02/29/2020 - Ars longa vita brevis

Sowas gibtís hier bald als Pandemie-Symbol

Bangkok hat 50 Stadtteile (Khets, wie wir Adepten sagen). 48 hatten bislang die Ehre, von mir aufgesucht zu werden. Nong Chok am sprichwörtlichen Arsch der Welt will ich irgendwann mit meinem Schwager besuchen (der auch noch nie dort war). Sai Mai liegt zwar direkt neben dem alten Airport Don Muang, hat mich aber noch nie zu einem Abstecher gereizt. Mit Grakcu United hat aber nun exakt dort ein Verein sein Domizil dort gefunden. In der Thaileague-App fehlte der Standort, aber in einem Beitrag von 2012 gab es Koordinaten zu einem Ground in Sai Mai, direkt am gleichnamigen Wat gelegen. Der Taxifahrer war sehr verwundert, dass ein Farang diese Gegend ansteuert und war wieder auf mein googlemaps angewiesen. Der Ground war leicht zu finden, der Eingang aber weniger. Nachdem diese Hürde überwunden war, befand ich mich im Thanarom Stadium, was mit etlichen Symbolen von Super Power Samut Prakan versehen war, aber mit Grakcu United nichts zu tun hatte. Der Ground hat eine nette überdachte Tribüne, aber ansonsten keinerlei Ausbau - darüber hinaus ist errecht ungepflegt. Der Platzwart war auch sonst keine große Hilfe, aber mithilfe eines Beitrages auf Seite 3der Google-Suchergebnisse meinte ich eine Adresse gefunden zu haben. Auch hier erwies sich wieder als fast unüberbrückbare Schwierigkeit, dass es keine offizielle Transkription Thai-Englisch oder was auch immer gibt. Ein gut gemeinter Buchstabe zuviel - und googlemaps kann man vergessen. Jedenfalls radebrachte ich diese Anschrift dem nächstbesten Taxifahrer zu, der mir erwiderte, ob ich denn zu Grakcu United wolle. Treffer. Auch dieser Ground verfügt lediglich über eine Tribüne und keinerlei sonstigen Ausbau, ist aber wesentlich gepflegter und hat sogar einen Nebenplatz. Leider kam ich zu früh, am Nachmittag sollte es ein großes Jugendturnier geben, etliche Busse namhafter Clubs waren bereits vorgefahren. Ich schenkte mir das Turnier in der Aussicht auf ein Punktspiel in den nächsten Jahren und ließ mich zum Central Festival Eastville kutschieren, wo ich auch noch nie war. Auch wieder ein riesiges Shopping Center, was sehr gefallen konnte. Die Fotos sprechen für sich. Kurz davor findet sich The Crystal, eine etwas betagtere, ältere Mall, aber ganz nett. Zu Sai Mai noch eine Anmerkung: wer dort nichts Konkretes vorhat, begeht keinen Fehler, wenn er diesen Khet links liegen lässt.

Ich erwähnte es bereits beiläufig im Zusammenhang mit der Skytrain-Strecke nach Kheha: in Bangkok wurden etliche Meilen neuer Schiennahverkehrsstrecken eröffnet. Auf der anderen Skytrain-Seite wird ja Richtung Ramintra gebaut, bis zum Central Lad Phrao ist die Strecke nunmehr im Betrieb. Richtig interessant ist aber die "Happy" Blue Line. Die von mir vor drei Jahren heftig geforderte Verlängerung bis Tao Poon ist schon länger in Betrieb - auf der anderen Seite wurde die Strecke sukzessive während meines Aufenthaltes bis Bang Wa frei gegeben (mit kostenloser Nutzung). Ein echter Hingucker sind die unterirdischen Stationen in Chinatown, die jeweils unter einem bestimmten Motto stehen. Herausragend dabei wiederum Sanam Chai und Wat Mangkon. Heute ist es sicher anders, aber seinerzeit wurden diese Stationen von Horden massiv fotografierender Chinesen heimgesucht. Bevor ich viel erzähle, möge man auf meine in Bälde veröffentlichten Fotos in der Stations-Sektion warten. Negativ: Chinatown hat durch die Erschließung per Metro an Charme verloren, es wirkt vielfach erheblich strukturierter und sauberer (und wahrscheinlich ist es auch teurer) als früher. Paradebeispiel ist der Khlong Bang Lamphu. 2012 eine Kloake, an deren Ufern tausende Squatters campierten (am Fotografieren wurde man damals von Uniformierten gehindert), wirkt es heute beinahe wie in Brügge. Eine wirklich angenehme Flaniergegend. Zurück zur Metro: während die anstehende Verlängerung von Tao Poon bis Tha Phra für Touristen nicht so wichtig ist, ist die inzwischen erfolgte von Bang Wa bis Lak Song umso wichtiger. Und wenn es dann noch bis Buddha Monthon geht - aber das dauert noch. Ebenfalls im Bau sind die SRT Red Lines, aber da scheint ein Problem das nächste zu jagen, dass mit einer Eröffnung vor 2022 kaum zu rechnen ist. Und die Monorail Yellow Line nicht zu vergessen, deren Konstruktion halb Lad Phrao in eine Baustelle verwandelt hat. Da eben in Bang Wa Schluss war, musste ich mich am 28.8. per Bus und zu Fuß über die Phet Kasem quälen, um zum Assumption College Stadium zu gelangen, wo wieder Vierte Liga angesagt war. Assumption United empfing den Samut Songkhram FC, der auch mal erheblich bessere Zeiten in der Ersten Liga gesehen hat. Vor fünfundzwanzig zahlenden Zuschauern gab es ein verdientes 1:2 - das Niveau des Spiels konnte nicht begeistern. Nachdem es schon den ganzen Tag sehr heiß und schwül war, kam während der Halbzeit der erwartete Regenguss - aber zum Spielende war es wieder trocken. Ein Hammer waren die Eintrittspreise. Vierzig Baht sind in der Vierten Liga üblich, hier wollte man hundert - dafür bekam man ein handgeschriebenes Ticket. Und unüblich für Thailand: es gab kein Catering. Natürlich kam auch der Bus nicht, sodass ich mir bis Bang Wa ein Taxi gönnte, um den Abend wieder mal am Siam Square zu beenden. Fortsetzung folgt - hoffentlich diesmal mit weniger Abstand.

Hatte ich doch letztens was von einem dieser Cafés nach Clan-Geschmack gegenüber unserem Justizzentrum gegrunzt, wird das Thema wieder aktuell - und zwar aktueller als uns allen lieb ist. Dass es hier inzwischen erheblich mehr dieser Kulturkreis-spezifischen "Cafés" gibt als es jemals "normale" Kneipen/Gaststätten hier gab, spricht schon für sich. Dass diese Etablissements durchweg 24 Stunden geöffnet sind, spricht dafür, dass hier ein ziemlich arbeits- und lichtscheues Völkchen angesprochen wird, was für Integrationsbemühungen eher nicht zur Verfügung steht. Auch unsereins hat gern mal den Abend bis zum Exzess in Kneipen verlängert - aber irgendwann geht ein rechtschaffener Mensch auch ins Bett. Dass es sich durchweg um Rauchercafés handelt (bei Shisha-Bars macht das sogar Sinn), spricht dafür, dass deren Gästen die eigene Gesundheit scheißegal ist, was wiederum Rückschlüsse auf die Achtung der Unversehrtheit Dritter zulässt. Bis vor kurzem stand ich mit dieser Meinung (die ich nach wie vor vertrete) mitten im Mainstream. Wöchentlichen Zeitungsberichten über Razzien und Kontrollbesuche des Ordnungsamtes, der Polizei oder sogar vom SEK ließen vermuten, dass es sich um Kultstätten des Satans, Brutstätten des islamischen Terrors und Horte des Schwarzgeldverschiebens handeln muss. Das ist jetzt Geschichte. Tatsächlich ist allles gaaaanz gaaaanz anders, denn laut Medien verkehren nur allernetteste zivilisierte Zeitgenossen dort. Ein Hanauer Mitbürger hatte kürzlich drei dieser Etablissements aufgesucht, zum Zwecke des (nach seiner Sichtweise) Aufräumens Salven hinein geschickt und neun Besucher ins Jenseits befördert. Dass er anschließend noch soin Moddööäähh massakrierte war vielleicht ein Akt der Nächstenliebe, da die Dame doch sehr behindert gewesen sein soll. Dass er aber anschließend sich selbst ins jenseits beförderte: pures undeutsches Pussytum. Was aber danach passierte, lässt mich vom Glauben an das Gute im Menschen abfallen. Die nächstliegende Reaktion auf Basis dessen, was man über diese Läden weiß, wäre doch die Frage, wie viele Jahrzehnte Zuchthaus da auf den Böden lagen. Und warum die Polizei hier noch nie in Kontrollfunktion vorbei geschaut hatte. Stattdessen erfolgten öffentliche Verbrüderungsszenen zwischen gewählten höchstrangigen Volksvertretern und Clans. Weißwaschorgien der Kunden durch sämtliche Presseorgane (lediglich NTV deutete einmal kurz an, es könne sich um Clanstreitigkeiten handeln - was natürlich Unsinn ist, weil die mit der Caféhaus-Szene überhaupt nichts zu tun haben). Was geht hier ab? Zwei der betroffenen Läden waren mir namentlich nicht bekannt - aber kennste einen, kennste alle. Das Midnight dafür umso mehr. Treffpunkt des örtlichen Jurigeunertums (zwei Richter, die dort ein- und ausgehen, sind namentlich bekannt) und Leuten, mit denen sich ehrbare Bürger eher ungerne treffen. Warum werden diese Erkenntnisse verschwiegen? Dazu wird hier ein ungeheuerlicher Ausländerhass seitens des Täters ins Spiel gebracht. Ich interpretiere das so, dass es ihm exakt um Bekämpfung von Parallelstrukturen ging, ohne dass ihn die Herkunft dieser Leute interessierte. Dass Clankriminalität qua definitione noch eine typisch undeutsche Sache ist, wird sich genau so ändern wie muslimischer Terror inzwischen überproportional Konvertiten zuzuordnen ist. Ich habe diese Art von Gleichschaltung der kompletten Medien mir noch nicht einmal vorstellen können - 1933 war ein Dreck dagegen. Wer wundert sich noch über die inflationäre Verwendung des Begriffes "Lüenpresse"? Was steckt dahinter? Einen Hinweis könnte die Tatsache geben, dass alle drei Läden denselben Besitzer haben. Bei der Unmenge gleichartiger Läden kann das kein Zufall sein. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dem Täter Aktivitäten bekannt wurden, die auch höchste Jurigeuner- und Politrattenkreise betrafen, und die vor hier aus gemeinsam gesteuert wurden. Oder der Besitzer hat namhafte Beträge investiert, auf dass man ihn in Ruhe lassen möge - was ja nun nicht so unbedingt geklappt hat. Es wird behauptet, der Täter habe bereits im Vorjahr ein Schreiben an den Generalbundesanwalt geschickt. Das, was man vom Schreiben kennt, ist vom Niveau und Inhalt derartig abwegig, dass es an das Drohnengesetz heran reicht: eine Ausgeburt der Gummizelle - total kranke Scheiße. Gibt es zwei Möglichkeiten. Das Schreiben ist Fake. Dann handelt es sich um einen weiteren Fall, bei denen Täter, deren Tat nicht ins politische Konzept passt, als Schwachsinnige dargestellt werden - bewährte Taktik, so hatte man ja Mollath oder Kaufmann auch zum Irren abgestempelt. Oder es ist echt - dann beweist es meine These, dass sich der Staat langsam aber sicher vom Gewaltmonopol verabschiedet. Denn normalerweise dann wäre die einzige umgehend zu treffende Maßnahme gewesen, dem späteren Täter die Waffen sofort nach Empfang des Schreibens abzunehmen. Stattdessen eiert der Frank in einer Form daher, wie man sie auch eher in der Gummizelle verorten würde. Ich bin mir nicht sicher, welche Möglichkeit zutrifft, neige aber dazu, das Schreiben als echt einzustufen. Zumal sich das ja auch mit dem allgemeinen Eindruck decken würde, dass der Staat das Gewaltmonopol nicht mehr so verbissen sieht (s.o.). Oder war es vielleicht so - seitdem man anhand der Causa Maassen weiß, was für abartige Gestalten in Deutschland auf sensible Positionen gehievt werden, muss man das fragen -, dass dieser Franz sich sagte: "Ich bin ja so eine faule Sau. Wie schön, dass mir jemand die Arbeit abnehmen will"? Bekanntlich betreue ich ehrenamtlich Migranten, die ihrerseits strebsam und gesetzestreu sind, aber noch nicht mit allen Finessen vertraut sind (also von der vereinigten Politratten- und Jurigeunerschaft als unerwünscht eingestuft werden, weil sie damit relativ wenig verdienen kann). Dumm oder blind sind die jedenfalls nicht. Und von denen (integrationswillige nette Ausländer) werde ich (gesetzestreuer, Steuer zahlender Urdeutscher, dessen Stammbaum für fünf Ariernachweise reichen würde) seit Jahren ab und dann darauf angesprochen, warum wir Deutschen uns von einer handvoll Kanaker auf den Kopf scheißen lassen. Jeder Unbeteiligte Dritte sieht es, dass uns hemmungslos und ohne Angst vor Ahndung Parallelstrukturen bzw. deren Angehörige wie die Parasiten aussaugen. Das gibt es in keinem anderen Staat der Welt - liegt es an der Selbstkasteiung nach 45? Und da muss ich dann leider sagen, dass sich hier inzwischen eine Anti-Grundgesetz-Koalition aus Großfamilien, Jurigeunern, Politratten, unfähigen verwichsten Aufsichtsräten und der Gutmenschenmafia gebildet hat, gegen die schwer anzukommen ist. Gemeinsames Ziel: Zerstörung unseres Staates. Gemeinsamer Hintergrund: Hass auf unser Grundgesetz sowie Recht und Ordnung allgemein. Unter dieser Gemengelage wundert es mich, dass sich Leute und Medien wiederum wundern, wenn sich jemand kurzfristig das aufgegebene Gewaltmonopol, das quasi frei herum liegt, aneignet. Ich äffe jetzt diese Gestalt nach, die von der Frauenquote aus der Ganztags-Grenzdebilenbetreuung an die Spitze des Justizministeriums gespült wurde: man muss prüfen, warum bestehende Gesetze nicht angewendet werden. Dann bitte prioritär in den Prüfungsprozess einsteigen. Nicht, dass Sie sonst noch ein zweites Hanau zu verantworten haben. Und konkret noch ein Bild aus Hanau, bei dessen Ansicht ich (und viele mehr) hemmungslos lachen musste. Da fassten sich doch in den letzten Tagen jeweils ca. 5000 Angehörige der Gutmenschenmafia an den Händen, sangen fromme Lieder, streckten besinnliche Plakate in die Höhe, derweil sich andernorts andere Leute Gedanken machten, wie sie deren Gören nun fürderhin mit Dope beliefern können.

In Hanau wurde daraufhin der Karnevalsumzug abgesagt. Mir absolut unbegreiflich. Vollkommen egal, wie man zur Sache steht: von so einer Pussy darf man sich beeeinflussen lassen. Da kann es nur heißen: JETZT ERST RECHT! Ich bin stattdessen zum Umzug in Steinau/Straße gefahren. Gottchen, war der riesig. Optisch hat er mir ausgezeichnet gefallen. Allerdings: in den 45 Jahren, die ich bei Karnevalsumzügen mitwanke, sind noch nie so wenig Kamelle zu mir geflogen wie dieses Mal. Recht gut besucht war er auch. Aber man merkt doch, dass man sich auf dem Land befindet: die dortige Bevölkerung scheint es lustig zu finden, Glasflaschen auf dem Boden zu zerdeppern. Am Montag hingegen musste ich mal wieder in Seligenstadt Flagge zeigen - dieser Zooch ist wirklich für so eine kleine Stadt gigantisch. Schade, dass ich ihn wegen eines wichtigen Termins nicht bis zum Ende sehen konnte. Während der Abfahrt kam die Meldung über die bekannten Vorfälle in Volkmarsen im Radio. Was für eine perverse Scheiße - und wieder so eine nichtsnutzige Pussy. Bis jetzt rätsele ich noch, ob Seligenstadt abgebrochen wurde oder ob sich die Polizei mit ihrer Forderung, alle Züge sofort zu canceln, nicht durchsetzen konnte. Wieso schreibt die Lügenpresse darüber nichts? Bei allem Mitleid mit den Verletzten von Volkmarsen: auch hier kann es nicht angehen, dass einige Städte ihrerseits ihre Dienstags-Umzüge absagten. Man darf sich von Pussies nicht beeindrucken lassen! Bevor mir jemand ans Bein pisst: meine Arbeitszeit am Karnevalsdienstag war so widerlich, dass ich allein aus diesem Grunde zu keinem Zooch gehen konnte.

Ars longa vita brevis. Wenn man wie ich unter viel zu niedrigen Blutdruck leidet (leiden ist nicht unbedingt der treffende Ausdruck, aber mir fällt nichts Besseres ein), ist man nicht nur für jede Tasse guten Kaffe e dankbar, sondern auch für jede Aufregung. Insofern handelt es sich nicht um eine krankhafte Angewohnheit, sondern um eine therapeutische Maßnahme, wenn ich mich permanent über sinnloses Politratten-Gelalle aufrege. Ein bewährtes Mittelchen ist das Bosbach-Gestammel. Und da diese Gestalt die Gabe hat, mit annähernder Lichtgeschwindigkeit auf jedes Mikrofon zuzufliegen, um dort seine gestammelten "Erkenntnisse" loszuwerden. Bislang hat man dabei noch nichts annähernd Sinnvolles wahrgenommen. Andererseits erregt er doch so unser aller Mitleid, sodass man ihm helfen will. Purer Reflex. Satiriker sind nun mal keine Ärzte, sondern helfen auf ihre Weise. Irgendwann sollte auch der Beknackteste (sofern er nicht Trump oder Merz heißt) anhand der Überzeichnungen merken, dass er nicht ganz dicht ist und sich ändern sollte. Soweit ist Bosbach noch nicht. Vielmehr hat er jetzt allerdings den persönlichen Vogel abgeschossen. Man ist sich darüber einig, dass zur Wahrnehmung von Kunst ein Mindestmaß an Intelligenz erforderlich ist. So bin ich überzeugt, dass maximal 0,1% aller Politratten (und 0% aller Jurigeuner) in der Lage sind, ein Beckmann-Gemälde zu begreifen. Einen relativ hohen IQ verbunden mit einem reichhaltigen Fundus an Allgemeinwissen benötigt man zum Verständnis von Satire. Also, wenn ich Politratte oder Jurigeuner wäre, würde ich davon die Finger lassen, weil sich diese Kreise sonst nur blamieren würden. Herr Bosbach dreht jedoch den Spieß um. Anscheinend spürt er innerlich, dass er nicht zur zivilisierten Menschheit gehört, wie sonst wäre die Forderung, dass Künstler sich nicht mehr hinter Satire "verstecken" dürfen, zu erklären? Also: da ist jemand zu behämmert, auch nur einmal am Tag einen klaren Gedanken zu fassen, und - schwupps - wird eine komplette Kunstform unter Generalverdacht gestellt. In derselben Partei sind sicherlich einige Gestalten, denen z.B. van Gogh zu hoch ist - und schon wollen die dessen Gemälde vernichten oder zumindest der Öffentlichkeit vorenthalten. Hatten wir das nicht schon einmal? Ich sehe, Bosbach spekuliert schon auf einen Gauleiter-Posten. Nun attestiert sich diese Gestalt selbst eine rheinische Frohnatur, womit er seinerseits wohl seine Ergüsse entschuldigen will. Ich sehe da kein derartiges Naturell -haben wir nicht eher das Produkt jahrhundertelanger Inzestorgien vor uns? Oder befindet sich auch der eine oder andere Rüde im Stammbaum? In diesem Zusammenhang muss ich - bei aller Sympathie - Neupolitratte Sonneborn rügen. Da wurde im WDR kürzlich ein albernes Liedlein dargeboten, in dem u.a. wir Senioren unser Fett abkriegten. Der Verantwortliche deklarierte das als Satire - ok,dann bin auch ich für einige Kunstformen nicht intelligent genug. Mit welchem Recht sich aber Herr Sonneborn als gelernter Satiriker anmaßt, hier werten zu wollen und dem Liedchen seinen satirischen Charakter abzusprechen, ist mir schleierhaft. Hat ihn der Pilotbetrieb schon mit kranken Ansichten durchseucht? Oder warum macht er sich zum Büttel in der Sache von Bosbach, dessen Ansichten er offensichtlich nicht teilt? Hier würde eine Antwort sicher zur Klärung beitragen. Vielleicht denkt er auch mal über das Verhältnis von Kunst und Lebensdauer (s.o.) nach. Denn ich bin überzeugt, dass in einer Zeit, in der Bosbach noch nicht einmal mehr als Furz einer Fußnote auftaucht - also in ca. zwanzig Jahren -, unsere Kunst immer noch geehrt sein wird. Und ich bin da total objektiv, indem ich das selbstredend auch auf den Techno-, House-, Hiphop-, Triphop-Bereich beziehe. Tja, Bosbach: da staunste.

Es ist nicht schwer, von Bosbach auf Merz zu kommen. Sieht die Steigerung von behämmert nicht so aus: behämmert - Bosbach - Merz? Auch Merz äußerte sich kürzlich ähnlich beknackt zum Thema öffentliche Wahrnehmung. Eine freie Presse sei unnötig, er könne sich ja per Twitter direkt an den Rezipienten wenden. Was für eine verwichste ausgelutschte dreckige Pussy! Da will man ihm helfen - und das ist bei der Unmenge an Ahnungslosigkeit, Schwachsinn, Stumpfsinn, Perversität, die er pausenlos rausrülpst, richtig schwierig - und der schlägt seinen Helfern noch aufs Maul. Was für eine Pussy muss man sein, sich Diskusssionen entziehen zu wollen?! Übrigens wie Maas auch eine der Gestalten, die aus sehr gutem Grunde noch nie eine Wahl gewonnen haben. Liebe Angela Merkel, als Deutscher habe ich nur noch einen Wunsch an dich: verhindere diese Gestalt, die so gerne in jedes halbwegs geöffnete Arschloch reinschlängeln will. Eine Kostprobe zum Merz'schen Paralleluniversum habe ich dem ExtraTipp entnommen. Demnach sieht Merz es so, dass der Rechtsradikalismus (was immer das nach Merz auch sein mag) geschwächt würde, wenn das Thema Clankriminalität stärker thematisiert würde. Was für eine kranke Scheiße. Jedem Zweijährigen ist der Begriff des Staatsgroßfamilienkooperativismus (Stagrokop) geläufig. Aufgrund der allgemein bekannten Verflechtungen und Verfilzungen zwischen - und ich wiederhole mich gerne - Politrattentum, Jurigeunertum und Großfamilien etc. wird es nie zu einer Thematisierung kommen. Es handelt sich um dieselbe Seite der Medaille (daher die Medaillenaffinität Berliner Clans). Und selbst wenn Merz das ausnahmsweise ernst meinen würde: es ist und bleibt eine Pussy und eben nicht Duterte. Spätestens dann, wenn ihn ein hochrangiges Clanmitglied am Damaszenerhirschkuhvaginaleder-Sitzbezug seines Raseratis schnuppern lässt, kippt der um. Und noch etwas ist mir aufgefallen. In Berichten und Analysen in der (Lügen-)Presse zu dieser Gestalt fällt immer das Wort Poser. Handelt es sich hierbei um eine nette Umschreibung für durchgewichste, ausgelutschte Pussy?

Zum Schluss ein erheblich angenehmeres Thema. Es gab wieder etliche LPs/CDs, die man sich gönnen sollte. Ich habe es jedenfalls getan. Wire waren mal wieder dabei: Mind Hive ist eine solide Scheibe, aber wie üblich sehr kurz und ohne Highligt. Auch Hawkwind waren aktiv: bei All aboard the Skylark kann das Cover begeistern, der Inhalt ist solide, mehr nicht. Acoustic Daze als Beigabe kann man restlos vergessen (es handelt sich um das Rohmaterial für Road to Utopia). Dafür blubbern Hawkestral (The future is us) und die Hawklords (Heaven's gate) als Side-Projekte derartig retro vor sich hin, dass man sich vierzig Jahre jünger fühlt. Weniger spannend ist die letzte von Nik Turner (The final frontier): hier schmort jemand im eigenen Saft. Richtig gelungen hingegen die neue von den Pet Shop Boys (Hotspot). Nachdem die letzten beiden Veröffentlichungen eher langweilig waren, haben sie hier wieder zu alter Stärke gefunden.Als echte Überraschung im positiven Sinne entpuppte sich Incorruptible von Iced Earth. Eigentlich hatte ich den Eindruck,mit The glorious burden hätten sie ihr gesamtes Pulver verschossen, aber hier toen sie wieder los wie in besten Something wicked comes this way-Zeiten los. Eine totale Enttäuschung hingegen Every day life von Coldplay. Klingt, als ob sie Radiohead oder Talk Talk in deren Endphase imitieren wollen, scheitern aber kläglich. Finger weg! Journey sind eine Band, die bei mir immer nebenher liefen. Nicht schlecht, aber stets fehlte der letzte Kick. Das änderte sich, seitdem Radio Bob Be good foryourself in der Heavy rotation zu haben scheint. Das Schon-Solo am Ende ist gigantisch. In Youtube ist eine Konzertaufnahme aus Las Vegas, da ist es noch länger und besser. Den Vogel schießt aber die Version auf der älteren DVD Live in Manila ab. Göttlich! Der aktuelle Sänger ist ja selber Filipino - und so pushen sich Band und Publikum gegenseitig zur Höchstform. Dann wäre mit der Doppel-CD Resistance die neue von IQ zu nennen. Eine sehr sperrige Angelegenheit. Nach einigen Durchläufen bleibt die zweite CD hängen, die erste hingegen ist eher l'art pour l'art. ABER: die Jungs waren mal wieder auf Tournee. Und nachdem ich mit Oberhausen letztens schlechte Erfahrungen gemacht hatte, sagte ich mir "Jetzt erst recht" und fuhr zur Turbinenhalle 2. Ich war bass erstaunt über den großen Andrang, aber die Menge wollte in die Halle 1, wo Agnostic Front lostobten - auch eine sehr gute Band (deren neueste Scheibe "Get loud!" habe ich mir als Picture Disc gegönnt: Vollbedienung von der ersten bis zur letzten Umdrehung). Ich hatte mir vorgestellt, mal die Locations zu wechseln, aber das war unmöglich. Immerhin 900 Leutchen zwischen 45 und 95 (teilweise im Rollstuhl mit Pfleger) waren es, die sich für IQ begeistern wollten. Aber dann enterte mit t ein nicht angekündigtes Vorprogramm die Bühne. Ich habe nie eine derartige Scheiße gehört, ein Alleiunterhalter am Piano mit einem schrecklichen, durchdringenden Organ, dem man auch auf dem Dachgarten nicht entkommen konnte. Grausam. Aber dann IQ - die ich erstmals ohne Martin Orford erlebte. Ein geiles Konzert, auch Peter Nicholls war permanent in bester Spiellaune. Die Version vom Last Human Gateway sollte die optimale sein. Leider war nach knapp Stunden alles vorbei. Die Rückfahrt war widerlich wegen Nebel. Entweder wurde auf Teufel komm raus gerast oder geschlichen. Normal fuhren außer mir eigentlich nur die wenigen Lkw. Selbstredend war das Konzert nicht das einzige Event. In der Regionalliga traf der VfB Homberg auf Lotte im PCC-Stadion. Knapp 600 Leute waren zugegen. Der Platz war einwandfrei bespielbar, die Gäste (unterstützt von vielleicht 50 mitgereisten Fans) gewannen vollkommen verdient 3:0. Vollkommen ungewöhnlich für mich gönnte ich mir Fischbrötchen, die sich als ok erwiesen. Die Tickets waren Allerweltsware, Programme waren nur sehr wenige gedruckt worden, sodass ich nach Abpfiff auf Wegwerfware zurückgreifen musste. Inhaltlich durchaus ok. Vorher stattete ich noch dem Rheinpreußenstadion in Moers einen Besuch ab - was für ein geiler Ground! Schade, dass der abgerissen wird.