03/08/2019 - Närrisches Treiben

Hier steigen sicher viele Jurigeuner ab. Es wird wieder rechtlich.

Am letzten Februar-Samstag musste ich mich erst einmal erholen, also war Nahverkehr angesagt. Ehrlich: dieses perverse geisteskranke Geschwafel und Gelalle dieses dummdreisten Subjekts Votzenvoss ging mir schwer auf Sack und Geist. Wo bleiben die Männer mit den komischen Jacken, wenn man sie braucht? Egal, über die ziemlich freie A5 ging es erst einmal nach Romrod. Bei jedem Vorbeifahren am entsprechenden braunen Hinweisschild nahm ich mir vor, mal einen Abstecher dorthin zu machen. Das dortige Schloss ist überaus fotogen. Obwohl es nun als Hotel fungiert, durfte man ungehindert an die wichtigen Plätze traben. Eine Kleinigkeit störte mich jedoch: das Schloss hat eine enge Verbindung zu Kiesow. Ich hatte übrigens gar nicht mitgekriegt, dass der inzwischen gestorben ist, insofern formuliere ich es nett. Dieser Herr hatte sich so wichtig genommen, dass er im Endstadium nicht mehr zivilisiert agieren konnte. Ich hatte jahrelang beträchtliche Beträge (fast vierstellig z.B. für den Wiederaufbau der Wismarer Nikolaikirche) an die Denkmalsstiftung gespendet, weil ich deren Arbeit für extrem wichtig halte. Nachdem am Denkmalstag 2002 in Sachsen-Anhalt so einiges mit evangelischen (was sonst) Kirchen mehr als nur extrem unrund lief, erdreistete ich mich doch, Herrn Kiesow mal zu fragen, wie er mit so einem amateurhaften Verhalten, was den ganzen Denkmalsschutz konterkariert, umzugehen gedenkt. Einzige Reaktion: postwendend erhielt ich die Monatszeitung nicht mehr. Logisch, dass diese Stiftung, der auch der Odeur der freihändigen Mittelvergabe anhaftet, seitdem für mich als Spendenempfänger gestorben ist. Ich schweife nochmals ab. So kotzte sich in der letzten Woche in der HR1-Zuspruchrubik eine evangelische Pfarrerin aus. Deren Beitrag endete mit den Worten: "Gehen Sie doch mal wieder spontan in eine evangelische Kirche. Sie wird für Sie offen sein." Was haben wir gegrölt. So auch in Romrod (besetzt immerhin Stadtrechte): geschlossen wie Fort Knox. Ich war übrigens nicht der einzige, der an verschlossenen Türen scheiterte. Ein Ehepaar traf ich später in Alsfeld wieder, als wir vergebens Eintritt in die Dreifaltigkeitskirche erheischten. Der Ground in Romrod kommt übrigens ohne Ausbau daher.

Das gilt grundsätzlich auch für den Ground in Leusel (Gruppenliga) - immerhin gibt es hier zwei Parkbänke auf einer Anhöhe. Obwohl der Rasen eigentlich bespielbar erschien, war das heutige Spiel wegen einer Karnevalsveranstaltung, deren Festzelt die Parkplätze blockierte, örtlich verlegt worden (s.u.). Davor gab es aber eine durchaus positive Entdeckung: die Kirche Getürms (heißt wirklich so) war offen. Wirklich hübsch, sogar zwei Emporen hat man reingekriegt. Die Kirche in Leusel hingegen war wieder dicht (s.o., liebe labernde Pfarrerin). Neben der Kirche muss eine Messie-Familie "wohnen". Derartig viel Dreck um unzumutbare ruinöse, aber offensichtlich bewohnte Bauwerke habe ich selten gesehen. Ich kann dem Ordnungsamt Alsfeld keinen besonderen Arbeitseifer bescheinigen. Alsfeld selbst ist bekanntlich eine sehr pittoreske Stadt. Aber wie gesagt: die beiden großen Kirchen dicht, obwohl in der Dreifaltigkeitskirche auf Teufel komm raus herum georgelt wurde. Das Regiomuseum ebenfalls bis auf weiteres dicht. Auch in der Einkaufszone beachtlicher Leerstand. Immerhin war das Märchenhaus offen. Die Märcheninstallationen sind durchaus nett, kultig ist aber die Puppenstubenausstellung im zweiten Stock. Nicht dass ich jemals damit gespielt hätte, aber ich finde die Dinger einfach niedlich. Sogar eine Bauhaus-Stube gab es! Dann wurde es Zeit, den ziemlich zentral gelegenen Lindensportplatz, wohin der SV Leusel ausgewichen ist, aufzusuchen. Ich kannte den Ground schon vom Groundspotting her und war vom Stufenterror begeistert (16 Stück!). Aber nix da! Diesmal war die Stehtribüne eine Großbaustelle, in die Stufen war eine regelrechte Bresche gesprengt worden. Schade, schade. Der Eintritt belief sich auf 3,50 EUR, dafür gab es aber auch eine sehr schöne Eintrittskarte. Programm gab es nicht, auch musste man diesmal mit Fleischwurst vorlieb nehmen, die aber erträglich war. Als ich anstand, fragte mich ein anderer Rentner (Anhänger des Gegners aus Schröck, der auch schon mal bessere Zeiten erlebt hat), woher wir denn das Pack hätten. Häääh? Aber dann sah ich auch die Ansammlung von einem Dutzend Zuschauern, die ich eher in der Dritten Liga von Dschibuti (Afar-Region) erwartet hätte. Allerdings: ich konnte dem Mitrentner keine Auskunft geben und denke inzwischen: was für ein wunderbares Beispiel für gelebte Integration. Ohne diese Gruppe, die sich alsbald verzog, waren insgesamt knapp achtzig Zuschauer zugegen, derer knappe zwanzig aus Schröck. Diese sahen ein durchschnittliches Gruppenligaspiel zweier gleichwertiger Mannschaften, der 3:1-Heimsieg erscheint mir deshalb etwas unverdient. Aber that's life. Auch die Rückfahrt gestaltete sich relativ stressfrei, lediglich ein Dutzend Mittelspurblockierer nervten.

Am Sonntag hatte ich in Seligenstadt zu tun, aber es reichte zeitlich immerhin zu einem kleinen Abstecher zu den Bong'schen Kiesgruben in Mainflingen - jetzt ein Naturschutzgebiet. Die Zufahrt war für Ortsfremde eine Zumutung, nix ausgeschildert, Navi war auch nicht so hilfreich. Am ungelenken Gekurve einiger anderer Fahrzeuge merkte ich, dass es nicht nur mir so erging. Das Areal hielt nicht ganz, was ich mir versprochen hatte. Ein Teich war für die Angler reserviert. Die Betreiber des noch nicht geöffneten Seehofs wachten peinlich darüber, dass sich niemand aufs Areal schlich. Das Badesee-Gelände ebenfalls abgesperrt. Die eigentliche Kiesgrube erwies sich als überaus schwer zugänglich. Obwohl der größte Teil nicht eingezäunt war, führten nur wenige Trampelpfade ans Ufer. Aber wenn man dieses dann erreicht hatte, sah der See wirklich romantisch aus. Die gegenüber liegende Sendeanlage mit ihren imposanten Masten war ebenfalls abgesperrt.

Das närrische Treiben hat heuer an Weiberfastnacht den absoluten Höhepunkt erreicht. Denn nun ist es soweit - und niemand hat sich wirksam gewehrt. Die vielleicht hundertfünfzig braven Bürger vor dem Rathaus wurden von einer halben Hundertschaft in Schach gehalten, zu allem Überfluss hat der OP-Reporter auch mich für seine Fotostrecke abgelichtet, was mit Sicherheit baldigen Besuch einer Großfamilien-Abordnung zur Folge haben wird. Im Hintergrund rotteten sich auch schon freudig erregte Transferleistungsempfänger undefinierbarer Provenienz zusammen. Ja, wir ehrbaren Bürger werden durch die Erhöhung der Grundsteuer bis aufs Blut ausgeplündert. Ich würde mich nicht wundern, dass, wenn heraus kommt, wie viel davon in privaten Abgeordnetentaschen landet, demnächst ein paar von denen baumeln. Das Mindeste, was wir jetzt noch erwarten könnten, ist doch, dass uns, wenn wir an den Wettbüros, Shisha-Bars, Luxuslimousinen-Hökern, Rolex-Vertragspartnern etc. vorbei gehen, die dort herum lungernden Großfamilien-Mitglieder ihren Dank aussprechen. "Danke, lieber doofer Deutscher, für meinen neuen 420GLA. Und jetzt verpiss dich und geh weiter für mich schaffen - odäähää isch ficque doin Moddööäähh, Alldööäähh" oder so. Aber ich denke, das wird nicht soweit kommen, denn die Gestalten betrachten uns als Beutegesellschaft und haben keinerlei Respekt vor uns. Eher laufen im Hintergrund schon Gespräche zwischen lokalen Politratten mit großen Taschen und Clanvertretern über eine neuerliche Verdoppelung, alldieweil bei Mercedes ja schon der neue 780CGDLMAA in Arbeit ist. Den soll es sogar als Special Großfamilien-Edition in Clan-Lackierung, extra großem Gastank zur Geldautomatensprengung und mit Kalaschnikow-Halterung an jedem Sitz geben. Lustig fand ich auch laut geäußerte Gedanken darüber, diese Erhöhung nur als befristet zu deklarieren. Was haben wir gelacht! Wie man am Soli sieht: hat sich eine Politratte erst mal auch nur einen Cent gekrallt, gibt sie ihn NIE WIEDER her. Noch mehr gelacht haben wir über die Begründung der ungeheuerlichen Erhöhung. Man müsse ja Schulen für die Kinder der Neubürger bauen! Warum sagt man nicht gleich: Ex-OB Schneider ist eine Flasche? In seinem Masterplan steht alles drin, auch das Schulthema. Selber Versager, habt ihr in Eurer Vorfreude auf die Clan-Zuwendungen gar nicht gelesen. Aber spinnen wir diesen Faden mal weiter. Demnach hat man also Zehntausende Neubürger angekobert mit dem perfiden Plan, dass die sich ihre Infrastruktur selber schaffen. Das erinnert doch sehr stark an die Juden-Erschießungen zu Beginn der Operation Barbarossa, wo diese vor dem Schuss noch ihre eigenen Gräber ausheben mussten. Oder an den Bürgerkrieg in Ruanda, wo die Opfer vorher noch für die Kugel löhnen mussten. Dieser Freier hat ja saubere Vorbilder! Auch am anderen Ende lässt sich der Faden weiter spinnen und offenbart die ganze satanische Perfidie unserer Politratten und der Clans. Die Grundsteuer kann (und wird) bekanntlich auf den Mieter abgewälzt werden. Und sofern diese Transferleistungen beziehen (ohne auf die Clans einzugehen, sprechen wir hier von einer fünfstelligen Zahl von Haushalten), wird das aus dem Offenbacher Sozialetat ersetzt. Will sagen: Offenbach nimmt auf einer Seite Gelder durch Ausplünderung ein, die es an anderer Stelle mit Zeitverzögerung wieder ausgibt. Also stimmt die Rechnung nicht mehr. Also kommt in Bälde die nächste Hebesatzanhebung. Und damit beweist unser Stadtkämmerer, den viele sogar als zum unfallfreien Scheißen zu unfähig halten, dass es doch ein Perpetuum mobile gibt. - Wenn dann die Scholz'sche Ausplünderungsorgie aka Grundsteuerreform über uns kommt, können, nein müssen wir unsere Liegenschaften an Großfamilien verschenken und in Abwässerkanälen vegetieren. Ernsthaft: man weiß nicht, welches Kanakertum widerwärtiger ist: das der Offenbacher Politratten oder das von Assi-Axel Voss. Oder das der Justiznmini, die mal klammheimlich die Pressefreiheit abschaffen will (dazu später mehr). - Und noch was: dass es den Politratten nur darum geht, uns auszuplündern, beweist ein alter Artikel aus dem Spiegel.

Die Zeiten ändern sich nie.

Überflüssig zu sagen, dass der Zivilisation dieser Artikel nach Implementierung des Irrsinns von Axel Voss nicht mehr zu finden gewesen wäre.

Am Rosenmontag schon war vom närrischen Treiben wenig übrig - wie vor drei Jahren sorgte das Wetter für haufenweise Absagen, sodass ich gar nicht erst riskierte, mich zu einem Zugbesuch aufzumachen. Am Samstag sah das anders aus, denn ich begab mich nach Gelnhausen, wo ich auch einen schönen Parkplatz fand. Das Defilée des Karnevalszuges dauerte exakt eine Stunde Er war gut besucht, bot viele Motivwagen, die Mitwirkenden knauserten nicht mit Kamelle - und das Wetter spielte mit. Bestnote für den Gelnhäuser Zug! Tags darauf trieb es mich nach Bad Mingolsheim, denn in Baden-Württemberg hatte ich in der Tat noch nie eine Faschingsveranstaltung erlebt. Ein recht hübscher Ort, die beiden Stadien konnten wirklich beeindrucken. Während ich den Kurpark für relativ klein hielt, war der Friedhof für einen Ort dieser Größe doch etwas überdimensioniert - ich habe ihn nicht gezielt aufgesucht, sondern er liegt unmittelbar neben der nett anzusehenden Lambertuskirche. Diese muss vor der Kirchenschiffverlängerung allerdings noch netter anzuschauen gewesen sein, denn diese führte zu etwas verunglückten Proportionen. Zuerst dachte ich, dass der auf Senioren ausgelegte Kurbetrieb für überaus viel Füllmaterial sorgt, aber während des Faschingsumzugs kam ich zu dem Ergebnis, dass man hier mit der Gutmenschenmafia besonders umgeht. Denn in dem Zug, der ohne motorisierte Motivwagen auskam, liefen Teilnehmer mit, die Neger und Mexikaner verkleinert waren! Sicher erinnern sich einige Leser: in Fulda wurde die Gutmenschenmafia (die nach meiner Ansicht für unsere Zivilisation genauso schädlich ist wie die Clans und Kamelficker- die Schnittmenge muss gewaltig sein) so aggressiv und kriminell, dass die Polizei die Zugteilnehmer schützen musste. Hier gab es keine Beanstandungen, was ist Mingolsheim doch für ein angenehmer Ort! Ich denke, dass man hier für aufsässige Gutmenschen die entsprechenden Getränkezusätze bereithält. Bei AKK wiederum kotzt sich die Gutmenschenmafia derzeit hemmungslos aus. Klar kann man geteilter Meinung über ihre Meinung zur Berliner Gutmenschenmafiasubgruppierung, der Latte Macciato-N'Drangetha, sein. Aber daraus jetzt lautstark maunzend einen Hass auf dritte, vierte oder gar fünfte Geschlechter hineinzuinterpretieren, ist mehr als nur pervers. Der Zug selbst war unerwartet lang, vierzig Minuten dauerte er. Da hier wohl jeder jeden kennt, wurden die Kamelle weniger geworfen als persönlich verteilt. Aber es reichte für mich doch, dass ich eine Plombe verlor. Wegen der Absperrungen musste ich auf dem Rückweg einen Umweg nehmen. Und das war gut so, denn dieser führte mich an einem mir bis dato unbekannten Eisenbahnmuseum mit Fahrbetrieb "Bad Schönborn im Sand" vorbei, was jetzt meines Besuches ab April harrt. Nächstes Ziel war Wieblingen, wo der dortige TSV seit geraumer Zeit auf dem auf KR umgerüsteten ehemaligen Hartplatz kickt. Durch den Umweg (und weil ich mich in Wieblingen selbst etwas verfuhr, das neue Wohngebiet am Dammweg machte mein Navi total wuschig) kam ich etwas verspätet an, was von der anwesenden Hopperpolizei in Gestalt von Punkie stirnrunzelnd registriert wurde. Aber das einzige Tor in der Partie gegen Bilfingen verpasste ich seltsamerweise nicht. Vor gut zweihundert Zuschauern wurde eine solide Verbandsligapartie geboten, die die Hausherren etwas glücklich und mit viel Zeitschinderei mit 1:0 gewannen. Ein Programm gab es diesmal nicht, dafür können die Tickets gefallen. Ob es an der verlorenen Plombe lag? Für die scharfe Wurst konnte ich mich nicht so direkt begeistern. Trotz KR kann die jetzt permanente Spielstätte im Sportzentrum West durchaus gefallen. Das liegt einmal an drei Stufen auf einer Seite. Auf der anderen ist ein Wall, sodass die Kapazität bei 2.500 liegen sollte. Zum anderen kann man auf ein Ensemble moderner Bauten blicken, was dem Ganzen ein besonderes Flair gibt. Die Fahrt verlief übrigens weitgehend stressfrei. Lediglich die Oberleitung an der A5 scheint jetzt fertig zu sein, was mich derartig verwirrt, dass ich darunter unweigerlich etwas langsamer fahre.

Am Dienstag trieb es mich nach Limburg. Sehr netter Karnevalszug. Bei Durchsicht meiner Fotos stellte ich allerdings fest, dass immer sicherlich ein Viertel der abgelichteten Zugteilnehmer über 10 Jahren sich auf das Handy konzentrierte. Schlimmer als manche Hopper-Kollegen beim Spielbesuch.

Einige Leute fahren bekanntlich erheblich schneller - und das ohne Rücksicht auf Verluste. Ebenso bekanntlich haben Landgerichte Urteile wegen Mordes ausgesprochen, die noch bekanntlicher höchstrichterlicherseits wieder kassiert wurden. Umso erstaunlicher ist es, dass kürzlich der BGH ein Urteil wegen Mordes und Mordversuchs als korrekt angesehen hat, und dieses somit rechtskräftig ist (es sei denn, das involvierte Anwalzgesocks winselt die Verfassungsärsche an). Was mag da passiert sein? Da man sie ja nicht aufhängen oder kastrieren kann, ist der Knast der einzig sinnvolle Aufenthaltsort für derartiges Pack. Aber welche Sachverhalte wichen hier ab, dass das Urteil hier nicht kassiert wurde? Ich weiß es offen gestanden nicht, erlaube mir aber, mich in Mutmaßungen zu ergehen. Der Täter wird ein Deutscher gewesen sein (wozu der Besitz eines deutschen Passes bzw. Deutschen Schäferhundes nicht ausreicht). Der Täter war nicht vorbestraft, was tiefes Desinteresse bei seinen Rechtsverdrehern verursachte, sodass die sogar vergaßen, eine schwere Kindheit ins Spiel zu bringen. Der Täter gehörte keiner Großfamilie an, deren Interessen man mit einem harten Urteil ins Gehege gekommen wäre. Der Täter ist nicht übermäßig reich, sodass man einem netten urteil nicht mit einem Maserati nachhelfen konnte. Aber auch ncht so arm, dass der Hartzer-Bonus griff. Tja, solche Urteile widerfahren wohl nur durchschnittlichen, unauffälligen aufrechten Deutschen, die ein einziges Mal über die Stränge geschlagen haben. Uns ehrlich: kaum habe ich diese vorigen Zeilen geschrieben, berichten die Zeitungen über den Stuttgarter Unfallfahrer. Da fährt ein Teeniebopper, der die eigentlich für Kurzschwänze obligatorische Wesensprüfung nicht bestanden hätte und eine Reife nur für Tretroller besitzt, mit einem gemieteten Jaguar zwei ehrbare Werktätige tot. So tot, dass er sogar in U-Haft musste. Während man sich fragt, welcher perverse Vermieter so einem verwichsten Scheißkerl überhaupt so eine Rakete vermietet hat, meldete sich seine Jurigeunerin. Über eine Bemerkung, dass die beiden Ermordeten "zur falschen Zeit mit einem falschen Auto am falschen Ort" waren, will man nur noch göbeln, aber dann zeigt sie, dass sie selbst zum Jurigeunern zu behämmert ist, so was kann sicher noch nicht mal ordentlich blasen. Behauptet sie doch, ihr Mandant sei ein nicht vorbestrafter Deutscher. Tja, lieber Teeniebopper, damit wären die nächsten zehn Jahre Knast sicher. Hoffentlich wirst du da täglich kräftig von Großfamilien arschgef...t.

Derweil ich noch über Mingolsheim sinniere, kommt mir urplötzlich ein Kinderbuch in den Sinn, was ich vor ca. 55 Jahren öfter gelesen habe. Leider weiß ich den Titel nicht mehr, vielleicht kann ein Leser helfen. Jedenfalls ging es in einem Kapitel darüber, dass ein Neger aus einem afrikanischen Staat in Europa mit Briefkästen und Postzustellung in Kontakt geraten war. Zurück in der Heimat wollte er das System sofort einführen, seine Landsleute waren begeistert. Es wurden im ganzen Land überall Briefkästen aufgestellt, die irgendwann einmal überquollen. Was haben die Negerlein doof geguckt, als sie hörten, dass das alles mit einer ausgefeilten Logistik und vor allem Arbeit verbunden ist. Ich vermag mir gar nicht vorstellen, wie die Gutmenschenmafia reagieren würde, käme dieses schöne Kinderbuch wieder auf den Markt. Zeitgleich frage ich mich, wieso Faust und der Erlkönig noch nicht verboten wurden...

Von der Musik-Front gibt es ebenfalls berichtenswertes. Zum einen waren Dream Theater wieder einmal aktiv. Der Titel "Distance over time" soll wohl eine gewisse Einstein-Affinität suggerieren, darunter macht es die Band einfach nicht mehr. Buddhaseidank erheblich besser als "The astonishing", kommt aber etwas unstrukturiert und an einigen Stellen überhart daher. Und dann haben The Specials nach 37 Jahren mal wieder was veröffentlicht. Ska ist eigentlich nicht so mein Ding, aber die Specials fand ich schon gut, hatte sie auch einmal live gesehen. Nun, die ersten sechs Stücke sind recht nett, aber belanglos. Dann muss jemand den Schalter umgelegt haben oder Sly and Robbie haben das Studio geentert. Jedenfalls sind die letzten vier Stücke absolut groovy, womit sich die Scheibe lohnt. Ich habe mir die limitierte Version mit Live-Bonus-CD gegönnt. Auch nicht verkehrt, so habe ich endlich auch "Ghost town" auf einer Scheibe. Auch die letzte von Tomorrow's Eve habe ich mir gegönnt - "Mirror of creation III - Project Ikaros". Nicht schlecht, aber die vorigen waren besser. Mal sehen, ob ich auf deren bevorstehender Tour zugegen bin. Weniger nett waren diverse Todesfälle innerhalb der letzten Tage. Gus Backus war in der Tat ein Fave meiner Kindheit (wer hat sonst noch von Indianern gesungen?), ich verlor allerdings Mitte der Sechziger das Interesse am Schlager schlechthin. Auch der Tod von Peter Tork (Monkees) ließ mich nicht unberührt während ich beim Namen Andy Anderson erst mal mit den Schultern zucken musste. Aber manche Leute werkeln doch eher so im Hintergrund, dass man sie erst bemerkt, wenn sie fehlen. Tatsächlich habe ich etliche Scheiben, auf denen er mitwirkte (The Cure, Steve Hillage, Jimmy Pursey), darüber hinaus muss ich ihn mindestens dreimal live gesehen haben. Richtig geschockt war ich jedoch von Mark Hollis' Ableben. Neben New Musik und Depeche Mode war seine Band Talk Talk eine der konstruktivsten in der beginnenden Synthie Pop-Phase. "Spirit of Eden" und "Laughing stock"waren ihrer Zeit um Jahre voraus. Schade, dass die Gruppe danach nichts mehr veröffentlichte und dass ich sie nur zweimal gesehen habe. Die Einschläge kommen näher.

Vor ziemlich genau fünf Jahren berichtete ich über die Rudelpisser im Komm. Das Thema hatte sich bekanntlich irgendwann von selbst erledigt. Einige Pisser wurden in die örtliche Security übernommen, andere wurden nicht mehr gesehen, vielleicht haben die sich ja im Namen des IS ins Paradies mit ihren Huris gepisst. Nun aber heißt es: Rudelpisser - the next generation. Ich denke, dieses Phänomen haben wir der Merkelschen Grenzöffnungspolitik zu verdanken. Und diesem Phänomen verdanken wir teilweise auch die Grundsteuererhöhung, denn wir müssen die ja irgendwie durchfüttern. Seit etlichen Wochen muss man sich nachmittags durch wahre Wälder Halbwüchsiger unklarer Provenienz eine Bresche zum Komm schlagen. Logisch, dass die rudelweise zum Urinieren in die Komm-Toiletten gehen. Ich erspare uns Details, aber normal ist das nicht. Diese Ansammlungen, die das Entern unseres Shopping-Centers sowieso zum Spießrutenlaufen machen und in jeder anderen Stadt der Welt von den Ordnungskräften unterbunden würden, bieten ja noch erhebliches Konfliktpotential. Früher dachte ich, diese Typen würden nur vor sich hin schwumeln und gegenseitig begatten wollen - (und der Höhepunkt ihrer romantischen Vorstellungen ist eine Nacht mit einem Kamel) -, aber wie man ja lernen musste, ist das keinesfalls so. Vielmehr schaukelt man sich untereinander hoch, bis arglose deutsche oder ostasiatische Mädchen zu Freiwild deklariert werden. Klar, dass sie nicht ihresgleichen nehmen, denn wer möchte sich schon ein Kopftuchmädchen gönnen? Über unsere angeblichen Ordnungshüter sowie Jurigeuner und Politratten muss man kein Wort verlieren: die sind unterwandert und drücken sämtliche Augen zu. Und selbst wenn nicht: dann schaltet sich die Gutmenschenmafia aus ihren bewachten Ghettos ein und schallt, man müsse auswärtige Sitten tolerieren. Wird Zeit, dass Woolworth wieder auf macht. Müller hat schon reagiert: es gibt nur noch zwei statt drei Prozent Rabatt - und das auch erst nach Abzug aller Prozente Wie schön, dass die auch die Rossmann-Gutscheine akzeptieren.