09/15/2018 - Blick in den Abgrund

Mario Lars war näher an der Wahrheit als er ahnt

Korrekt

alles absolut ernst gemeint!

Ob ich es heuer noch schaffe, alle Landesgartenschauen zu besuchen? Jedenfalls habe ich es am Samstag zu 60% gebracht, indem ich nach Bad Iburg fuhr. Die Hinfahrt war die Hölle: die A45 eine einzige Baustelle (hier würde sich das vom Postillion vorgeschlagene Zeichen gut machen), auf der A1 sehr oft Kriechgang. Aber irgendwann landete ich am Bahnhof von Bad Iburg, wo ich während einer kurzen Foto-Session ein Straßenschild sah, wonach es nach Glane nur ein Kilometer sei. Das dortige Stadion wollte ich sowieso ablichten, also hin. Zur meiner maßlosen Verblüffung fand im Stadion (ca. 2.200, überdachte Tribüne) ein U9-Spiel statt, was ich dann auch mitnahm. Weiter zur LGS. Sehr positiv: es gab ausreichend kostenlose Parkplätze. Aber die Bad Iburger (in Kurorten weiß man, wie man den Leuten die Kohle aus der Tasche zieht) sind nicht doof: das wurde alles doppelt und dreifach in den Eintrittspreis reingerechnet, wodurch man unangemessene 18,50 Euro (!!) zahlen musste - Abendtickets hätte es auch nicht gegeben. Ich hatte zwei Stunden kalkuliert, aber die reichten keineswegs aus, denn das Gelände ist wirklich groß - und trotzdem war es ausgesprochen voll. Ein echtes Highlight war der Baumwipfelpfad, der mit 600 Metern auch verdammt lang ist. Außerdem gab es eine Knollenmännchengruppe, die ich eigentlich Loriot zuordnen würde, zu der ich aber keinerlei Infos fand. Was mir bei Gartenschauen allerdings langsam auf den Senkel geht, sind die blauen Schafe eines Aktionskünstlers. Hier waren sie sogar an zwei Stellen. Es reicht! Einen Sprung wagte ich hoch zum Schloss. Während die katholische Schlosskirche hermetisch abgeriegelt war, hatte man ihr evangelisches Pendant versehentlich nicht abgeschlossen. Wenn Blicke töten könnten, hätte mich die Aufräumkraft ermordet - aber so sind sie halt, unsere Evangelen. Den berühmten Knotengarten schaffte ich nicht mehr, denn ohne Zeitpuffer ging es gen Rödinghausen ins dortige Häcker Wiehenstadion, was blöderweise bereits für 14 Uhr angesetzt war. Natürlich gibt genau in solchen Momenten das Navi den Geist auf - und das Stadion ist auf dieser Route nirgends ausgeschildert - wäre ich doch aus der anderen Richtung gekommen. Das in einer flächenmäßig riesigen Gemeinde - sehr amateurhaft. Aber es wurde noch grauenvoller. Rödinghausen ist erstens sehr unansehnlich und zweitens fast ausgestorben, aber irgendwann fand ich jemanden, der mir den rechten Weg wies. Immerhin fand ich Parkplatz 3, der eher für die Auswärts-Fans gedacht ist. Also einmal rund ums gesamte Gelände. Mit siebenminütiger Verspätung (Hopper-Polizei: interessiert mich nicht!) und zwei Tore verpassend erreichte ich den Eingang. Immerhin gab es optisch hervorragende Rentner-Tickets, ein Programm und eine gute Bratwurst - das waren die positiven Aspekte. Ansonsten ist der Ground eine Ausgeburt der DFB-Lzensierungshölle. Das Stadion ist so schwachsinnig angelegt, dass Grindel persönlich es geplant und erbaut haben muss. So ist ein Wechsel zwischen den Seiten unmöglich, was die minimale Fotoausbeute erklärt. Die Unmenge an Polizei und Security erzeugte richtiges KZ-Feeling. Überflüssig zu sagen, dass diese Dorfdeppen in der ersten Hälfte die Abgänge versperrten. Das Spiel wogte hin und her, etwas unverdient gewann die U23 von Borussia Dortmund 4:3 gegen den SV Rödinghausen.1.573 Zuschauer waren zugegen, geschätzt vier Siebtel aus Dortmund. Hierher muss man wirklich nie wieder. Groundspotting betrieb ich aktiv nur in Muckum. Dieser Ground besticht durch sein überdimensionales Hinweisschild für das Häcker Wiehenstadion und hat ansonsten nur rudimentären Ausbau. Blöde lief es in Bünde, wo ich am Sportzentrum parkte. Von weitem sah ich einen total herunter gekommenen Ground, der mir keines Besuches würdig erschien. Zuhause stellte ich dann jedoch fest, dass es sich um das Elsestadion handelte, was zwei Mannschaften als Heimstätte dient. Für die Rückfahrt suchte ich mir die A44/A7 aus - diesmal ging es recht flüssig. Nur hinter dem Hattenbacher Dreieck war auf dem Highway die Hölle los. Eine schwarze Asozialenschleuder mit MA DF 13 wollte alles per Lichthupe von der linken Spur fegen. Und die, die nicht umspurten, wurden kurzerhand rechts überholt. Da ich selbst ca. 150 fuhr, sollte sich das alles im 200 km/h-Bereich abgespielt haben. Es gibt ja neuerdings angeblich keine Rassen, aber wenn ich mir eine besonders asoziale und kriminell mit Schrumpfhirnen und umgekehrt reziproken Dingern vorstellen müsste, wäre dieser Perverse die Blaupause.

Am Sonntag wurde der Fokus auf den Tag des Offenen Denkmals gelegt. Im Vorfeld zeigte es sich, dass sich die Offenbacher Verwaltung langsam komplett von der Zivilisation verabschiedet. Obwohl es hier ein halbes Dutzend Programmpunkte gab, weigerte sich das hiesige Denkmalsamt (auf Anfrage sinngemäß), heuer Flyer aufzulegen (Kapazitätsprobleme!). Für jeden perversen Scheißdreck druckt Offenbach Programme, Flyer etc. (man durchforste die Regale im Rathaus, in der VHS und im Info-Center), hierfür nicht! Auch das Sonderheft des Hessischen Denkmalsamtes gab es heuer noch nicht einmal im Bauamt. Am Empfang des Kreishauses das übliche Spiel: große fragende Augen, die zu Ohren gehörten, die wohl noch nie deutsche Laute vernommen haben, blickten mich an. Immerhin konnte man noch ein stolzes "Isch nix wissen." aus dem Mäuschen heraus kitzeln. Da muss man wohl inzwischen in Offenbach durch. Ich begann meine Tour beim frisch restaurierten Krumm-Mausoleum im hiesigen Alten Friedhof. Was für ein Gedränge, aber für Informationen fühlte sich niemand zuständig. Zu allem Überfluss geriet ich noch vor die Linse des OP-Reporters - und das unvorteilhaft mit halb aus der Hose heraus hängendem Hemd. Wie peinlich. Jetzt sehe ich für den Leser fast so aus wie ein AfDgeuner. Das Mausoleum ist durchaus sehenswert, aber irgendwann fuhr ich dann nach Seligenstadt, wo es heuer ein volles Programm gab. Erst in den Steinheimer Turm. So richtig hoch konnte man allerdings nicht. Das Innere wurde von Kurzwellen-Amateuren in Beschlag genommen (dieses Hobby pflegte ich ja auch bis 1973. Aber da ich inzwischen die beiden letzten Stellen meiner alten Kennung vergessen habe, outete ich mich nicht). Weiter ins Palatinum. Das ist nun wirklich sehr alt, insofern ist nicht mehr soo viel erhalten, aber versehen mit fachkundiger Erläuterung hochinteressant; man konnte förmlich Geschichte atmen. Es folgte die Schlossmühle, von deren Existenz ich bis dahin nichts wusste. Diese alten Mechaniken sind immer wieder bärenstark. Nach vierzehn Jahren gönnte ich mir wieder einen Besuch im Regio-Museum, wo ich zu meinem Erstaunen feststellen musste, dass es einen Kreuzgang gibt, den man aber nur mit Führung besichtigen kann. Ebenfalls offen war das "Alte Haus"(auch schon knapp 700 Jahre alt), wo jetzt eine Galerie untergebracht ist, deren Ausstellungsstücke mir aber nichts sagten. Die Memling-Schule wäre auch geöffnet gewesen, aber meine Schulzeit ist abgeharkt. Vielmehr fuhr ich zur Zellhäuser Straße. Nach dem Umbau war ich noch nicht wieder im dortigen Stadion, aber das konnte ich heute mit der Partie Türkischer SV Seligenstadt vs TSV Klein-Auheim nachholen. 45 Zuschauer (davon ein Viertel mit mobilen Shishas) sahen ein verdientes 5:1. Die zweite gelbe (i.e. geld-rote) Karte für den Gäste-Keeper war jedoch eindeutig falsch. Für die C-Klasse ungewöhnlich: es gab einen Stadionsprecher, der auch sehr aktiv war. Ich war wahrscheinlich der einzige Zuschauer, der sich während des Spiels kein Dürüm gönnte. Der schmucke Ground (allerdings mit dem eindeutigen Schwerpunkt Leichtathletik) sollte auch nach dem Umbau 2.500 Zuschauer fassen. Somit hat der klassentiefste Verein in Seligenstadt den mit Abstand größten Ground.

Wie angedroht fahre ich mit dem Bericht über den letzten Italien-Trip fort. Wir erreichten Napoli Centrale am 20.7. gegen Mittag und trabten erst einmal zum Hotel Colombo. Dort erlebten wir in exzessiver Form den Unterschied zwischen einer Buchung in booking.com und dem, was das Hotel daraus macht. Statt der gebuchten Einzelbetten sollten wir mit einer Art "Doppel"-Bett vorlieb nehmen, die vor Jahren bereits von Littbarski kommentiert worden war. Ein Upgrade hätte unser Budget belastet, also machten wir gute Miene zum bösen Spiel und arrangierten uns mit Hilfe der restlichen Möbel. Das hiesige Frühstück muss ich allerdings ausdrücklich loben. Zuerst wurde der Mäckes am Piazza Garibaldi ausgetestet, die Ausführung der Bestellung erfolgte in einer Geschwindigkeit, die sensationell war. Warum können nicht alle Schnellimbisse so schnell sein. An dieser Stelle ein paar Worte zu den Fast Food-Ketten in Italien. Deren Präsenz ist ungleich geringer als hierzulande oder in Thailand. Es sind bei den Hamburger-Brätern auch nur die beiden größten Ketten vertreten. Geschmacklich kein Unterschied zu Deutschland, allerdings konnte ich mir hier den in Deutschland derzeit nicht erhältlichen 1955er munden lassen - das Teil fetzt. Bei der Ausführungs-Geschwindigkeit gibt es riesige Unterschiede. Während man eben hier oder in Roma Termini (beide ohne Bestell-Terminals, harhar) gar nicht so schnell gucken konnte, wie das Essen kam, konnte man in Cornelia (Roma) oder am Municipio (Napoli) schon mal verhungern während des Wartens. Wir haben es so gehandhabt, einmal am Tag bei Mäckes, einmal italienisch. Nach der Stärkung ging es in die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Derartig marode, dass mein Sohn bis heute behauptet, wir waren in den Slums. Die allerdings möchte ich hier keineswegs sehen. Der Dom ist innen beeindruckend, aber wie in Italien fast überall von außen aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur mangelhaft sichtbar und ablichtbar. Nach meiner Einschätzung gibt es hier mehr Kirchen als in Rom, sehr viele davon mit Krippen. Wohltuend ist dabei, dass man sich hier nicht auf den Barock fixiert hat, sondern es gibt stilistische Abwechslung. Am nächsten Tag fuhren wir mit der Circumvesuviana nach Pompeji und direkt mit dem Bus auf den Vesuv weiter. Die Circumvesuviana hat unmittelbar neben unserem Hotel einen eigenen, riesigen Bahnhof (Porta Nolana mit zwölf Gleisen), das Zugmaterial geht von brandneu bis steinalt, alles mit Graffitis "verziert". Ich kam mir vor wie in besten KBE-Zeiten. Wie nicht anders zu erwarten war, war unser Zug rappelvoll mit Touris, aber die stiegen erst eine Station später ein. Der Vesuv-Krater ist schon beeindruckend (WDH!!), und es erfasste mich beim Blick in den Abgrund ein wohliges Gruseln, als ich daran dachte, dass er jederzeit wieder ausbrechen kann Man konnte das Magma fast schon brodeln hören. Der Ausblick ist ebenfalls grandios. Beim Abstieg kamen wir an einem Zitronensaft-Höker vorbei. Sensationell, mit welcher Professionalität und Geschwindigkeit der Betreiber die Zitronen ausquetschte. Damit war der Geburtstagswunsch meines Sohnes klar: eine italienische Zitronenpresse. Als wir unten ankamen, war Pompeji nicht mehr so voll wie am Vormittag. Das Traben durch Ruinen macht hungrig, aber die Massen vor und (überwiegend Asiaten) hatten fast das gesamte Restaurant leer gefressen. Das Gelände ist derartig groß, dass wir zwar das meiste gesehen hatten, aber ausgerechnet den sagenumwobenen Puff haben wir nicht gefunden. Angenehm bei den herrschenden Temperaturen ist, dass es wie auch in Rom viele Leitungswasserzapfstellen gibt. Wenn man nur vier Tage in Napoli ist, hat man ein Problem: man kann nicht alles sehen. Und das gilt wiederum besonders für die knapp hundert Einstiegsmöglichkeiten in die Unterwelt. Hier entschieden wir uns für die Katakomben des San Gennaro sowie San Gaudioso, die man praktischerweise mit einem Ticket besuchen kann. Nicht weit entfernt, aber etwas merkwürdig ausgeschildert, liegt der etwas neuere unterirdische Friedhof Fontanelle. Sehr unheimlich, könnte auch als Kulisse für Zombie- oder Khmer Rouge-Filme durchgehen. Bei den hiesigen Burgen entschieden wir uns für das Castel Ovo sowie Castel Elmo. Beide sehr schön. Im Gegensatz zu Rom gibt es im Zentrum Neapels auch einige Hochhäuser, die diesen Namen verdienen. Die Gegend, in der die meisten stehen, macht allerdings einen total verwahrlosen Eindruck, kann aber vor zwanzig Jahren mal schön ausgesehen haben. Das FS-Hochhaus sowie die beiden ENEL-Türme sehen auch verlassen aus. Zwei Sachen allerdings habe ich in Napoli verpasst. Für einen erneuten Besuch des Stadions nach ca. 35 Jahren fehlte mir einfach die Zeit. Die hätte ich für einen Besuch des Nationalen Eisenbahnmuseums locker gehabt. Aber ich war der irrigen Meinung, die Abendsonderöffnung sei am Montag. Stattdessen war sie leider bereits am Sonntag. Noch ärgerlicher war, dass ich im Sonntag kurioserweise im richtigen S-Bahn-Zug saß, aber früher ausstieg. Naja, nächstes Mal. Die S-Bahn verkehrt recht lückenhaft, die U-Bahn allerdings auch. Da ist sie Rom doch erheblich angenehmer. Die Stationen allerdings sind überwiegend allererste Sahne, sie sind nämlich teilweise von namhaften Künstlern gestaltet. Total nervig ist die Ausstattung mit Fahrkartenautomaten. Selbst am Piazza Garibaldi gibt es gerade mal ein halbes Dutzend Automaten, keiner mit dem gesamten Angebot. Und dieses ist auch nicht am Schaler erhältlich! SO kann es passieren, dass man zwanzig Minuten in der Schlange steht - und das vergebens. Oder man zieht mit einem teureren Ticket los. Und wo wir gerade bei Verkehrsmitteln sind: hier verkehren auch O-Busse. In Rom hingegen gibt es nur eine Hybrid-Linie, aber an der Ecke, wo angeblich der Bügel ausgefahren werden soll, tut sich nichts. - Am 24.7. fuhren wir dann zurück. Diesmal aus nostalgischen Gründen über die Altstrecke. Der IC aus Palermo hatte bereits bei Ankunft 40 Minuten Verspätung, aus denen später noch mehr wurden. Man konnte sich wie in Deutschland fühlen. Eine Anmerkung muss ich noch zum Postversand machen. Während unsere Ansichtskarten mit Vatikan-Frankierung blitzschnell die Empfänger erreichten, dauerte es bei denen mit Staatspost-Frankierung schon länger. Aber immerhin kamen sie an. Was man von den Karten, die wir in Neapel mit Privatpost-Marken frankierten (und natürlich auch korrekt einwarfen) keinesfalls behaupten können. Wir bezahlten Unsummen an Kiosken, die nur GPS-Marken vorrätig hatten und können zu GPS nur sagen: PFOTEN WECH! Im nächsten Gegrunze wird es noch ein paar mehr Bemerkungen über Italien geben, aber jetzt widme ich mich erst einmal mit voller Kraft dem ewigen Kampf gegen den Terror durch Abschaum.

Trotzdem erst noch passend zum Italien noch eine weitere Merkwürdigkeit zu den Themen Google und Algorithmen. Voranstellen muss ich die Bemerkung, dass ich bei meinem Handy fast durchweg GPS aktiviert habe und eigentlich auf immer in Google eingeloggt bin. Das muss man jetzt nicht kommentieren, aber ich schleppe das Teil nicht immer herum. Und Fotos (außer aus bekannten Gründen in Shoping-Centern) mache ich damit auch nicht. Dennoch: in Italien wusste Google immer, wo ich bin. Und bei der Unmenge an Kirchenfotos sah ich mich daheim häufig außerstande, diese den richtigen Kirchen zuzuordnen. Die inverse Bildersuche ist mir bekannt, aber unheimlich, also nutze ich sie nicht, sondern taste mich über die normale Bildersuche heran. Es ist bemerkenswert, dass über das Handy die Erfolgsaussichten auf Treffer nur unwesentlich höher als "0" ist. Mit einem Computer ohne Google-Login beträgt sie jedoch knapp 100%. Das bedeutet - wie ich auch anhand der schwachsinnigen Werbung bemerke -, dass Google sich inzwischen in seiner Algorithmerei derartig verrannt hat, dass sie ins Leere führt. Das würde einerseits meine These stützen, dass bei Google nur Schwachsinnige arbeiten, wäre also keine Neuigkeit. Der gesunde Menschenverstand sagt mir aber, dass die Tätigkeit mit Algorithmen andernorts genauso laienhaft betrieben wird. In erster Linie bei Geheimdiensten, wo es massenhaft zu falschen Schlussfolgerungen, i.e. Verdächtigungen, führt. Aber nicht in Deutschland. Denn minus mal minus ergibt PLUS. Also: soll Maaßen vielleicht doch bleiben?

Ich deutete es ja bereits an, dass der Rhein-Neckar-Kreis (natürlich sein Rechtsreferat) mir einen derart unzumutbaren Scheißdreck zusandte, dass ich längere Zeit zur Erholung brauchte. Ohne rot zu werden, stellen die die Freiwillige Feuerwehr - ganz wie der Badische Fußballverband - als einen Haufen verlogener und vertrottelter Kretins dar. Wehret den Anfängen! Das Jurigeunertum, Polizei, Militär und Geheimdienst und die meisten anderen Organisationen disqualifizieren sich ja ständig selbst, dass deren Ruf nicht mehr zu retten ist. Aber die Feuerwehr (sowie Sanitätsdiensten und dem THW, ASB etc.) zu dissen, das geht gar nicht, lieber Rhein-Neckar-Kreis! Ich sage ja schon seit Jahrzehnten, dass dieser Kreis viel zu groß ist, um vernünftig verwaltet werden zu können, da schüttelt man gewisses Personal wohl wirklich von der Akazie. Ich habe denen mal ein paar Fragen gestellt, die bei denen wohl zu wilden Grunzorgien führen werden. Meine Vorstellungen, wie sich die involvierten Polizisten in Epfenbach verhalten haben könnten, hatte ich ja schon mal bekannt gegeben. Wie sich aus dem neuerlichen Gewichse aus Wiesloch ergibt, muss es aber anders gewesen sein. Dieser bereits erwähnte kleine Assi mit seinen Asozialenschaukeln hat also in Sinsheim angerufen, und die Polizei ist zu dritt angerückt, um maximal drei Wagen mit Knöllchen zu beglücken. Ich denke, dass dieses mir namentlich bekannte Arschgesicht bei Fußballspielen stets wichsend am Fenster steht, um Besuchern des örtlichen Fußballclubs eins auszuwischen. Es ist eine Perversion des Rechtsstaats, dass die Polizei sich darauf einlässt. Wenn ich mich richtig an die Unterlagen der Polizeischule Brühl zurück erinnere, hätte der korrekte Ablauf so sein müssen: Anruf des kreisbekannten Psychopathen bei der Polizei Sinsheim, die rufen den ärztlichen Notdienst an. Alle ab nach Epfenbach. Der Psychopath kriegt eine Spritze in den Arsch gejagt und eine Zwangsjacke übergezogen. Übergabe einer Rechnung für den Einsatz, Beschlagnahme Führerschein wegen Fahruntauglichkeit auf Dauer. Vernichtung der Kfz, Vorführung beim Amtsarzt und ab in die Gummizelle. In zivilisierten Ländern wird zwischenzeitlich ein Wendekreis mit Kreide auf die Straße gemalt. An diesem wird der Psychopath in Pudelmanier entlang geführt und alle fünfzig Zentimeter drückt ihm ein Polizist die Kinnlade so auf den Boden, dass letztendlich eine nette Garnierung durch Zähne zu bewundern ist. Aber die Polizei Sinsheim muss ihren Hass auf ehrbare Bürger und die Zivilisation beweisen, indem sie wild lallend Strafzettel an Auswärtige verteilt. Vielleicht haben die mir ja doch an den Wagen gewichst - oder eher an den Oldtimer vor mir? Und dann stelle ich mir die Rückfrage bei der Feuerwehr vor. Wobei man sich die Absurdität des Vorgangs vor Augen führen muss! Niemand bestreitet, dass die Feuerwehr präsent war, also müssen die Polizisten denen zwischen den Beinen herum gerobbt sein. Warum also die Rückfrage??!! Aber es wird ein Polizist vorgeschickt, der (nach Meinung der Polizei) perfekte Deutschkenntnis hat. Der sieht in Eppingen (hat sich verfahren) einen Blauuniformierten und spricht den an: "Röchel grunz jaul stöhn?" Die konsequente Antwort "Hääh??" interpretiert er so wie im besagten Anschreiben geschildert.

Nach einem Vierteljahr des Eierschaukelns ist es legitim, den Badischen Fußballverband höflich um die erbetene Stellungnahme zu erinnern. Das habe ich gemacht. Ich denke, dass die dortigen Jurigeuner sich nur zu internen Grunzorgien veranlasst sehen. Tja, grunzende Jurigeuner allerorten. Neben Grindel konnte in den letzten Tagen Maaßen begeistern. Was für ein wildes Gegrunze und Gelalle als Ausdruck massiver Wahrnehmungsstörungen! Früher, als ich noch nicht über das notwendige Hintergrundwissen verfügte, hatte ich Maaßen als gemeingefährlichen extremstasozialen Schwerstverbrecher betrachtet. Falsch, vollkommen falsch. Ich dachte, mit Hilfe solcher Gestalten will das internationale Jurigeunertum die Weltherrschaft erreichen. Was für ein Schwachsinn. Und sorry! Juristerei ist nur eine Krankheit - und bei Maaßen sind die Symptome halt besonders schlimm. Was für eine arme Gestalt! Dieser Mann braucht unsere Hilfe. Vielleicht bringt es was, wenn er die nächsten zehn Jahre eine Gummizelle mit dem Epfenbacher Psycho (nach meinem Kenntnisstand kein Jurigeuner, vielleicht können die sich ja befruchten) teilt. Wozu die Aufregung. Wir brauchen einen Masterplan (nicht von The Höfer), der unsere Jurigeuner unbeschadet in Schutzzonen befördert. Die ganzen Diskussionen um die Person/den Amtsinhaber Maaßen gehen derartig am Problem vorbei, dass sie wirklich würdelos sind (danke t.online für die Anregung). So vermitteln manche Medien beispielsweise den Eindruck, Maaßen stelle die fünfte Kolonne der Gruppe, die man laut Romani Rose nicht beim Namen nennen darf, dar, indem er AfD'lern gegenüber Geheimnisse ausgeplaudert hat. Bullshit. Ein Jurigeuner will nur lallen und grunzen - und das in jeder Lebenslage. Eben war's ein AfD'ler, morgen kann es Assad sein. Egal. Hauptsache, es kann gegrunzt und gelallt werden. Andernteils: solange wir solche Typen noch unbeschadet mit herum schleppen können, geht es Deutschland noch gut.

In den Debatten der letzten Zeit ist eine Schwachstelle unseres Grundgesetzes wieder aufgetaucht. Ich meine jetzt nicht die Zersplitterung der Exekutive mittels des Föderalismus. Ich meine die Tatsache, dass keine Nationalsprache vorgesehen ist. Was wiederum bedeutet, dass es keine gemeinsame Regelung gibt und jeder - sofern er/sie nur laut genug grunzt - die Deutungshoheit erlangen kann. Anstatt Probleme (egal, welche - es gibt genügend) anzugehen, ergötzt sich das ganze Land in Begriffsdefinitionen. Bin gespannt, welche Definition des Begriffs Hetzjagd sich durchsetzen wird. Das alles ist keineswegs Selbstzweck, sondern hat Auswirkungen bis in unser tägliches Leben und sogar die Kunst hinein. Gebraucht ein Schriftsteller (meinetwegen auch ein Satiriker) fürderhin den Begriff Hetzjagd - und sei es ganz arglos -, ist er dennoch genötigt, auf drei Seiten zu beschreiben, was er meint. Das erinnert mich fatal an Neusprech aus 1984. Es kann kein Zufall sein, dass gerade in einer Zeit, in der es um den gläsernen Bürger geht (oder um den Bürger als Stück Fleisch, mit dem man machen kann, was man will, wie es ja das Bayerische Polizeigesetz vorsieht), auch ein Kampf um die Deutungshoheit über die Sprache geht. - In diesem Zusammenhang hatte ich ja bereits den Begriff "Volk" erwähnt. Mein Beitrag ist wohl auf fruchtbaren Boden gefallen, denn die Leute, die behaupten (und begründen!), dass es keine Rassen gibt, ziehen von sich aus den Bogen zum Grundgesetz, das den Rassebegriff durchaus kennt und nennt.

Zum Abschluss noch ein netteres Thema. Eine meiner Lieblingsbands der frühen Neunziger waren die Inspiral Carpets, denen ich dreimal zujubeln konnte. Nach drei fantastischen Alben kam 1994 ein recht schwaches in die Regale (ich persönlich hole es da auch sehr selten raus) - und dann hörte ich nichts mehr von der Band. Durch puren Zufall erfuhr ich, dass die Band 2014 eine neue Scheibe veröffentlicht hat (same). Was für ein Oberhammer! Die Jungs haben nichts verlernt, die Hammondorgel wird zu wahren Musikorgasmen geprügelt. Absolut irre, was die Typen, die auf dem Bandfoto doch sehr verbraucht aussehen, noch für Power haben! Dass ein Stück dabei ist, auf dem in übelster Ed Sheehan-Manier gewinselt wird - geschenkt. Jedenfalls kann man wieder guten Gewissens das über 25 Jahre alte "Cool as fuck"-TShirt tragen.

Was ich beim letzten Grunzen vergessen hatte: pünktlich in der letzten August-Woche kamen die Weihnachtsleckereien in die Läden. Selbstredend musste ich mir bei 32 Grad sofort einen Marzipanstollen einverleiben. Weihnachten kann kommen!

Nette email-Erinnerung an den Badischen Fußballverband

Der Rhein-Neckar-Kreis bombardiert mich mit Unflat

Aber ich sage: Unflat, nein danke!

BAB-Baustellen-Beschilderung - Artikel des Postillions