10/26/2018 - Vor der Hessenwahl

ob es die SPD nach der Wahl/dem Wal noch gibt?

alles absolut ernst gemeint!

Goldener Oktober - niemals stimmte es so wie in diesem Jahr. Das voraussichtlich letzte Wochenende dieser Art nutzte ich für Nahverkehr. Für den angebotenen Lift nach Neukirchen beim Heiligen Blut fühlte ich mich einfach nicht fit genug - das Alter. Stattdessen zog es mich nach Züntersbach, wo die dortige SG OZ (Oberzell/Züntersbach) unter der Leitung eines Offenbacher Schiedsrichters die SG Großenlüder empfing. Vorher noch Groundspotting in Oberzell betrieben (durchschnittlcher Fußballkreis-Fulda-Ground), bevor es dann zum Sportplatz mit dem schönsten Ausblick Hessens (Eigenwerbung) ging. Richtig übertrieben war das wohl nicht, jedenfalls ist die Gegengerade derartig abhangnah, dass sie offiziell nicht für Zuschauer vorgesehen ist. Die anwesenden 200 hatten aber dennoch ausreichend Platz. Die erste Halbzeit bot Gruppenliga-adäquaten Fußball und endete etwas unverdient 3:1 für die Gäste. Die Halbzeit-Bratwurst war gut. Aber die zweite Hälfte bot ein wirres Gekicke zum Davonlaufen. Was war nur im Pausentee? Eine derartig jämmerliche Darbietung habe ich in dieser Spielklasse noch nie gesehen. Ebenfalls noch nie erlebt habe ich Kassierer, die erst ab der 65. Minute ihre Tätigkeit aufnahmen, als einige Zuschauer bereits frustriert das Weite suchten. Das Spiel endete 5:2 für die Gäste. Für mich ging es dann zum Folgeprogramm, zum Schlosspark Ramholz mit der Ruine Steckelsberg. Das Schloss selbst ist nach dem Verkauf an chinesische Investoren nicht mehr zu besichtigen, sieht aber von außen recht fotogen aus. Der Schlosspark steht in der Tradition englischer Landschaftsparks, st riesig und wirkt bei dem Herbstlaub ebenfalls sehr fotogen. Die Burgruine ist Bestandteil des Parkensembles und weiß nach längerem Fußmarsch durchaus zu gefallen. Buddhaseidank hatte ich sie für mich allein. Dem Genuss abträglich ist allerdings die Tatsache, dass in der näheren Umgebung sehr viele Windräder ihr Unwesen treiben. Die nahende Dunkelheit verhinderte ein Aufsuchen der Gruftkapelle. - Es gab übrigens auch ein Vorprogramm: ich suchte die Kaiserpfalz Gelnhausen auf, hier ging es mir aber nur um digitale Fotos, ich war vorher schon etliche Male hier. Immerhin konnte ich gleich zwei die Ruine suchenden Paaren jeweils den richtigen Weg weisen.

Das Wochenende davor war derartig arbeitsreich, dass es nur am Sonntag wenigstens für eine Stippvisite an der Frankfurter Lärchenstraße reichte, wo ich mir die Zweite von Griesheim Tarik gegen Frankfurt Türkspor ansah (1:3, brauchbarer B-Klassen-Kick). Überflüssig zu sagen, dass außer mir niemand auf dem Platz halbwegs mitteleuropäisch aussah. Mangels Hunger verzichtete ich auf ein Aufsuchen des Caterings. Am Samstag wiederum galt es ein neues Museum in Offenbach zu entdecken. Der Digital Retro Park sollte in der Walter-Passage erstmals seine Sammlung präsentieren. Was in Seligenstadt die Flipper sind, sollen hier alte Spielkonsolen und Home-PC's sein (dürfen ausdrücklich benutzt werden!). War zwar recht interessant, andererseits zeigte es sich, dass ich mich weder vor dreißig, vierzig Jahren noch jetzt für diese Art von Zeitvertreib begeistern konnte/kann. Außerdem fehlte jeglicher Hinweis auf mein altes Hobby: btx. Wie gut hätte sich doch so ein geiles Multitel MT21 als Ausstellungsstück gemacht! Also habe ich mir das Treiben eine halbe Stunde angeschaut, konnte mir bei einigen Geräten ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen und bin dann wieder raus. War auch recht voll, was für eine entsprechende Luft sorgte. Natürlich waren sämtliche (mir von der Optik her) bekannten älteren Nerds der Umgebung anwesend.

Wieder einen Sonntag zuvor (irre, wie die Zeit vergeht) sollte es nach Geesdorf gehen. Vorher zog ich mir die LGS Würzburg rein. Damit hatte ich dann heuer tatsächlich wieder alle Landesgartenschauen geschafft. Und diese war auch die beste, obwohl sie mit einem Wermutstropfen anfing. Die horrenden Parkgebühren von 5 Euro (!!!!!) hatte ich aus Zeitgründen in Kauf genommen im festen Bewusstsein, dass das Ticket für ADAC-Mitglieder statt 18 nur 14 Euro kosten sollte (so stand es bis zum Schluss auf der LGS-Homepage). Stattdessen verlangten die Scheißkerle 16 Euro! Ich hatte aber keine Zeit oder Lust für Diskussionen. Tatsächlich brauchte ich auch die veranschlagten 150 Minuten komplett. Ich liebe es ja, wenn eine LGS auf einem Areal stattfindet, was vorher vollkommen anderen Zwecken diente - und es noch Hinweise darauf gibt. Paradebeispiel ist die Buga Gelsenkirchen auf altem Zechengelände gewesen. Hier handelte es sich um einen alten Flugplatz mit wechselvoller Geschichte. Zuletzt waren hier Amerikaner stationiert, die sich hier auch eine riesige Shopping Mall hingestellt hatten. Jetzt ist davon nur noch der Foodcourt vorhanden. Aber ich hatte noch nicht mal Verzehrzeit. Im Gegensatz zu den anderen Gartenschauen in diesem Jahr gab es ein schlüssiges Konzept. Mein persönlicher Favorit war der Canyon mit dem Motto "Das blüht uns morgen". Und das Wetter war natürlich optimal. Der Zeitdruck rührte daher, dass ich Tommy in Kitzingen abholen sollte, da Geesdorf über keine sinnvollen ÖPNV-Anschlüsse verfügt. Klappte alles. Der Geesdorfer Ground entpuppte sich als Dorfplatz mit nur rudimenärstem Ausbau und preußischer Pünktlichkeit. Punkt 15 Uhr fingen Spiel und Bratwurstausgabe an. Die Bratwurst war gut, das Spiel (gegen den Spitzenreiter aus Euerbach/Kützberg) eigentlich auch (Endstand 1:1). Das (Rentner-)Ticket und das Programm waren exorbitant gut. So muss Landesliga-Fußball sein! Ich musste noch einen Punkt abhandeln. Bei meinem letzten Besuch im Hauptort Wiesentheid konnte man aus irgendeinem Grund nicht in die Kirche (Balthasar Neumann!), das wollte ich jetzt nachholen. Diesmal hatte ich zwar Glück, aber während meines Rundgangs torkelte stückweise eine vielbeinige Pilgergruppe rein. Die Kirche ist ganz nett, insbesondere das Deckengemälde im Chor weiß zu gefallen, aber irgendwie hatte man den Eindruck, dass der gute Balthasar nicht 100%ig bei der Sache gewesen war. Den dortigen Schlosspark wiederum muss ich bei einem späteren Besuch erkunden. Anmerkung: trotz erheblicher Baustellentätigkeit verlief die Fahrerei auf der A3 störungsfrei.

Noch ein Wochenende früher - also an ihrem vorletzten Öffnungswochenende - schaffte ich es auch, die LGS Bad Schwalbach aufzusuchen. Um ehrlich zu sein: keine optimale Wahl. Die schwächste LGS des Jahres, was man auch daran erkennt, dass ungewöhnlicherweise die interessantesten Fotomotive in der Hallenschau zu finden waren. Bei dieser LGS hatte man wirklich den Eindruck, dass die Stadtoberen sagten: "Der Kurpark hätte mal wieder eine Renovierung nötig. Machen wir doch einfach eine LGS." Das war's. Immerhin hätte es auch Abendtickets gegeben, wovon ich jedoch keinen Gebrauch machte. Vielmehr bot sich die Gelegenheit, eine Fahrt mit der mir bis dahin vollkommen unbekannten Bad Schwalbacher Kurbahn zu machen. Ebenfalls interessant war die Sonderausstellung zum Thema "Kurschatten" im Kurhaus. Vorher gönnte ich mir einen Besuch im Sportzentrum Heimbachtal, was von Anhöhen umgeben ist. Nur aus lichttechnischen Gründen besuchte ich statt des Hauptspiels diesmal das Vorspiel der Reserven von Türkspor Bad Schwalbach vs Neuhof. Ein erfolgreich - wie aus dem Lehrbuch! - verwerteter Eckball mit dem Pausenpfiff markierte bereits den 1:0-Endstand für die Platzherren in einem nicht wirklich überzeugenden Spiel vor knapp zwanzig Zuschauern. Das Stadion kann jedoch trotz Kunstrasens allein schon durch seine malerische Lage überzeugen. Für das Sahnehäubchen sorgte eine gewisse Ranzigkeit. 2.000 und ein paar kaputte sollten wohl reinpassen.

Ich hoffe, ich kann die Italien-Nachschau diesmal abschließen. Kaum von Neapel nach Rom zurückgekehrt wurden wir schon mit den Vorboten der Hölle konfrontiert. Dantes Inferno bahnte sich an. Unser Hotel Consul sah sich nämlich außer Stande, uns über den 25.7. zu beherbergen. Voll! Denn ein gewaltiger Ansturm von Messdienern sollte die Stadt okkupieren. Zwar wussten wir von Bekannten, dass deren Töchter mit ihrer Ministrantentruppe nach Rom fahren würden, aber dass incl. Begeleittross knapp 200.000 Leute in Rom einfallen würden, überraschte uns dann doch. Beim Sacco di Roma kann es nicht abartiger zugegangen sein. Als wir uns im Zimmer abmarschfertig machten, erblickten wir bereits einen einfahrenden Bus mit oberbayerischem Kennzeichen. Als wir die Zimmertür öffneten, wurden wir von einem Ministrantenpulk förmlich überlaufen. Und ohne Hemmungen wurden auf den ungemachten Betten Ministrantinnen vernascht. Rom selbst war proppenvoll. In allen Kirchen quetschten sich ekstatisch singende Messdienerhorden (was immerhin dafür sorgte, dass einige normalerweise verschlossene Kirchen zugänglich waren). Aber die Messdiener als solche waren noch nicht mal das schlimmste. Da war nur die pure Masse extrem. Als richtig gehend asozial gepaart mit einer Rücksichtslosigkeit und Dreistigkeit sondergleichen outete sich das Begleitpersonal. Da haben die teilnehmenden Kirchengemeinden wohl die Gestalten als "Aufsicht" rekrutiert, die den Rest des Jahres betreutes Unkrautjäten betrieben. Auf uns hatte dieses Inferno zwei direkte Auswirkungen. Zum einen eben mehrfache Hotelwechselei. Nach dem Hotel Consul verbrachten wir zwei Nächte in der Pension Il Coriandolo in Portuguense - sehr schwer zu finden, allerdings gab es einen direkten Bus von Cornelia hierher. Dann war da auch Schicht, sodass wir die letzte Nacht noch in Kiara B+B in Trastevere verbringen mussten. Jedes Ding hat Vor- und Nachteile. Herberge 1 war hypermodern eingerichtet, hatte jedoch nur ein Doppelbett. Herberge 2 hatte sogar zwei Räume für uns, aber nur einen einzigen Adapter für alle unsere Akkustecker, ansonsten nur die Uraltsteckdosen. In der Urlaubsmitte wäre diese Herberge vollkommen ungeeignet gewesen. Zweitens löste sich unser sorgfältig ausbaldowerter Plan, wann wir die Kuppel des Petersdoms mit möglichst kurzer Anstellzeit besteigen, in Luft auf. Die Schlangen vor dem Petersdom waren (fast) immer gewaltig, aber nach Beginn der Invasion wand sich die Schlange der Einlasssuchenden zweimal um den Vatikan. Dass zwei weitere Vorhaben scheiterten, hatte einen ganz anderen Grund. So hätte ich gerne an der samstäglichen Sonderfahrt vom Bahnhof im Vatikan zum Castel Gandolfo teilgenommen. Auch ein Besuch im Domus Aurea hätte uns zugesagt. Aber im Internet nur mit Kreditkarte buchbar. Und durch diese schwachsinnigen "Sicherheits"-Mechanismen ist jetzt Freigabe mittels zusätzlicher App erforderlich. Blöde, wenn das dazugehörige Handy kurz nach Urlaubsantritt seinen Geist aufgegeben hat. Gut, ich hatte blöderweise das Display zerstört, aber dass das solche Auswirkungen hat … Kann man hoffentlich noch nachholen.

Aber auch sonst haben wir einiges unternehmen können. Pro Person legten wir vier zusätzliche Euronen auf den Tresen, um das Vatikanische Museum ohne Anstehen zu besuchen. Gut angelegtes Geld, wenn man dadurch zwei Stunden gewinnt. Ich war schon mehrfach dort, aber es wird immer voller und voller dort. Am irrsten war natürlich der Andrang zur Sixtinischen Kapelle. Über die Ausmalung Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen zu tragen, aber Fotografieren strengstens verboten. Und das Personal hatten Augen wie die Luchse. Gerade mal zwei Aufnahmen minderer Qualität waren mir vergönnt - und auch das nur, weil die Handykamera unmotiviert losging. Andere Bereiche hingegen hatten wir fast für uns allein. Ähnliche Fotografierverbote gab es auch in der Totenkopfkrypta des Kapuzinermuseums, der Canaletto-Ausstellung im Palazzo Braschi sowie in den römischen Katakomben. Was für ein Schwachsinn. In den Kirchen jedoch konnte man die Auslöser zum Glühen bringen. In der Tat haben die meisten Kirchen brauchbare Öffnungszeiten, die auch eingehalten werden (Ausnahme Trinita del Monte), und seien sie noch so merkwürdig. In der Santa Maria in Cosmedin lassen sie einen um 18:47 noch anstandslos rein, um ihn dann um 18:50 gnadenlos rauszukomplimentieren. Und genau so gnadenlos ist man in Italien auch mit den anberaumten Gottesdiensten. Am extremsten fiel mir das in der Silvestre in Capite auf, wo drei Leute vor genau einem Gläubigen gnadenlos drauflos zelebrierten (zwei Tage später war das Verhältnis übrigens exakt umgekehrt). Auch in den Galerien stört sich niemand am Fotografieren (alle Aussagen beziehen sich auf Fotos ohne Blitz). Nur, dass es davon allein in Rom so viele gibt, dass man verzweifeln will. Ich habe nur die Galleria Colonna und die Borghese geschafft - und fühlte mich von der dortigen Pracht quasi erschlagen. Alles in allem sollte man noch einmal hin. Am meisten hatten mich tatsächlich die Trajanschen Märkte begeistert, in denen ich vorher noch nie war. Auch damals wusste man schon geile Shopping-Center zu bauen. Gleichwertiges sollte es erst wieder ca. 1800 Jahre später geben.

Und neben den Mercati di Traiano und sonstigen altrömischen Hinterlassenschaften begeisterten wir uns über die irrsinnig langen Rolltreppen in den Metro-Stationen, die auch stets funktionierten (Ausnahme: ein einziges Mal mussten wir in Cornelia hoch laufen und waren ziemlich außer Atem) - und da wiederum die in Repubblica. Und genau diese standen kürzlich in den Schlagzeilen, als russische Dorftrampel im Zusammenhang mit einem Fußballspiel diese zerstörten. So nett Russen in ihrer Heimat sein mögen, hat man bei deren Auslandsaufenthalten - egal wo und wer - immer das Gefühl, der Raum zwischen ihren Ohren ist komplett mit Scheiße gefüllt. Genosse Putin: du hast deine Landsleute nicht im Griff! Was Italiener und zivilisierten Europäern im Laufe von Jahrzehnten nicht gelang, machten die Russen möglich. Mir persönlich tut es nur leid, dass dieses Gesockse nicht zwischen die Mechanik geriet und als Frikassee unten ausgespuckt wurde. Aber auch hier zeigt sich der Unterschied zwischen europäischer Technik und russischer mit dem Stand 18. Jahrhundert. Denn als vor einigen Jahren tatsächlich eine Rolltreppe in Moskau riss, passierte genau das. Warum ich so ein Ereignis so ausführlich kommentiere? In Offenbach passiert ähnliches - und ich kann es nicht mehr hören. Fakt ist, Rolltreppen gehen - halbwegs vernünftige Wartung vorausgesetzt - nicht einfach kaputt. Und sie werden auch nicht mutwillig vom Bahnpersonal außer Betrieb gesetzt. Aber genau diesen Eindruck vermittelt die Berichterstattung in unserer heimischen von der Gutmenschenmafia durchseuchten Lügenpresse seit Jahren. Auch heute wieder. Wer Augen hat, benutze sie. Und man registriert gewisse Automatismen - quasi Relikte von Überlebensprozessen aus der Steinzeit. Jedem bekannt ist der türkische Halteverbotsreflex. Rast ein Türke oder AfD-Wähler mit 180 km/h durch die Stadt und sieht ein Halteverbotsschild, dann kann er nicht anders. Er muss einfach bremsen und erst mal eine Runde parken. Wenn er dabei noch wüste Verkehrsbehinderungen verursacht, umso besser. Und nicht anders ist es an diesen Rolltreppen. Sehen Angehörige bestimmter Volksgruppen eine funktionierende Rolltreppe, wird in der Amygdala ein Prozess ausgelöst: fühlt man sich von Angehörigen anderer Volksgruppen unbeobachtet (Kameras sind denen egal, denn man weiß erfahrungsgemäß, dass niemand das Material auswertet), muss man denen die Verfolgung erschweren. In der Steinzeit ließ man gefällte Bäume auf den Hohlweg fallen, heute zerstört man Rolltreppen. Warum sagt das niemand öffentlich? Genau, weil dann die Gutmenschenmafia losgrunzt und einige Schwerstverbrecher, die uns ehrbare Bürger unter dem Deckmäntelchen der Justizerei terrorisieren, aufjaulen. Warum macht niemand den Vorschlag, die Pendlerströme per Schild zu kanalisieren ("Mitteleuropäer, Südostasiaten und Panamaer links zur Rolltreppe, Türken, Neger, AfD-Wähler und sonstige rechts zur Treppe")? Logisch, weil die Betroffenen gar nicht lesen können. Und warum kann man die Bahnfahrer nicht per Security kanalisieren? Genau, weil die im Regelfall ja selbst der zweiten Gruppe angehören. Die Folge: irgendwann hat auch der gutmütigste DB-Reparaturtrupp die Schnauze voll, unter permanenten "Isch ficque Doin Moddööäähh, Alldööäähh"-Grunzen Rolltreppen heilzumachen, wenn es als sicher anzusehen ist, dass diese innerhalb der nächsten Viertelstunde wieder reflexartig ruiniert werden. Die Vorschläge sind übrigens konform mit dem Grundgesetz und der hessischen Verfassung (auch nach der möglichen Änderung nach dem 28.10.), da sie keineswegs auf Religionen oder Rassen referenzieren, sondern da wir hier nur vom Selbstschutz sowie vom Schutz (mittelbar) öffentlichen Eigentums sprechen. Im Gegenteil: Regelungen, die konkret auf die Entwicklung der Amygdala eingehen, wären für alle Beteiligten segensreich und könnten sinnvollerweise in die Tierschutzbestimmungen integriert werden. Man sieht: das Thema wird uns noch lange beschäftigen.

Ebenfalls immer wieder gigantisch ist das Colosseum. Hierher sind wir zweimal gekommen. Über den ersten Besuch hatte ich schon geschrieben, aber irgendwie erschien uns das nicht komplett, wir wollten auch in den Untergrund. Vor dem Bau tummeln sich ja etliche hundert Guides, aber irgendwann erwischten wir auch eine, die Untergeschoss-Touren anbot. Nach kurzer Feilscherei einigten wir uns auf 110 €. Ein stolzer Preis, aber eine Umfrage ergab, dass es eigentlich immer 60 Euronen pro Nase sind. Einen Teil zahlten wir an, der Rest am Tourtag. Um es vorweg zu sagen: organisatorisch klappte alles wie am Schnürchen. Es hat uns auch gefallen. Schon irre, zu welchen technischen Leistungen die ollen Römer ohne elektronischen Strom und ohne Dieselaggregate fähig waren. Es hätte noch eine besondere Tour gegeben, die uns in den obersten Teil gebracht hätte, aber am vorletzten Urlaubstag fanden wir keinen Guide mehr, der uns da weiter helfen konnte. Ach - da ist noch etwas, wo mir vor Bewunderung der Mund offen stehen blieb: die chinesische Organisation. Das Paradebeispiel für diese Perfektion erlebte ich in S. Maria del Popolo. Ich saß auf einer Kirchbank, da kam ein Guide mit Fahne gefolgt von ca. vierzig Chinesen rein. Schnurstracks ging es zur Apsis mit den Caravaggios. Eine Minute Erklärung, dann zwei Euro in die Box. Licht an. Die erste Hälfte ging mit Ahs und Ohs ans Fotografieren. Dezentes Handzeichen vom Guide. Die erste Gruppe verzieht sich hurtig, die zweite fotografiert los. Licht aus. Ich behaupte, beide Gruppen hatten auf die Millisekunde dieselbe Zeit zur Verfügung. Und mit affenartiger Geschwindigkeit geht's wieder raus. Eigentlich schade, weil die Kirche trotz laufender Renovierung wirklich viel zu bieten hat. ABer bei einem Programm "Zwölf Städte in fünf Ländern in einer Woche" kann es nicht anders laufen. Perfetto!

Dantes Inferno zum zweiten. Circa fünfzehn Jahre gehörte der Besuch des Fantasy Filmfests zu meinem Jahresprogramm wie das Zähneputzen, ehe das Interesse kurz nach dem Umzug vom Turm-Theater (abgerissen) in so ein widerliches Cineplexx erlosch. Nun findet es wieder im angenehmen Ambiente statt, im frisch renovierten Harmonie-Kino zu Sachsenhausen, was praktischerweise für mich optimal erreichbar ist. Heuer suchte ich mir zur Wiedereingewöhnung zwei Filme aus (asiatische natürlich). Während "Paradox", spielt in Pattaya, unter den Erwartungen performte (nicht schlecht, aber man hätte mehr aus diesem Thema machen können; außerdem gab es gravierende Logiklöcher), führte einen "BayBust" direkt ins Inferno, in die Slums von Manila. Was für ein Hammerfilm! Man kann sagen, die Indonesier haben mit "The Raid" vorgelegt, aber die Filipinos haben in der Nachspielzeit ausgeglichen. Um diesen Stoff so aufzubereiten, muss man entweder bibelfest sein (AT) oder eben Dantes Inferno studiert haben. Kampfszenen vom Allerfeinsten, ein sagenhafter Bodycount. Solche Feinkost würde ohne dieses Festival garantiert an einem vorbei gehen. Da dieser Film erst am 28.9. um 22 Uhr anlief, bin ich vorher mal auf das Altstadt-Eröffnungsfest getrabt. Was für eine Scheiße. Leute, die Altstadt wurde eröffnet! Die Altstadt sollte der Star sein! Was hätte man da mit spezieller Illuminierung machen können. Stattdessen die übliche sinnlose Aneinanderreihung von Büdchen, deren Betreiber das sowieso schon exorbitant hohe Weihnachtsmarkt-Preisniveau noch einmal toppten. In der Altstadt selbst tote Hose, lediglich der Kunstverein am Rande bot Performances, und eine Theateraufführung in einem Innenhof gab es. Ansonsten total sinnlose ärgerliche Scheiße, dafür braucht man diesen Anlass nicht.

Man kann aus meinen Ausführungen zu Recht schließen, dass mir unterm Strich der Italien-Aufenthalt recht gut gefallen hat. Aber woran lag es? Was war der McGuffin, der dafür sorgte? Ein Artikel im Handelsblatt brachte Klarheit. Dass Italien nicht so reich "gesegnet" ist mit amerikanischen Fast Food-Ketten wie Deutschland, Thailand oder gar Panamá, hatte ich bereits geschildert. Aber eine Kette fehlte total: Starbucks, die Läden, in denen harmlose Leute freiwillig Scheiße trinken. Aber: genau diese Kette unternimmt jetzt den dritten Anlauf, auch in Italien Fuß zu fassen. Mir ist die Mission schleierhaft. Zwar ist der Kaffee, den wir Deutschen so bezeichnen, in Italien eher suboptimal (aber immer noch um Klassen besser als die Plörre von Starbucks oder meinetwegen McDonalds), dafür gibt es auf der ganzen Welt keinen besseren Espresso, der hier für einen Euro feilgeboten wird. Was könnte einen normalen Menschen also dazu treiben, für ekelhafte Brühe 1,80 Euro zu löhnen? Das Handelsblatt unterstellte, dass der Fokus eindeutig auf den Touristen liegt. Was für eine kranke Scheiße. Meine Abneigung gegen amerikanische Konzerne ist dem Leser bekannt. Begründet wurde sie durch Starbucks (gut, in meiner Jugend hatte ich auch eine gegen McDonalds, aber das hat sich mittlerweile gelegt) zu einer Zeit, als man Apple und Google noch gar nicht kannte. Neben der "Qualität" widert es mich besonders an, dass der BigMac-Index hier keine Gültigkeit hat. In Bangkok kostet dasselbe Gesöff umgerechnet denselben Preis wie in München. Aber die Gehälter sind durchaus landestypisch. Was für ein asozialer Drecksladen. Hoffen wir, dass auch der dritte Versuch misslingt und sich dieser Dreckskonzern umgehend aus den zivilisierten Ländern verabschiedet.

Epfenbach und endlich ein Ende. Vom Rechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises kam die Botschaft, dass die die Sache nicht weiter verfolgen. Bei den Beharrungskräften, die sonst wirken, wenn Behörden unberechtigte Forderungen eintreiben wollen, eine Sensation. Ich vermute, es liegt am dritten beteiligten Polizisten. Gemäß Dienstgrad ist er wahrscheinlich noch nicht lange genug bei der Polizei und dementsprechend noch nicht versaut genug. Man befürchtet vielleicht, dass er mit der Wahrheit (die sich logischerweise mit meiner Schilderung decken müsste) rauskommt. Dennoch verabschiedet sich damit auch mein Vorhaben, die Polizei auf die Parkweise von B.'s Assozialenschleudern aufmerksam zu machen. Diese wurden nämlich schräg - exakt in Fluchtwagenmanier - geparkt. Das kann kein Zufall sein, ich hätte gerne auf ein paar ungeklärte Kriminalfälle, bei denen pfeilschnelle Fluchtwagen eingesetzt wurden (Polizistin Kiesewetter z.B.) aufmerksam gemacht. Zu spät. Aber auch der Badische Fußballverband meldete sich nach meiner Mahnung, indem er mir lapidar mitteilte, dass er mit der Bearbeitung noch nicht fertig ist. Wenn die ganze Angelegenheit dazu führt, dass wir Ehrenamtlichen nicht weiter als Vollpfosten dargestellt werden, hätte sich der Bohei mit dem Verband ja schon gelohnt. Abwarten. Ich werde allerdings von mir aus nicht mehr nachhaken. Andererseits wirft die Sache wieder ein grelles Licht auf die dubiosen Praktiken, mittels derer wir Autofahrer verarscht werden sollen.

Und genau diese Stichpunkte leiten zum nächsten Absatz über. Über die Gaskammernaffinität bestimmter Kreise hatte ich bereits berichtet. Allerdings war ich der irrigen Meinung, dass nur einige Kfz-Produzenten davon betroffen wären. Was für ein Unsinn. Der Wunsch, ausgewählte Zielgruppen vergasen zu wollen, scheint in allerhöchste deutsche Staatsämter Einzug gehalten zu haben. Darüber, dass es sich bei dem Abfallprodukt Diesel um eine richtig perverse, dreckige Scheiße handelt, besteht wohl Einigkeit (dass es sich nicht um den einzigen Dreck handelt, sicher auch - aber das ist hier nicht das Thema). Solange dieser Dreck außer Schiffen lediglich Lkws und Bussen als Antrieb diente, war das wohl widerstrebend zu akzeptieren. Aber ein Wesenszug von uns Deutschen ist bekanntlich der Wille, die jeweils andere Seite steuerlich zu bescheißen. Und da Diesel bekanntlich steuerlich netter für den Endverbraucher behandelt wird als Super, ist der Griff zum Diesel-Pkw quasi schon als Automatismus zu betrachten. Also merke: wer einen Diesel fährt, will bescheißen, wen auch immer. Ich denke allerdings nicht, dass schon der gemeine Dieselfahrer mit dem Vorsatz in den Wagen steigt, heute ein paar Neger zu vergasen. Das wollen ganz andere Leute. Man kann gegen die EU sagen, was man will, aber auch dort hat sich das Diesel-Problem bereits manifestiert, was wiederum zum Erlass von Grenzwerten führte mit der Maßgabe, bei deren Überschreitung Fahrverbote zu verhängen. Ich vermute, ohne es beweisen zu können, dass schon im Vorfeld eine gewisse Lobbyarbeit dazu geführt hat, dass diese Grenzwerte für sich schon verflucht hoch sind. Um es klar auszudrücken: die EU als vereinfacht weisungsbefugte Organisation hat verfügt, dass Leute, die Probleme mit Steuerehrlichkeit haben (dazu kommen wir später in anderem Zusammenhang), bei Vorliegen bestimmter Fakten nicht in die Innenstadt dürfen (was in ähnlicher Form in London beispielsweise hervorragend funktioniert). Es handelt sich um eine Minderheit, die teilweise sogar SUV's fährt. Aber hier treffen zwei vollkommen unterschiedliche Motive so aufeinander, dass sie eine beachtliche Schnittmenge bilden. In Zusammenhang mit erschlichenen akademischen Graden hatte die Zonentucke bereits exzessiv gezeigt, welch Geistes Kind sie ist. Wenn ich mich korrekt erinnere, hat sie mehrfach von sich gegeben, dass sie eine richtig asoziale Kröte sei und nur Gleichartige um sich herum haben will. Mit uns ehrbaren Leuten kann sie nix anfangen. Und jetzt wieder dasselbe Gelaber. Freie Fahrt für freie Steuerbetrüger. Einfach mal die Grenzwerte raufsetzen, damit ein paar Steuertrickser ihre fetten Ärsche und dekorativen Blondinen ein paar Meter weiter durch die Landschaft schaukeln können. Und ein paar Bürger mehr vergast werden (das Wort "verfeinstaubt" gibt es ja noch nicht). Und das nicht zu einem x-beliebigen Zeitpunkt, sondern kurz nach der Bayern-Wahl. Diese Gestalt hat jeden Bezug zu den Realitäten verloren. Die bekommt gar nicht mit, dass wir ihr sinnloses krankes Gelalle nicht mehr hören wollen. Die Quittung wird es nach der Hessenwahl geben, dann hat es sich nicht nur ausgebouflert, sondern auch ausgemerkelt (und die Nalle verschwindet hoffentlich auch gleich). Aber so eine Zonentucke ist ja nicht total behämmert. Für die Zeit danach ist gesorgt. Zwar wird es mit der leitenden Tätigkeit in einem TTIP- Geheim-, Schnell- und Blutgericht doch nichts werden, aber eine Cheflobbyistin der Gaswerke verdient ja auch nicht schlecht.

Vor geraumer Zeit wurde in München eine viel beachtete Pressekonferenz abgehalten. Die Schrummelfliege und Brazzo bestätigten dabei das, was viele schon ahnten: sie haben im Laufe ihrer durchaus beachtlichen Fußballerkarrieren einfach zu viele Bälle an die Birne bekommen. Bei beiden schätze ich aber den intellektuellen Restwert so hoch ein, dass sie irgendwann einmal erkennen werden, dass sie eigentlich nur noch zum Putzen von Bimssteinen zu gebrauchen sind, und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Beim dritten Protagonisten hingegen verhält es sich anders. Bei allem Respekt vor seiner sportlichen Karriere war diese dennoch nicht ausreichend lang, um die nötige Kopfballquantität zu erzielen. Vielmehr handelt es sich um einen staatlich anerkannten Steuerbetrüger (Quelle: Bild-Chefredaktuer), der uns erklären wollte, wie man sich anständig verhält. Man stellte sich bei seinem Gelalle ständig die Frage: wann kommen die Männer mit der Zwangsjacke aus der Kulisse? Ein Hoeness will uns erklären, wie man Gesetze einhält???? Ein Hoeness??!! Das war mit Abstand die absurdeste Situation des Jahres. Aber vielleicht hätte er die Güte, uns zu erklären, wo die Kohle geblieben ist, auf die er achtstellige Erträge erzielt hatte. Oder will er nicht zugeben, dass er so behämmert bzw. daddelsüchtig war, dass er neunstellige Millionebeträge versenkt hat? Oder war es gar eine Geldwäschetransaktion für engstens befreundete Großfamilien? Andererseits: was erwartet man von einer Gestalt, die dauerhaften Umgang mit den Gaskammer-Twins aus dem Aufsichtsrat hat? Welcher ehrbare Deutsche wünscht sich nicht, dass man die Abgastests statt mit Affen mit Winterkron und Stattler (es würde mich nicht wundern, wenn sich diese beiden Gestalten jetzt als so minderwertig outen, dass sie sich über die falsche Namensschreibweise beschweren) gemacht hätte? Halt: die Frage ist eigentlich: wer befruchtet da wen?

Endlich habe ich mal eine Scheibe von Overthrust ausfindig gemacht. Zwar nur eine Split-Single, aber immerhin. Ferner gönnte ich mir "The wake" von Voivod. Ziemlich müde Angelegenheit - haben die Jungs ihr Pulver verschossen? Aufgrund er guten Erfahrungen wühlte ich nochmals in Müllers Heavy Metal-Grabbeltisch. Bei aller Liebe: zu einem normalen Preis hätte ich mir die "The Book of Souls - Live Chapter" von Iron Maiden nicht zugelegt, bei 5 Euro schlug ich zu. Ich war ja beim Frankfurter Gig dieser Tour, aber Mitschnitte vom europäischen Festland enthalten diese Silberlinge überhaupt nicht. Einen echten Fang machte ich jedoch mit der S von Enslaved. Ähnlich wie Opeth zwar einiges an Leerlauf und total gewollten Stilbrüchen, dazwischen aber immer mal wieder Megahämmer. Da es eben keinerlei interessante Neuerscheinungen gibt, konnte ich mich überdies mit Restanten beschäftigen. Die letzte Cheap Trick "We are alright" (jawoll, diese Band darf sich selbst zitieren!) war komplett an mir vorbei gegangen. Zum xten male stellte ich fest, dass ich wohl der einzige Cheap Trick-Fan in Deutschland bin, denn die Besorgung im Inland gestaltete sich als zeitraubend. Letztendlich konnte JPC helfen. Eine feine Scheibe, wie aus dem Cheap Trick-Hammer-Anleitungsbuch. Lediglich das Cover von Blackberryway muss nicht sein - es gibt Stücke, die kann man nicht verbessern. Eine meine Lieblingsbands in den späten Achtzigern waren die Kitchens of Destinction. Damals fiel alles, was die komponierten, in die Rubrik Songperle, was dazu führte, dass ich mir von denen etliche EP's gönnte, was eigentlich nicht mein Ding ist. Nach ca. zwanzig Jahren Pause erschien 2014 das Album "Folly". Eine zwiespältige Angelegenheit. Die ersten Songs wirklich schön, ehe es dann von Stück zu Stück beliebiger und langweiliger wird. Kann man veröffentlichen, muss man aber nicht. Ende der Sechziger hingegen war Soft Machine eine meiner Faves - es ist mir ein Rätsel, warum ich die Band nie live gesehen habe. Die Jungs sind nach gefühlten 20.000 Besetzungswechseln und etlichen Namensänderungen immer noch aktiv, aber ich kaufe mir nun doch nicht alles von denen. Bei der "Hidden details" (wieder als Soft Machine veröffentlicht) habe ich mal wieder zugeschlagen. Bei weitem nicht so sperrig wie die "Steam", aber mir sind die Stücke zu kurz, sie entwickeln sich nicht. Besser wäre es gewesen, sich auf fünf, sechs zu beschränken, die aber als Langversion zu veröffentlichen.

Aus bestimmten Gründen bringe ich ausnahmsweise den Autoteil am Schluss. Beginnen kann ich mit der angenehmen Nachricht, dass ich meinen Wagen mit geringem Aufwand durch den TÜV bringen konnte. Allerdings wurden zwei korridierte Bremsleitungen beanstandet. Unverständlich, weil ich das Bremssystem doch vor einem Jahr erneuert hatte. Darüber wird zu reden sein. Negativ: es wurden im Straßenverkehr zwei Mordanschläge auf mich verübt. Zum einen an der Anschlussstelle Frankfurt-Süd der A3. Ohne jegliche Vorwarnung raste mir ein Wagen mit DI HL 1997 von der rechten Spur über den gesperrten Bereich vor den Bug wohl in der Absicht, mich zu einem unkontrollierten Ausweichen auf die Mittelspur zu bewegen. Aber Don Malte gelang mit stählernen Nerven ein Ausweichmanöver, zu dem Veddel, der Möchtegern-Rammbo nicht in der Lage gewesen wäre. Ein paar Tage später auf der A5 bei Dunkelheit: Ein Wagen mit HH KA 637 überholt mich mehrfach, ordnet sich vor mir ein und macht eine Vollbremsung. Weiter geht es mit Kriechgang, sodass ich meinerseits (korrekt) überholen muss. Das war derartig unheimlich, dass ich mich erst mal auf einen Parkplatz verpisst habe. Da der Umgang mit korrekten Berichterstattern ja langsam archaisch wird, gehe ich vollkommen humorlos von echten Mordanschlägen aus. Aber einen freien Grunzer in schwerer Zeit kann man so nie zum Verstummen bringen. Wir lassen uns das Grunzen nicht verhunzen.