1.000 anderen Zuschauern (hier entsprach meine Schätzung exakt der Durchsage) im Willi-Kuch-Stadion zu Epfendorf (nahe Aglasterhausen) auf. Das Spiel war recht gut - und der Verbandsligist SpVgg Neckarelz (vor gar nicht allzu langer Zeit noch Regionalligist) schlug verdient den SV Bammental mit 2:0. Die Wurst war keine Offenbarung, aber ok - allerdings gab es dazu Senftütchen (ich bin kein Grüner, aber so was ist eine Ausgeburt der Hölle). Das Stadion hat auf einer Seite acht Stufen über etliche Meter und bietet am Vereinsheim ausreichend Regenschutz (war nur in den ersten fünf Spielminuten nötig) durch großzügige Überdachungen. Kapazität: c. 3.000 - für so eine kleine Gemeinde etwas überdimensioniert. Soweit die guten Nachrichten. Ich kam relativ zeitig und mir wurde von einem personell gut ausgestatteten Ordnungsdienst ein Parkplatz in Eingangsnähe zugewiesen (Ullmannstr.). Zufällig sah ich, dass zwei Mann später noch die Parkplatzsituation auf Richtigkeit prüften. Da ich wie üblich meine Gegenlichtblende vergessen hatte, musste ich in der Halbzeit zum Auto. Und da klebten doch an meinem Wagen und dem Carrera vor mir (auswärtige Kennzeichen) Strafzettel. Man würde gegenüber einer Einfahrt parken. Das ist prinzipiell richtig, aber erstens ist die Straße hier so breit, dass selbst ich mit einem Sattelschlepper keine Probleme beim Rausfahren hätte - und dabei habe ich sehr häufig Probleme. Zweitens habe ich mich den Anweisungen des Ordnungsdienstes gefügt - den Anweisungen des Ordnungsdienstes ist Folge zu leisten! Und drittens: in Richtung Ort wird die Straße richtig eng, die dort gegenüber Einfahrten parkenden Autos mit einheimischen Kennzeichen kamen aber ungestraft davon. Ich machte also den Chef des Ordnungsdienstes ausfindig, der schien mir ein relativ vernünftiger Mann zu sein. Dann jedoch mischte sich der Zweite Vorsitzende ein - ein asozialer Prolet, um den Begriff Arschwichser zu vermeiden. Ich unterstelle, es handelt sich um einen Jurigeuner, jedenfalls zückte er sofort ein Handy, um mir ein Dokument vom BFV zu präsentieren, in dem stand, dass dann, wenn Feuerwehrleute in ihrer Freizeit Ordnungsdienste übernehmen, der Verein für deren Handeln nicht haftbar gemacht werden kann. Das heißt ja für die Zukunft, dass ich jedem Ordner erst fragen muss: Feuerwehrmann ja/nein? Wenn ja: im Dienst oder privat? Wenn letzteres muss ich laut dem Schmalspurfunktionär den Anweisungen keine Folge leisten. Ich frage mal beim Verband nach, wen von denen man in die Geschlossene Anstalt verfrachten muss. Dann kam eine Szene, die ich in dieser Form zuletzt in Eddersheim auf einem Jugendturnier erlebt hatte. Es ist ja schon schlimm genug, wenn man sich mit Vollhirnis, die es irgendwie auf einen Funktionärsposten geschafft haben, herum ärgern muss. Aber wenn sich dann noch der tattrige Vater eines solchen Funktionärs einbringt, wird es kriminell. Dieser alte Sack, der lieber zuhause beim Bild- bzw. RTL-Studium auf seine tägliche Ration Essen auf Rädern warten sollte, keifte in einer Form drauf los, dass ihn selbst sein Sohn zum Schweigen auffordern musste. Schon hier könnte man denken, dass Epfenbach der Hort des Abschaums sei, aber es kommt noch perverser. Wie gesagt: nur zwei Autos kriegten Strafzettel - und genau die ungepflegte Bruchbude gegenüber hatte einen gefüllten Carport: Wagen, die überwiegend in den Kreisen gefahren werden, die man lt. Romani Rose nicht beim Namen nennen darf. Ich stelle mir das so vor, dass dieses Gesocks bei gleichzeitigem Ausloben einer Flasche Asti Spumante einen Polizeimeister extra aus Sinsheim nach Epfelbach beordert hatte, damit dieser Grunzkopf, der vor der Beförderung zum Polizeiobermeister sicher noch das unfallfreie Geradeausscheißen lernen muss, zwei Strafzettel ausschreibt. Aber solche angeblichen Parkvergehen sind bekanntlich mein Hobby. Kaum war die Casa Hanau um den lieben Anwalt Bayh beendet, trat ja das geballte Potsdamer Schwachmatentum auf die Bühne. Und kaum ist diese Angelegenheit vom Tisch (nicht ganz, ich will noch klären, wer meine Identität geklaut hat), kommt der vereinigte Sinsheimer und Epfelbacher Abschaum aus seinen Löchern. Eins ist klar: selbst wenn ich am Ende zahle, wurden vorher derartig viele Kosten verursacht, dass die Wache einen neuen Dienstdaimler dafür hätte kaufen können. Viele Politiker und ganz normale Menschen fragen: woher kommt der nachlassende Respekt gegenüber unseren Ordnungskräften? Genau durch solche Vorfälle. Da degradiert ein deutscher Fußballverband dienstfreie Feuerwehrleute zu Vollidioten. Und eine komplette Wache erniedrigt sich, indem sie Bütteldienste für Asoziale wahrzunehmen scheint, bei denen ich die Straßenseite wechsle, wenn sie mir auf dem Bürgersteig entgegen kommen. Liebe Politratten: macht euch darüber mal Gedanken. Und handelt, in dem ihr realitätsnahe Polizeiaufgabengesetze verabschiedet. Nicht jedes Bundesland hat einen Söder, unter dem alles zu Gold wird.

Was sich dieser komische Trampel wieder geleistet hat - irre. Mir ist es ein ewiges Rätsel, wie man mit einer einzigen Aussage "Alle mal hergucken, was für ein winziges Ding ich habe" Politik machen kann. Der Toupet und Tagedieb soll uns mit seinem Microschwanz in Ruhe lassen. Aber interessant ist es schon, dass die einzige mir bekannte positive Meinung dazu vom AfD-Beutegermanen kam. Dann geh doch nach drüben! Und lass Netto hier.

Und es gibt Neues von den Verfassungsärschen. Also, nicht alles von denen ist idiotisch, dass Beamte nicht streiken dürfen, halte ich für eine sinnvolle Entscheidung. Was allerdings zum Thema "Dashcam als Beweismittel" angesondert wurde, hätte eine komplette Irrenanstalt nicht schöner formulieren können. Man ahnt noch nicht einmal, welchem Aspekt jetzt das größere Gewicht zugebilligt wird: Beweismaterial oder Datenschutz. Ein wirres, sich permanent selbst widersprechendes Gewäsch, diese Urteilsbegründung. Kann man diese Gestalten nicht mit Scrabble oder Bauklötzchen beschäftigen? Alles Unsinn, denn die Verfassungsärsche haben ihr eigentliches Ziel erreicht. Durch diese höchstrichterliche Inkohärenz haben sie wieder Arbeit für weitere 2.500 Jurigeuner geschaffen. Diese Kerle vermehren sich ja schlimmer als Karnickel und wollen alle irgendwie was zu tun haben. Söder, erlöse uns von dem Übel.

Nach langem Getöse im Vorfeld und Wirrwarr um den endgültigen Veröffentlichungstermin kam kürzlich die neue Arena "Double Vision" raus. Eine Mogelpackung. Sicher konnte man nicht mit allen ihren vorherigen Scheiben einverstanden sein, aber alle lebten von neuen Ideen. Hier jedoch kopieren sie sich ausnahmslos selbst (nebenbei: dass es diesen Albumtitel schon des öfteren gab - geschenkt. Aber woher ist das Cover geklaut?) Ist natürlich nicht grundsätzlich falsch (WASP machen das seit 30 Jahren), aber ein derartiger Mangel neuer Ideen ist bei einer bis dahin derartig kreativen Band ungewöhnlich. Wenn es also einen Wettbewerb Threshold vs Arena gäbe, hätten wir es mit einem 6:0 für Threshold zu tun.

Höfliche Anfrage beim Badischen Fußballverband